Welche gesunden Alternativen gibt es zum Süßen von Speisen?

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    Kurz & knapp: Gene­rell sind Früch­te, Reis­si­rup oder Stevia in unver­ar­bei­te­ter Form als gesun­de Alter­na­ti­ve zu emp­feh­len. Jedoch ist auch hier die Men­ge an Süßungs­mit­tel ent­schei­dend.

    Stellt Honig eine gesun­de Alter­na­ti­ve zu wei­ßem Zucker dar? Durch die Wer­bung ver­bin­den wir mit Honig idyl­li­sche Blü­ten­fel­der, sum­men­de Bie­nen und Natur. Aller­dings kann Honig unter Umstän­den ähn­lich unge­sund” sein wie raf­fi­nier­ter Zucker.

    Denn sobald (Bio) Honig im Her­stel­lungs­pro­zess oder auch bei der Zube­rei­tung mit ande­ren Lebens­mit­teln über 40 Grad erhitzt wird, ver­liert er alle in ihm ent­hal­te­ne wert­vol­le Nähr­stof­fe und Enzy­me. Am Ende bleibt rei­ner Zucker übrig, der sich von sei­nen Inhalts­stof­fen kaum vom wei­ßen Haus­halts­zu­cker unter­schei­det und nur kurz­fris­tig und schnell Ener­gie lie­fert. Daher ist Honig im Tee oder in Kom­bi­na­ti­on mit Zitro­nen­saft und Was­ser bei einer Was­ser­tem­pe­ra­tur von über 40 Grad kei­ne gesün­de­re Alter­na­ti­ve als raf­fi­nier­ter Zucker.

    Obst ist eben­falls ein gesun­des” Süßungs­mit­tel – ob in getrock­ne­ter oder herkömmlicher/frischer Form. Zum Bei­spiel eig­nen sich Bana­nen oder Dat­teln in ihrer Kom­bi­na­ti­on aus Fruc­to­se und Bal­last­stof­fe als guter Ersatz zum wei­ßen Haus­halts­zu­cker. In Back­wa­ren kann man die­se ide­al zum Süßen ver­wen­den, wie im Bana­nen­brot. Aber auch hier spielt die Men­ge eine ent­schei­den­de Rol­le.

    Eine wei­te­re Zucker­al­ter­na­ti­ve stel­len Reis­si­rup und Stevia dar. Ers­te­rer weist einen gerin­gen Anteil an Fruc­to­se auf. Stevia, eine bra­si­lia­ni­sche Grün­pflan­ze, hin­ge­gen ist laut Mio, Grün­de­rin von “Fre­e­mii”, eher in unver­ar­bei­te­ter Form zu emp­feh­len. Als flüs­si­ges Süßungs­mit­tel oder in Tablet­ten­form unter­läuft Stevia einen che­mi­schen Ver­ar­bei­tungs­pro­zess, wel­cher sich durch den Kauf einer Stevia-Pflan­ze und der Ver­ar­bei­tung der fri­schen Blät­ter im Mör­ser umge­hen lässt. Unver­ar­bei­te­te oder gering ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel tra­gen gene­rell eher zu einer gesun­den oder gesün­de­ren Ernäh­rung bei, als stark ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel.

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