Benötigt unser Körper überhaupt Zucker?

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    Kurz & knapp: Nein, der Kör­per benö­tigt an und für sich kei­nen zusätz­li­chen bezie­hungs­wei­se raf­fi­nier­ten Zucker. Es gibt aller­dings ver­schie­de­ne Arten von Zucker, zwi­schen denen man dif­fe­ren­zie­ren muss. Der in Koh­len­hy­dra­ten ent­hal­te­ne Zucker wird bei der Ver­dau­ung in sei­ne Bestand­tei­le zer­legt. Am Ende blei­ben Glu­co­se und Fruc­to­se. Die Glu­co­se geht direkt in das Blut über und sorgt für den Anstieg des Blut­zu­cker­spie­gels. Dies regt die kör­per­ei­ge­ne Insu­lin­pro­duk­ti­on an. Das Insu­lin trans­por­tiert die Glu­co­se in die Zel­len. Fruc­to­se hin­ge­gen wird in der Leber  ver­stoff­wech­selt und falls ein Über­fluss besteht, in der Leber als Fett gespei­chert. In gro­ßen Men­gen, die in der Natur nicht vor­kom­men, ist Fruc­to­se nega­tiv zu bewer­ten. Bei­spiels­wei­se ist es wesent­lich gesün­der, die Früch­te zu essen, anstatt sie als Saft zu trin­ken. Wer eine Frucht im Gan­zen kon­su­miert, isst wesent­lich weni­ger, als wenn er nur den Saft ver­wen­det.

    In der Betrach­tung von Zucker wird zwi­schen dem raf­fi­nier­ten Zucker und Frucht­zu­cker unter­schie­den. Hier­bei ist es wich­tig zu wis­sen, dass der raf­fi­nier­te Zucker wie bei­spiels­wei­se der wei­ße Haus­halts­zu­cker oder Aga­ven­dick­saft weder wert­vol­le Bal­last­stof­fe, Vit­ami­ne noch Nähr­stof­fe ent­hält. Er lie­fert dem Kör­per ledig­lich kurz­fris­tig Ener­gie. Aller­dings benö­tigt der Kör­per für die Umwand­lung von Zucker zu Ener­gie Vit­ami­ne und Mine­ral­stof­fe. Zucker ent­hält jedoch kein oder kaum Vit­ami­ne oder Mine­ral­stof­fe, sodass kör­per­ei­ge­ne “Spei­cher” ange­zapft wer­den. Daher spricht man in die­sem Fall auch von Zucker als Vital­stoff Räu­ber. Zudem stei­gen die Blut­zu­cker­wer­te bei der Auf­nah­me von raf­fi­nier­tem Zucker schnell in die Höhe, wel­ches nach dem Absin­ken des Blut­zu­cker­spie­gels Heiß­hun­ger als Fol­ge mit sich bringt.

    Wird Frucht­zu­cker in Form von fri­schem Obst kon­su­miert, erscheint hin­ge­gen Fruc­to­se in Ver­bin­dung mit Bal­last­stof­fen. In die­ser Kom­bi­na­ti­on mit Bal­last­stof­fen erfolgt der Stoff­wech­sel und die Ver­dau­ung lang­sa­mer. Es kommt daher zu kei­nem abrup­ten Anstieg im Blut­zu­cker­spie­gel. Also ist der Zucker, wel­cher auf natür­li­cher Basis und in Kom­bi­na­ti­on mit Bal­last­stof­fen wie bei­spiels­wei­se in Obst vor­han­den ist, ver­gleichs­wei­se gesün­der für den Kör­per.

     

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