Mit diesen Medikamenten reisen Sie richtig

Mit diesen Medikamenten reisen Sie richtig

Wer auf Rei­sen geht, soll­te die­se in Hin­sicht auf Krank­hei­ten und Ver­let­zun­gen nicht ganz sorg­los ange­hen. Eine Schmerz­ta­blet­te und eini­ge Pflas­ter in den Untie­fen des Kof­fers rei­chen dabei oft­mals nicht aus. Denn Fakt ist, jeder kann im Urlaub erkran­ken. Sei es auf­grund von unge­wohn­tem Essen, schlech­ter Hygie­ne am Ziel­ort oder auf­grund eines ande­ren Kli­mas.

Hat der Rei­sen­de dann bereits mit den Aus­wir­kun­gen der Erkran­kung zu kämp­fen, ist es oft­mals schwer, an ent­spre­chen­de Medi­ka­men­te zu kom­men. Beson­ders in Län­dern, in denen die Spra­che eine Bar­rie­re dar­stellt oder es ein­fach kei­ne Apo­the­ke in der nähe­ren Umge­bung gibt. Eben­falls gibt es in eini­gen Län­dern Fäl­schun­gen von zuge­las­se­nen Medi­ka­men­ten.

Daher soll­te bereits im Vor­feld, im Rah­men einer Check­lis­te, alles ein­ge­packt wer­den, was spä­ter nütz­lich sein könn­te. Auch wenn die Rei­se­apo­the­ke letzt­end­lich nicht benö­tigt wird, ist es bes­ser vor­zu­sor­gen, als bei Bedarf ohne Hilfs­mit­tel dazu­ste­hen.

Was gehört auf jeden Fall in eine Reiseapotheke?

Als Pflicht­pa­ket soll­ten eini­ge Din­ge immer dabei sein. Egal, ob die Rei­se inner­halb Deutsch­lands statt­fin­det oder es ins Aus­land geht.

  • Des­in­fek­ti­ons­mit­tel
  • Elas­ti­sche Bin­den in 6 Zen­ti­me­tern und 8 Zen­ti­me­tern
  • Fie­ber­mit­tel
  • Fie­ber­ther­mo­me­ter
  • Mull­bin­de in 6 Zen­ti­me­tern und 8 Zen­ti­me­tern
  • Mull­kom­pres­se mit einer Grö­ße von 10 Zen­ti­me­tern auf 10 Zen­ti­me­ter
  • Mücken- sowie Zecken­schutz
  • Pflas­ter in ver­schie­de­nen Grö­ßen
  • Pin­zet­te
  • Schmerz­mit­tel
  • Sche­re
  • Zecken­kar­te

Ist die Basis­ver­si­on einer Rei­se­apo­the­ke gepackt, kön­nen wei­te­re Medi­ka­men­te und Mit­tel sowie Hilfs­mit­tel hin­zu­ge­fügt wer­den. Dies hängt im Beson­de­ren vom anste­hen­den Rei­se­ziel als auch von der eige­nen Gesund­heit ab. Denn nie­mand kann bes­ser ein­schät­zen, auf was er ach­ten soll­te, als Sie selbst.

Was kann bei Durchfall getan werden?

Durch­fall trifft den Rei­sen­den meist in den Sub­tro­pen oder Tro­pen sowie in Süd­eu­ro­pa. Eben­falls sind Orte mit schlech­ten hygie­ni­schen Bedin­gun­gen oder beson­ders schar­fes Essen Aus­lö­ser der Diar­rhö. Wich­tig ist in die­sem Fall, den Ver­lust von Mine­ra­li­en und Flüs­sig­keit aus­zu­glei­chen. Das gelingt mit viel Was­ser und Salz. Als Mit­tel gegen krampf­ar­ti­gen Durch­fall emp­feh­len sich Mit­tel mit dem Wirk­stoff Lope­ra­mid.

Welche Möglichkeiten bieten sich bei Übelkeit?

Übel­keit tritt allei­ne oder oft­mals auch in Kom­bi­na­ti­on mit Durch­fall auf. Gegen die Übel­keit und damit ver­bun­de­nem Erbre­chen hilft der Wirk­stoff Diphen­hy­dra­min. Die­ser wirkt eben­falls bei Rei­se­ü­bel­keit. Jedoch macht der Wirk­stoff müde und kann von Schwan­ge­ren oder Stil­len­den nicht ohne Wei­te­res genutzt wer­den. Für Kin­der gibt es gegen die Übel­keit spe­zi­el­le Zäpf­chen mit die­sem Wirk­stoff.

Was hilft gegen Schmerzen und Fieber?

Ibu­pro­fen und Par­acet­amol haben sich seit Lan­gem auf die­sem Gebiet als sehr wirk­sam erwie­sen. Für Kin­der gibt es einen Saft. Die­ser lässt sich ein­fach dosie­ren und ist für die Kleins­ten beson­ders ein­fach ein­zu­neh­men. Im All­ge­mei­nen soll­ten Schmerz­mit­tel immer mit Bedacht ein­ge­nom­men wer­den.

Welche Mittel gibt es bei einer Erkältung?

Nicht nur in der kal­ten Jah­res­zeit, son­dern auch im Som­mer kann eine Erkäl­tung oder eine lau­fen­de Nase auf­tre­ten. Dabei gilt es grund­sätz­lich viel Flüs­sig­keit zu sich zu neh­men und auf viel Ruhe, sowie auf eine gesun­de Ernäh­rung zu ach­ten. Als Wirk­stoff zur Unter­stüt­zung emp­fiehlt sich Xylo­me­ta­zo­lin. Die­ser wirkt abschwel­lend auf die Nasen­schleim­häu­te. Für klei­ne Kin­der oder Babys emp­feh­len sich Koch­salz­lö­sun­gen. Eben­falls wir­kungs­voll sind äthe­ri­sche Öle.

Was hilft bei Wunden?

Schürf­wun­den, klei­ne Schnitt­wun­den oder Ris­se in der Haut las­sen sich vor Ort schnell mit einem Mit­tel des­in­fi­zie­ren. Dafür eig­nen sich beson­ders Prä­pa­ra­te mit Octen­i­din oder Povi­don-Jod, da die­se nicht sehr bren­nen. Sie töten zuver­läs­sig Pil­ze, Bak­te­ri­en und Viren. Soll­te es den­noch zu einer Ent­zün­dung kom­men, soll­te ein Arzt zura­te gezo­gen wer­den.

Wie kann sich gegen Insekten gewehrt werden?

Die läs­tigs­ten und mit­un­ter gefähr­lichs­ten Insek­ten auf einer Rei­se sind die Mücken. Ein zuver­läs­si­ger Schutz vor den Pla­ge­geis­tern ist ein Mos­ki­to­netz. Für die Zeit außer­halb des Net­zes bie­ten sich Mit­tel mit DEET an. Die­se hel­fen gegen Mücken und Zecken. Bei Sti­chen kön­nen Prä­pa­ra­te mit dem Wirk­stoff Hydro­kor­ti­son für Lin­de­rung sor­gen.

Weitere Wirkstoffe, die auf einer Reise wichtig sein können:

  • Ceti­ri­zin oder Lora­ta­din gegen All­er­gi­en
  • Magald­rat oder Hydro­tal­cit gegen Sod­bren­nen
  • Hydro­kor­ti­son bei Son­nen­brand und Insek­ten­sti­chen

Hilfsmittel, die ebenfalls in eine Reiseapotheke passen:

  • Ohr­stöp­sel
  • Prä­pa­rat zur Was­ser­des­in­fek­ti­on

Bei allen Medikamenten gilt:

Lesen Sie die Packungs­bei­la­ge und hal­ten Sie sich an die emp­foh­le­ne Dosie­rung. Bei Fra­gen kon­sul­tie­ren Sie Ihren Arzt oder Apo­the­ker.