Violettes Gemüse — warum es so gesund ist

rohes violettes Gemuese

Violettes Gemüse — warum es so gesund ist

Wer an vio­let­tes Gemü­se denkt, der denkt zunächst ver­mut­lich nur an Rot­kohl. Nach etwas grü­beln kommt man noch auf rote Zwie­beln und viel­leicht auf die Urka­rot­te, die seit Jah­ren in den Rega­len der Super­märk­te zu fin­den ist. Wäre es nur deko­ra­tiv, wür­de die­ses Gemü­se ver­mut­lich lang­sam aus den Rega­len ver­schwin­den, aber es hat noch einen erheb­li­chen gesund­heit­li­chen Nut­zen. Sieht man die vio­let­te Far­be, so darf man meist davon aus­ge­hen, dass eine nicht zu ver­nach­läs­si­gen­de Men­ge an Anti­oxi­dan­ti­en im Spiel sind. Die­se Anti­oxi­dan­ti­en wir­ken sich posi­tiv auf unse­ren Kör­per aus und sol­len ihn bis zu einem gewis­sen Grad vor Krebs, Dia­be­tes, kar­dio­vas­ku­lä­ren und neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen schüt­zen kön­nen.

Violettes Gemüse als Naturapotheke

Ent­zün­dungs­hem­mend: Das Antho­zy­an (Anti­oxi­dans aus vio­let­tem Obst und Gemü­se) soll Ent­zün­dun­gen bekämp­fen und kann sich posi­tiv bei­spiels­wei­se auf Alz­hei­mer (pro­phy­lak­tisch), Herz­er­kran­kun­gen oder Depres­sio­nen aus­wir­ken.

Herz­ge­sund­heit: Laut einer Stu­die des NCBI aus dem Jahr 2012 senkt Antho­zy­an den Blut­druck und min­dert Arte­ri­en­ver­här­tung.

Krebs Prä­ven­ti­on: Es gibt meh­re­re Stu­di­en über den Zusam­men­hang von Krebs­prä­ven­ti­on und dem Ver­zehr von von Lilaf­lei­schi­gen Süß­kar­tof­feln bezie­hungs­wei­se lila Mais.

Gehirn: Schon 2003 wur­de nach­ge­wie­sen, dass Antho­zy­an die Merk­fä­hig­keit stei­gert.

Ist violettes Gemüse gesünder?

Eini­ge der vio­let­ten Gemü­se haben teil­wei­se mehr Nähr­stof­fe als die­sel­ben Gemü­se, die nur anders gefärbt sind. Bei­spiels­wei­se haben vio­let­te Karot­ten dop­pelt so vie­le Alpha und Beta­ca­ro­ti­ne wie die klas­si­schen oran­ge­far­be­nen Karot­ten. Auch ent­hält Rot­kohl 36 ver­schie­de­ne Typen von Anti­oxi­dan­ti­en und sechs bis acht Mal so viel Vit­amin C wie Weiß­kohl.

Natür­lich muss man jetzt nicht aus­schließ­lich vio­let­tes Gemü­se essen. Am Bes­ten man isst täg­lich Obst und Gemü­se in mög­lichst vie­len Far­ben.

Die Top 10 unter den violetten Gemüsen

  1. Rot­kohl: Mehr Anti­oxi­dan­ti­en pro Euro geht nicht, er ist preis­wert und ein­fach zu fin­den. Rot­kohl lässt sich als Roh­kost oder gekocht essen.
  2. Rote Zwie­beln: preis­wert und prak­tisch ganz­jäh­rig in den Läden. Laut einer 2017 ver­öf­fent­lich­ten Stu­die eine mäch­ti­ge Waf­fe gegen Krebs.
  3. Lila Karot­ten: Sie ent­hal­ten mehr Alpha- und Beta­ca­ro­ti­ne als die bekann­te­ren oran­ge­far­be­nen Karot­ten. Roh sind sie süß und leicht pfeff­rig.
  4. Vio­let­ter Blu­men­kohl: Er ent­hält 15 % mehr Anti­oxi­dan­ti­en als Grün­kohl, der für sei­nen hohen Gehalt an Anti­oxi­dan­ti­en bekannt ist.
  5. Lila Grün­kohl: Ist reich an Nähr­stof­fen. Lässt sich roh essen, wenn er jung ist und die Strün­ke und dicken Blat­trip­pen ent­fernt wur­den.
  6. Vio­let­te Kar­tof­feln: Laut einer Stu­die aus dem Jahr 2012 kön­nen sie den Blut­druck und das Risi­ko für Herz­er­kran­kun­gen sen­ken.
  7. Lila Süß­kar­tof­feln: Sie wirkt sich posi­tiv auf Dia­be­tes aus.
  8. Vio­let­ter Spar­gel: Er hat einen höhe­ren Anteil an Anti­oxi­dan­ti­en als wei­ßer Spar­gel und ent­hält reich­lich Mine­ral­stof­fe.
  9. Vio­let­ter Rosen­kohl: Er ist reich an Anti­oxi­dan­ti­en, Vit­ami­nen, Mine­ral- und Bal­last­stof­fen.
  10. Auber­gi­ne: Die Scha­le steckt vol­ler gesun­der Inhalts­stof­fe.

Das vio­let­te Gemü­se erhält sei­ne Far­be nicht durch Gen­ma­ni­pu­la­ti­on, son­dern durch geziel­te Zucht und Aus­le­se, oder weil es, wie bei der Urka­rot­te, ohne­hin die ursprüng­li­che Far­be ist. Daher sind die­se Gemü­se und deren Anbau in Hin­blick auf ihre Unbe­denk­lich­keit im Sin­ne von gen­ver­än­der­tem Saat­gut nicht bedenk­lich.