Tomate – beugt sie tatsächlich Herzinfarkten vor?

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25.06.2019 Lesezeit: 6 Minuten

Toma­ten sind leuch­tend rot, sehr aro­ma­tisch und punk­ten gleich­zei­tig mit einer Rei­he wert­vol­ler Pflan­zen­stof­fe. Die Toma­te ist ein Power­ge­mü­se und ein ech­ter Fit­ma­cher mit vie­len gesund­heits­för­dern­den Wir­kun­gen für unse­ren Kör­per.

Seit Jah­ren schon beschäf­tigt sich die wis­sen­schaft­li­che For­schung mit den Inhalts­stof­fen der Toma­te. Das Geheim­nis ist der Inhalts­stoff Lyco­pin: Die­ser Pflan­zen­stoff soll dazu in der Lage sein, das Wachs­tum bestimm­ter Tumor­zel­len, zum Bei­spiel in der Lun­ge oder in der Pro­sta­ta, zu hem­men.

Wie­so die­ser Stoff außer­dem so bedeut­sam für Ihr Herz sein kann und zu wel­chen wei­te­ren gesund­heit­li­chen Vor­tei­len die Toma­te bei­tra­gen kann, stel­len wir Ihnen im fol­gen­den Arti­kel näher vor.

Das Wich­tigs­te vor­ab zusam­men­ge­fasst:
  • Toma­ten sind aro­ma­tisch, süß und geschmack­voll und ste­cken vol­ler Vit­ami­ne, Mine­ral­stof­fe und Anti­oxi­dan­ti­en.
  • Das Gemü­se kann bei der Bekämp­fung zahl­rei­cher Erkran­kun­gen sehr wirk­sam ein­ge­setzt wer­den.
  • Das in Toma­ten ent­hal­te­ne Lyco­pin kann die Gesund­heit des mensch­li­chen Her­zens ver­bes­sern und Herz- und Gefäß­krank­hei­ten wie Arte­rio­skle­ro­se oder Herz­in­farkt vor­beu­gen.
  • Auch das Ent­ste­hungs­ri­si­ko für bestimm­te Krebs­ar­ten wie zum Bei­spiel Lun­gen- oder Pro­sta­ta­krebs kann durch die ein­zig­ar­ti­ge Nähr­stoff­kom­bi­na­ti­on der Toma­te gesenkt wer­den.
  • Toma­ten punk­ten nicht nur mit wert­vol­len Vit­ami­nen und Spu­ren­ele­men­ten, son­dern auch mit einem Was­ser­an­teil von bis zu 95 Pro­zent. Somit ist das aro­ma­ti­sche Gemü­se ein wun­der­ba­res Lebens­mit­tel, um schlank zu blei­ben.
  • Toma­ten sind wich­tig für die Gesund­heit der Augen.
  • Das Lyco­pin wirkt anti­oxi­da­tiv und schützt die Zel­len des Kör­pers vor schäd­li­chen Radi­ka­len: Je dunk­ler die Far­be der Toma­te ist, des­to höher ist im All­ge­mei­nen der Lyco­pin-Gehalt.
  • Toma­ten schüt­zen vor der UV-Strah­lung der Son­ne und för­dern ein strah­lend fri­sches Haut­er­schei­nungs­bild.
  • Das Power­ge­mü­se ist lecker und sehr viel­sei­tig ein­setz­bar. Ganz egal ob als gesun­der Zwi­schens­nack, im Salat oder als Bestand­teil eines Gerichts: Beson­ders in der medi­ter­ra­nen Küche gibt es sehr vie­le Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten.
  • Noch unrei­fe Toma­ten kön­nen gif­ti­ge Sub­stan­zen ent­hal­ten, die in einer über­mä­ßi­gen Men­ge sogar töd­lich sein kön­nen.
  • Toma­ten soll­ten rich­tig gela­gert wer­den: Im Kühl­schrank ver­liert sich der ein­zig­ar­ti­ge Geschmack der Toma­ten und auch die Halt­bar­keit nimmt ab.
  • Toma­ten soll­ten nicht neben fri­schen Früch­ten gela­gert wer­den, denn sie geben bestimm­te Stof­fe ab, die Obst rascher ver­der­ben las­sen kön­nen.
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Tomate – beugt sie tatsächlich Herzinfarkten vor?

Das „Gesundheitstalent“ Tomate

Die Toma­te ist viel­sei­tig ein­setz­bar und lässt sich mit ver­schie­de­nen Aro­men und Lebens­mit­teln zu geschmack­vol­len Gerich­ten kom­bi­nie­ren. Sie ist jedoch nicht nur lecker und kalo­ri­en­arm, son­dern gilt auch als ech­tes gesund­heit­li­ches Mul­ti­ta­lent.

Dass fri­sches Gemü­se und Obst grund­le­gend wich­tig für den mensch­li­chen Orga­nis­mus sind, ist hin­rei­chend bekannt. Die Toma­te kann hier jedoch beson­ders über­zeu­gen. Sie ent­hält eine hohe Vit­amin-C Men­ge und zudem wert­vol­le B-Vit­ami­ne, die von zen­tra­ler Bedeu­tung für die Kon­zen­tra­ti­on sind. Des Wei­te­ren lie­fert die Toma­te wert­vol­les Eisen und auch Fol­säu­re: Die­se Mikro­nähr­stof­fe sind ein wich­ti­ger Schutz der Gefä­ße und Arte­ri­en vor schäd­li­chen Abla­ge­run­gen.

Somit stärkt die Toma­te effek­tiv die kör­per­ei­ge­nen Abwehr­kräf­te.

Tomaten für die Herzgesundheit

Wis­sen­schaft­ler und Medi­zinex­per­ten emp­feh­len, täg­lich unge­fähr vier Toma­ten als Prä­ven­ti­on gegen Herz­in­farkt zu essen. Die ein­zig­ar­ti­ge Nähr­stoff­zu­sam­men­set­zung der Toma­te ist hoch­wirk­sam gegen Ent­zün­dun­gen und Schä­den in den Blut­ge­fä­ßen. Zudem sol­len Vit­amin K sowie Vit­amin B die gefähr­li­chen Abla­ge­run­gen in den Gefä­ßen ver­hin­dern. Auch die Blut­fett­wer­te sowie der Cho­le­ste­rin­spie­gel kom­men durch den Ver­zehr von Toma­ten auf ganz natür­lich Wei­se wie­der ins Gleich­ge­wicht.

For­schungs­stu­di­en konn­ten noch einen wei­te­ren posi­ti­ven Effekt auf­de­cken: Toma­ten sind eine wert­vol­le Prä­ven­ti­on gegen Schlag­an­fäl­le. Das Ent­ste­hungs­ri­si­ko für Herz­krank­hei­ten kann durch das Power­ge­mü­se um bis zu 48 Pro­zent gesenkt wer­den.

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Das rote „Super-Gemüse“ zum Schutz der Körperzellen

Toma­ten kön­nen nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen das Ent­ste­hungs­ri­si­ko für bestimm­te Krebs­er­kran­kun­gen deut­lich min­dern. Die­se ein­zig­ar­ti­ge Wir­kung auf den mensch­li­chen Orga­nis­mus erzielt der Inhalts­stoff Lyco­pin, der in den Toma­ten steckt. Die­ser Wirk­stoff bil­det eine Art Schutz­schicht für die Wän­de der Kör­per­zel­len, indem freie Radi­ka­le vom Gewe­be fern­ge­hal­ten wer­den.

Die­sen außer­ge­wöhn­li­chen „Zell­schutz-Effekt“ konn­ten bereits diver­se For­schungs­stu­di­en bele­gen. Vor allem bei der Ent­ste­hung von Pro­sta­ta­krebs sowie von Lun­gen­krebs spielt das eine zen­tra­le Rol­le.

Tomaten für starke Immunabwehrkräfte

Die Toma­te zählt zu den bedeu­tends­ten Immun­ab­wehr-Sti­mu­lan­zi­en, die über­haupt exis­tie­ren. Ins­ge­samt 13 Vit­ami­ne und 17 wich­ti­ge Mine­ral­stof­fe ste­cken in die­sem roten Gemü­se. Somit ist die Toma­te eine sehr wert­vol­le Unter­stüt­zung im Kampf gegen Grip­pe und Erkäl­tun­gen.

Tomaten für eine starke Sehkraft

In Toma­ten steckt Lut­ein sowie wert­vol­le Beta-Caro­ti­noi­de: Hier­bei han­delt es sich um wich­ti­ge sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe, die für die Netz­haut des mensch­li­chen Auges, die soge­nann­te Reti­na, von gro­ßer Bedeu­tung sind, denn sie schüt­zen die Zel­len vor schäd­li­chen frei­en Radi­ka­len. Wer häu­fig Toma­ten isst, kann somit Augen­er­kran­kun­gen wie zum Bei­spiel Fehl­sich­tig­keit, Grau­er Star oder alters­be­ding­te Dege­ne­ra­ti­on wirk­sam vor­beu­gen.

Von zentraler Bedeutung für die Lunge

Ab dem 30. Lebens­al­ter nimmt die Leis­tungs­fä­hig­keit unse­rer Lun­ge immer mehr ab. Wis­sen­schaft­ler konn­ten nun jedoch her­aus­fin­den, dass die­ser natür­li­che Pro­zess durch den Ver­zehr von Toma­ten deut­lich ver­lang­samt wer­den kann.

Per­so­nen, die täg­lich Toma­ten essen, haben somit wesent­lich bes­se­re Lun­gen­wer­te als die­je­ni­gen, die auf die rote Strauch­frucht ver­zich­ten.

Tomaten für einen stabilen Blutzucker

Chrom ist ein sehr wich­ti­ges Spu­ren­ele­ment, das eine zen­tra­le Rol­le bei der Regu­lie­rung des Blut­zu­cker­wer­tes ein­nimmt. Chrom sorgt dafür, dass die Glu­ko­se in die Kör­per­zel­len hin­ein- oder hin­aus­trans­por­tiert wird. Die­ses Spu­ren­ele­ment hat also einen soge­nann­ten „Glu­ko­se­to­le­ranz-Fak­tor“: Das bezeich­net die Fähig­keit, den Blut­zu­cker bei einem erhöh­ten Ener­gie­be­darf zu stei­gern oder ihn nach einer Mahl­zeit zu sen­ken. Ohne die­sen wich­ti­gen Mikro­nähr­stoff, der in Toma­ten ent­hal­ten ist, wäre der Glu­ko­se­stoff­wech­sel gestört. Infol­ge­des­sen könn­te sich bei­spiels­wei­se eine Dia­be­tes-Erkran­kung Typ 2 ent­wi­ckeln.

Tomaten als natürlicher Sonnenschutz

Eine wei­te­re For­schungs­stu­die konn­te auf­zei­gen, dass der regel­mä­ßi­ge Toma­ten­ver­zehr der Haut einen natür­li­chen Schutz vor der schäd­li­chen UV-Strah­lung bie­tet. Der eige­ne Son­nen­schutz der Haut kann um bis zu 33 Pro­zent gestei­gert wer­den: Das ent­spricht in etwa einem Licht­schutz­fak­tor vier.

Natür­lich ist das kein Ersatz für eine Son­nen­creme und somit für einen wirk­sa­men Son­nen­schutz, aber den­noch bringt die Toma­te deut­li­che Vor­tei­le mit sich: Durch die ent­hal­te­nen wert­vol­len Inhalts­stof­fe, kann effek­tiv der vor­zei­ti­gen Haut­al­te­rung vor­ge­beugt wer­den. Das Lyco­pin regt die Kol­la­gen­bil­dung der Haut an und för­dert somit ein elas­ti­sches und star­kes Bin­de­ge­we­be.

Die rote Strauchfrucht für ein entspanntes Nervensystem

In Toma­ten steckt die wert­vol­le Ami­no­säu­re Tryp­tophan sowie das Spu­ren­ele­ment Kali­um: Bei­de Inhalts­stof­fe wir­ken dämp­fend auf das mensch­li­che Ner­ven­sys­tem und kön­nen somit für geis­ti­ge Ent­span­nung sor­gen. Auf die­se Wei­se kön­nen Toma­ten für einen bes­se­ren und gesun­den Schlaf sor­gen. Auch einer  Burn-out-Erkran­kung soll man durch die rote Strauch­frucht wirk­sam vor­ge­beugt kön­nen.

Schlank-Food: Lecker, gesund und kalorienarm

Neben sehr wert­vol­len Vit­ami­nen und Spu­ren­ele­men­ten wie zum Bei­spiel Vit­amin C oder Kali­um, bestehen Toma­ten zu rund 95 Pro­zent aus Was­ser. Somit sind Toma­ten ein aus­ge­zeich­ne­tes Lebens­mit­tel für die schlan­ke Linie. Wich­tig ist in die­sem Zusam­men­hang jedoch, Toma­ten erst dann zu ver­zeh­ren, wenn sie auch reif sind. Noch unrei­fe Strauch­früch­te ent­hal­ten gif­ti­ge Sub­stan­zen wie zum Bei­spiel das Alka­lo­id Toma­ti­din: Die­se Sub­stanz kann zu Übel­keit, Kopf­schmer­zen oder Ent­zün­dun­gen der Magen­schleim­haut füh­ren. Auch schmerz­haf­te Krämp­fe kön­nen dadurch her­vor­ge­ru­fen wer­den.

Doch wie in vie­len ande­ren Din­gen gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.


Tomatenvielfalt: Es gibt nicht nur die eine Sorte

Ursprüng­lich kommt die Toma­te aus dem süd­ame­ri­ka­ni­schen und mit­tel­ame­ri­ka­ni­schen Raum. Dort wur­de sie bereits vor mehr als 2000 Jah­ren kul­ti­viert. Euro­päi­sche Ent­de­cker fan­den die­se beson­de­re Strauch­frucht wäh­rend ihrer Expe­di­tio­nen und führ­ten sie nach Euro­pa ein. Hier wur­de sie zunächst als gif­tig ange­se­hen und daher nur als Zier­pflan­ze gehal­ten. Doch schon bald konn­ten For­scher die vie­len wert­vol­len Eigen­schaf­ten die­ser Gemü­se­sor­te auf­de­cken.

Heut­zu­ta­ge gehört die Toma­te zu den wich­tigs­ten und wert­volls­ten Lebens­mit­teln welt­weit.

Ins­ge­samt fin­den sich mehr als 1000 ver­schie­de­ne Toma­ten­sor­ten. Sie kön­nen leicht im eige­nen Beet gezüch­tet und mit­ein­an­der gekreuzt wer­den. In einem soge­nann­ten Ver­ede­lungs­pro­zess kön­nen die posi­ti­ven Eigen­schaf­ten ver­schie­de­ner Toma­ten­sor­ten mit­ein­an­der ver­eint wer­den. Auf die­se Wei­se las­sen sich noch über­le­ge­ne­re Früch­te erlan­gen. Der­ar­ti­ge Ver­ede­lungs­pro­zes­se erfor­dern nicht viel Erfah­rung und Fach­wis­sen, son­dern ledig­lich Sorg­falt.

All­ge­mein bekannt ist auch die Farb­va­ria­ti­on bei Toma­ten: Es gibt das Power­ge­mü­se nicht nur in Rot, son­dern auch in Oran­ge, Grün, Vio­lett, Schwarz, Gelb und sogar Weiß. Bei der Farb­pa­let­te der Toma­ten wird zwi­schen soge­nann­ten „uni­co­lo­ren“ (ein­far­bi­gen) und „bico­lo­ren“ (mehr­far­bi­gen) unter­schie­den.

Warenkunde – Was ist beim Kauf und bei der Lagerung von Tomaten zu beachten?

Impor­tier­te Toma­ten sind häu­fig mit diver­sen Pflan­zen­schutz­mit­teln belas­tet. Sie soll­ten vor dem Ver­zehr heiß abge­wa­schen oder gar gehäu­tet wer­den.

Hei­mi­sche Toma­ten und Bio-Pro­duk­te sind hin­ge­gen weni­ger oder nicht mit Schad­stof­fen belas­tet. Daher soll­ten Sie beim Ein­kauf bevor­zugt zu regio­na­len Pro­duk­ten grei­fen.

Am äuße­ren Erschei­nungs­bild kön­nen Sie zudem fri­sche Toma­ten erken­nen, denn die­se sind um den Strunk her­um grün. Im Ide­al­fall soll­ten immer pral­le und unver­sehr­te Toma­ten gekauft wer­den.

Tipp: Rie­chen Sie beim Ein­kauf, wenn mög­lich, an der Toma­te. Ein aro­ma­ti­scher und fri­scher Duft deu­tet gleich­zei­tig auf eine hohe Qua­li­tät hin.

Toma­ten sind äußerst käl­te­emp­find­lich und soll­ten somit nicht im Kühl­schrank gela­gert wer­den. Bevor­zu­gen Sie lie­ber einen dunk­len Platz mit mode­ra­ten Tem­pe­ra­tu­ren von rund 16 Grad Cel­si­us. Wenn Toma­ten rich­tig gela­gert wer­den, kön­nen sie ihr unver­wech­sel­ba­res Aro­ma am bes­ten ent­fal­ten.

Soll die Toma­te hin­ge­gen noch rei­fen, kann sie auch an einem son­ni­gen Platz auf der Fens­ter­bank gela­gert wer­den.

Wie sollten Tomaten im Idealfall verzehrt werden?

Toma­ten kön­nen gekocht, getrock­net oder als Roh­kost ver­zehrt wer­den. Im getrock­ne­ten Zustand oder gekocht sind sie tat­säch­lich sogar gesün­der als im Roh­zu­stand.

Je län­ger das Gemü­se näm­lich erhitzt wird, des­to höher ist auch der Lyco­pin-Gehalt. Toma­ten­mark soll bei­spiels­wei­se vier­zehn­mal stär­ker gegen das Wachs­tum bös­ar­ti­ger Krebs­zel­len hel­fen als zum Bei­spiel fri­sche Toma­ten.

Quellen

  • planet-wissen.de
  • ncbi.nlm.nih.gov
  • medicalnewstoday.com

Toma­te – beugt sie tat­säch­lich Herz­in­fark­ten vor?

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