Anstieg von Süchten und Abhängigkeiten durch das Homeoffice

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    Neben Bewe­gungs­man­gel, Schlaf­pro­ble­me und Depres­sio­nen wer­den auch ver­schie­de­ne For­men der Sucht und Abhän­gig­keit wie Überernäh­rung sowie ein erhöh­ter Ziga­ret­ten- und Alko­hol­kon­sum als Gesund­heits­pro­blem in Fol­ge der Iso­la­ti­on im Home­of­fice genannt.


    Anstieg von Süchten und Abhängigkeiten durch das Homeoffice

    Warum wird ein Anstieg von Sucht und Abhängigkeit durch das Arbeiten im Homeoffice verzeichnet?

    Iso­la­ti­on und Ein­sam­keit, Stress, Zeit­druck  und Unzu­frie­den­heit füh­ren ver­mehrt zu unge­sun­den Kom­pen­sa­ti­ons­stra­te­gien. Häu­fig beinhal­ten die­se Kom­pen­sa­ti­ons­stra­te­gien gesund­heits­schä­di­gen­de Ver­hal­tens­wei­sen. Fin­den die­se über einen län­ge­ren Zeit­raum statt, besteht die Gefahr einer Abhängigkeit.

    Welche Arten der Sucht treten derzeit vermehrt auf?

    Seit dem Lock­down und dem ver­mehr­ten Arbei­ten aus dem Home­of­fice berich­ten Men­schen ins­be­son­de­re von einer Überernäh­rung sowie einem stei­gen­den Kon­sum von Ziga­ret­ten, Alko­hol oder ande­ren Substanzen.

    Alkohol

    Zigaretten

    Folgen von Sucht und Abhängigkeit

    Neben den zahl­rei­chen gesund­heit­li­chen Fol­gen von Überernäh­rung, Alko­hol­kon­sum und Ziga­ret­ten­kon­sum hat die Abhän­gig­keit wei­te­re gra­vie­ren­de phy­si­sche und psy­chi­sche Fol­gen auf Betrof­fe­ne sowie deren Ange­hö­ri­ge. Die Fol­gen rei­chen von Depres­sio­nen, kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen bis hin zu einer vor­zei­ti­gen Sterblichkeit.

    BGM-Maßnahmen zu Sucht: Wie kann ich Süchten vorbeugen und Abhängigkeiten im Homeoffice verhindern?

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    Der ers­te Schritt bei einer Abhän­gig­keit ist, sich der Pro­ble­ma­tik bewusst zu wer­den und sich die­se ein­zu­ge­ste­hen. Erst dann kann Hil­fe ange­nom­men und das Ver­hal­ten geän­dert wer­den. Doch bereits bevor es zur Sucht kommt, kann etwas dage­gen getan wer­den, indem häu­fi­ger das eige­ne Ver­hal­ten hin­ter­fragt wird. War­um trin­ke oder rau­che ich gera­de? Genie­ße ich mei­nen Drink oder die Ziga­ret­te oder brau­che ich es, um Stress abzu­bau­en? Redu­zie­ren Sie hin und wie­der bewusst den Kon­sum. Bau­en Sie sich gesun­de Aus­gleichs­mög­lich­kei­ten auf. Dies kann Sport sein, aber auch jedes ande­re Hobby.

    Wie kann der Arbeitgeber unterstützen?

    Mit professioneller Hilfe eine Sucht bekämpfen

    Die Unter­stüt­zung des Arbeit­ge­bers bei Süch­ten und Abhän­gig­kei­ten ist oft­mals ein heik­les The­ma. Ins­be­son­de­re durch digi­ta­le Ange­bo­te ist der Arbeit­ge­ber in der Lage, sei­ne Mit­ar­bei­ter auf anony­me Wei­se in die­ser Situa­ti­on zu unter­stüt­zen und zu schüt­zen. Die Digi­ta­li­sie­rung eines BGM-Ange­bo­tes zur Such­prä­ven­ti­on und ‑inter­ven­ti­on kann anonym und ver­trau­lich durch­ge­führt wer­den. Dadurch besteht die Hoff­nung, dass mehr Men­schen bereit sind, die­se Ange­bo­te wahr­zu­neh­men. Ein Bera­tungs­an­ge­bot durch geschul­te Exper­ten und Psy­cho­lo­gen kann nicht nur im Ernst­fall hel­fen, son­dern auch auf­klä­ren und dazu bei­tra­gen, den eige­nen Kon­sum oder das eige­ne Ver­hal­ten zu über­den­ken. Kann ich damit auf­hö­ren? Habe ich die Kon­trol­le? Gleich­zei­tig kön­nen wei­te­re BGM-Maß­nah­men zu Bewe­gung und Stress einen Aus­gleich schaf­fen und die­nen somit als alter­na­ti­ve, gesun­de Kompensationsstrategie.

    Selbsttest: Trinke ich zu viel Alkohol?

    Hin­ter­fra­gen Sie Ihren Alko­hol­kon­sum mit fol­gen­den Fragen:

    • Wie oft trin­ke ich Alkohol?
    • Wie viel Alko­hol trin­ke ich?
    • Trin­ke ich allein oder nur in Gesellschaft?
    • Genie­ße ich den Alko­hol oder brau­che ich ihn?
    • Wann war mein letz­ter alko­hol­frei­er Tag?
    • Hat sich mein Alko­hol­kon­sum in den letz­ten Wochen oder Mona­ten erhöht?
    • Kann ich jeder­zeit auf­hö­ren zu trinken?
    • Trin­ke ich in letz­ter Zeit mehr als früher?
    • Konn­te ich in letz­ter Zeit ein­mal mei­ne Arbeit nicht erle­di­gen, weil ich zu viel getrun­ken habe?

    Selbsttest: Rauche ich zu viel?

    Hin­ter­fra­ge dei­nen Ziga­ret­ten­kon­sum mit fol­gen­den Fragen:

    • Wie vie­le Ziga­ret­ten rau­che ich täglich?
    • Wann rau­che ich die ers­te Ziga­ret­te am Tag?
    • Rau­che ich allein oder nur in Gesellschaft?
    • Hat sich mein Ziga­ret­ten­kon­sum in den letz­ten Wochen oder Mona­ten erhöht?
    • Rau­che ich in letz­ter Zeit mehr als früher?
    • Kann ich ohne Pro­ble­me eine Wei­le auf Ziga­ret­ten ver­rich­ten, zum Bei­spiel im Rauchverbot?
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