Zitrone – mögliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen

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    Zitro­ne – Alles, was du über ihre Wir­kung wis­sen solltest. 

    Die säu­er­li­che Zitrus­frucht ist beson­ders für ihren hohen Vit­amin-C-Gehalt bekannt. Auf­grund ihrer des­in­fi­zie­ren­den und gesund­heits­för­dern­den Eigen­schaf­ten gehört sie welt­weit zu den belieb­tes­ten Früchten.

    Steckbrief

    Heilpflanzen-Steckbrief: Zitrone

    Wis­sen­schaft­li­cher Name: Citrus limon
    Auch bekannt als: Sauerzitrone
    Ern­te­zeit: Frühjahr
    Anbau und Gewin­nung: Die Zitro­ne benö­tigt ein gleich­mä­ßig war­mes und feuch­tes Kli­ma. Der Anbau ist in Deutsch­land schwie­rig, da die Pflan­ze nicht win­ter­hart ist. 
    Beson­de­re Nähr- und Inhalts­stof­fe: Vit­amin C, Zitro­nen­säu­re, Äthe­ri­sche Öle, Flavonoide
    Dar­rei­chungs­form: Auf­guss, gan­ze Frucht, Saft
    Heil­kraft: adstrin­gie­rend, anti­bak­te­ri­ell, bele­bend, beru­hi­gend, blut­bil­dend, blut­rei­ni­gend, blut­zu­cker­sen­kend, cho­le­ste­rin­sen­kend, ent­zün­dungs­hem­mend, harn­trei­bend, haut­rei­zend, krampf­lö­send, schleim­lö­send, schweiß­trei­bend, stärkend
    Anwen­dung:
    Vit­amin-C-Man­gel Mund­ge­ruch Erkäl­tung Asth­ma Bron­chi­tis Hus­ten Übel­keit Fie­ber Schluck­be­schwer­den Man­del­ent­zün­dung Krämp­fe Bla­sen­ent­zün­dung Ent­gif­tung Müdig­keit Demenz Krebs Herz-Kreis­lauf-Beschwer­den Ver­stim­mun­gen

    Über Zitrone

    Die sau­re Frucht mit der gel­ben Scha­le ist eine der ältes­ten Obst­sor­ten der Welt und gehört zur Fami­lie der immer­grü­nen Rautenge­wäch­se. Ver­mut­lich ist sie durch eine Kreu­zung der Zitro­nat­zi­tro­ne mit der Bit­ter­oran­ge her­vor­ge­gan­gen. Die Ursprün­ge des Zitro­nen­baums lie­gen im asia­ti­schen Raum und zwar in Indi­en und Chi­na. Mitt­ler­wei­le wird die wär­me­lie­ben­de Pflan­ze vor allem im feucht­war­men Kli­ma der Sub­tro­pen angebaut.

    Seit dem Mit­tel­al­ter wird die Zitro­ne bereits als Heil­mit­tel ein­ge­setzt. Damals schätz­ten See­fah­rer ihre Wir­kung gegen die Vit­amin­man­gel­krank­heit Skor­but. Zudem galt die Zitro­nen­scha­le als wich­ti­ger Hel­fer bei der Behand­lung der Pest. Als Heil­mit­tel und in der moder­nen Küche wer­den heu­te alle Bestand­tei­le der nähr­stoff­rei­chen Zitrus­frucht verwendet.

    Die Zitro­ne sorgt nicht nur an hei­ßen Som­mer­ta­gen für küh­le Erfri­schung. Geschätzt wird sie auch auf­grund ihrer hei­len­den Eigen­schaf­ten und ihrem stär­ken­den Ein­fluss auf das Immun­sys­tem. Zudem wird der Zitro­ne eine anti­sep­ti­sche, ent­zün­dungs­hem­men­de und fie­ber­sen­ken­de Wir­kung nach­ge­sagt. Zum Bei­spiel haben sich Zitro­nen­wi­ckel auf Hals, Brust und Waden als Haus­mit­tel bei Hals­ent­zün­dun­gen, Atem­wegs­be­schwer­den und Fie­ber bewährt.

    Auf­grund des hohen Vit­amin­ge­halts in Frucht­fleisch und Scha­le lohnt sich nicht nur das Trin­ken des Safts, son­dern auch der Ver­zehr der gesam­ten Frucht. In der Aro­ma­the­ra­pie wer­den die aus der Scha­le gewon­ne­nen äthe­ri­sche Öle ver­wen­det. Die­se kön­nen die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit ver­bes­sern und die Stim­mung aufhellen.

    Zitro­nen besit­zen einen hohen Gehalt an Vit­amin C3), das die Auf­nah­me von Eisen im Kör­per för­dern soll. Die anti­oxi­da­ti­ve2) Wir­kung des Vit­amins kann das Immun­sys­tem stär­ken und gegen Ent­zün­dun­gen hel­fen. Außer­dem besteht das Poten­ti­al, das Risi­ko für neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ve Stö­run­gen wie Demenz, Krebs1) und Herz-Kreis­lauf-Pro­ble­me zu senken.

    Dar­über hin­aus ent­hält die Zitro­ne sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie Poly­phe­no­le, denen Stu­di­en eben­falls eine zel­len­re­pa­rie­ren­de Wir­kung beschei­ni­gen. Zudem sol­len sie dabei hel­fen, den Blut­zu­cker­spie­gel zu sen­ken. Denn die in der Scha­le ent­hal­te­nen Pek­ti­ne för­dern die Ver­dau­ung und unter­stüt­zen die Ent­gif­tung des Körpers.

    Wissenswertes

    Wissenswertes
    Der Eigen­ge­schmack von Lebens­mit­teln wird durch Zitro­nen­saft ver­stärkt. Im Rah­men einer salz­ar­men Ernäh­rung emp­fiehlt sich daher die Zuga­be von Zitro­nen­saft anstatt von grö­ße­ren Men­gen Spei­se­salz. Auf die­se Wei­se kann der Salz­kon­sum deut­lich gesenkt werden.

    Quellen

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