Online-Kurse gegen Stress und Bewegungsmangel

    Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den

    Die Gefähr­lich­keit von SARS-CoV‑2 ist nicht mehr weg­zu­leug­nen und so wer­den in jedem Land die­ser Erde Maß­nah­men zum Schutz der Bevöl­ke­rung ergrif­fen. Das ist wich­tig und rich­tig. Eine effek­ti­ve Maß­nah­me ist die Nut­zung des Home­of­fice.

    Mit­ar­bei­ter, die aus Alters­grün­den oder auf­grund von Vor­er­kran­kun­gen einen beson­de­ren Schutz­be­darf besit­zen, haben so die Mög­lich­keit, dass sie wei­ter arbei­ten kön­nen, ohne sich einem erhöh­ten Risi­ko aus­zu­set­zen.

    Wäh­rend vie­le Fir­men in ergo­no­mi­sche Arbeits­plät­ze inves­tiert haben, gilt dies nicht für den hei­mi­schen Schreib­tisch. Häu­fig wird das Note­book am Küchen­tisch auf­ge­baut oder aber das Sofa wird kur­zer­hand zum Büro umfunk­tio­niert.

    Online-Kurse Frau macht fitness
    Auch zu Hause kann man sich fit halten.

    Online-Kurse – die Alternative in Zeiten von Corona

    Die­ser plötz­li­che Wech­sel vom Büro zum Home­of­fice fällt vie­len schwe­rer als erwar­tet. Zum einen man­gelt es an der gewohn­ten Infra­struk­tur, den ergo­no­misch ange­pass­ten Möbeln und – nicht zu unter­schät­zen – dem per­sön­li­chen Aus­tausch mit den Kol­le­gen.

    Die­se Mischung aus “hal­tet Abstand von euren Mit­men­schen”, dem Arbei­ten ohne direk­te Anspra­che, der Angst vor Infek­ti­on und vor der Zukunft beun­ru­higt und ängs­tigt vie­le. Wir fin­den Beru­hi­gung in täg­li­chen Rou­ti­nen, doch die­se sind qua­si über Nacht weg­ge­bro­chen.

    Für vie­le gilt Sport und Bewe­gung als Aus­gleich in stres­si­gen Situa­ti­on. Man­che spre­chen von “Kopf frei­be­kom­men” wenn sie sich kör­per­lich an ihre Leis­tungs­gren­ze brin­gen. Sicher kann man sich beim Sport auf sich selbst fokus­sie­ren und so Stress und Pro­ble­me bewäl­ti­gen.

    Solan­ge man im Home­of­fice ist, kann man wenigs­tens noch Lau­fen und Rad fah­ren, doch wie soll man sich ver­hal­ten, wenn man sich in der (frei­wil­li­gen) Qua­ran­tä­ne befin­det?

    Krankenkassen finanzierte Online-Kurse

    Der Gang ins Fit­ness­stu­dio ist bis auf Wei­te­res gestri­chen und auch der Sport mit Freun­den, selbst unter frei­em Him­mel, ist weit­ge­hend unter­sagt. Es blei­ben Übun­gen für zu Hau­se. Die­se sol­len die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen des “social distancing” lin­dern – sowohl die psy­chi­schen als auch phy­si­schen.

    Wer im Home­of­fice arbei­tet, kann natür­lich Lau­fen oder Rad­fah­ren, wenn aller­dings das Wet­ter nicht mit­spielt, es an Aus­rüs­tung fehlt oder wer Auf­grund eines Covid-19 Ver­dachts das Haus nicht ver­las­sen darf, braucht ande­re Optio­nen. Eine mög­li­che Alter­na­ti­ve bie­ten Online-Ange­bo­te.

    Nicht erst in Kri­sen­zei­ten gab es eine gro­ße Aus­wahl an Online-Fit­ness­an­ge­bo­ten. Ein Teil die­ser Kur­se wird sogar von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen bis zu 100 % finan­ziert.

    Ob und wie hoch die För­de­rung im Ein­zel­nen aus­fällt, kön­nen Sie direkt mit Ihrer Kran­ken­kas­se abklä­ren. Die För­de­rung hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Zum einen muss der Kurs von der Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le nach § 20 SGB V geneh­migt wer­den, er muss (weit­ge­hend) abge­schlos­sen wer­den – dafür muss eine Bestä­ti­gung des Anbie­ters ein­ge­reicht wer­den – zum ande­ren gibt es eine jähr­li­che Ober­gren­ze geför­der­ter Kur­se.

    Auch im Homeoffice körperlich fit bleiben

    Dass wir im Home­of­fice in der Regel über kei­nen ergo­no­mi­schen Arbeits­platz ver­fü­gen, darf man unter­stel­len. Um so wich­ti­ger ist es, sich kör­per­lich fit zu hal­ten. Nicht jeder von uns läuft auf sei­nem Bal­kon einen Mara­thon und abge­se­hen davon, dass man Was­ser­fla­schen als Han­tel ver­wen­den könn­te, blei­ben eigent­lich nur Lie­ge­stüt­ze für das hei­mi­sche Work­out.

    Zum Glück gibt es zahl­rei­che Anbie­ter, die teil­wei­se ein brei­tes Ange­bot und Ideen für abwechs­lungs­rei­che Work­outs haben, die auch in den hei­mi­schen vier Wän­den funk­tio­nie­ren. Die Einen haben sich auf Rücken­fit­ness spe­zia­li­siert, ande­re haben ein brei­te­res Ange­bot. Wel­cher der Rich­ti­ge ist, muss jeder für sich ent­schei­den.

    Stressbewältigung

    Neben den Online-Fit­ness-Kur­sen gibt es zahl­rei­che, teil­wei­se geför­der­te Ent­span­nungs- und Stress­be­wäl­ti­gungs­kur­se. Wäh­rend der aktu­el­len Coro­na-Kri­se sind die­se Kur­se wich­ti­ger denn je. Auch wenn Angst in die­ser Situa­ti­on nor­mal ist, so ist Panik zwar ver­ständ­lich, aber nicht ziel­füh­rend.

    In solch einer Situa­ti­on ist es wich­tig, einen küh­len Kopf zu bewah­ren, um ver­nünf­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Auch wenn Online­kur­se nicht dazu geeig­net sind, die Coro­na-Angst zu bewäl­ti­gen, so kann man wenigs­tens ler­nen, sich zu ent­span­nen.

    Online-Kurse – mit alten Gewohnheiten brechen

    Jetzt ist der bes­te Zeit­punkt, Din­ge im Leben anzu­ge­hen, die man schon lan­ge über­den­ken oder sogar ändern woll­te. In der jet­zi­gen Situa­ti­on gibt es weni­ger Ablen­kun­gen als üblich. Um mit alten Gewohn­hei­ten zu bre­chen, benö­tigt es kei­ne Grup­pen­tref­fen. Es gibt aus­ge­zeich­ne­te Online-Ange­bo­te, mit deren Hil­fe sich neue Ver­hal­tens- oder Denk­mus­ter eta­blie­ren las­sen. Das fängt bei einer Bera­tung gesun­de Ernäh­rung betref­fend an und geht mit Abnehm­pro­gram­men wei­ter.

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    Wie wäre es damit, jetzt einem alten Las­ter abzu­schwö­ren? Covid-19 ist eine gefähr­li­che Lun­gen­er­kran­kung. Älte­re Men­schen und Men­schen mit Vor­schä­di­gun­gen sind grund­sätz­lich stär­ker gefähr­det, als jun­ge und gesun­de Per­so­nen.  Rau­cher1) sind laut Pro­fes­sor Micha­el Pfei­fer – Prä­si­dent der Deut­schen Gesell­schaft für Pneu­mo­lo­gie und Beatmungs­me­di­zin – stär­ker gefähr­det als Nicht­rau­cher, da Rau­cher grund­sätz­lich ein höhe­res Risi­ko haben, an Virus­in­fek­ten zu erkran­ken. Er geht davon aus, dass dies eben­falls für den SARS-CoV‑2 gilt.

    Das macht den jet­zi­gen Zeit­punkt ide­al, um mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren. Die jet­zi­ge Situa­ti­on ist per­fekt, da die sozia­le Kom­po­nen­te des Rau­chens voll­stän­dig weg­ge­fal­len ist. Dank des Kon­takt­ver­bots fehlt die Gesell­schaft beim Rau­chen. Ohne die­se Kon­tak­te ist es ver­mut­lich ein­fa­cher, die kri­ti­schen ers­ten Tage ohne Ziga­ret­te zu über­ste­hen. Natür­lich kann man sich auch Hil­fe in Form eines, von den Kran­ken­kas­sen finan­zier­ten, Online­kur­ses in die häus­li­che Iso­la­ti­on holen.

    Was tun gegen Rückenbeschwerden?

    Es lässt sich kaum ver­hin­dern, dass man sich im Home­of­fice, auf­grund der anhal­tend schlech­ten Hal­tung, ver­spannt. Es gibt zahl­rei­che Ange­bo­te, um Rücken­be­schwer­den vor­zu­beu­gen, bezie­hungs­wei­se um die­se zu behan­deln. Der­zeit kön­nen wir nicht ins nächs­te Fit­ness­stu­dio gehen oder einen Per­so­nal Trai­ner beauf­tra­gen, um zügig der Pro­ble­me Herr zu wer­den. Zum Glück las­sen sich Rücken und Nacken mit der rich­ti­gen Anlei­tung gut in den eige­nen vier Wän­den trai­nie­ren. Auch hier lohnt es sich, einen Zuschuss durch die Kran­ken­kas­se zu bean­tra­gen.

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    Ängste bekämpfen durch Coaching via Videokonferenz

    Beson­de­re Situa­tio­nen bedür­fen beson­de­rer Maß­nah­men. Seit über 30 Jah­ren wer­den mit EMDR (Eye Move­ment Desen­si­tiz­a­ti­on and Repro­ces­sing) erstaun­li­che Erfol­ge in Bezug auf Trau­ma­ta erzielt. Einen ähn­li­chen Weg geht die Wing­wa­ve Metho­de. Mit der Unter­stüt­zung des Coa­ches ist es mög­lich, Ängs­te zu bewäl­ti­gen. Für die­se Metho­de ist der per­sön­li­che Kon­takt zwi­schen dem Coach und dem Kli­en­ten wich­tig, auf den wir der­zeit bes­ser ver­zich­ten soll­ten. Es gibt aller­dings Metho­den, denen sich ein Coach bedie­nen kann, um Men­schen auch aus der Fer­ne hel­fen zu kön­nen. Die­ses Coa­ching fin­det statt in den Räu­men des Coa­ches via Sky­pe statt. Die­ses Coa­ching soll dazu bei­tra­gen, dass man mit sei­nen Ängs­ten bes­ser umge­hen lernt.

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    Fazit

    Die Coro­na-Kri­se zwingt uns in vie­ler­lei Hin­sicht zum Umden­ken. Auch was Sport, Bewe­gung und kör­per­li­che sowie men­ta­le Fit­ness angeht. Mit den rich­ti­gen Ange­bo­ten ist es mög­lich, sich auch in den eige­nen vier Wän­den fit zu hal­ten.

    Auf der Suche nach einem geeig­ne­ten Ange­bot lohnt es sich, dar­auf zu ach­ten, dass der gewünsch­te Kurs nach § 20 SGB V von den Kran­ken­kas­sen geför­dert wird.

    Quellen