Welche gesundheitlichen Probleme drohen bei zu hohem Zuckerkonsum?

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    Es gibt unter­schied­li­che nega­ti­ve Fol­gen für unse­ren Kör­per, die aus über­mä­ßi­gem Zucker­kon­sum resul­tie­ren kön­nen.

    Zum einen kann zu viel Zucker direk­te und offen­sicht­li­che Fol­gen mit sich brin­gen. Hier­zu gehö­ren bei­spiels­wei­se Stim­mungs­schwan­kun­gen oder auch Migrä­ne. Dies ergibt sich aus dem schwan­ken­den Blut­zu­cker­spie­gel, der sich im Lau­fe des Tages in dem eige­nen Kör­per­be­fin­den und den Gefüh­len reflek­tiert. Mio, die Grün­de­rin von fre­e­mii, kann von einer posi­ti­ven Erfah­rung in Bezug auf das Zusam­men­spiel von gerin­gem Zucker­kon­sum und der Aus­wir­kung auf Migrä­ne­an­fäl­le berich­ten. Seit­dem sie vor 4 Jah­ren mit der Redu­zie­rung ihres Zucker­kon­sums ange­fan­gen hat, lei­det sie nur noch sel­ten und wet­ter­be­dingt unter Migrä­ne.

    Auch Haut­pro­ble­me, Akne oder Haut­al­te­rung kön­nen eine direk­te und sicht­ba­re Kon­se­quenz eines zu hohen Zucker­kon­sums sein. Die­sen Zusam­men­hang erklärt der Der­ma­to­lo­ge  und Pro­mi-Schön­heits­chir­urg Dr. Fred­ric Brandt fol­gen­der­ma­ßen: „Zucker beschleu­nigt den Abbau von Elas­tin und Col­la­gen, zwei wich­ti­gen Haut­pro­te­inen, mit ande­ren Wor­ten trägt tat­kräf­tig zum Alte­rungs­pro­zess bei.” Daher ist es durch­aus sinn­voll anstel­le von äuße­ren Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten, die dem Haut­al­te­rungs­pro­zess ent­ge­gen­wir­ken sol­len, auch die Ursa­che mit der Redu­zie­rung von Zucker bei der Nah­rungs­auf­nah­me in Betracht zu zie­hen.

    Zum Ande­ren kön­nen auch län­ger­fris­ti­ge Krank­hei­ten durch zu hohen Zucker­kon­sum ent­ste­hen. Hier­zu gehö­ren die Spei­che­rung von Vis­ze­r­al­fett an der Leber – umgangs­sprach­lich auch „Fett­le­ber” genannt –, die sich bei­spiels­wei­se durch Müdig­keit und Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che äußern kann.

    Zudem sind auch Über­ge­wicht und Dia­be­tes als Fol­gen denk­bar. Damon Gameau beschreibt in sei­nem Buch „Voll ver­zu­ckert: That Sugar Book” sein Selbst­ex­pe­ri­ment, wel­ches er unter Auf­sicht von Ärz­ten und Psy­cho­lo­gen durch­führ­te. Er nahm für einen Zeit­raum von 4 bis 6 Wochen eine hohe Men­ge an Zucker zu sich. Die­ser über­mä­ßi­ge, für sei­nen Kör­per unge­wohn­te Zucker­kon­sum führ­te nicht nur zu einer Gewicht­zu­nah­me, son­dern auch zu dem Auf­bau von Vis­ze­r­al­fett, wel­ches auf das hohe Maß an Fruc­to­se zurück­zu­füh­ren ist.

    Oft unter­schätzt man die Men­ge an Zucker, die man jeden Tag zu sich nimmt. Neben ein­deu­tig zucker­hal­ti­gen Lebens­mit­teln gibt es zahl­rei­che „Zucker­fal­len”. So ent­hal­ten vie­le Lebens­mit­tel reich­lich „ver­steck­ten” Zucker, wie bei­spiels­wei­se sau­re Gur­ken oder Herings­sa­lat, die den Zucker­kon­sum uner­war­tet in die Höhe schnel­len las­sen. Dies gepaart mit wenig Sport kann wie im Bei­spiel von Damon Gameau zu Über­ge­wicht, einer Fett­le­ber und spä­ter auch Dia­be­tes füh­ren.

    Gera­de in jun­gen Jah­ren und abhän­gig von indi­vi­du­el­len kör­per­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, ist der Kör­per in der Lage vie­le Din­ge zu kom­pen­sie­ren und sich auf man­che Situa­tio­nen ein­zu­stel­len, sodass die Fol­gen über­mä­ßi­gen Zucker­kon­sums, wie etwa eine nicht­al­ko­ho­li­sche Fett­le­ber nicht immer sofort offen­sicht­lich sind. Das darf aller­dings nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass län­ger­fris­tig die Gefahr der Ent­ste­hung gra­vie­ren­der Krank­hei­ten besteht.

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