Schmerzmittel: Helfer mit Risiken

Schmerzmittel schaden unserem Körper

Schmerzmittel: Helfer mit Risiken

Die meis­ten Men­schen wer­den es ken­nen: Der Schä­del brummt, die Glie­der schmer­zen und im Rücken zieht es. Schnell geht der Griff in die­sen Momen­ten zur Schmerz­ta­blet­te, in der Hoff­nung auf schnel­le und schmerz­lin­dern­de Abhil­fe. Die am häu­figs­ten ein­ge­nom­me­nen Schmerz­mit­tel sind die soge­nann­ten Nicht-ste­ro­ida­len Ent­zün­dungs­hem­mer (NSAID). Dazu gehö­ren unter ande­rem Napro­xen, Ibu­pro­fen und Diclo­fe­nac. Sie sind rezept­frei, als auch güns­tig zu erwer­ben und in fast jeder Haus­apo­the­ke zu fin­den. Dass die Ein­nah­me die­ser Mit­tel jedoch nicht völ­lig harm­los ist, wis­sen vie­le Men­schen aller­dings nicht.

Risiken von Schmerzmitteln

Bei Men­schen, die nur vor­über­ge­hend Schmerz­mit­tel ein­neh­men und dies in nur nied­ri­ger Dosis, besteht in der Regel kein gesund­heit­li­ches Risi­ko. Kri­tisch wird es jedoch, wenn sie hoch­do­siert über einen län­ge­ren Zeit­raum ein­ge­nom­men wer­den. In die­sem Fall kön­nen fol­gen­de Neben­wir­kun­gen ein­tre­ten:

Herz-Kreis­lauf-Sys­tem: Vie­le Stu­di­en ver­wei­sen bereits auf ein erhöh­tes Herz­in­farkt- oder Schlag­an­fall-Risi­ko, das bei der Ein­nah­me frei ver­käuf­li­cher Schmerz­mit­tel um rund 10 %, bei höher dosier­ten Mit­teln sogar um rund 20 % steigt. Auch bei der Unter­su­chung von Men­schen, die einen plötz­li­chen Herz­tod erlit­ten, wur­den hohe Dosen von Schmerz­mit­teln als mög­li­che Ursa­che genannt. Es sei jedoch erwähnt, dass die­se Risi­ken vor allem für älte­re Men­schen und Pati­en­ten mit bereits dia­gnos­ti­zier­ten Herz­pro­ble­men gel­ten.

Magen-Darm-Trakt: Rund 30 bis 40 Pro­zent der Pati­en­ten kla­gen bei der Ein­nah­me von NSAID über Bauch­schmer­zen oder ander­wei­ti­ge Ver­dau­ungs­be­schwer­den. Dies liegt vor allem dar­an, dass die schüt­zen­de Darm­wand ange­grif­fen und per­fo­riert wird. Eine chro­ni­sche Darm­ent­zün­dung kann die Fol­ge sein. Auch im Magen kann es zu Geschwü­ren und Blu­tun­gen kom­men, da die Medi­ka­men­te die soge­nann­ten Pro­sta­glan­di­ne hem­men. Sie sind unter ande­rem dafür zustän­dig die Magen­wand vor unse­ren Ver­dau­ungs­säf­ten zu schüt­zen. Durch den Abbau die­ser Stof­fe beginnt sich der Magen par­ti­ell selbst zu zer­stö­ren.

Frucht­bar­keit und Schwan­ger­schaft: Pro­sta­glan­di­ne sind auch hin­sicht­lich der weib­li­chen Frucht­bar­keit von gro­ßer Bedeu­tung. Dem­nach kön­nen NSAID die Emp­fäng­nis ver­hin­dern und Wehen ver­zö­gern oder ver­län­gern. Wäh­rend der Schwan­ger­schaft ist von einer Schmerz­mit­tel­ein­nah­me daher gene­rell abzu­ra­ten. Zudem kön­nen Fehl­ent­wick­lun­gen des Kin­des nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

Gewöh­nungs­ef­fekt: Wer­den die Schmerz­mit­tel über einen lan­gen Zeit­raum ein­ge­nom­men, so kön­nen die­se para­do­xer­wei­se zu einem Dau­er­kopf­schmerz füh­ren. Es folgt ein gefähr­li­cher Teu­fels­kreis mit einem imma­nen­ten Sucht­po­ten­zi­al. Den betrof­fe­nen Per­so­nen wird emp­foh­len, sich unver­züg­lich in pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zu bege­ben. Auch die Unter­drü­ckung des natür­li­chen Warn­sym­ptoms “Schmerz” kann dazu füh­ren, dass gewis­se Krank­hei­ten schnell über­se­hen wer­den.

Wer auf­grund einer Krank­heit häu­fi­ger auf Schmerz­mit­tel ange­wie­sen ist, soll­te Dosie­rung und Art des Medi­ka­ments mit sei­nem Arzt abspre­chen oder auf natür­li­che Alter­na­ti­ven zurück­grei­fen.

Natürliche Alternativen

Gera­de chro­nisch Kran­ken und Schwan­ge­ren wird gera­ten, auf natür­li­che Alter­na­ti­ven umzu­stei­gen. Die­se haben oft eine effek­ti­ve Wir­kung — ganz ohne gefähr­li­chen Neben­wir­kun­gen. Dazu gehö­ren unter ande­rem:

  • Ing­wer z.B. bei Übel­keit und Gelenk­schmer­zen
  • Wei­den­rin­de z.B. bei ent­zünd­li­chen Schmer­zen
  • Arni­ka z.B. bei Schwel­lun­gen, Ver­stau­chun­gen und Prel­lun­gen
  • Brenn­nes­sel­kraut z.B. bei Haut­aus­schlä­gen und Ver­bren­nun­gen
  • Teu­fels­kral­le z.B. bei ent­zünd­li­chen Gelenks­er­kran­kun­gen und Rücken­schmer­zen

Obwohl natür­li­che, schmerz­lin­dern­de Wirk­stof­fe meist nicht bin­nen Minu­ten wir­ken, bie­ten sich in der Natur­heil­kun­de zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten einen Schmerz­zu­stand effek­tiv zu lin­dern. Anders als vie­le che­mi­sche Sus­bstan­zen ist zudem die Gefahr vor unan­ge­neh­men Neben­wir­kun­gen deut­lich gerin­ger. Dar­über hin­aus wer­den mit­tels einer homöo­pa­thi­sche The­ra­pie die Abwehr­kräf­te des Kör­pers gestärkt, was sich auch in Zukunft posi­tiv auf die Immun­ab­wehr des Men­schen aus­wirkt.