Laktoseintoleranz

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Laktoseintoleranz

In der heu­ti­gen Zeit gibt es eine Men­ge Men­schen, die mit unter­schied­li­chen Unver­träg­lich­kei­ten zu kämp­fen haben. Die Lak­to­se­into­le­ranz ist die am häu­figs­ten vor­kom­men­de unter die­sen und äußerst bekannt in Deutsch­land. Doch man­che Men­schen wis­sen gar nicht, was die­se Lak­to­se­into­le­ranz eigent­lich ist. Im wei­te­ren Ver­lauf wird erklärt, was sich hin­ter die­ser Unver­träg­lich­keit wirk­lich ver­birgt und wie man her­aus­fin­den kann, ob man selbst betrof­fen ist.

Was ist Laktoseintoleranz eigentlich?

Lak­to­se­into­le­ranz bedeu­tet über­setzt Milch­zu­cke­run­ver­träg­lich­keit. Men­schen, die an die­ser Unver­träg­lich­keit lei­den, ver­ar­bei­ten milch­zu­cker­hal­ti­ge Lebens­mit­tel nicht in ange­mes­se­ner Art und haben nach dem Ver­zehr die­ser, teil­wei­se erheb­li­che Ver­dau­ungs- oder Kreis­lauf­pro­ble­me. Lak­to­se befin­det sich vor allem in Pro­duk­ten wie Quark, Sah­ne, Milch, Salat­saucen oder auch in diver­sen ande­ren Milch­pro­duk­ten. Was Betrof­fe­ne leicht über­se­hen ist, dass der Milch­zu­cker sich auch in Lebens­mit­teln befin­det, in dem man ihn nicht ver­mu­tet, wie zum Bei­spiel in:

  • Fer­tig­ge­rich­te
  • Tro­cken­ge­bäck
  • Müs­li­mi­schun­gen
  • Wurst
  • Süß­stoff
  • Süßig­kei­ten aller Art

Welche Symptome treten bei der Intoleranz auf?

Betrof­fe­ne kön­nen oft bereits unmit­tel­bar nach dem Ver­zehr lak­to­se­hal­ti­ger Lebens­mit­teln mit unan­ge­neh­men Fol­gen rech­nen, die da wären:

  • Blä­hun­gen
  • Übel­keit
  • Bauch­schmer­zen
  • Völ­le­ge­fühl
  • Erbre­chen
  • star­ker Durch­fall
  • Schwin­del
  • Kopf-und Gelenk­schmer­zen
  • Herz­ra­sen

Wie finde ich heraus, ob ich selbst auch betroffen bin?

Es gibt eini­ge Mög­lich­kei­ten her­aus­zu­fin­den, ob man selbst von der Lak­to­se­into­le­ranz betrof­fen ist. Zum einen kön­nen spe­zi­el­le Tests zu Hau­se durch­ge­führt und der Kör­per auf eine Unver­träg­lich­keit getes­tet wer­den und der ande­re Weg her­aus­zu­fin­den, ob man an einer Unver­träg­lich­keit lei­det, ist der Test vom Arzt.

1. Der Test zu Hau­se

Der Selbst­test zuhau­se ist natür­lich nicht ganz so sicher wie der pro­fes­sio­nel­le vom Arzt. Er kann aber auch zu einem Ergeb­nis füh­ren. Es soll­te ganz ein­fach ein Zeit­raum fest­ge­legt wer­den, in dem kei­ner­lei Pro­duk­te, die Milch­zu­cker ent­hal­ten ein­ge­nom­men wer­den. Tre­ten in der lak­to­se­frei­en Zeit kei­ner­lei Sym­pto­me auf, kann man davon aus­ge­hen, dass der Kör­per eine Unver­träg­lich­keit gegen­über Milch­säu­re auf­weist.

2. Der Lak­to­se­test beim Arzt

Wird der Test beim Arzt durch­ge­führt, nimmt der betrof­fe­ne Pati­ent nach Anwei­sung des Arz­tes ein Glas Milch­zu­cker­lö­sung zu sich. Nach ein paar Minu­ten War­te­zeit wird dem Betrof­fe­nen dann Blut abge­nom­men, wobei der Blut­zu­cker­spie­gel gemes­sen wird. Ist der Pati­ent lak­to­se­into­le­rant, steigt der Blut­zu­cker­spie­gel nicht an! Bei nicht von einer Lak­to­se­into­le­ranz betrof­fe­nen Men­schen wür­de die Lak­to­se im Darm gespal­ten wer­den und dadurch der Spie­gel anstei­gen.

Kann man eine Laktoseintoleranz behandeln? Wie gehe ich im Alltag damit um?

Da die­se Art der Unver­träg­lich­keit kei­ne wirk­li­che Krank­heit ist, kann man sie lei­der auch nicht behan­deln, son­dern man muss ver­su­chen mit ihr zu leben. Das Leben mit einer Lak­to­se­into­le­ranz wird den Betrof­fe­nen enorm erleich­tert, wenn sie spe­zi­el­le Lebens­mit­tel kon­su­mie­ren oder prä­ven­tiv bezie­hungs­wei­se par­al­lel Lak­ta­se Tablet­ten ein­neh­men. Lak­ta­se ist ein Enzym, das übli­cher­wei­se im Kör­per für die Spal­tung der Lak­to­se zustän­dig ist.

Es gibt Milch­pro­duk­te, wie etwa eini­ge Sor­ten gereif­ter Käse, die von Natur aus lak­to­se­frei oder -arm sind, die pro­blem­los ver­zehrt wer­den kön­nen. Ande­ren Pro­duk­ten wird bei Her­stel­lungs­pro­zess Lak­ta­se bei­gemischt, was das Pro­dukt für die Betrof­fe­nen ver­träg­lich macht. Wenn man etwas auf­merk­sam ist und not­falls Lak­ta­seta­blet­ten zu Hand hat, stellt ein Leben mit einer Lak­to­se­into­le­ranz kein nen­nens­wer­tes Pro­blem dar.