Wichtige Impfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Impfung für Kinder und Jugendliche

Wichtige Impfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Imp­fun­gen, ja oder nein? Die meis­ten Eltern sind ver­un­si­chert, wenn die ers­ten Imp­fun­gen für Ihr Baby anste­hen. Erwach­se­ne ver­ges­sen oder ver­drän­gen das The­ma ger­ne, wenn es sie selbst betrifft. Hier ein klei­ner Über­blick über die wich­tigs­ten Imp­fun­gen, die von der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on (STIKO) des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) emp­foh­len wer­den.

Um Ihrem Kind einen gesun­den Start ins Leben zu ermög­li­chen, neh­men Sie gewis­sen­haft jede Vor­sor­ge­un­ter­su­chung wahr. Ihr Kind ist gera­de neun Wochen alt gewor­den und Sie ste­hen vor der ers­ten Imp­f­ent­schei­dung:

Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) des Robert-Koch-Insti­tuts emp­fiehlt die ers­te Sechs­fach-Imp­fung gegen Kin­der­läh­mung, Keuch­hus­ten, Diph­te­rie, Teta­nus, Haemo­phi­lus influ­en­za Typ b (Hib) und Hepa­ti­tis B.

Spre­chen Sie mit Ihrem Kin­der­arzt über Ihre Sor­gen und Beden­ken, die Sie haben. Zur Beru­hi­gung vor­weg: Die wis­sen­schaft­li­chen Exper­ten der STIKO  wer­den vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um in Abstim­mung mit den obers­ten Lan­des­ge­sund­heits­be­hör­den beru­fen. Und jeder Impf­stoff muss ein umfas­sen­des Zulas­sungs­ver­fah­ren ent­we­der in Deutsch­land oder bei der Euro­päi­schen Arz­nei­mit­tel­agen­tur EMA durch­lau­fen.

Welche weiteren Impfungen werden für Säuglinge empfohlen?

Im Alter von elf Mona­ten erfolgt dann die Drei­fach- bezie­hungs­wei­se Vier­fach-Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Wind­po­cken (Vari­zel­len) (MMRV). Im Fach­jar­gon spricht man hier von Grund­im­mu­ni­sie­rung. Um die Anzahl der nöti­gen Injek­tio­nen zu redu­zie­ren, emp­fiehlt die STIKO die Ver­wen­dung von Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fen.

Zur Ver­mei­dung von Hirn­haut- und Lun­gen­ent­zün­dun­gen wird Ihr Baby im zwei­ten Monat gegen Pneu­mo­kok­ken geimpft. In Ergän­zung emp­fiehlt die STIKO ab dem 12. Monat eine Imp­fung gegen Menin­go­kok­ken C, die eine bak­te­ri­el­le Hirn­haut­ent­zün­dung und eine Blut­ver­gif­tung ver­ur­sa­chen kön­nen.

Welche zusätzlichen Impfungen können bei Säuglingen durchgeführt werden?

Wei­te­re Imp­fun­gen, die von der STIKO emp­foh­len wer­den, kön­nen auf elter­li­chen Wunsch zusätz­lich durch­ge­führt wer­den:

  • Im Alter von sechs Wochen besteht die Mög­lich­keit, eine Schluck­imp­fung zum Schutz vor Rota­vi­ren vor­zu­neh­men, die Durch­fall und Erbre­chen aus­lö­sen.
  • Zudem kann Ihr Baby gegen Grip­pe­vi­ren geimpft wer­den. Emp­foh­len wird die­se Imp­fung aller­dings eher Kin­dern, die an chro­ni­schen Krank­hei­ten wie zum Bei­spiel Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen oder Asth­ma lei­den.
  • In Fra­ge kommt auch die soge­nann­te FSME-Imp­fung, die vor der Früh­som­mer-Menin­go-Enze­pha­li­tis durch Zecken­bis­se schützt.

Welche Impfungen sollten bei Kindern und Jugendlichen aufgefrischt werden?

Zum Teil soll­ten fol­gen­de Imp­fun­gen, die im Säug­lings- und Klein­kind­al­ter erfolgt sind, auf­ge­frischt oder ver­voll­stän­digt wer­den:

Für alle Mäd­chen im Alter von 9 bis 14 Jah­ren emp­fiehlt die STIKO zudem eine gene­rel­le Imp­fung gegen Huma­ne Papil­lom­vi­ren (HPV). Die­se Imp­fung dient dem Schutz vor Erkran­kun­gen, die durch HPV her­vor­ge­ru­fen wer­den. Dar­un­ter fal­len zum Bei­spiel Krebs­vor­stu­fen und Krebs der weib­li­chen Geschlechts­or­ga­ne.

Welche Impfungen sollten bei Erwachsenen aufgefrischt werden?

Grund­sätz­lich emp­fiehlt die STIKO allen Erwach­se­nen, fol­gen­de Imp­fun­gen

alle zehn Jah­re mit einem Drei­fach-Kom­bi­na­ti­ons­impf­stoff auf­zu­fri­schen:

Bei Rei­sen in Regio­nen mit Infek­ti­ons­ri­si­ko soll­te eine Vier­fach-Imp­fung in Betracht gezo­gen wer­den, die zusätz­lich vor Kin­der­läh­mung schützt.

Emp­foh­len wird zudem eine Masern-Imp­fung für alle nach 1970 gebo­re­nen Erwach­se­nen mit unkla­rem Impf­sta­tus, ohne Imp­fung oder mit nur einer Imp­fung in der Kind­heit (ein­ma­li­ge Imp­fung mit einem Masern-, Mumps-, Röteln-Kom­bi­na­ti­ons­impf­stoff).

Wei­ter­hin emp­fiehlt die STIKO für alle Men­schen ab 60 Jah­ren Imp­fun­gen gegen:

  • Grip­pe (Influ­en­za)
  • Pneu­mo­kok­ken-Erkran­kun­gen

Wo finden Sie einen aktuellen Impfkalender?

Die STIKO am Robert Koch-Insti­tut ent­wi­ckelt und aktua­li­siert regel­mä­ßig die Impf­emp­feh­lun­gen, die Ihrem Arzt dabei hel­fen, Sie als Eltern zu bera­ten.

Einen mehr­spra­chi­gen Impf­ka­len­der, der Ihnen einen Über­blick über alle Imp­fun­gen bezie­hungs­wei­se Auf­fri­schungs­imp­fun­gen für Säug­lin­ge, Klein­kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne gibt, fin­den Sie auf der Web­site des Robert Koch-Insti­tuts: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Impfkalender_mehrsprachig_Uebersicht_tab.html

Welche Risiken und Nebenwirkungen haben Impfungen?

Wie bei jedem Medi­ka­ment kön­nen bei einer Imp­fung auch Neben­wir­kun­gen auf­tre­ten. Kurz­zei­tig kann es zu Lokal- und All­ge­mein­re­ak­tio­nen kom­men, die dar­auf hin­wei­sen, dass sich der Kör­per mit dem Impf­stoff aus­ein­an­der­setzt.

Bei­spiels­wei­se kann eine Imp­fung Reak­tio­nen wie leich­tes Fie­ber, Kopf- und Glie­der­schmer­zen, Unwohl­sein, Übel­keit und Unru­he oder Lokal­re­ak­tio­nen wie Rötun­gen, Erwär­mung, Schwel­lung oder Schmer­zen an der Ein­stich­stel­le her­vo­ru­fen. Die­se Sym­pto­me sind jedoch vor­über­ge­hend und klin­gen meist fol­gen­los wie­der ab. In sel­te­nen Fäl­len kön­nen Imp­fun­gen bei Kin­dern jedoch auch schwe­re Reak­tio­nen wie Abzes­se, Krampf­an­fäl­le, einen all­er­gi­schen Schock oder einen Atem­still­stand bei Säug­lin­gen aus­lö­sen.

Äußern Sie Ihre Beden­ken und Sor­gen, wenn Sie mit Ihrem Kin­der­arzt über anste­hen­de Imp­fun­gen spre­chen. Er wird Sie im Detail über alles auf­klä­ren.

Impfen: Pro und Contra

Ver­ständ­li­cher­wei­se haben Sie als Eltern Angst davor, dass eine Imp­fung Ihrem Kind scha­den kann, aber die meis­ten moder­nen Impf­stof­fe sind für Babys und Kin­der sehr gut ver­träg­lich. Zudem wer­den nur Impf­stof­fe zuge­las­sen, die wis­sen­schaft­lich erforscht wur­den.

Typi­sche Kin­der­krank­hei­ten wie Masern, Wind­po­cken oder Röteln klin­gen harm­lo­ser als sie sind und kön­nen im Ernst­fall töd­lich ver­lau­fen. Aus die­sem Grund emp­feh­len Kin­der­ärz­te alle wich­ti­gen Schutz­imp­fun­gen.

Imp­fen ist vor allem des­halb wich­tig, um bestimm­te Infek­ti­ons­krank­hei­ten welt­weit aus­zu­rot­ten. Auch wenn vie­le Krank­hei­ten in Deutsch­land nicht mehr auf­tre­ten, exis­tie­ren zum Bei­spiel in Zen­tral­afri­ka, Nord­in­di­en, Paki­stan oder Afgha­ni­stan nach wie vor Krank­heits­her­de für Kin­der­läh­mung. Im Ernst­fall kön­nen Rei­sen­de das Virus wie­der nach Deutsch­land ein­schlep­pen und damit nicht geimpf­te Kin­der und Erwach­se­nen anste­cken.

Bis in die 60er Jah­re star­ben jedes Jahr zwei Mil­lio­nen Men­schen welt­weit an Pocken. Erst die Ent­wick­lung eines ent­spre­chen­den Impf­stoffs hat zur Aus­rot­tung der Krank­heit bei­getra­gen. Nach aktu­el­ler Stu­di­en­la­ge ver­hin­dern Imp­fun­gen gegen Wind­po­cken, Diph­the­rie, Teta­nus, Keuch­hus­ten, Hepa­ti­tis, Kin­der­läh­mung, Masern, Tuber­ku­lo­se oder gegen bak­te­ri­el­le Infek­tio­nen mit dem gefähr­li­chen Haemo­phi­lus-influ­en­zae-b-Erre­ger jedes Jahr geschätzt fast sechs Mil­lio­nen Todes­fäl­le (Vgl. Ereth, J. (2003). The Glo­bal Value of Vac­ci­na­ti­on. Vac­ci­ne 21 (7 — 8): 596–600.)

Masern sind welt­weit noch immer eine wesent­li­che Todes­ur­sa­che bei Kin­dern. Auch in Deutsch­land gibt es immer wie­der gro­ße Masern­aus­brü­che mit Todes­fäl­len. Röteln sind vor allem in der frü­hen Schwan­ger­schaft gefürch­tet, da sie beim Unge­bo­re­nen zu schwe­rer Behin­de­rung oder zur Fehl­ge­burt füh­ren kön­nen. Für das Jahr 2013 wur­de geschätzt, dass immer noch rund 146.000 Kin­der auf­grund von Masern ver­star­ben — 400 Kin­der am Tag. (Vgl. Natio­na­ler Akti­ons­plan 2015–2020 zur Eli­mi­na­ti­on der Masern und Röteln in Deutsch­land, Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit, Juni 2015).

Welche Vorteile bietet Ihnen der digitale Impfpass auf dem Health-Rise-Gesundheitsportal?

Auf dem Health-Rise-Gesund­heits­por­tal haben Sie ergän­zend zum gel­ben Impf­pass die Mög­lich­keit, alle Imp­fun­gen für alle Fami­li­en­mit­glie­der ein­zu­ge­ben, zu ver­wal­ten und zu aktua­li­sie­ren.

Nut­zen Sie die Vor­tei­le der digi­ta­len Ver­si­on und las­sen Sie sich auto­ma­tisch über Auf­fri­schungs­imp­fun­gen infor­mie­ren. Tei­len Sie den digi­ta­len Impf­pass mit Ihren Ärz­ten, so dass die­se nach Auto­ri­sie­rung durch Sie dort Ein­sicht neh­men kön­nen.

Bei einem Unfall oder einer plötz­li­chen Erkran­kung auf Rei­sen grei­fen Sie ein­fach über Ihr Smart­pho­ne, Ihr Tablet oder Ihren PC auf die Impf­päs­se aller Fami­li­en­mit­glie­der zu und erhal­ten sofort einen Über­blick über den Impf­sta­tus.

Auch bei Ver­lust des gel­ben Impf­pas­ses ste­hen ihnen jeder­zeit alle Impf­in­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung. Alle Daten lagern hoch­si­cher ver­schlüs­selt in dem Gesund­heits­tre­sor des Health Rise-Por­tals. Nur Sie oder von Ihnen auto­ri­sier­te Per­so­nen haben Zugriff auf die Impf­päs­se, die Sie dort spei­chern.

Wel­che Funk­tio­nen gibt es im digi­ta­len Impf­pass?

Der digi­ta­le Impf­pass bie­tet Ihnen eine Viel­zahl von Funk­tio­nen:

  • Ein­tra­gen aller Daten aus dem gel­ben Impf­pass
  • Anle­gen meh­re­rer Pro­fi­le für alle Kin­der und alle wei­te­ren Fami­li­en­mit­glie­der
  • Anle­gen der Stamm­da­ten von Kin­dern, von wei­te­ren Fami­li­en­mit­glie­dern und des Kon­to­in­ha­bers
  • Anle­gen der Adres­sen von Kin­der­ärz­ten, Ärz­ten und sons­ti­gen Adres­sen
  • Ein­tra­gen aller Imp­fun­gen
  • Ein­tra­gen der unter­su­chen­den Ärz­te und Ter­mi­ne

Sie kön­nen die Funk­tio­nen des digi­ta­len Impf­pas­ses in dem Demo-Account des Health-Rise-Gesund­heits­por­tals unver­bind­lich tes­ten:

https://demo.health-rise.de
Benut­zer: Max­Mus­ter­mann
Pass­wort: Max123Mustermann

Der Demo-Account wird zu jeder vol­len Stun­de auf die Aus­gangs­da­ten zurück­ge­stellt.