Mezze – Orientalisches Soulfood

Orientalisches Soulfood
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Mezze, die Vorspeisen und kleinen Gerichte aus dem Nahen Osten gewinnen seit geraumer Zeit an Popularität. Das liegt vermutlich auch daran, dass sie perfekt zum Teilen sind und man, weil die Portionen klein sind, ganz viele verschiedene probieren kann. Der Hauptgrund für ihre Popularität ist aber ihr Geschmack. Das Wichtigste allerdings sind die frischen Zutaten, die dafür sorgen, dass sie verlockend aussehen, fantastisch schmecken und obendrein auch noch gesund sind.

Mezze aus Tausend und einer Nacht

Mezze gibt es in Südost-Europa, ebenso wie im Norden Afrikas, Syrien, Libanon, Israel und ihren Nachbarstaaten. Die Gerichte ähneln sich, auch wenn die Namen andere sind und die Rezepte etwas abweichen. Wichtig nur die frischen saisonalen Zutaten und Kräuter, die die kleinen Gerichte gesund, aromatisch und zu etwas Besonderem machen.
In unseren Großstädten finden wir immer mehr Restaurants, die sich den kleinen orientalischen Köstlichkeiten verschrieben haben und unserem Gaumen einen Abend lang auf Reisen gehen lassen.

Wer nicht ins Restaurant gehen möchte oder falls tatsächlich keines in unmittelbarer Nähe liegt, kann eine Auswahl der kleinen Gerichte, die perfekt in die Mittelmeerdiät passen, leicht daheim nachmachen. Rezepte findet man zuhauf. Standen noch vor wenigen Jahren nur ein oder zwei Kochbücher über orientalische Vorspeisen bei den Buchhändlern, so hat sich das im letzten Jahr geändert. Die Bücher füllen mittlerweile ganze Regale.

Mezze schnell und einfach selbst gemacht

So exotisch die Speisen anmuten, so bekannt und alltäglich sind die Zutaten. Raffiniert werden die kleinen Gerichte durch Kräuter, Gewürze und die Kombination der Zutaten. Eines der bekanntesten Gerichte aus der Mezze-Küche ist Tabbouleh, ein erfrischender Salat aus Couscous, klein gewürfelten Tomaten, fein gehackter Petersilie und Zitrone, der nur mit Olivenöl angemacht und mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt wird. Vermutlich hat jede Familie von Syrien bis Israel und vom Libanon bis zum Irak ihr eigenes Rezept. Der Salat lässt sich mit Lauchzwiebeln, Knoblauch, Minze, Gurke, Bulgur und anderen Zutaten je nach Vorliebe abwandeln lässt. Hauptsache frisch und lecker.

Mezze – Hummus gehört immer dazu

Auch Hummus gehört zu den Klassikern und ist aus der Küche Libanons, Israels und ihrer Nachbarn nicht mehr wegzudenken. Hierfür werden Kichererbsen – aus der Dose oder eingeweichte und gekochte getrocknete Hülsenfrüchte – mit Olivenöl, Zitronensaft, Tahini – einer Sesampaste – und Knoblauch glatt püriert. Die Creme muss nur noch mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt werden und dem Genuss steht nichts mehr im Wege. Wer es bunt mag, kann einige frische Rote Bete Knollen, in Alufolie gewickelt, im Ofen garen und, nachdem sie etwas abgekühlt sind, gemeinsam mit den anderen Zutaten fein pürieren.

Mezze ersetzen nicht den Arzt, können aber die Gesundheit stärken

Dass all diese Gerichte lecker sind, gut aussehen und sich einfach zubereiten lassen ist zwar ein Vorteil, das Entscheidende ist allerdings, dass sie gesund sind. So soll die Rote Bete vor Krebs, Herzinfarkt und hohem Blutdruck schützen, die Kichererbsen wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus und Sesam werden positive Eigenschaften bei Diabetes und hohem Blutdruck nachgesagt. Auch das eher langweilige „Deko“ Kraut Petersilie, das im Tabbouleh richtig zur Geltung kommt, ist ein Tausendsassa in puncto Gesundheit. Sie soll das Völlegefühl im Magen bekämpfen und Sodbrennen lindern, das Herz stärken und nicht zuletzt entzündliche Prozesse reduzieren.

 

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: @dezi_licious

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