Nehmen Sie Ihre Medikamente richtig ein?

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Nehmen Sie Ihre Medikamente richtig ein?

In Deutsch­land ster­ben mehr Men­schen an den Wech­sel­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten als im Stra­ßen­ver­kehr. Die­se War­nung sprach die Bun­des­ver­ei­ni­gung Deut­scher Apo­the­ker­ver­bän­de (Abda) bereits 2015 aus, und es ist immer noch so. Ein indi­vi­du­el­ler Medi­ka­ti­ons­plan, auf den Sie übri­gens seit Okto­ber 2016 einen gesetz­li­chen Anspruch haben, hilft Ihnen dabei, gefähr­li­che Medi­ka­men­ten­cock­tails zu ver­mei­den. Je mehr Medi­ka­men­te Sie von unter­schied­li­chen Ärz­ten ver­ord­net bekom­men, des­to schwie­ri­ger ist es, den Über­blick zu behal­ten. Selbst Haus­ärz­ten und Fach­ärz­ten fällt es zuneh­mend schwer, in der Hek­tik des Pra­xis­all­tags die Wech­sel­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten prä­zi­se ein­schät­zen zu kön­nen.
Laut einer For­sa-Umfra­ge der Bun­des­ver­ei­ni­gung Deut­scher Apo­the­ker­ver­bän­de (Abda) unter rund 13.000 Bun­des­bür­gern nimmt jeder Vier­te (23 Pro­zent) regel­mä­ßig drei oder mehr Medi­ka­men­te ein. In der Grup­pe der Senio­ren ab 70 Jah­ren war es sogar fast die Hälf­te. Etwa jeder Drit­te der Pati­en­ten nimmt sowohl ver­ord­ne­te als auch zusätz­lich rezept­freie Medi­ka­men­te ein.

Morgen, mittags und abends - Für Patienten ist ein genauer Medikationsplan sehr wichtig.
Ein per­sön­li­cher Medi­ka­ti­ons­plan ist wich­tig für den Behand­lungs­er­folg.

Die Gefahr der Medikamentenabhängigkeit

Wenn Sie Medi­ka­men­te dau­er­haft zu hoch dosiert oder ohne medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit ein­neh­men, kann es zu einer kör­per­li­chen und phy­si­schen Abhän­gig­keit kom­men. Hier­bei han­delt es sich oft­mals um einen schlei­chen­den Pro­zess. Vor allem Schlaf- und Beru­hi­gungs­mit­tel wie zum Bei­spiel Ben­zo­dia­ze­pi­ne, Schmerz­mit­tel und Weck- und Auf­putsch­mit­tel ber­gen ein hohes Abhän­gig­keits­po­ten­zi­al.

Typi­sche Hin­wei­se auf eine Medi­ka­men­ten­ab­hän­gig­keit sind unter ande­rem eine Dosis­stei­ge­rung oder eine soge­nann­te Indi­ka­ti­ons­er­wei­te­rung. Ein Bei­spiel: Sie neh­men Schlaf­mit­tel zum Bei­spiel auch tags­über in gerin­ger Dosie­rung ein, um sich zu beru­hi­gen. Auch las­sen sich Betrof­fe­ne benö­tig­te Prä­pa­ra­te von ver­schie­de­nen Ärz­ten ver­schrei­ben, um die Dosis stei­gern zu kön­nen. Aber auch rezept­freie Medi­ka­men­te wie Nasen­sprays kön­nen bei dau­er­haf­tem Gebrauch zur Abhän­gig­keit füh­ren. Schät­zun­gen zufol­ge sind mehr als 100.000 Deut­sche süch­tig nach Nasen­spray. Wer Nasen­sprays län­ger als ein Jahr regel­mä­ßig ver­wen­det, wird blei­ben­de Schä­den sei­ner Nasen­schleim­häu­te erlei­den.

Das sollten Sie bei der Medikamenten-Einnahme beachten

Zu wel­cher Tages­zeit wir­ken die Medi­ka­men­te am bes­ten? Vor oder nach dem Essen? Die rich­ti­ge Medi­ka­men­ten­ein­nah­me hat einen ent­schei­den­den Ein­fluss auf den Erfolg der Behand­lung. Daher müs­sen Sie man­che Wirk­stof­fe zu bestimm­ten Tages­zei­ten — zum Bei­spiel mor­gens oder abends — ein­neh­men.
Befol­gen Sie den The­ra­pie­plan und die Zeit­dau­er der Medi­ka­men­ten­ein­nah­me genau­so, wie es Ihr Arzt Ihnen ver­ord­net hat. Wenn Sie die Medi­ka­men­te ein­fach weg­las­sen, unter- oder über­do­sie­ren, kön­nen Sie einen Rück­fall erlei­den oder Kom­pli­ka­tio­nen erzeu­gen.

Vor, nach oder zum Essen? Was bedeutet das?

Medi­ka­men­ten­ein­nah­me vor dem Essen: Schlu­cken Sie die Tablet­te 30 Minu­ten bis eine Stun­de vor der nächs­ten Mahl­zeit. In der Regel gelan­gen die Wirk­stof­fe eines Medi­ka­men­tes schnel­ler in den Kör­per, wenn sie auf nüch­ter­nen Magen ein­ge­nom­men wer­den.

Medi­ka­men­ten­ein­nah­me zum Essen: Sie kön­nen die Tablet­te wäh­rend des Essens zu sich neh­men. Die gleich­zei­tig auf­ge­nom­me­ne Nah­rung schützt die Magen­schleim­haut vor mög­li­chen Schä­den durch das Medi­ka­ment.

Medi­ka­men­ten­ein­nah­me nach dem Essen: Der Abstand zur letz­ten Mahl­zeit soll­te min­des­tens zwei Stun­den betra­gen, da bestimm­te Lebens­mit­tel die Wirk­stoff­auf­nah­me beein­flus­sen kön­nen.

Bei Tablet­ten­ein­nah­men emp­fiehlt es sich zudem, die­se mit Was­ser hin­un­ter zu schlu­cken. Ver­zich­ten Sie auf Milch, Mine­ral­was­ser, Kaf­fee, Alko­hol oder Grape­fruit­saft, da die­se Geträn­ke die Wir­kung zahl­rei­cher Medi­ka­men­te beein­flus­sen.

Wel­che Wech­sel­wir­kun­gen gibt es?
Abhän­gig von den Medi­ka­men­ten, die Sie ein­neh­men, kön­nen viel­fäl­ti­ge Wech­sel­wir­kun­gen auf­tre­ten. Aus die­sem Grund ist es wich­tig, sich genau an die The­ra­pie­plä­ne Ihrer Ärz­te zu hal­ten und sich nach mög­li­chen Wech­sel­wir­kun­gen zu erkun­di­gen, wenn Sie meh­re­re ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge und zusätz­lich rezept­freie Medi­ka­men­te ein­neh­men

Mög­li­che Wech­sel­wir­kun­gen mit Geträn­ken
Mine­ral­was­ser: Mine­ral­was­ser ent­hält Sal­ze, die mit eini­gen Wirk­stof­fen Kom­ple­xe bil­den, die dann nicht durch die Darm­wand in den Blut­kreis­lauf gelan­gen kön­nen.

• Kei­ne Milch: Der hohe Kal­zi­um­an­teil hat die glei­che Wir­kung wie die Sal­ze des Mine­ral­was­sers und ver­hin­dert den Ein­tritt der Wirk­stof­fe in den Blut­kreis­lauf.

• Alko­hol: Alko­hol kann Medi­ka­men­ten­wir­kun­gen hem­men oder ver­stär­ken, da Etha­nol wie die meis­ten Arz­nei­stof­fe in der Leber abge­baut wird.

• Grape­fruit­saft: Die Grape­fruit kann die Wir­kung von Medi­ka­men­ten um bis zu 70 Pro­zent stei­gern und gra­vie­ren­de Schä­den ver­ur­sa­chen.

Mög­li­che Wech­sel­wir­kun­gen mit Lebens­mit­teln

Milch­pro­duk­te: Käse, Joghurt oder Quark beein­träch­ti­gen die Wir­kung unter ande­rem von Anti­bio­ti­ka wie Doxy­cy­clin und Cipro­flo­xa­cin. Auch haben Käse und Joghurt eine Aus­wir­kung auf Osteo­po­ro­se­mit­tel (Bis­phos­pho­na­te).
Bal­last­stof­fe: Obwohl Bal­last­stof­fe sehr gesund sind, kön­nen sie die Auf­nah­me von bestimm­ten Medi­ka­men­ten ein­schrän­ken oder ver­hin­dern.
Grü­nes Gemü­se und Salat: Trotz ihres hohen Gehalts an Vit­amin K, was sich posi­tiv auf die Blut­ge­rin­nung aus­wirkt, kann grü­nes Gemü­se die Wir­kung von Blut­ge­rin­nungs­hem­mern beein­träch­ti­gen.

Bloß kein Durcheinander: Für den Erfolg der Behandlung ist ein individueller Medikationsplan wichtig.
Medi­ka­men­te soll­ten nicht ein­fach wild durch­ein­an­der ein­ge­nom­men wer­den, denn sonst kön­nen sie mehr scha­den als nut­zen.

Warum ist ein Medikationsplan so wichtig?

Bereits seit dem 1. Okto­ber 2016 haben Sie auf Grund­la­ge des neu­en eHe­alth-Geset­zes einen Anspruch auf Erstel­lung eines Medi­ka­ti­ons­plans in Papier­form durch Haus­ärz­te und Fach­ärz­te, wenn Sie gleich­zei­tig dau­er­haft min­des­tens drei ver­ord­ne­te Arz­nei­mit­tel ein­neh­men. In dem Medi­ka­ti­ons­plan wer­den alle Medi­ka­men­te, die Sie anwen­den, mit Dosie­rungs- und Ein­nah­me­hin­wei­sen über­sicht­lich und ver­ständ­lich auf­ge­führt. So las­sen sich Ein­nah­me- und Dosie­rungs­feh­ler sowie mög­li­cher­wei­se gefähr­li­che Wech­sel­wir­kun­gen ver­mei­den.

Die Vorteile des digitalen Medikationsplans auf dem Health Rise-Gesundheitsportal

Auf dem Health Rise-Gesund­heits­por­tal haben Sie die Mög­lich­keit, die Medi­ka­ti­ons­plä­ne für alle Fami­li­en­mit­glie­der ein­zu­ge­ben, zu ver­wal­ten und zu aktua­li­sie­ren. Mit der zusätz­li­chen Spei­che­rung Ihrer Medi­ka­ti­on im digi­ta­len Medi­ka­ti­ons­plan stel­len Sie sicher, dass Sie jeder­zeit mobil über Ihr Smart­pho­ne, Tablet oder Ihren PC rasch dar­auf zugrei­fen und die­se über­prü­fen kön­nen.

Alle Daten lagern hoch­si­cher ver­schlüs­selt in dem Gesund­heits­tre­sor des Health Rise-Por­tals. Nur Sie oder von Ihnen auto­ri­sier­te Per­so­nen wie zum Bei­spiel Ärz­te haben Zugriff auf die Medi­ka­ti­ons­plä­ne, die Sie dort spei­chern. Sie kön­nen Ihre Daten indi­vi­du­ell frei­ge­ben.

Welche Funktionen gibt es im digitalen Medikationsplan?

Im Gegen­satz zu übli­chen Medi­ka­ti­ons­plä­nen bie­tet Ihnen der digi­ta­le Medi­ka­ti­ons­plan eine Viel­zahl zusätz­li­cher Funk­tio­nen:
• Ein­tra­gen aller Medi­ka­tio­nen aus dem Medi­ka­ti­ons­plan in Papier­form
• Anle­gen meh­re­rer Pro­fi­le für alle Kin­der und alle wei­te­ren Fami­li­en­mit­glie­der
• Anle­gen der Stamm­da­ten von Kin­dern, von wei­te­ren Fami­li­en­mit­glie­dern und des Kon­to­in­ha­bers
• Anle­gen der Adres­sen von Kin­der­ärz­ten, Ärz­ten und sons­ti­gen Adres­sen
• Ein­tra­gen der unter­su­chen­den Ärz­te und Ter­mi­ne

Neu­gie­rig gewor­den, wie es funk­tio­niert? Sie kön­nen die Funk­tio­nen des digi­ta­len Medi­ka­ti­ons­plans im Demo-Account des Health Rise-Gesund­heits­por­tals unver­bind­lich tes­ten:

https://demo.health-rise.de
Benut­zer: Max­Mus­ter­mann
Pass­wort: Max123Mustermann
Der Demo-Account wird zu jeder vol­len Stun­de auf die Aus­gangs­da­ten zurück­ge­stellt.