Vitamin D und Lichttherapie gegen den Herbstblues

Herbstliche Sonnenstrahlen im bunten Wald

Vitamin D und Lichttherapie gegen den Herbstblues

Im Herbst, wenn die Tage kür­zer wer­den und das Son­nen­licht immer mehr abnimmt, haben vie­le Men­schen mit Träg­heit, Müdig­keit und schlech­ter Stim­mung zu kämp­fen – der klas­si­sche Herbst­blues. Vit­amin D kann hel­fen.

Im Winter wird kaum Vitamin D gebildet

Vit­amin D trägt sei­nen Namen eigent­lich zu Unrecht, da es weni­ger ein Vit­amin als viel­mehr ein Hor­mon ist, das vie­le wich­ti­ge Auf­ga­ben im Kör­per über­nimmt und die Pro­duk­ti­on ande­rer Hor­mo­ne steu­ert. Im Gegen­satz zu den meis­ten Vit­ami­nen wird es nur zu einem Bruch­teil über die Nah­rung auf­ge­nom­men. 80 bis 90 Pro­zent wer­den vom Kör­per gebil­det, wenn die Son­ne auf die Haut scheint. Im Som­mer genügt es schon, die Son­ne für eine Vier­tel­stun­de täg­lich auf die Haut schei­nen zu las­sen. Anders ver­hält es sich in den Win­ter­mo­na­ten. In unse­ren Brei­ten steht die Son­ne von Okto­ber bis März ein­fach nicht hoch genug am Him­mel, als dass der mensch­li­che Kör­per eine nen­nens­wer­te Men­ge an Vit­amin D bil­den könn­te. Es drin­gen nicht genü­gend UVB-Strah­len durch die Atmo­sphä­re, egal ob es bewölkt ist oder nicht. Um dem Herbst­blues ent­ge­gen­zu­wir­ken, ergibt es trotz­dem Sinn, so oft es geht an der fri­schen Luft spa­zie­ren zu gehen. Das tut dem gan­zen Orga­nis­mus gut.

Glück­li­cher­wei­se kann der mensch­li­che Kör­per Vit­amin D über eini­ge Mona­te hin­weg spei­chern und so in den son­nen­ar­men Win­ter­mo­na­ten vom gespei­cher­ten Vit­amin D der Som­mer­mo­na­te zeh­ren. Ob der Spei­cher gut gefüllt ist oder nicht, lässt sich durch eine Blut­un­ter­su­chung fest­stel­len. Wer einen Man­gel hat, soll­te in den Win­ter­mo­na­ten Vit­amin-D-Prä­pa­ra­te zu sich neh­men. Dabei ist zu beden­ken, dass im Alter die kör­per­ei­ge­ne Vit­amin-D-Syn­the­se abnimmt. Auch wer sich sel­ten im Frei­en auf­hält oder den Kör­per stets bedeckt hält, sowie Per­so­nen mit dunk­ler Haut oder chro­ni­schen Krank­hei­ten gehö­ren zur Risi­ko­grup­pe.

Ein Mangel an Vitamin D kann weitreichende Folgen haben

Säug­lin­ge erhal­ten in der Regel im ers­ten Lebens­jah­re Vit­amin D zur Vor­beu­gung von Rachi­tis ver­ab­reicht. Bei die­ser Krank­heit wer­den die Kno­chen durch die Vit­amin-D-Unter­ver­sor­gung nicht aus­rei­chend mine­ra­li­siert, wer­den weich und ver­for­men sich. Aber auch im höhe­ren Lebens­al­ter ist eine vor­beu­gen­de Ein­nah­me von Vit­amin D zur Prä­ven­ti­on von Kno­chen­brü­chen emp­feh­lens­wert. Denn bei einem aus­ge­präg­ten Man­gel über län­ge­re Zeit hin­weg dro­hen neben dem nega­ti­ven Ein­fluss auf die Stim­mung auch Schä­den an Kno­chen und Zäh­nen, da das Vit­amin D den Kal­zi­um­haus­halt regu­liert. Auf­grund der feh­len­den Ver­sor­gung mit Vit­amin D kann es zu einer Kno­chen­er­wei­chung kom­men, der äußerst schmerz­haf­ten Osteo­ma­la­zie. Für das Immun­sys­tem ist Vit­amin D essen­zi­ell wich­tig, sodass man­che Ärz­te gar bei einer ein­fa­chen Erkäl­tung zur Ein­nah­me von Vit­amin D raten, weil sie wis­sen, wie wich­tig das Vit­amin für unse­ren gan­zen Orga­nis­mus ist. Wie Stu­di­en bele­gen, kann ein Vit­amin-D-Man­gel gar Darm­krebs begüns­ti­gen.

Sind Tageslichtlampen hilfreich bei Vitamin-D-Mangel?

Um gegen Vit­amin-D-Man­gel zu hel­fen, sind UVB-Strah­len nötig, die die Vit­amin-D-Syn­the­se in der Haut ankur­beln. Will man sei­nem Kör­per Vit­amin D zufüh­ren, soll­te man also unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass das gewünsch­te Gerät über eine UVB-Röh­re ver­fügt. Die meis­ten gewöhn­li­chen Tages­licht­lam­pen son­dern kei­ne UV-Strah­len ab. Gegen den Herbst­blues kön­nen sie aber trotz­dem hel­fen, da der Kör­per das Schlaf­hor­mon Mela­to­nin aus­schüt­tet, wenn es drau­ßen dun­kel wird. Bei hel­lem Licht wird weni­ger Mela­to­nin gebil­det und unser Ener­gie­le­vel steigt.

Wer also in den Herbst- und Win­ter­mo­na­ten Vit­amin D zu sich nimmt, regel­mä­ßig drau­ßen spa­zie­ren geht und an trü­ben Tagen vom Licht einer Tages­licht­lam­pe pro­fi­tie­ren kann, lässt dem Herbst­blues kei­ne Chan­ce und tut sei­ner Gesund­heit auf lan­ge Sicht einen Gefal­len.