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Beinwell – mögliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen

Bein­well (Sym­phy­tum offi­ci­na­le), auch Ech­ter Bein­well genannt, trägt zur Hei­lung bei stump­fen Ver­let­zun­gen sowie zur Lin­de­rung von Schmer­zen und Schwel­lun­gen bei. Beson­ders bei Sport­ver­let­zun­gen und Mus­kel­schmer­zen fin­det Bein­well Verwendung.

Steckbrief

Heilpflanzen-Steckbrief: Beinwell

Wis­sen­schaft­li­cher Name: Sym­phy­tum officinale

Auch bekannt als: Arz­nei-Bein­well, Bein­wurz, Bie­nen­kraut, Ech­ter Bein­well, Gemei­ner Bein­well, Gemei­ne Wall­wurz, Gewöhn­li­cher Bein­well, Glot­wur­zel, Gros­se Wall­wurz, Hasen­brot, Hasen­laub, Him­mels­brot, Honig­blum, Kom­frei, Kuchen­kraut, Milch­wurz, Schad­heil­wur­zel, Schmal­wurz, Schwarz­wurz, Sol­da­ten­wurz, Sol­da­ten­wur­zel, Speck­wurz, Wall­wurz, Wil­der Com­frey, Wil­der Kom­frey, Wot­tel, Wund­all­heil, Wundschad

Ern­te­zeit: Blät­ter: April bis Mai, Wur­zeln: Spät­herbst oder zei­ti­ges Frühjahr

Beson­de­re Nähr- und Inhalts­stof­fe: Allan­to­in, Gerb­stoff, Schleim, Aspa­ra­gin, Alka­lo­ide, äthe­ri­sches Öl, Fla­vo­no­ide, Harz, Kie­sel­säu­re, Pyr­ro­li­zi­di­nal­ka­lo­ide, Stigmasterol

Darreichungsform: Sal­ben, Öl

Heil­kraft: adstrin­gie­rend, beru­hi­gend, blut­bil­dend, blut­rei­ni­gend, blut­stil­lend, ent­zün­dungs­hem­mend, erwei­chend, küh­lend, lin­dernd, wund­hei­lend, schmerzstillend

Anwen­dung: Verstauchung, Prellung, Zerrung, Rückenschmerzen, Arthritis, Bluterguss, Muskelschmerzen, Bänder, Abschürfung, Wunde, Hautkrankheiten

Über Beinwell


Bein­well gehört zur Fami­lie der Rau­blatt­ge­wäch­se (Bora­gi­naceae) und ist in ganz Euro­pa und in Gebie­ten mit gemä­ßig­tem Kli­ma in Asi­en ver­brei­tet. Bevor­zugt wächst er auf feuch­ten Wie­sen, Was­ser­grä­ben und Ufern. Auch als Zucht­pflan­ze fin­det man ihn in vie­len Gär­ten. Die Pflan­ze wird bis zu 1,50 Meter hoch. Bereits Ende April trägt Bein­well die ers­ten Blü­ten, wel­che vio­lett oder weiß-gelb sind. Sie hän­gen in klei­nen Trau­ben nach unten.
In der latei­ni­schen Bezeich­nung der Pflan­ze steckt das grie­chi­sche Wort sym­phy­tos (= zusam­men­ge­wach­sen). Es deu­tet auf die Wir­kung als Wund­heil­mit­tel hin, genau­so wie die volks­tüm­li­che Bezeich­nung „Wall­wurz“. Der Aus­druck „die Wun­de wallt“ bedeu­te­te frü­her, dass die Wun­de zuwächst.
Sowohl die ober­ir­di­schen Tei­le der Pflan­ze als auch die Wur­zeln wer­den für Arz­nei­zwe­cke ver­wen­det. Bein­well gibt es bei­spiel­wei­se in Form von Sal­ben und Öl. Er wird beson­ders bei Kno­chen­brü­chen ein­ge­setzt, um zusätz­lich zu einem Gips­ver­band das Zusam­men­wach­sen der Kno­chen zu för­dern. Bein­well wird auch bei Ver­stau­chun­gen, Ver­span­nun­gen und Arthro­se ange­wen­det. Sei­ne Inhalts­stof­fe wir­ken reiz­mil­dernd, wund­hei­lungs­för­dernd und entzündungshemmend.
Die Eigen­schaf­ten kön­nen auf den Inhalts­stoff Allan­to­in zurück­zu­füh­ren sein, wel­ches einer Viel­zahl von Sal­ben und Cremes zur Wund­hei­lung zuge­setzt wird. Allan­to­in ist ein Spei­cher­stoff in der Wur­zel der Heil­pflan­ze, er för­dert die Rege­ne­ra­ti­on der Wun­de und wirkt beru­hi­gend. Wei­te­re Wirk­stof­fe der Heil­pflan­ze sind Schleim­stof­fe, Gerb­stof­fe, Ter­pe­ne sowie Ros­ma­rin­säu­re. Die meis­ten Wirk­stof­fe ent­hält die Wur­zel des Bein­wells. Die Blät­ter wir­ken zwar nicht so stark wie die Wur­zel, kön­nen aber auch genutzt werden.
Beson­ders von Sport­lern wird Bein­well­sal­be bei typi­schen Sport­ver­let­zun­gen wie Zer­run­gen, Prel­lun­gen und Ver­stau­chun­gen, aber auch bei Mus­kel­ka­ter oder Kno­chen­brü­chen geschätzt. Auch im Zusam­men­hang von offe­nen Bei­ne bei Venen­throm­bo­sen und Haut­er­kran­kun­gen soll Bein­well Anwen­dung fin­den. In der Volks­heil­kun­de wur­de Bein­well bei Hus­ten, Ver­dau­ungs­be­schwer­den und Nie­ren­schwä­che auch als Tee oder Tink­tur ein­ge­nom­men. Man ver­wen­de­te Bein­well auch inner­lich gegen Lun­gen­lei­den und Magen-Darm-Beschwer­den sowie bei offe­nen Wun­den. Heu­te wird jedoch von inne­ren Anwen­dun­gen abge­ra­ten. Dies wird durch die ent­hal­te­nen Pyr­ro­li­zi­di­nal­ka­lo­ide begrün­det, wel­che inner­lich Muta­tio­nen und Tumo­re begüns­ti­gen kön­nen. Daher ist auf Pyr­ro­li­zi­di­nal­ka­lo­id-frei­es Mate­ri­al und stan­dar­di­sier­te Fer­tig­arz­nei­mit­tel zu ach­ten, deren PA-Gehalt bekannt ist.
Vor­sicht: Wäh­rend der Schwan­ger­schaft und Still­zeit, sowie bei Kin­dern unter drei Jah­ren soll­te auf die Ver­wen­dung von Bein­well ver­zich­tet werden.

Wissenswertes


Bereits im Mit­tel­al­ter wur­de Bein­well zur Wund­be­hand­lung ein­ge­setzt. So soll Hil­de­gard von Bin­gen Bein­well­ex­trakt in Ver­bin­dung mit Honig und Rin­gel­blu­me zur Behand­lung von Geschwü­ren genutzt haben.