Sonnenstich: Symptome, Dauer und Behandlung

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Sonnenstich: Symptome, Dauer und Behandlung

Wenn die Sonne sticht

Von einem Son­nen­stich ist die Rede, wenn es nach einem län­ge­ren Auf­ent­halt in der Son­ne zu einer Rei­zung der Hirn­häu­te und den ent­spre­chen­den Sym­pto­men kommt. Beson­ders gefähr­det sind Men­schen, die kei­nen oder kaum natür­li­chen Schutz vor der Strah­lung haben. Die Haa­re bil­den eine gewis­se Däm­mung. Men­schen mit Glat­ze, klei­ne Kin­der und Senio­ren sowie Men­schen mit natür­lich dün­ne­rem Haar haben eine höhe­re Wahr­schein­lich­keit, einen Son­nen­stich zu bekom­men. Doch bie­tet eine vol­le Haar­pracht kei­nen gren­zen­lo­sen Schutz vor der Wär­me­strah­lung.

Was passiert bei einem Sonnenstich?

Zwi­schen unse­rem Gehirn und dem knö­cher­nen Schä­del befin­den sich die Hirn­häu­te. Die­se zie­hen sich wie eine Kap­pe vom Nacken aus über das gesam­te Gehirn. Nor­ma­ler­wei­se gut geschützt durch die Schä­del­plat­te, sind sie jedoch nicht vor allen Umwelt­ein­flüs­sen sicher. So kann Son­nen­strah­lung bei inten­si­ver Ein­wir­kung auf den Kopf dazu füh­ren, dass es zu einer Über­wär­mung mit Rei­zung und Ent­zün­dungs­re­ak­ti­on kommt. Dazu muss die Umge­bungs­tem­pe­ra­tur nicht beson­ders hoch sein, einen Son­nen­stich kann man sowohl an einem hei­ßen Som­mer­tag beim Gril­len als auch im Ski­ur­laub unter der Son­ne bekom­men.

Symptome

Durch die Rei­zung der Hirn­häu­te kommt es bei einem Son­nen­stich zu ähn­li­chen Sym­pto­men wie bei einer Hirn­haut­ent­zün­dung. Die Häu­te über dem Gehirn schwel­len ent­zünd­lich an, was zu einem stei­fen Nacken und Schmer­zen bei der Bewe­gung des Kop­fes führt. Dane­ben sind Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Übel­keit und Erbre­chen typisch.

Beglei­tet sind die­se Beschwer­den oft von Herz­ra­sen und inne­rer Unru­he. In schwe­ren Fäl­len kann es zu Bewusst­seins­stö­run­gen und sogar zur Bewusst­lo­sig­keit kom­men.

Erste-Hilfe und Vorbeugung

Als Erst­maß­nah­men soll­ten die Betrof­fe­nen immer unver­züg­lich aus der Son­ne gebracht wer­den. Um die Beschwer­den zu lin­dern, eig­nen sich küh­le Umschlä­ge auf Nacken und Stirn. Zudem ist auf eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr zu ach­ten und es soll­te ver­sucht wer­den, schluck­wei­se Was­ser zu sich zu neh­men. Des Wei­te­ren ist kör­per­li­che Scho­nung in leich­ter Ober­kör­per-Hoch­la­ge zu emp­feh­len, um den Druck auf den Kopf nicht wei­ter zu ver­stär­ken.

Kommt es zu einer Ver­schlech­te­rung der Sym­pto­me, soll­te immer ein Arzt auf­ge­sucht wer­den. Im Fal­le von Bewusst­seins­stö­run­gen wie einer ver­zö­ger­ten Reak­ti­on auf Anspra­che oder sogar einem Bewusst­seins­ver­lust, ist dies ein Not­fall, in dem ein Not­ruf erfol­gen soll­te. Bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­diens­tes sind die bes­ten Maß­nah­men: Den Betrof­fe­nen regel­mä­ßig anspre­chen, ihn bei vor­han­de­ner Atmung in die sta­bi­le Sei­ten­la­ge brin­gen und in kur­zen Abstän­den die Atmung über­prü­fen.

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