Alternativen zu tierischen Produkten

Alternativen zu tierischen Produkten

Vom Tier­wohl über Kli­ma­neu­tra­li­tät bis hin zur bewuss­ten Ernäh­rung – vie­les lässt über den Kon­sum von Tier­pro­duk­ten nach­den­ken. Wer sich für Alter­na­ti­ven inter­es­siert, dem bie­tet sich eine gro­ße Aus­wahl an Mög­lich­kei­ten. Wir haben eine klei­ne Aus­wahl an Alter­na­ti­ven zusam­men­ge­stellt.

Alternativen für Fleisch

Tofu wird aus Soja­boh­nen her­ge­stellt. Die­se wer­den ein­ge­weicht, zu Püree ver­ar­bei­tet und das Soja­ei­weiß anschlie­ßend zu Tofu­blö­cken gepresst. Fes­ter Tofu eig­net sich vor allem zum Gril­len und Bra­ten. Fer­ti­ge Pro­duk­te kom­men geschmack­lich an die Fleisch­va­ri­an­ten her­an, jedoch nicht an des­sen Kon­sis­tenz. Die Tofu­al­ter­na­ti­ve ist kalo­ri­en­arm und ent­hält alle essen­ti­el­len Ami­no­säu­ren. Es ist geschmack­los, kann dafür jedoch nach eige­nem Ermes­sen gewürzt wer­den, wäh­rend auch ein bereits vor­ge­würz­ter Räu­cher­to­fu zu erwer­ben ist.

Tem­peh besteht eben­so wie Tofu aus Soja­boh­nen. Es kann in der Pfan­ne ange­bra­ten wer­den und eig­net sich zum Backen und Frit­tie­ren. Die Soja­boh­nen wer­den gekocht, mit einem Edel­schim­mel beimpft und fer­men­tiert. Dar­in sind viel Eiweiß, vie­le B-Vit­ami­ne und Bal­last­stof­fe ent­hal­ten, zudem ist es bekömm­lich und nähr­stoff­reich. Es besitzt einen nus­si­gen Eigen­ge­schmack und kann gut gewürzt wer­den.

Lupi­nen­ei­weiß ist ein hoch­wer­ti­ges Eiweiß und wird aus Lupi­nen bzw. Süß­lu­pi­nen gewon­nen. Im Gegen­satz zu Soja kön­nen Süß­lu­pi­nen pro­blem­los in Deutsch­land ange­baut wer­den. Pro­duk­te aus Lupi­nen sind als Gyros, Schnit­zel, Bur­ger oder Würst­chen erhält­lich. Sie ent­hal­ten alle essen­zi­el­len Ami­no­säu­ren, sind leicht fase­rig und von der Kon­sis­tenz flei­sch­ähn­lich. Die Zuta­ten­lis­ten von Fer­tig­ge­rich­ten soll­ten geprüft wer­den, da Milch und Eier zum Ein­satz kom­men kön­nen.

Grün­kern ist halb­reif geern­te­ter Din­kel. Die­ser wird gerös­tet, hat einen inten­si­ven Geschmack und gilt als sehr gut bekömm­lich. Er bie­tet einen hohen Gehalt an B-Vit­ami­nen, Magne­si­um und Phos­phor. Ver­wen­dung fin­det Grün­kern als Fri­ka­del­len, Brat­lin­ge und Bulet­ten sowie als Fül­lung von Kohl­rou­la­den.

Alternativen für Milch

Soja­milch gilt als voll­wer­ti­ger Kuh­milch­er­satz. Sie ist reich an unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, wäh­rend ihr Fett­ge­halt nied­ri­ger ist, als bei Kuh­milch. Ihr Eiweiß­ge­halt ist ähn­lich, wohin­ge­gen Soja­milch jedoch cho­le­ste­rin­frei ist. Eben­so sind weder Vit­amin B 12 noch Vit­amin C in der Soja­boh­ne ent­hal­ten, daher rei­chern vie­le Her­stel­ler ihre Pro­duk­te damit an.

Man­del­milch ist eine Nuss­milch, wird aus Man­deln und Was­ser her­ge­stellt und kann ähn­lich wie Kuh­milch ein­ge­setzt wer­den. Auf­ge­schäumt ist sie im Cap­puc­ci­no ein Milch­er­satz oder wird in ver­schie­de­nen Soßen ein­ge­setzt. Ent­hal­ten sind unge­sät­tig­te Fett­säu­ren, aller­dings ist bei fer­ti­gen Pro­duk­ten die Zuta­ten­lis­te zu beach­ten. Oft sind Süßungs­mit­tel wie Zucker, Honig oder Aga­ven­dick­saft ent­hal­ten. Emp­feh­lens­wert ist, eine unge­süß­te Vari­an­te vor­zu­zie­hen oder sie selbst her­zu­stel­len. Man­deln sind wie alle Nüs­se sehr kalo­ri­en­reich, wäh­rend die dar­aus her­ge­stell­te Milch kaum Pro­te­ine und Mine­ral­stof­fe ent­hält.

Reis­milch ist ein fer­men­tier­tes Getränk, dem Pflan­zen­öl zuge­setzt wird. Sie kann zum Kochen, für die Her­stel­lung von Eis und zum Backen ver­wen­det wer­den. Sie ent­hält kaum Fett, gilt jedoch als ein Ener­gie­lie­fe­rant, da sie etwa dop­pelt so vie­le Koh­len­hy­dra­te wie in Kuh­milch ent­hält. Im Gegen­satz zur tie­ri­schen Vari­an­te ist Reis­milch lak­to­se­frei und ent­hält im Ver­gleich mit Getrei­de­milch kein Glu­ten. Zudem ist sie mine­ral­stoff­arm und weist kaum Eiweiß auf.

Alternativen für Eier

Eier wer­den vor allem als Bin­de­mit­tel in Soßen und Back­wa­ren ver­wen­det.

Ein Ess­löf­fel Stär­ke­mehl oder Soja­mehl kann ein Ei erset­zen. In der Ver­pa­ckung sind die Meh­le wesent­lich län­ger halt­bar als manch ande­re Pro­duk­te. Aller­dings kann Soja­mehl den Geschmack des Gerichts ver­än­dern. Auch der Ein­satz von 60 g Apfel­mus in einem Kuchen kann die Auf­ga­be eines Eis über­neh­men. Es ist ein regio­na­les Pro­dukt und ein­fach erhält­lich, soll­te jedoch nur ein­ge­setzt wer­den, wenn auch eine fruch­ti­ge Note gewünscht ist. Chia­sa­men kön­nen, nach­dem sie 30 Minu­ten in Was­ser auf­ge­quol­len sind, zur Teig­her­stel­lung ver­wen­det wer­den. Zwei Ess­löf­fel davon sind aus­rei­chend für Spätz­le, Kuchen oder Waf­feln. Sie bin­den sehr viel Flüs­sig­keit und sind im tro­cke­nen Zustand lan­ge halt­bar. Auf­ge­quol­le­ne Chia­sa­men kön­nen in einem ver­schlos­se­nen Glas eine Woche im Kühl­schrank auf­be­wahrt wer­den.

Alternativen für Käse

Hefe­schmelz wird aus Hefe­flo­cken her­ge­stellt, was einen käsi­gen Geschmack her­vor­ruft. Die­se Vari­an­te eig­net sich zum Über­ba­cken von Auf­läu­fen oder Piz­za. Es sind vie­le B-Vit­ami­ne ent­hal­ten und ein hohes Maß an Fol­säu­re. Aller­dings ist Hefe­schmelz mehr ein Genuss­mit­tel, da es aus Kokos­öl und Kar­tof­fel­stär­ke besteht. Es sind weni­ge Nähr­stof­fe, dafür viel Fett und vie­le Koh­len­hy­dra­te ent­hal­ten.

Frisch­kä­se besteht aus Soja oder Nüs­sen. Es ent­hält hoch­wer­ti­ge Fet­te und kann sogar selbst her­ge­stellt wer­den. Ide­al als Brot­auf­strich, ins­be­son­de­re wenn der Frisch­kä­se mit Kräu­tern ver­fei­nert ist. Die fer­ti­gen Pro­duk­te sind zahl­reich erhält­lich, aller­dings auch teu­rer als her­kömm­li­che Ange­bo­te.