Bier – was steckt hinter der jahrhundertelangen Tradition?

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15.05.2019 Lesezeit: 9 Minuten

Bier hat in unse­rem Land eine sehr lan­ge Tra­di­ti­on: Es ist ein fes­ter Bestand­teil gesel­li­ger Run­den mit Freun­den oder ent­spann­ter Som­mer­aben­de. Für vie­le Men­schen gehört es ein­fach dazu, den Geschmack eines küh­len Bie­res inten­siv zu erle­ben und bewusst zu genie­ßen. Ein Bier ist ein ech­tes Kult­ge­tränk in guter Gesell­schaft und zum rich­ti­gen Zeit­punkt.

Das Wich­tigs­te vor­ab zusam­men­ge­fasst:
  • Bier ist eines der belieb­tes­ten Geträn­ke in unse­rem Land.
  • Seit dem Jahr 1516 ist das Rein­heits­ge­bot in Deutsch­land beim Bier­brau­en Pflicht.
  • Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Bier­sor­ten, die sich unter ande­rem im Hop­fen­an­teil, Alko­hol­ge­halt sowie in der Brau­art von­ein­an­der unter­schei­den.
  • Bier­zu­ta­ten wie Hop­fen und Malz kön­nen die Gesund­heit durch­aus posi­tiv beein­flus­sen, aller­dings wer­den die posi­ti­ven Eigen­schaf­ten durch den Alko­hol­ge­halt des Bie­res gemin­dert. Hier kann alko­hol­frei­es Bier eine her­vor­ra­gen­de Alter­na­ti­ve sein.
  • Ein über­mä­ßi­ger Bier­kon­sum kann sich nega­tiv auf die Gesund­heit aus­wir­ken. Auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift.
  • Die inhalt­li­chen Bestand­tei­le des Bie­res sind auch in vie­len Kos­me­tik­pfle­ge­pro­duk­ten zu fin­den.
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Bier – was steckt hinter der jahrhundertelangen Tradition?

Die Geschichte des Bieres

Bie­re zäh­len zu den ältes­ten und bekann­tes­ten alko­ho­li­schen Geträn­ken. Es lässt sich durch­aus sagen, dass sich mit die­sem Getränk ein Stück Mensch­heits­ge­schich­te ver­bin­det.

Der Legen­de nach ließ im Jahr 4000 vor Chris­tus ein Bäcker in Meso­po­ta­mi­en einen Brot­teig zu lan­ge Zeit in der hei­ßen Son­ne ste­hen. Die dar­in ent­hal­te­nen Hefe­kul­tu­ren setz­ten den Pro­zess der Gärung dar­auf­hin in Gang. Das Ergeb­nis war eine pap­pi­ge Mas­se mit berau­schen­der Wir­kung: Der Vor­läu­fer des Bie­res, wel­ches wir heu­te ken­nen.

Um das 7. Jahr­hun­dert her­um fand das Bier sei­nen Weg in die Klös­ter Mit­tel­eu­ro­pas: Dort wur­de die Brau­kunst ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt. Ursprüng­lich war es den Mön­chen ein Anlie­gen, ein gut schme­cken­des und zugleich nahr­haf­tes Getränk her­zu­stel­len, denn ins­be­son­de­re wäh­rend der Fas­ten­zei­ten fie­len die Tages­mahl­zei­ten eher karg aus. Bier­trin­ken war hin­ge­gen immer erlaubt, denn die Regel besagt: „Alles, was flüs­sig ist, bricht kein Fas­ten“.

Die Ordens­brü­der kul­ti­vier­ten in ihren Gär­ten die Zuta­ten und ver­fei­ner­ten den Bier­ge­schmack ste­tig wei­ter.

Das Klos­ter St. Gal­len in der Schweiz wird im Jahr 820 nach Chris­tus als ers­te Klos­ter­braue­rei unter der Lei­tung von Ordens­brü­dern erwähnt. Gebraut wur­de durch­aus im gro­ßen Stil: Die Mön­che mach­ten den bür­ger­li­chen Bier­braue­rei­en durch­aus Kon­kur­renz.

Im 12. Jahr­hun­dert wur­de Hop­fen als fes­ter Bestand­teil des Bie­res ein­ge­führt: Die­se Zutat ver­leiht dem Getränk den leicht bit­te­ren Geschmack und sorgt zudem für eine län­ge­re Halt­bar­keit.

Die Inhaltsstoffe des Bieres – Brauen nach dem Reinheitsgebot

Im Jahr 1516 wur­de in Ingol­stadt eine Ver­ord­nung erlas­sen, die die Qua­li­tät der gebrau­ten Bie­re garan­tie­ren soll­te: Nur Gers­te, Hop­fen und Was­ser soll­ten als Zuta­ten für die Her­stel­lung von Bie­ren ver­wen­det wer­den. Die zen­tra­le Bedeu­tung der Hefe war zu die­sem Zeit­punkt noch nicht wirk­lich bekannt. Aus die­sem Grund wur­de die Hefe als vier­te Zutat näm­lich erst spä­ter ein­ge­führt: Das soge­nann­te Rein­heits­ge­bot ent­stand, dem sich die Bier­brau­er Deutsch­lands bis zum heu­ti­gen Tag ver­pflich­tet füh­len.

Gemäß dem Rein­heits­ge­bot dür­fen deut­sche Bie­re also nur aus Malz, Hop­fen, Was­ser und Hefe bestehen. Allein aus die­sen vier Zuta­ten ent­ste­hen in unse­rem Land über 5500 unter­schied­li­che Bier­sor­ten.

Zutat 1 – Was­ser:

Rund 90 Pro­zent des Bie­res besteht aus Was­ser. Aus die­sem Grund wer­den höchs­te Qua­li­täts­an­sprü­che an die­se Zutat gestellt.

Brau­was­ser muss immer Trink­was­ser­qua­li­tät haben. Doch Trink­was­ser ist nicht auto­ma­tisch Brau­was­ser“ – so lau­tet die Grund­re­gel! Sehr vie­le Braue­rei­en in Deutsch­land haben ihre eige­nen Brun­nen, aus denen sie Was­ser in Mine­ral­was­ser­qua­li­tät gewin­nen. Ins­be­son­de­re die Mine­ral­stof­fe, die im Was­ser ent­hal­ten sind, beein­flus­sen den Brau­pro­zess näm­lich ent­schei­dend! Sie gehen direkt in das Getränk über und beein­flus­sen die Qua­li­tät des Schau­mes, den Geschmack und auch die Halt­bar­keit des Bie­res. Für hel­le Bie­re ist ein wei­ches Was­ser not­wen­dig, für voll­mun­di­ge und dunk­le Bier­sor­ten wird hin­ge­gen ein här­te­res Was­ser ein­ge­setzt.

Zutat 2 – Malz:

Der Ver­ede­lungs­pro­zess von Getrei­de zu Malz ist ein sehr auf­wen­di­ger Vor­gang, der einer lang­jäh­ri­gen Erfah­rung und fun­dier­tem Fach­wis­sen bedarf. Das Mäl­zer Hand­werk muss daher von jedem Bier­brau­er erlernt wer­den. Beim Ver­mäl­zen wer­den die Kör­ner von Wei­zen oder Gers­te zur Kei­mung gebracht und nach einer aus­rei­chen­den Zeit­span­ne getrock­net. Die­ser Schritt im Her­stel­lungs­vor­gang spielt eine wesent­li­che Rol­le für die Far­be und das Aro­ma des Bie­res. Aus über 40 ver­schie­de­nen Malz-Sor­ten kön­nen Brau­meis­ter heu­te aus­wäh­len.

Zutat 3 – Hop­fen:

Der Cha­rak­ter eines Bie­res wird wesent­lich durch die­se drit­te Zutat geprägt. Hop­fen bestimmt die Bit­ter­keit und beein­flusst auch die Schaum­bil­dung ganz maß­geb­lich. Hop­fen ist eine bekann­te und bewähr­te Heil­pflan­ze, die auch in vie­len ande­ren Gebie­ten zum Ein­satz kommt. Hop­fen ist sozu­sa­gen das „Edel­ge­würz“ im Bier und macht das Getränk auf ganz natür­li­che Wei­se halt­bar.

Heut­zu­ta­ge kön­nen Brau­meis­ter aus über 200 ver­schie­de­nen Hop­fen­sor­ten aus­wäh­len, um das gewünsch­te Aro­ma-Pro­fil zu schaf­fen.

Doch nicht nur die Hop­fen­sor­te spielt eine gro­ße Rol­le, son­dern auch der Zeit­punkt der Hop­fen­zu­ga­be.

Zutat 4 – Hefe:

Die Hefe ist eine beson­ders wich­ti­ge Zutat beim Bier­brau­en, denn sie wan­delt den im Malz ent­hal­te­nen Zucker in Koh­len­säu­re sowie in Alko­hol um. Die dabei ent­ste­hen­den Neben­pro­duk­te beein­flus­sen das Bier­aro­ma wesent­lich. Auch hier gibt es über 200 ver­schie­de­ne Hefestäm­me, die zum Brau­en ver­wen­det wer­den kön­nen. Wel­che Hefe­kul­tur zum Ein­satz gekom­men ist, lässt sich spä­ter sowohl rie­chen als auch schme­cken: In die­sem Zusam­men­hang spricht man von unter­gä­ri­gen und ober­gä­ri­gen Hefen.

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Wie kommt die Schaumkrone eigentlich auf das Bier?

Die Schaum­kro­ne ist untrenn­bar mit einem guten und hoch­qua­li­ta­ti­ven Bier ver­bun­den, denn sie ver­leiht ihm eine ver­lo­cken­de Fri­sche.

Ein wich­ti­ges Qua­li­täts­kri­te­ri­um ist zudem, wie lan­ge sich der zar­te Schaum auf dem Bier hal­ten kann. Auch die Schaum­fes­tig­keit sowie die Schaum­hö­he nach dem Ein­schen­ken des Getränks spie­len eine wesent­li­che Rol­le.

Die Bier­schaum­kro­ne ist kein Pro­dukt des Her­stel­lungs­pro­zes­ses: Es kom­men kei­ne Bei­ga­ben in das Bier, die für Ent­ste­hung des cha­rak­te­ris­ti­schen Schaums sor­gen, denn Bier wird in unse­rem Land nur nach dem Rein­heits­ge­bot gebraut. Der fei­ne Schaum ist also sozu­sa­gen ein Stück­chen pure Natur!

Die Hefe wan­delt im Gär­vor­gang den Malz­zu­cker in Koh­len­säu­re und Alko­hol um. Genau die­se Koh­len­säu­re ist wie­der­um für die Ent­ste­hung der Bier­schaum­kro­ne ver­ant­wort­lich. Ein zu kal­tes Bier bil­det kei­ne schö­ne und gro­ße Schaum­kro­ne. Ein zu war­mes Bier schäumt hin­ge­gen zu stark! Die Bier­tem­pe­ra­tur spielt also eine maß­geb­li­che Rol­le und soll­te am bes­ten sechs bis maxi­mal zehn Grad betra­gen.

Jeder deut­sche Brau­meis­ter ver­sucht also, auf ganz natür­li­che Wei­se eine schö­ne Schaum­kro­ne zu errei­chen, ganz ohne schaum­bil­den­de Sub­stan­zen.

Doch auch zuhau­se lässt sich viel für eine schö­ne Bier­schaum­kro­ne tun: Bier­krü­ge und Bier­glä­ser müs­sen abso­lut fett­frei sein, denn Fett ist der ärgs­te Feind einer üppi­gen Schaum­kro­ne. Auch beim Abräu­men der Glä­ser soll­te mit den Fin­gern nicht in das Glas gegrif­fen wer­den, denn auch Fin­ger­ab­drü­cke hin­ter­las­sen Fett­spu­ren, die sich nega­tiv auf die Schaum­bil­dung aus­wir­ken.

Tipp:

Spe­zi­el­le Glas­spül­mit­tel sind bes­ser als her­kömm­li­che Geschirr­spül­mit­tel, denn auch das hat eine gro­ße Wir­kung auf die Schaum­kro­ne. Bier­glä­ser soll­ten nach dem Abwasch daher unbe­dingt mit kla­rem Was­ser nach­ge­spült wer­den, um alle Spül­mit­tel­res­te zu ent­fer­nen.

Verschiedene Biersorten – eine echte Vielfalt der Biere

Die ver­schie­de­nen Bier­sor­ten unter­schei­den sich von­ein­an­der in fol­gen­den Kri­te­ri­en:

  1. Alko­hol­ge­halt
  2. Hop­fen­an­teil
  3. Brau­art (unter- oder ober­gä­rig)
  4. Stamm­wür­ze.
  • Das Pils gehört zu den belieb­tes­ten deut­schen Bie­ren. Es ist ein unter­gä­rig her­ge­stell­tes Bier mit einer typisch her­ben Geschmacks­no­te. Die Far­be ist hell­gold und die Schaum­kro­ne fein­po­rig.
  • Das Weiß­bier, wie es in Bay­ern genannt wird, ist im rest­li­chen Land als Wei­zen­bier bekannt. Es ist ein ober­gä­ri­ges Bier mit einem Wei­zen-Malz-Anteil von min­des­tens 50 Pro­zent. Die­se Bier­sor­te ent­hält einen sehr hohen Koh­len­säu­re­ge­halt. Das macht ihn zu einer wür­zig-som­mer­li­chen Erfri­schung, ganz egal ob als Kris­tall­wei­zen oder als natur­trü­bes Hefe­wei­zen.
  • Das unter­gä­ri­ge Bock­bier ist ein def­ti­ger und tra­di­ti­ons­rei­cher Bier­ge­nuss. Die­ses gold­gel­be bis sogar dun­kel­brau­ne Stark­bier punk­tet mit einem kräf­ti­gen und voll­mun­di­gen Geschmack. Es hat einen hohen Malz­an­teil.
  • Ein Hel­les ist eine sehr malz­be­ton­te und wenig gehopf­te Bier­sor­te, die vor allem nach Dort­mun­der oder tra­di­tio­nel­ler Münch­ner Brau­er­art her­ge­stellt wird. Aus­schließ­lich Brau­gers­te wird hier­für ver­wen­det. Typisch für das Hel­le ist die hell­gel­be Bier­far­be sowie der leicht süß­li­che Bier­ge­schmack.
  • Ein Export-Bier ist län­ger halt­bar und somit auch für län­ge­re Trans­port­we­ge geeig­net. Es ist etwas stär­ker gehopft, malz­be­tont und voll­mun­dig im Geschmack. Der Alko­hol­ge­halt kann bei die­ser Bier­sor­te um eini­ges höher lie­gen als beim Hel­len.
  • Das Kel­ler­bier ist leicht trüb und hat einen leicht bit­te­ren Geschmack. Es bil­det kaum Schaum und besitzt auch recht wenig Koh­len­säu­re. Nach dem Gär­vor­gang kommt die­se Bier­sor­te prak­tisch direkt vom Kel­ler in den Han­del.
  • Das Malz­bier ist ein dunk­les Voll­bier mit einem gerin­gen Anteil an Hop­fen. Das Beson­de­re an die­ser Bier­sor­te ist, dass die Hefe bei null Grad Cel­si­us hin­zu­ge­ge­ben wird. Dadurch ver­gärt der Malz­zu­cker nicht zu Alko­hol. Ein Malz­bier hat eine leis­tungs­för­dern­de Wir­kung und über­zeugt zudem mit einer ange­neh­men Kara­mell-Geschmacks­no­te. Das Malz­bier wird eher Malz­trunk genannt, da es kein Bier im eigent­li­chen Sin­ne ist.
  • Ein alko­hol­frei­es Bier ist per­fekt für alle geeig­net, die einen kla­ren Kopf behal­ten und auf Alko­hol ver­zich­ten möch­ten. Dank moderns­ter Brau­kunst muss hier weder in der Bier­qua­li­tät noch im Geschmack ein Abstrich gemacht wer­den. Die­se Bier­sor­te ent­hält zudem pro 100 Mil­li­li­ter nur 30 Kalo­ri­en und ist somit auch für Figur­be­wuss­te eine sehr belieb­te Alter­na­ti­ve im Ver­gleich zu alko­ho­li­schen Bier­sor­ten.


Ist Bier denn überhaupt gesund?

Die­sem Hop­fen-Malz-Getränk wer­den tat­säch­lich sehr posi­ti­ve Eigen­schaf­ten zuge­schrie­ben: So soll Bier bei­spiels­wei­se eine wert­vol­le Prä­ven­ti­on gegen Herz­in­fark­te, Nie­ren­stei­ne und sogar Schlag­an­fäl­le sein. Es soll zudem einen beru­hi­gen­den Effekt haben und sogar die Schlaf­qua­li­tät för­dern. Bier gilt als ener­gie­spen­dend und revi­ta­li­sie­rend.

Zusätz­lich zu den Koh­len­hy­dra­ten und dem Alko­hol­ge­halt, der im Bier ent­hal­ten ist, punk­tet das Getränk noch mit vie­len Vit­ami­nen, Spu­ren­ele­men­ten sowie wert­vol­len äthe­ri­schen Ölen und Bit­ter­stof­fen.

Hop­fen ist bei­spiels­wei­se eine sehr belieb­te Heil­pflan­ze aus der Gat­tung der Hanf­ge­wäch­se: Sie über­zeugt mit vie­len wert­vol­len Bit­ter­stof­fen, die dem Getränk nicht nur sei­ne typi­sche Wür­ze ver­lei­hen, son­dern auch sehr erfolg­reich zur Lin­de­rung von Magen­pro­ble­men oder Appe­tit­lo­sig­keit ein­ge­setzt wer­den kön­nen.

  • Des Wei­te­ren soll Hop­fen eine sehr stoff­wech­sel­an­re­gen­de Wir­kung haben. Zudem sind Fla­vo­noi­de dar­in ent­hal­ten, die eine ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung haben sol­len. Auch das soge­nann­te Xan­tho­hu­mol, ein im Hop­fen vor­kom­men­des Poly­phe­nol, gilt als anti­oxi­da­tiv. All die­se posi­ti­ven Wir­kun­gen wer­den aller­dings dem Hop­fen­ex­trakt zuge­schrie­ben: Die­ses kommt im Bier tat­säch­lich in einer äußerst gerin­gen Men­ge vor. Der Hop­fen­ex­trakt-Gehalt im Bier ist im Grun­de sogar so gering, dass kaum eine tat­säch­li­che Wir­kung erwar­tet wer­den kann.
  • Das im Bier ent­hal­te­ne Malz lie­fert vie­le wert­vol­le B-Vit­ami­ne, die eine gro­ße Rol­le für den Stoff­wech­sel spie­len. Vit­amin B2, B3 (Nia­cin) und B6 kom­men zum Bei­spiel in einer grö­ße­ren Men­ge vor. Die soge­nann­te Phos­phor­säu­re ist ein sehr wich­ti­ger Mine­ral­stoff, der im Bier ent­hal­ten ist: Die­se Phos­phor­säu­re ist ein zen­tra­ler Bestand­teil von Kör­per­zell­bau­stei­nen.
  • Des Wei­te­ren ent­hält Bier sowohl Magne­si­um als auch Kali­um. Aller­dings in einer sehr nied­ri­gen Kon­zen­tra­ti­on.
  • Durch den gerin­gen Natri­um­ge­halt des Bier­ge­tränks kann auch der Blut­druck posi­tiv beein­flusst wer­den.
  • Bier hat zudem eine harn­trei­ben­de Wir­kung, doch der Voll­stän­dig­keit hal­ber muss hier erwähnt wer­den, dass die­ser posi­ti­ve Effekt auch durch den Was­ser- oder Tee­ge­nuss erzielt wer­den kann.

Trotz all die­ser Vor­zü­ge des Bie­res bleibt ein beson­ders pro­ble­ma­ti­scher inhalt­li­cher Bestand­teil zurück: Alko­hol!

Alko­hol hebt die posi­ti­ven Effek­te des Hop­fens oder des Mal­zes bei­spiels­wei­se wie­der auf. Eine gute Alter­na­ti­ve ist der Genuss von alko­hol­frei­em Bier oder ande­ren hop­fen­hal­ti­gen Geträn­ken wie zum Bei­spiel ein Hop­fen-Tee oder eine Hop­fen-Limo­na­de.

Biere richtig lagern

Eine inten­si­ve UV-Strah­lung sorgt dafür, dass das Bier all­mäh­lich bit­te­rer wird. Es ent­steht der soge­nann­te Licht­ge­schmack.

Auch Sauer­stoff kann die Bier­qua­li­tät maß­geb­lich beein­träch­ti­gen. Aus die­sem Grund ist Bier am bes­ten im Fass oder in dunk­len Fla­schen auf­ge­ho­ben. Je dunk­ler die Glas­far­be ist, des­to weni­ger UV-Strah­lung kann hin­durch­drin­gen.

PET-Fla­schen sind nicht wirk­lich gut geeig­net, denn durch die fei­nen Poren kann die im Bier ent­hal­te­ne Koh­len­säu­re leich­ter ent­wei­chen.

Im Ide­al­fall wer­den Bier­fla­schen dun­kel und an einem küh­len Ort gela­gert.

Bier und Wellness – eignet sich das Kultgetränk auch für die Körperpflege?

Zuta­ten wie Hefe und Hop­fen wer­den auch in kos­me­ti­schen Pfle­ge­pro­duk­ten sehr ger­ne ein­ge­setzt.

Rele­vant für die Beau­typfle­ge sind vor allem die B-Vit­ami­ne wie bei­spiels­wei­se Vit­amin B5. Die­se soge­nann­te Pan­to­then­säu­re zählt zu den bedeu­tends­ten Haut-Vit­ami­nen und ist ein fes­ter Bestand­teil vie­ler Sal­ben und Cremes. Die­ses Vit­amin för­dert zudem den Ener­gie­stoff­wech­sel der Zel­len und beugt somit einer vor­zei­ti­gen Fal­ten­bil­dung wirk­sam vor.

Das eben­falls im Bier ent­hal­te­ne Vit­amin B3 (Nia­cin) schützt die Zel­len zudem vor Oxi­da­ti­ons­stress und beein­flusst die Kol­la­gen-Pro­duk­ti­on der Haut posi­tiv.

Ein beson­ders wich­ti­ger Beau­ty-Pfle­ge­stoff ist der Hop­fen: Die­se Pflan­ze ent­hält eine Kom­bi­na­ti­on aus wert­vol­len Fla­vo­noi­den, äthe­ri­schen Ölen, Bit­ter­stof­fen und Pek­ti­nen, die unter ande­rem das Haar stär­ken und einen unwi­der­steh­li­chen Glanz schen­ken. Wird Hop­fen auf die Haut auf­ge­tra­gen, kann die Pflan­ze einen beru­hi­gen­den und zugleich des­in­fi­zie­ren­den Effekt ent­fal­ten.

Hop­fen ist auch ein Bestand­teil vie­ler Pfle­ge­pro­duk­te für emp­find­li­che Haut sowie sämt­li­cher Deodo­rants und Fuß­cremes.

Bier – was steckt hin­ter der jahr­hun­der­te­lan­gen Tra­di­ti­on?

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