Zahnschmerzen – wirksame Präventionsmaßnahmen

Zahnschmerzen ursachen erkennen und beheben

Für ein strah­len­des Lächeln sind schö­ne und gesun­de Zäh­ne grund­le­gend wich­tig. Zudem hat die Zahn­ge­sund­heit auch maß­geb­li­che Aus­wir­kun­gen auf den all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stand des Men­schen. Aus die­sem Grund muss der Zahn- und Mund­hy­gie­ne beson­de­re Beach­tung bei­gemes­sen wer­den. Zahn­pro­phy­la­xe ist in die­sem Zusam­men­hang ein sehr wich­ti­ges Stich­wort, denn bereits im All­tag lässt sich viel für gesun­de und schö­ne Zäh­ne tun.

Doch wel­che Ursa­chen ver­ber­gen sich hin­ter Zahn­schmer­zen und wie las­sen sich die­se effek­tiv vor­beu­gen? Lesen Sie hier mehr dazu.

Eine gute Mundhygiene als Grundlage der Zahngesundheit

Eine gewis­sen­haf­te Mund- und Zahn­hy­gie­ne ist grund­le­gend wich­tig, denn dadurch las­sen sich Erkran­kun­gen wie Kari­es, Par­odon­ti­tis (bak­te­ri­ell beding­te Ent­zün­dung des Zahn­bet­tes) oder Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen wirk­sam vor­beu­gen. Der eige­nen Lebens­wei­se und dem per­sön­li­chen Ernäh­rungs­ver­hal­ten kommt hier­bei eine beson­de­re Bedeu­tung zu. Wer schö­ne und gesun­de Zäh­ne haben möch­te, soll­te wei­test­ge­hend auf Alko­hol, Tabak und Zucker ver­zich­ten, denn die­se Genuss­mit­tel grei­fen lang­fris­tig die Zäh­ne an und schä­di­gen sie. Bak­te­ri­en kön­nen sich in den Zahn­zwi­schen­räu­men ein­nis­ten und dort Ent­zün­dungs­pro­zes­se her­vor­ru­fen. Zudem kön­nen Kei­me in die Blut­bahn gelan­gen und an diver­sen Orten im Orga­nis­mus erneu­te Ent­zün­dun­gen her­vor­ru­fen. Infol­ge­des­sen steigt auch das Risi­ko für Erkran­kun­gen wie Dia­be­tes, Schlag­an­fall oder Herz­in­farkt.

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Eine schlech­te Mund­hy­gie­ne kann nicht nur Kari­es her­vor­ru­fen, son­dern lang­fris­tig sogar zum Zahn­ver­lust füh­ren. Des Wei­te­ren erhöht eine man­gel­haf­te Mund­hy­gie­ne das Ent­ste­hungs­ri­si­ko für bös­ar­ti­ge Mund­höh­len­tu­mo­re.

Die wich­tigs­ten Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men sind die täg­li­che gründ­li­che Rei­ni­gung der Zäh­ne sowie der Zun­ge und regel­mä­ßi­ge Vor­sor­ge­ter­mi­ne beim Zahn­arzt. Wer­den Erkran­kun­gen der Zäh­ne und des Mund­raums früh­zei­tig und adäquat vom Zahn­arzt behan­delt, lässt sich dadurch auch das Risi­ko für all­ge­mein­me­di­zi­ni­sche Krank­hei­ten deut­lich redu­zie­ren.

Auf einen Blick – das gehört zu einer gewis­sen­haf­ten Mund­hy­gie­ne:
    • Regel­mä­ßig Zäh­ne put­zen und dabei die kor­rek­te Zahn­putz­tech­nik anwen­den.
    • Zahn­zwi­schen­räu­me gründ­lich mit spe­zi­el­len Inter­den­tal­bürs­ten oder mit Zahn­sei­de rei­ni­gen.
    • Die Zun­ge gründ­lich rei­ni­gen, denn auf ihrer Ober­flä­che sam­meln sich leicht vie­le Bak­te­ri­en an.
    • Fluo­rid­hal­ti­ge Zahn­pas­ta ver­wen­den.
    • Anti­bak­te­ri­el­le Mund­spül­lö­sun­gen ver­wen­den, denn die­se kön­nen auch an schwer erreich­ba­ren Stel­len gründ­lich rei­ni­gen.

Zähneputzen – so geht es richtig

Die Zäh­ne soll­ten zwei Mal täg­lich gerei­nigt wer­den. Exper­ten raten sogar, die Zäh­ne nach jeder Mahl­zeit zu put­zen, denn Zucker und Säu­re in Lebens­mit­teln grei­fen den Zahn­schmelz beson­ders inten­siv an. In die­sem Zusam­men­hang kommt es jedoch nicht nur auf ein sorg­fäl­ti­ges und regel­mä­ßi­ges Put­zen an, son­dern auch auf die rich­ti­ge Putz­tech­nik. Die Zahn­bürs­te muss rich­tig gehal­ten wer­den und auch der Druck auf die Zäh­ne soll­te nicht zu stark sein. Nur wer rich­tig putzt, kann alle Ver­un­rei­ni­gun­gen, Zahn­be­lä­ge und Essens­res­te voll­stän­dig ent­fer­nen, ohne dabei das Zahn­fleisch oder den Zahn­schmelz zu schä­di­gen.

Zum Zäh­ne­put­zen gehört auch die Rei­ni­gung der Zun­ge unbe­dingt mit dazu. Mund­spü­lun­gen unter­stüt­zen zudem dabei, wei­te­re Bak­te­ri­en von der Zun­ge sowie aus dem Mund- und Rachen­raum zu ent­fer­nen.

Eben­falls ein sehr wich­ti­ger Aspekt ist der regel­mä­ßi­ge Aus­tausch der Zahn­bürs­te. Die Bors­ten nut­zen sich mit der Zeit immer mehr ab und bie­ten somit Bak­te­ri­en einen idea­len Raum. Nach unge­fähr zwei Mona­ten soll­te daher eine neue Zahn­bürs­te zum Ein­satz kom­men. Die­se Regel gilt für Hand­zahn­bürs­ten und elek­tri­schen Zahn­bürs­ten in glei­chem Maße.

Zahngesunde Ernährung – ein essenzieller Baustein der Zahngesundheit

Kari­es­bak­te­ri­en sor­gen dafür, dass Zucker aus Nah­rungs­mit­teln in Säu­re umge­wan­delt wird. Das wie­der­um greift mas­siv den Zahn­schmelz an. Doch nicht nur Süßig­kei­ten wie Scho­ko­la­de oder Gum­mi­bär­chen ent­hal­ten eine hohe Zucker­men­ge, son­dern auch Fer­tig­pro­duk­te wie Ketch­up und Säf­te. Im Rah­men einer zahn­ge­sun­den Ernäh­rung soll­te daher ins­be­son­de­re auf zucker­hal­ti­ge Snacks ver­zich­tet wer­den. Ide­al sind hin­ge­gen Voll­korn­pro­duk­te, Gemü­se oder Roh­kost. See­fisch, Milch­pro­duk­te und Obst run­den die zahn­ge­sun­de Ernäh­rung ab. Vit­ami­ne und Mine­ral­stof­fe schüt­zen und stär­ken dage­gen wirk­sam die Zäh­ne und das Zahn­fleisch.

Gesun­de Zäh­ne brau­chen eine gesun­de Ernäh­rung. Zudem regt inten­si­ves Kau­en die Spei­chel­pro­duk­ti­on an und das ist von zen­tra­ler Bedeu­tung: Spei­chel ist eine wich­ti­ge vor­beu­gen­de Maß­nah­me gegen Par­odon­ti­tis und Kari­es und trägt effek­tiv zur Selbst­rei­ni­gung des Mun­des bei. Zudem ent­hält Spei­chel mine­ra­li­sche Bestand­tei­le, die beim Kau­en dem Zahn­schmelz zuge­führt wer­den: Die­ser Vor­gang wird ihn der Zahn­me­di­zin als „Remi­ne­ra­li­sie­rung“ bezeich­net.

Gesun­de Ernäh­rung für gesun­de Zäh­ne:
    • Milch­pro­duk­te ver­sor­gen die Zäh­ne mit wert­vol­lem Kal­zi­um.
    • Voll­korn­pro­duk­te
    • Roh­kost regt die Spei­chel­pro­duk­ti­on an, was wie­der­um den Zahn­schmelz stärkt.
    • Auf zucker­rei­che Lebens­mit­tel ver­zich­ten.
    • Auf Zwi­schen­mahl­zei­ten ver­zich­ten.
    • Säu­re­hal­ti­ge Geträn­ke wie Frucht­säf­te ver­mei­den, denn sie för­dern den Zahn­schmelz­ab­bau.
    • Auf Niko­tin ver­zich­ten und auch den Kaf­fee­ge­nuss etwas redu­zie­ren, um unschö­ne Ver­fär­bun­gen auf den Zäh­nen zu ver­mei­den.

Schmerzempfindliche Zähne – was ist die Ursache?

Hei­ße, kal­te, sau­re oder auch süße Lebens­mit­tel kön­nen unan­ge­neh­me Schmer­zen an den Zäh­nen aus­lö­sen. Die­se Schmerz­emp­find­lich­keit kann durch einen ste­ti­gen Rück­gang des Zahn­fleisches oder durch Zahn­schmelz­ab­bau ver­ur­sacht wer­den.

Das Zahn­bein, das soge­nann­te Den­tin, ist die wich­tigs­te Bau­sub­stanz eines Zah­nes. Es erstreckt sich von der Wur­zel­spit­ze bis zur Zahn­kro­ne. Kommt es zu frei­lie­gen­den Zahn­häl­sen, wird das emp­find­li­che Den­tin als „Tor zu den Zahn­ner­ven“ frei­ge­legt.

Von außen auf den Zahn tref­fen­de Rei­ze, wie zum Bei­spiel sau­res oder kal­tes, wird direkt an die Ner­ven des Zah­nes wei­ter­ge­lei­tet: Es kommt zu schmerz­emp­find­li­chen Zäh­nen.

Kom­pakt – das sind die Ursa­chen für schmerz­emp­find­li­che Zäh­ne:

  • Zahn­fleisch­rück­gang
  • Zahn­fleisch­schwund (Rezes­si­on)
  • Par­odon­ti­tis (Ent­zün­dun­gen infol­ge von Bak­te­ri­en oder einer man­geln­den Mund­hy­gie­ne)
  • Fal­sche Zahn­putz­tech­nik
  • Defek­te im Bereich des Zahn­hal­ses
  • Frei­lie­gen­de Zahn­häl­se

Was lässt sich gegen schmerzempfindliche Zähne tun?

In einem ers­ten Schritt soll­te gemein­sam mit dem Zahn­arzt ermit­telt wer­den, wel­che Ursa­che kon­kret hin­ter der Schmerz­emp­find­lich­keit steckt. Mög­li­cher­wei­se liegt es an einer fal­schen Zahn­putz­tech­nik oder an einer nicht ganz opti­ma­len Mund­hy­gie­ne. Des Wei­te­ren ist eine fluo­rid­hal­ti­ge Zahn­pas­ta sehr wich­tig, die auch den Zahn­schmelz aus­rei­chend schützt und pflegt. Die rich­ti­ge täg­li­che Mund­pfle­ge ist bei schmerz­emp­find­li­chen Zäh­nen grund­le­gend wich­tig:

    • Regel­mä­ßig put­zen und Zahn­sei­de ver­wen­den.
    • Nicht zu häu­fig und mit nicht zu viel Druck put­zen.
    • Eine Zahn­bürs­te mit wei­chen Bors­ten ver­wen­den.
    • Eine spe­zi­ell auf schmerz­emp­find­li­che Zäh­ne abge­stimm­te Zahn­pas­ta ver­wen­den.
    • Zäh­ne­knir­schen ver­mei­den.
    • Gesund essen und Zucker, Säu­re und Niko­tin mei­den.
    • Regel­mä­ßi­ge Kon­troll­un­ter­su­chun­gen beim Zahn­arzt in Anspruch neh­men.



Zahnschmerzen – welche Ursachen können sich noch dahinter verbergen?

Kari­es ist der häu­figs­te Aus­lö­ser für Zahn­schmer­zen. Eine fal­sche Ernäh­rung sowie eine nicht aus­rei­chen­de Mund­hy­gie­ne ver­ur­sa­chen Kari­es und das lei­der häu­fig bereits im Kin­des­al­ter. Eine umfas­sen­de Zahn­hy­gie­ne ist daher grund­le­gend wich­tig: Auch die Zahn­zwi­schen­räu­me müs­sen gründ­lich gerei­nigt wer­den, denn dort blei­ben Zahn­be­lä­ge (Plaque) beson­ders ger­ne haf­ten. Regel­mä­ßi­ges und rich­ti­ges Put­zen sowie eine gesun­de Ernäh­rung schüt­zen die Zäh­ne vor Kari­es und Schmer­zen.

Eine wei­te­re mög­li­che Ursa­che für Zahn­schmer­zen kann eine Zahn­wur­zel­ent­zün­dung sein. Die­se wird in den meis­ten Fäl­len von Kari­es ver­ur­sacht und zieht sich bis in das Zahn­in­ne­re. In solch einem Fall ist schnel­les Han­deln ange­sagt, um wei­te­re Schä­den am Zahn zu ver­mei­den.

Frei­lie­gen­de Zahn­häl­se rufen auch häu­fig Zahn­schmer­zen her­vor. Mit einer kor­rek­ten Zahn­putz­tech­nik sowie einer fri­schen und aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rungs­wei­se lässt sich gegen schmerz­emp­find­li­che Zäh­ne jedoch wirk­sam vor­beu­gen.

Wenn Zahn­fül­lun­gen oder Kro­nen undicht oder defekt sind, kann es eben­falls zu Schmer­zen kom­men. Eine regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le und ein früh­zei­ti­ger Aus­tausch kön­nen hier wirk­sam Abhil­fe schaf­fen.

Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen sind oft­mals eine Fol­ge frei­lie­gen­der Zahn­häl­se und eben­falls ein Grund für Zahn­schmer­zen. Sym­pto­me sind Schwel­lun­gen des Zahn­fleisches sowie blu­ten­des Zahn­fleisch beim Put­zen. Eine pro­fes­sio­nel­le Zahn­rei­ni­gung sowie eine Opti­mie­rung der eige­nen Mund­hy­gie­ne kön­nen hier wirk­sam hel­fen.

Vie­le erwach­se­ne Men­schen lei­den unter Zahn­fehl­stel­lun­gen, bei­spiels­wei­se wenn die Weis­heits­zäh­ne schief durch­bre­chen. Auch infol­ge­des­sen kann es zu unan­ge­neh­men Zahn­schmer­zen kom­men.

Des Wei­te­ren gibt es auch orga­ni­sche Ursa­chen für Zahn­schmer­zen, so zum Bei­spiel eine Nasen­ne­ben­höh­len­en­t­zün­dung, ein Herz­in­farkt, Ohren­schmer­zen, Kopf­schmer­zen oder gar psy­cho­so­ma­ti­sche Ursa­chen.

Kurzfristige Hilfemaßnahmen & Hausmittel gegen Zahnschmerzen

  • Schmerz­ta­blet­ten kön­nen kurz­zei­ti­ge Lin­de­rung ver­schaf­fen.
  • Küh­len ist ein wirk­sa­mes Haus­mit­tel.
  • Sal­bei­tee hilft dabei, Ent­zün­dun­gen im Mund- und Rachen­raum zu lin­dern.
  • Die rich­ti­ge häus­li­che Zahn- und Mund­pfle­ge.
  • Zwei Mal jähr­lich zum Zahn­arzt gehen.

Fazit – Prävention ist die beste Medizin

Das Wich­tigs­te in Kür­ze:
    • Zwei Mal pro Tag mit der rich­ti­gen Putz­tech­nik die Zäh­ne rei­ni­gen. Dabei die Zahn­zwi­schen­räu­me und die Zun­ge nicht ver­ges­sen.
    • Die Zahn­bürs­te regel­mä­ßig wech­seln.
    • Eine fluo­rid­hal­ti­ge Zahn­pas­ta ver­wen­den.
    • Pro­fes­sio­nel­le Zahn­rei­ni­gung beim Zahn­arzt: Das ent­fernt auch fest­sit­zen­de Belä­ge und Zahn­stein.
    • Zahn­ge­sun­de Ernäh­rung mit vie­le fri­schem Gemü­se, Voll­korn­pro­duk­ten, Obst und Milch­pro­duk­ten.
    • Auf Zucker, Kaf­fee und Niko­tin ver­zich­ten, um Ver­fär­bun­gen zu ver­mei­den und den Zahn­schmelz zu schüt­zen.
    • Viel Was­ser trin­ken und auf zucker­rei­che Säf­te und Limo­na­den ver­zich­ten, denn die ent­hal­te­ne Säu­re kann den Zahn­schmelz schä­di­gen.
    • Ordent­lich kau­en, denn Spei­chel erfüllt sehr wich­ti­ge Funk­tio­nen bei der Zahn­rei­ni­gung.
    • Unter­wegs oder zwi­schen­durch auch zucker­freie Zahn­pfle­ge­kau­gum­mis kau­en.
    • Zwei Mal jähr­lich zur pro­fes­sio­nel­len Zahn­pro­phy­la­xe zum Zahn­arzt gehen.

Zahn­schmer­zen – wirk­sa­me Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men

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