Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30.08.2019 Lesezeit: 1 Minuten
Tremor, Tremor Behandlung
Tremor

Krankhaftes Zittern

Das Wort Tre­mor beschreibt eher ein Sym­ptom als eine eigen­stän­di­ge Erkran­kung, obwohl die­ses Zit­tern auch ohne erkenn­ba­ren Grund auf­tre­ten kann. Die sich wie­der­ho­len­den Bewe­gun­gen kön­nen ver­schie­de­ne Kör­per­tei­le betref­fen und sich in Art und Ursa­che unter­schei­den.

Das Wichtigste in Kürze :

  • Umgangs­sprach­lich ist der Tre­mor als „Mus­keln­zit­tern” bekannt.
  • Der Tre­mor kann als Begleit­erschei­nung ver­schie­de­ner Krank­hei­ten auf­tre­ten.

Arten und Ursachen des Tremors

Ruhetremor

Ein Ruhe­tre­mor ist ein Zit­tern, das nur bei kör­per­li­cher Ruhe auf­tritt. Ist der Kör­per in Bewe­gung, bei­spiels­wei­se beim Sport, nimmt der Tre­mor in der Regel ab. Aller­dings ver­stärkt er sich durch geis­ti­ge Anspan­nung wie Grü­beln oder Denkauf­ga­ben.

Aktionstremor

Ein Akti­ons­tre­mor fin­det sich bei kör­per­li­cher Bewe­gung. Hier­bei unter­schei­det man den soge­nann­ten Hal­te­tre­mor und den Ziel­tre­mor. Ein Hal­te­tre­mor kommt dann zur Erschei­nung, wenn die Mus­keln Hal­te­ar­beit leis­ten müs­sen, also wenn etwa ein Glas Was­ser in der Hand gehal­ten wird.

Beim Ziel­tre­mor ent­wi­ckelt sich das Zit­tern bei ziel­ge­rich­te­ten Bewe­gun­gen und wird gegen Ende stär­ker. So kommt es zu den unwill­kür­li­chen Bewe­gun­gen unter ande­rem dann, wenn man nach einem Glas grei­fen möch­te. Das Zit­tern ist dann am stärks­ten, wenn man es bei­na­he berührt.

Essentieller Tremor

Von einem essen­ti­el­len Tre­mor wird gespro­chen, wenn die Ursa­che für den Tre­mor gene­tisch bedingt ist, ohne dass ande­re kör­per­li­che Erkran­kun­gen zugrun­de lie­gen. Oft besteht ein Hal­te­tre­mor, der mit der Zeit immer stär­ker wird, jedoch sind auch ande­re For­men mög­lich. Typi­scher­wei­se setzt nach Alko­hol­kon­sum eine kurz­zei­ti­ge Bes­se­rung der Beschwer­den ein. Wäh­rend meis­tens die Hän­de betrof­fen sind, kann das Zit­tern auch am Kopf oder sel­te­ner an ande­ren Kör­per­tei­len auf­tre­ten.

Orthostatischer Tremor

Die­se Form tritt häu­fi­ger bei Frau­en als bei Män­nern auf und ist über­wie­gend bei Per­so­nen über 60 Jah­re zu fin­den. Es han­delt sich um ein Zit­tern der Bei­ne, dass beim län­ge­rem Ste­hen auf­tritt und durch Lau­fen, Sit­zen oder Lie­gen ver­schwin­det. Der Tre­mor kann so schlimm sein, dass es zu einem unsi­che­ren Stand und einer Fall­nei­gung kommt. Woher die­ses Phä­no­men kommt ist unklar.

Psychogener Tremor

Die­se psy­chisch beding­te Form des Tre­mors ist meist ein Akti­ons­tre­mor, der durch Ablen­kung häu­fig zum Still­stand gebracht wer­den kann. Die Art des Zit­terns kann vari­ie­ren und sich je nach Situa­ti­on ver­stär­ken oder mil­der sein. Häu­fig führt Auf­re­gung und Anspan­nung zu stär­ke­ren Aus­prä­gun­gen der Sym­pto­me.

Holmes-Tremor

Häu­fig ein Ruhe­tre­mor mit nied­ri­ger Fre­quenz, der zum Bei­spiel nach einem erlit­te­nen Schlag­an­fall auf­tre­ten kann.

Parkinson-Syndrome

Der Tre­mor bei einem Par­kin­son-Syn­drom beginnt in der Regel ein­sei­tig an den Armen und Bei­nen zusam­men mit einer Kom­bi­na­ti­on aus ver­schie­de­nen ande­ren Sym­pto­men.

Was kann man gegen das Zittern tun?

Je nach Art des Tre­mors und Ursa­che kom­men ver­schie­de­ne The­ra­pi­en zum Ein­satz. In man­chen Fäl­len kann bereits eine Psy­cho­the­ra­pie hel­fen, in ande­ren müs­sen Medi­ka­men­te zum Ein­satz kom­men, um die Sym­pto­me zu Lin­dern. Bei bestehen­den Grund­er­kran­kun­gen ist es wich­tig, wenn mög­lich die Ursa­che und nicht nur das Sym­ptom zu behan­deln.

 

Quellen

Tre­mor

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