Die Dorn-Methode – sanfte Wirbelsäulen- und Gelenktherapie

    Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den

    Die Wir­bel­säu­le ist nicht nur das zen­tra­le Stütz­or­gan unse­res Kör­pers, son­dern auch die „Ver­tei­lungs­au­to­bahn“ für Infor­ma­tio­nen vom und zum Gehirn. Die Ner­ven­im­pul­se wer­den über das Rücken­mark zu den Ner­ven­aus­tritts­punk­ten der ver­schie­de­nen Ner­ven­bah­nen gelei­tet. Sie tre­ten an den ein­zel­nen Wir­beln aus und ver­sor­gen so Orga­ne und Organ­sys­te­me mit Infor­ma­tio­nen.

    Wer­den nun ein­zel­ne oder meh­re­re Wir­bel durch Schlä­ge, Druck, Zug, Fal­len, Schock, ein­sei­ti­ge Belas­tun­gen oder Fehl­hal­tun­gen aus ihrer Ide­al­la­ge her­aus­ge­bracht, so bil­den sich Blo­cka­den – Mus­ku­la­tur ver­spannt sich und Ner­ven wer­den gereizt. Dies macht sich durch Schmer­zen und Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen an den betrof­fe­nen Stel­len, wie etwa dem Rücken oder an den Gelen­ken, aber auch mit Schmer­zen und Fehl­funk­tio­nen ein­zel­ner Orga­ne, bemerk­bar.

    Mit der Dorn-Methode lassen sich Wirbel sanft korrigieren

    Die Dorn-Methode bringt die Wirbel sanft in Ideallage

    Im Gegen­satz zur Chi­ro­prak­tik wer­den beim „Dor­nen“ die Wir­bel sanft und unter Bewe­gung der betei­lig­ten Mus­ku­la­tur wie­der in ihre Ide­al­la­ge gedrückt, wobei sich die Band­schei­ben mit bewe­gen. Die sanf­te Wir­bel­säu­len­the­ra­pie nach Dorn bewirkt eine Kor­rek­tur der Wir­bel­säu­le hin zu ihrer Ide­al­la­ge, also gera­de und auf­recht. Dar­über hin­aus wer­den Blo­cka­den gelöst und die betrof­fe­nen Ner­ven kön­nen sich „beru­hi­gen“.

    Eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für eine auf­rech­te, gera­de Wir­bel­säu­le ist die waag­rech­te Becken­la­ge, dies wie­der­um setzt gleich lan­ge Bei­ne vor­aus. Sehr häu­fig wird bei der (ortho­pä­di­schen) Unter­su­chung eine Bein­län­gen­dif­fe­renz und dar­aus resul­tie­ren­der Becken­schief­stand dia­gnos­ti­ziert. Als Stan­dard­the­ra­pie wer­den dann Ein­la­gen oder Schuh­ab­satz-Erhö­hun­gen ver­ord­net. Jedoch die prak­ti­sche Erfah­rung vie­ler Dorn-Anwen­dun­gen zeigt, dass in ca. 90 % der Fäl­le die Bei­ne gleich lang sind und nur weni­ge Aus­nah­men infol­ge von ange­bo­re­nen Fehl­stel­lun­gen oder Ope­ra­tio­nen her­rüh­ren. Der Grund für die Bein­län­gen­dif­fe­renz liegt meis­tens dar­an, dass der Ober­schen­kel­kopf im Hüft­ge­lenk ver­rutscht ist, eben durch Fehl­hal­tun­gen wie bei­spiels­wei­se das Bei­ne- über­ein­an­der­schla­gen.

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    Das gesun­de Hüft­ge­lenk erlaubt gro­ße Bewe­gungs­frei­heit beim Lau­fen, Sprin­gen und ver­schie­de­nen Sport­ar­ten. Nur bei lan­gem Sit­zen ist die Ver­bin­dung zwi­schen Hüft­ge­lenk und Ober­schen­kel­kopf nicht so sta­bil, weil sie im ca. 90° Win­kel zuein­an­der ste­hen und über­dies die Becken­mus­ku­la­tur im Sit­zen über­wie­gend ent­spannt ist. Dies macht sich beson­ders beim Auto­fah­ren (Vibra­ti­on) und in der Sitz­po­si­ti­on mit über­ein­an­der­ge­schla­ge­nen Bei­nen (Aus­he­be­lung) bemerk­bar. Der Ober­schen­kel­kopf rutscht aus der idea­len Lage nach unten aus der Gelenk­pfan­ne her­aus. So ent­steht nach und nach, Mil­li­me­ter für Mil­li­me­ter eine „Bein­ver­län­ge­rung“.

    Mit der Dorn-Metho­de kann der The­ra­peut, die­se Fehl­stel­lun­gen mit ein­fa­chen Hand­grif­fen effek­tiv kor­ri­gie­ren. Ob es sich nun um aku­te oder chro­ni­sche Beschwer­den han­delt, durch die The­ra­pie nach Dorn kön­nen vie­le Pro­ble­me des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes wie Rücken­schmer­zen, Gelenk­pro­ble­me, Kopf­schmer­zen/Migräne, Taub­heits­ge­füh­le, Ten­nis­ar­m/Maus-Hand aber auch orga­ni­sche Pro­ble­me (Herz, Magen-Darm, etc.), Schwin­del, Hör- und Seh­pro­ble­me dau­er­haft besei­tigt wer­den.

    Wer wendet die Dorn-Methode an?

    Auf der Suche nach einem The­ra­peu­ten, der in der Dorn-Metho­de geschult ist, wird man meist Per­so­nen fin­den, die bereits einen Heil- oder Gesund­heits­be­ruf aus­üben. Zu die­sen gehö­ren bei­spiels­wei­se Ergo­the­ra­peu­ten, Phy­sio­the­ra­peu­ten oder Heil­prak­ti­ker.

    Wie läuft die Behandlung ab?

    Der Ablauf einer Dorn­be­hand­lung ähnelt dem Bau eines Hau­ses – zuerst wird das Fun­da­ment gelegt, damit das Haus nicht schief steht und die siche­re Sta­tik ein­ge­hal­ten wird. Auf den mensch­li­chen Kör­per über­tra­gen heißt das: am Anfang ste­hen immer die Über­prü­fung und Kor­rek­tur der Bein­län­gen, damit das Becken in der Waa­ge steht. Danach wer­den auch Knie­ge­len­ke und Sprung­ge­len­ke über­prüft und ggf. kor­ri­giert. Der Pati­ent liegt hier­bei auf dem Rücken. Im Anschluss wird im Ste­hen die Wir­bel­säu­le rechts und links der Dorn­fort­sät­ze von unten nach oben abge­tas­tet. Dabei wer­den druck­schmerz­haf­te Wir­bel­fehl­stel­lun­gen auf­ge­spürt. Zur Kor­rek­tur wird sanft auf die­se Stel­le mit dem Dau­men Druck aus­ge­übt, wäh­rend der Pati­ent ein Bein vor und zurück­schwingt oder die Arme hin und her pen­delt.

    Alle Kor­rek­tur­maß­nah­men wer­den dem Pati­en­ten als Selbst­hil­fe-Übung gezeigt, damit der Kör­per sich in sei­ner neu­en Sta­tik ein­ge­wöh­nen kann und alte, schä­di­gen­de Hal­tungs­mus­ter abge­legt wer­den kön­nen. Die Dorn­the­ra­pie wird häu­fig mit der Breuss-Mas­sa­ge kom­bi­niert. Die­se ist eine sanf­te Wir­bel­säu­len­mas­sa­ge, die dazu geeig­net ist, eine wei­te­re Ent­span­nung her­bei­zu­füh­ren. Sie lässt sich auch vor­be­rei­tend vor einer Dorn Behand­lung anwen­den.

    Der Erfolg einer Behand­lung nach der Dorn-Metho­de hängt ganz wesent­lich davon ab, ob der Pati­ent bereit ist, selbst Ver­ant­wor­tung für sei­ne Gesund­heit und sein Wohl­erge­hen zu über­neh­men. Dafür muss man kein Spe­zia­list sein, um die Kor­rek­tur­maß­nah­men selbst durch­zu­füh­ren – denn die Dorn­me­tho­de ist von der Ursprungs­idee her zur Selbst­hil­fe für Lai­en kon­zi­piert.

    Quellen

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    Stim­men

    )
    Inga Tulach
    Unse­re Exper­tin: Inga TulachHeil­prak­ti­ke­rinHeilpraktiker/in Heil­prak­ti­ker­ge­setz

    Inga Tulach absol­vier­te nach län­ge­ren Auf­ent­hal­ten auf meh­re­ren Kon­ti­nen­ten, bei denen sie in Kon­takt mit natur­heil­kund­li­chen Ver­fah­ren gekom­men ist, zwi­schen 1995 und 1999 ihre Aus­bil­dung zur Heil­prak­ti­ke­rin. Seit­her bil­det sie sich mit unter­schied­li­chen Schwer­punk­ten per­ma­nent wei­ter. Frau Tulach arbei­tet seit meh­re­ren Jah­ren in ihrer eige­nen Pra­xis in Oberursel/Taunus.

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