Prävention von Unfällen und Spätfolgen

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    Unfäl­le pas­sie­ren immer nur den Ande­ren. Wir sind selbst­ver­ständ­lich vor­sich­tig, umsich­tig und ver­nünf­tig. Trotz aller Prä­ven­ti­on ent­ge­hen wir oft nur knapp einem Remp­ler im Stra­ßen­ver­kehr, oder wir kön­nen uns erst in letz­ter Sekun­de fan­gen, bevor wir zu Boden stür­zen. Selbst die Vor­sich­tigs­ten unter uns ken­nen die­se Bei­na­he-Erleb­nis­se. Was kann jeder ein­zel­ne von uns tun, um nicht das Opfer eines Unfalls zu werden.


    Prävention von Unfällen und Spätfolgen

    1. Prävention im Straßenverkehr und in den eigenen vier Wänden: Unfällen vorbeugen

    Vie­le Unfäl­le ent­ste­hen durch Fahr­läs­sig­keit und kön­nen durch Umsicht vor­ge­beugt werden.

    • Im Haus­halt und am Arbeits­platz gilt es Stol­per­fal­len, Rutsch­ge­fah­ren und Hek­tik zu vermeiden.
    • Eine ange­mes­se­ne (Arbeits-)Kleidung, ins­be­son­de­re Schu­he, geben Sicher­heit und ver­hin­dern eini­ge Unfälle.

    2. Wie kann ich mich präventiv vorbereiten?

    Was sind die häu­figs­ten Ursa­chen für Haushaltsunfälle?
    Prä­ven­ti­on ist alles. Wer nicht vor­be­rei­tet ist, wird in einer Not­si­tua­ti­on wahr­schein­lich zu lang­sam ent­schei­den und han­deln. Dadurch ver­streicht wert­vol­le Zeit. Zu den häu­figs­ten Unfall­ur­sa­chen im Haus­halt zäh­len Stür­ze, Unfäl­le mit Strom, Ver­bren­nun­gen und Ver­brü­hun­gen, Ver­gif­tun­gen und Ver­ät­zun­gen durch Che­mi­ka­li­en, sowie Ver­let­zun­gen durch schar­fe und spit­ze Gegenstände.

    Trotz umsich­ti­gen Ver­hal­tens ist nie­mand vor einem Unfall sicher. Haus­halts­un­fäl­le, Arbeits­un­fäl­le und Ver­kehrs­un­fäl­le pas­sie­ren stän­dig. Des­we­gen soll­te sich jeder damit aus­ein­an­der­set­zen und Maß­nah­men für den mög­li­chen Ein­tritt tref­fen. Ob Verkehrs‑, Berufs- oder Haus­halts­un­fall ein Not­fall­kas­ten soll­te vor­han­den sein. Wäh­rend die­ser im Auto und bei der Arbeits­stät­te ver­pflich­tend ist, ist ein voll­stän­di­ger Not­fall­kas­ten in den wenigs­ten Haus­hal­ten vor­han­den. Neben dem nöti­gen Ver­bands­zeug, soll­ten für alle Anwe­sen­den die wich­tigs­ten Not­fall­num­mern griff­be­reit sein.

    Auch wenn wir alle hof­fen, dass der Fall nicht ein­tritt, ist es wich­tig sich mit die­sen Fra­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Das Abschlie­ßen einer Unfall­ver­si­che­rung soll­te in Betracht gezo­gen wer­den. Um alle Daten gebün­delt dabei zu haben bie­tet sich ein digi­ta­ler Gesund­heits­pass an. Die­ser ent­hält alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen wie bei­spiels­wei­se Medi­ka­men­ten­un­ver­träg­lich­kei­ten, dei­ne Blut­grup­pe, dei­nen Organ­spen­de­aus­weis sowie dei­ne rele­van­ten Kontaktpersonen.

    3. Wenn alle Prävention nichts hilft. Was tun, wenn ein Unfall eintritt? 

    Kommt es trotz gro­ßer Vor­sicht zu einem Unfall, kann das rich­ti­ge Ver­hal­ten schlim­me­res ver­hin­dern oder sogar Leben ret­ten. Wie also muss ich mich ver­hal­ten? Das genaue Ver­hal­ten bei einem Unfall ist natür­lich situa­ti­ons­be­dingt. Ein Brand­un­fall, kann nicht mit einem Ver­kehrs­un­fall oder einem Sport­un­fall ver­gli­chen wer­den. Zudem ist die Schwe­re des Unfalls aus­schlag­ge­bend. Trotz­dem gibt es eini­ge all­ge­mei­ne Regeln, sowohl für Betrof­fe­ne als auch Beteiligte.

    Prävention: Kenne deine Aufgaben als Ersthelfer

    Verhalten am Unfallort

    Der Korrekte Notruf

    4. Wie verhalte ich mich nach einem Unfall? 

    Sind die offen­sicht­lichs­ten Wun­den ver­sorgt, möch­te man ger­ne schnell damit abschlie­ßen und den Unfall ver­ges­sen. Dies ist jedoch nicht immer mög­lich und rat­sam. Inne­re Ver­let­zun­gen sind nicht sicht­bar, kön­nen jedoch lebens­ge­fähr­lich sein. Teil­wei­se wer­den die Ver­let­zun­gen erst Wochen oder Mona­te spä­ter ent­deckt und haben in der­zeit grö­ße­re Schä­den ver­ur­sacht. Eine Unter­su­chung durch einen Arzt nach einem Unfall ist somit drin­gend zu empfehlen.

    Beob­ach­te in den Tagen nach dem Unfall wie es dir geht und gön­ne dir etwas Ruhe, um sowohl kör­per­lich als auch see­lisch den Unfall zu ver­ar­bei­ten. Nicht nur dei­ne Phy­sis, son­dern auch dei­ne Psy­che kön­nen von einem Unfall betrof­fen sein. Ängst­lich­keit und Ner­vo­si­tät tre­ten nicht sel­ten nach einem Unfall auf. Die psy­chi­schen Ver­let­zun­gen soll­ten eben­so ernst genom­men wer­den wie phy­si­schen Verletzungen.