DIY-Sonnencreme: Ihr UV-Schutz ohne Nanopartikel

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    Sonnencreme selbst machen
    DIY-Sonnencreme: Ihr UV-Schutz ohne Nanopartikel

    Wün­schen Sie sich eine Son­nen­creme, die ohne che­mi­sche Licht­schutz­fak­to­ren und die häu­fig kri­ti­sier­ten Nano-Par­ti­kel aus­kommt? Dann ist die­ses Rezept genau das Rich­ti­ge für Sie.

    Die Basis für Ihre Zwei-Zuta­ten-Son­nen­creme bie­tet das exo­tisch duf­ten­de Kokos­öl, oder ein ande­res, pas­send zu Ihrem Haut­typ aus­ge­wähl­tes, Pfle­ge­öl.

    Als mine­ra­li­scher Licht­schutz­fak­tor dient Zink­oxid, das sowohl vor UVA- als auch UVB-Strah­len schützt. Fein gemah­le­nes Zink­oxid kön­nen Sie in der Apo­the­ke kau­fen. Wenn Sie Nano-Par­ti­kel, also fei­ne­re Kör­nun­gen als 100 nm, ver­mei­den möch­ten, tei­len Sie dies Ihrer Apo­the­ke mit.

    Der Licht­schutz­fak­tor der selbst­ge­mach­ten Son­nen­creme hängt dabei davon ab, wie viel Zink­oxid ent­hal­ten ist. Mit einem Anteil von etwa 10 g Zink­oxid pro 100 g Creme errei­chen Sie etwa den LSF 10, bei 20 g Zink­oxid, wie im Rezept ange­ge­ben, liegt der Licht­schutz­fak­tor schon bei cir­ca LSF 20. Je mehr Zink­oxid Sie ver­wen­den, des­to stär­ker wird Ihre Son­nen­creme aller­dings auch weiß­lich auf der Haut sicht­bar sein.

    Zwei-Zuta­ten-Son­nen­creme mit Zink­oxid sel­ber machen
    So kön­nen Sie Son­nen­creme und Son­nen­milch mit mine­ra­li­schem Licht­schutz­fak­tor zu Hau­se her­stel­len.
    Zube­rei­tungs­zeit 10 Minu­ten
    Arbeits­zeit 10 Minu­ten
    Por­tio­nen 1 Dose
    Zuta­ten
    • 20 g fei­nes Zink­oxid (nicht nano), erhält­lich in der Apo­the­ke
    • 80 g Kokos­öl, alter­na­tiv bei­spiels­wei­se Man­del­öl, Oli­ven­öl oder Sesam­öl
    Zube­rei­tung
    • Wie­gen Sie Öl und Zink­oxid getrennt von­ein­an­der ab.
    • Falls Sie Kokos­öl ver­wen­den, schmel­zen Sie die­ses vor­sich­tig im Was­ser­bad. Eine Scha­le war­mes Was­ser genügt, da Kokos­öl bereits bei über 24 °C flüs­sig wird.
    • Gie­ßen Sie das Öl in das Gefäß, in dem Sie die Creme anrüh­ren möch­ten.
    • Geben Sie nun das Zink­oxid lang­sam unter Rüh­ren zu, sodass sich kei­ne Klümp­chen bil­den.
    • (optio­nal) Die Mischung noch ein­mal durch­mi­xen, falls doch klei­ne Klümp­chen ent­stan­den sein soll­ten.
    • Son­nen­creme mit Kokos­öl fül­len Sie am Bes­ten in ein Dös­chen, da sie bei Raum­tem­pe­ra­tur fest ist. Für Son­nen­milch mit ande­ren Ölen eig­net sich ein Fläsch­chen. Die­ses vor Ver­wen­dung kräf­tig schüt­teln.

    Für opti­ma­le Ver­träg­lich­keit und Pfle­ge­wir­kung wäh­len Sie das pas­sen­de Öl für Ihren Haut­typ aus.

    • Tro­cke­ne Haut pfle­gen Kokos­öl, Oli­ven­öl, Sesam­öl oder Shea­but­ter, die auch bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren cre­mig bleibt.
    • Hanf­sa­men­öl, Kokos­öl oder Man­del­öl beru­hi­gen emp­find­li­che Haut.
    • Bei fet­ti­ger, unrei­ner Haut zie­hen Son­nen­blu­men­öl, Hanf­sa­men­öl oder Dis­tel­öl schnell ein.
    • Trau­ben­kern­öl, Hanf­sa­men­öl, Kokos­öl oder Oli­ven­öl ver­wöh­nen rei­fe Haut.

    Für einen beson­ders pfle­gen­den Effekt kön­nen Sie bis zu der Hälf­te des Öls (10 — 40 g) durch Aloe Vera Gel erset­zen. Dann die Creme aber bit­te im Kühl­schrank auf­be­wah­ren und inner­halb weni­ger Wochen auf­brau­chen.

    Auf die Zuga­be äthe­ri­scher Öle soll­ten Sie bes­ser ver­zich­ten, denn die­se rie­chen zwar gut, kön­nen aber in der Zusam­men­wir­kung mit Son­ne zu Haut­rei­zun­gen füh­ren.

    Genau wie Son­nen­cremes aus der Dro­ge­rie tra­gen Sie Ihre Son­nen­creme oder ‑milch bit­te reich­lich auf, um einen Son­nen­brand zu ver­mei­den. Erwach­se­ne benö­ti­gen für den gan­zen Kör­per etwa 35 g Son­nen­creme, was etwa 6 TL ent­spricht. Alle 60 bis 90 Minu­ten soll­te nach gecremt wer­den.

    Beden­ken Sie, dass kei­ne Son­nen­creme voll­stän­di­gen Schutz vor Son­nen­ein­strah­lung geben kann. Mei­den Sie daher die pral­le Mit­tags­son­ne, und schüt­zen Sie sich am bes­ten durch lan­ge Klei­dung und Son­nen­hut, wenn Sie län­ge­re Zeit in der Son­ne ver­brin­gen möch­ten. Am Strand und auf dem Bal­kon spen­den Son­nen­schirm oder Son­nen­se­gel Schat­ten.

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