Hibiskus – mögliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen

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    Hibis­kus – Alles, was du über sei­ne Wir­kung wis­sen solltest. 

    Der Hibis­kus ist mehr als nur eine schön anzu­se­hen­de Pflan­ze. Durch sei­ne wert­vol­len Inhalts­stof­fe kann er anti­bak­te­ri­ell und anti­oxi­da­tiv wir­ken und wird daher bei Erkäl­tun­gen, einem hohen Cho­le­ste­rin­spie­gel aber auch bei Ekze­men und Ver­dau­ungs­pro­ble­men angewendet.

    Steckbrief

    Heilpflanzen-Steckbrief: Hibiskus

    Wis­sen­schaft­li­cher Name: Hibis­cus sabdariffa
    Auch bekannt als: Eibisch, Rote Mal­ve, afri­ka­ni­sche Mal­ve, Rosen­ei­bisch, Strauchei­bisch, Syriacus 
    Ern­te­zeit: Juli bis September
    Beson­de­re Nähr- und Inhalts­stof­fe: Frucht­säu­ren, Apfel­säu­re, Wein­säu­re, Zitro­nen­säu­re, Antho­cya­ne, Fla­vo­no­ide, Phy­toste­ro­le, Schleim­stof­fe, Pektin
    Dar­rei­chungs­form: Pul­ver, Kap­seln, Tee
    Anwen­dung:
    Erkäl­tun­gen Hus­ten Blut­hock­druck Kreis­lauf­be­schwer­den Ekze­me Krämp­fe PMS Gal­len­be­schwer­den Harn­be­schwer­den Ver­stop­fun­gen hoher Cho­le­ste­rin­spie­gel

    Über Hibiskus

    Meh­re­re hun­dert Arten gehö­ren zur Pflan­zen­gat­tung Hibis­kus oder auch Eibisch. Sie stam­men alle aus Asi­en, sind aber über­all in den tro­pi­schen und sub­tro­pi­schen Regio­nen der Welt ver­brei­tet und gehö­ren zur Fami­lie der Mal­ven­ge­wäch­se. Heu­te ist Hibis­kus auch in Euro­pa ver­brei­tet. Der Gar­ten-Hibis­kus ist ein bis zu drei Meter hoher Strauch mit glän­zend grü­nen und spit­zen, eiför­mi­gen Blät­tern. Im August fängt der Hibis­kus an zu blü­hen, dabei sind sei­ne bun­ten Glo­cken­blü­ten sehr auf­fäl­lig, sie kön­nen vio­lett, rot, weiß oder rosa sein. In der Küche wird Hibis­kus­si­rup oft­mals als Süßungs­mit­tel genutzt.

    Die wert­vol­len Inhalts­stof­fe der Hibis­kus­blü­te sind vor allem die Frucht­säu­ren Hibis­cus­säu­re, Apfel‑, Wein- und Zitro­nen­säu­re. Ande­re Inhalts­stof­fe sind bei­spiels­wei­se auch Schleim­stof­fe, die die Schleim­häu­te schüt­zen und Pek­ti­ne, die den Blut­cho­le­ste­rin­spie­gel sen­ken kön­nen. Fla­vo­no­ide und Phe­nol­säu­re wir­ken anti­oxi­da­tiv und anti­bak­te­ri­ell. Außer­dem ent­hal­ten Hibis­kus­blü­ten auch Vit­amin C, das das Immun­sys­tem stär­ken kann.

    Aus den Blü­ten des Hibis­kus kann man auch Tee her­stel­len. Dazu benutzt man nicht die gan­ze Blü­te, son­dern die Blü­ten­kel­che, die getrock­net und mit kochen­dem Was­ser zu Tee auf­ge­gos­sen wer­den. Die­ser schmeckt leicht säu­er­lich, hat eine rote Far­be und kann auch vie­le posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen mit sich bringen.

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    Bei­spiels­wei­se wird der Tee bei Erkäl­tungs­krank­hei­ten und Bla­sen­ent­zün­dun­gen auf­grund sei­ner anti­bak­te­ri­el­len Wir­kung und sei­nes ent­hal­te­nen Vit­amin C oft ange­wen­det. Aber auch bei Hus­ten kön­nen die ent­hal­te­nen Schleim­stof­fe die gereiz­te und ent­zün­de­te Schleim­haut in den Bron­chi­en beru­hi­gen. All­ge­mein wird emp­foh­len, nicht mehr als vier Tas­sen des Tees am Tag zu trinken.

    Hibis­kus soll außer­dem den Stoff­wech­sel ankru­beln, den Kör­per ent­wäs­sern und wird daher beim Abneh­men ver­wen­det. Auch den Appe­tit soll er för­dern, da sei­ne Inhalts­stof­fe die Ver­dau­ungs­säf­te, sowie den Galle­fluss anre­gen. In der Volks­me­di­zin wird er zudem als Abführ­mit­tel bei Ver­stop­fung genutzt, da er eine gesun­de Darm­funk­ti­on und eine nor­ma­le Ver­dau­ung för­dern soll.

    Laut einer Stu­die des bri­ti­schen For­schungs­ma­ga­zin Jour­nal of the Sci­ence of Food and Agri­cul­tu­re zeigt sich die cho­le­ste­rin­sen­ken­de Wir­kung der roten Hibis­kus­blü­te anhand einer Ver­suchs­rei­he mit Rat­ten. Exper­ten­mei­nun­gen hal­ten die­ses Ergeb­nis für auf den Men­schen über­trag­bar. Eben­falls soll Hibis­kus im Zusam­men­hang mit Blut­hoch­druck hel­fen können.

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    Aus den Hibis­kus­blü­ten las­sen sich auch Sitz­bä­der und Tink­tu­ren her­stel­len. Beson­ders zur Behand­lung von Ekze­men, Krämp­fen, PMS, Harn- und Gal­len­be­schwer­den, Kreis­lauf­pro­ble­men, Ver­stop­fung und Erkäl­tung wird Hibis­kus ver­wen­det. Auf­grund sei­ner leuch­tend roten Far­be kommt Hibis­kus auch als Fär­be­mit­tel zum Ein­satz, zum Bei­spiel als Zuga­be bei Früch­te­tees, wie Hage­but­ten-Tee, oder auch als Mit­tel zum Oster­ei­er färben.

    Vor­sicht: Hibis­kus kann bei Über­do­sie­rung zu Durch­fall füh­ren. Schwan­ge­ren wird von der Ein­nah­me abge­ra­ten, da Hibis­kus mög­li­cher­wei­se eine hor­mo­nel­le Wirk­sam­keit besitzt. Es kann außer­dem zu Wech­sel­wir­kun­gen mit bestimm­ten Medi­ka­men­ten kom­men, zum Bei­spiel bei Medi­ka­men­ten gegen Blut­hoch­druck oder zu hohe Blutzuckerwerte.

    Wissenswertes

    Wissenswertes
    Übri­gens: Auf Hawaii ist es Tra­di­ti­on, dass sich jun­ge Frau­en eine Hibis­kus­blü­te hin­ter das rech­te Ohr ste­cken, um zu signa­li­sie­ren, dass sie noch ledig sind. 

    Quellen

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