Prokrastination im Homeoffice

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    Pro­kras­ti­na­ti­on wird umgangs­sprach­lich „Auf­schie­be­ri­tis“ genannt, da Tätig­kei­ten auf­ge­scho­ben wer­den, sodass dadurch schwer­wie­gen­de gesund­heit­li­che und sys­te­ma­ti­sche Fol­gen ent­ste­hen kön­nen. Ein Groß­teil aller Men­schen ist davon in den ver­schie­dens­ten Berei­chen betroffen.


    Prokrastination im Homeoffice

    Warum wird im Homeoffice vermehrt prokrastiniert?

    Durch das Arbei­ten im Home­of­fice geht Struk­tur ver­lo­ren. Häu­fig sind Beginn und Ende der Arbeit sowie fes­te Pau­sen­zei­ten nicht gere­gelt. Weni­ger Feed­back mit Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten kön­nen zu einem Auf­schie­ben oder einer „das erle­di­ge ich später“-Mentalität führen.

    Zeitmanagement hilft bei Prokrastination

    Gesundheitliche Folgen des permanenten Aufschiebens

    Pro­kras­ti­na­ti­on kann zu einer Viel­zahl von gesund­heit­li­chen Fol­gen füh­ren. Zunächst ein­mal wer­den häu­fig gesund­heits­för­dern­de Maß­nah­men wie eine gesun­de Ernäh­rung und Bewe­gung auf­ge­scho­ben, Arzt- und Vor­sor­ge­ter­mi­ne wer­den sel­te­ner wahr­ge­nom­men, wodurch sich die Gesund­heit ver­schlech­tern kann. Eben­falls wirkt sich das Auf­schie­ben von beruf­li­chen Auf­ga­ben nega­tiv auf die Gesund­heit aus, da hier­durch Stress ent­steht, wel­cher sich wie­der­um nega­tiv auf z.B. das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem aus­wirkt. Nicht zu unter­schät­zen ist das Lei­den des Selbstwertgefühls.

    Prokrastination – auf später verschieben

    Systematische Folgen von Prokrastination

    Pro­kras­ti­na­ti­on führt gene­rell zu einer schlech­te­ren Leis­tung. Das Erle­di­gen von Auf­ga­ben und Tätig­kei­ten „auf den letz­ten Drü­cker“ belas­tet nicht nur den Pro­kras­ti­nie­rer, son­dern auch das Unter­neh­men. Ver­zö­gern sich dadurch wei­te­re Tätig­kei­ten ande­rer Mit­ar­bei­ter, kann dies zu einer ungüns­ti­gen Ket­ten­re­ak­ti­on führen.

    Was kann ich gegen das ständige Aufschieben tun?

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    Der ers­te Schritt, um gegen Pro­kras­ti­na­ti­on anzu­ge­hen, ist sich des­sen bewusst zu sein. Geste­hen Sie sich ein, dass Pro­kras­ti­na­ti­on ein Pro­blem für Sie ist. Struk­tur kann hel­fen, Pro­kras­ti­na­ti­on zu ver­mei­den oder zu ver­rin­gern. Ist die­se in Ihrem Job nicht gege­ben, ver­su­chen Sie sie selbst auf­zu­bau­en. Pla­nen Sie fes­te Arbeits­zei­ten und fes­te Zei­ten für die Frei­zeit ein. Scheu­en Sie sich nicht, um Unter­stüt­zung zu bitten!

    Wie kann ich meine Mitarbeiter unterstützen, um Prokrastination vorzubeugen?

    Prokrastination vorbeugen

    Posi­tiv wir­ken sich Struk­tur, ein­deu­tig defi­nier­te Dead­lines und eine ein­ge­grenz­te Arbeits­zeit auf die Ver­min­de­rung von Pro­kras­ti­na­ti­on aus. Kei­ne Kon­trol­le, jedoch das Nach­fra­gen des Arbeit­ge­bers, ob Unter­stüt­zung benö­tigt wird sowie Lob und Bestä­ti­gung füh­ren nach­weis­lich eben­falls zu weni­ger Auf­schub von Tätig­kei­ten. Dem Mit­ar­bei­ter soll­te nicht das Gefühl gege­ben wer­den, im Home­of­fice auf sich allein gestellt zu sein. All dies sind Fähig­kei­ten, die eine gute Füh­rungs­kraft beherr­schen soll­te. Somit kann Mit­ar­bei­tern, wel­che zur Pro­kras­ti­na­ti­on nei­gen, am bes­ten gehol­fen wer­den, wenn der oder die Vor­ge­setz­te regel­mä­ßig an Lea­ders­hip Skills arbei­tet und sich dies­be­züg­lich weiterbildet.

    Selbsttest: Neige ich zur Prokrastination?

    Hin­ter­fra­ge dei­ne Pro­kras­ti­na­ti­ons­ten­denz mit fol­gen­den Fragen:

    • Wenn ich eine neue Auf­ga­be bekom­me, erle­di­ge ich die­se sofort?
    • Bin ich mit Auf­ga­ben frü­her fer­tig, als ich müsste?
    • Schie­be ich Din­ge so lan­ge auf, bis mir kei­ne Wahl mehr bleibt?
    • Lei­det mei­ne Arbeits­qua­li­tät unter dem Aufschub?
    • Lei­det mein Wohl­be­fin­den unter dem Aufschub?
    • Habe ich das Gefühl, dass ich mei­ne Zeit verschwende?
    • Den Satz: “Das mache ich mor­gen“ hört man stän­dig von mir?
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