Kryotherapie und Co. – schlank und gesund dank Kälte

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20.11.2019

Hin­ter der Fach­be­zeich­nung „Kryo­the­ra­pie“ steckt eine Käl­te­be­hand­lung: Mit die­ser Käl­te­the­ra­pie soll gegen ver­schie­de­ne Krank­hei­ten wirk­sam vor­ge­gan­gen wer­den kön­nen, denn das Anwen­dungs­spek­trum ist hier­bei sehr breit gefä­chert. Vom eis­kal­ten Wickel bis hin zur Ganz­kör­per­be­hand­lung wird die Kryo­the­ra­pie erfolg­reich ange­wen­det und sehr ger­ne von Leis­tungs­sport­lern genutzt.

Das Wich­tigs­te vor­ab:
  • Die Kryo­the­ra­pie ist die Behand­lung von Schmer­zen und Erkran­kun­gen mit­tels Käl­te.
  • Die Kryo­the­ra­pie gehört zu den soge­nann­ten Ther­mo­the­ra­pi­en..
  • Die moder­nen Kryo­the­ra­pie-Ver­fah­ren unter­schei­den sich deut­lich von der her­kömm­li­chen Behand­lung mit Eis.
  • Käl­te­the­ra­pie lässt sich auch in den eige­nen vier Wän­den durch­füh­ren.
  • Kryo­the­ra­pie hat ein sehr brei­tes Anwen­dungs­spek­trum und kann von Sport­ver­let­zun­gen, über Gelenk­be­schwer­den bis hin zu Haut­er­kran­kun­gen zum Ein­satz kom­men.
schmelzende Eiswürfel auf dunkler Unterlage
Kälte bekämpft Schmerzen und lässt Fettzellen schmelzen.

Kryotherapie – was ist das eigentlich?

Die Wort­sil­be „kryo“ stammt aus dem Grie­chi­schen und bedeu­tet über­setzt „kalt“. Folg­lich wird mit der medi­zi­ni­schen Bezeich­nung „Kryo­the­ra­pie“ eine Behand­lung mit­tels Käl­te beschrie­ben. Die­se Behand­lungs­mög­lich­keit ist den soge­nann­ten „Ther­mo­the­ra­pi­en“ unter­glie­dert und kommt bereits seit der Anti­ke zur Anwen­dung. Hier­bei wird der Tem­pe­ra­tur­un­ter­schied zwi­schen dem mensch­li­chen Kör­per und einem kal­ten Gegen­stand oder sei­ner Umge­bung genutzt. Das Ziel ist, den Kör­per im Gesam­ten oder an bestimm­ten Stel­len gezielt abzu­küh­len.

Die Kryo­the­ra­pie umfasst fol­gen­de Behand­lungs­me­tho­den:

  1. Loka­le Käl­te­an­wen­dung: Die­se geschieht bei­spiels­wei­se durch Eis­kom­pres­sen. Durch die­se Behand­lungs­me­tho­de sol­len Schmer­zen gelin­dert wer­den. Eis­kom­pres­sen wir­ken jedoch auch ent­zün­dungs­hem­mend und abschwel­lend.
  2. Ver­ei­sung loka­ler Stel­len (Kryo­chir­ur­gie): Die­se Behand­lung führt in den meis­ten Fäl­len der Der­ma­to­lo­ge durch, um uner­wünsch­te Par­ti­en wie bei­spiels­wei­se War­zen zu ent­fer­nen. Die betrof­fe­nen Haut­stel­len wer­den gezielt ein­ge­fro­ren: Dadurch kann das erkrank­te Gewe­be abster­ben und durch gesun­des, neu­es Gewe­be ersetzt wer­den.
  3. Ganz­kör­per-Käl­te­be­hand­lung: Die­se The­ra­pie­me­tho­de wird auch als „Käl­te­kam­mer“ bezeich­net. Hier wird der gan­ze Kör­per für eini­ge Minu­ten extrem kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren aus­ge­setzt. Die­se Metho­de kommt ins­be­son­de­re bei der Behand­lung rheu­ma­ti­scher Erkran­kun­gen zum Ein­satz, fin­det jedoch auch im Bereich der Kos­me­tik Anwen­dung: So wird die­ses Ver­fah­ren bei­spiels­wei­se zur Behand­lung von Cel­lu­li­te und über­flüs­si­gen Pfun­den ein­ge­setzt. Des Wei­te­ren soll die Ganz­kör­per-Käl­te­be­hand­lung die Immun­ab­wehr­kräf­te stär­ken und bei Schlaf­stö­run­gen hel­fen. Sport­ler sol­len dadurch ihre kör­per­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit opti­mie­ren kön­nen.

Wie wird die Kryotherapie durchgeführt?

Im Rah­men der Kryo­the­ra­pie wird zwi­schen der loka­len Käl­te­an­wen­dung, also der geziel­ten Küh­lung bestimm­ter Kör­per­stel­len sowie der Küh­lung des gesam­ten Kör­pers unter­schie­den. Ins­be­son­de­re die loka­le Käl­te­be­hand­lung kann mit vie­len ver­schie­de­nen Hilfs­mit­teln durch­ge­führt wer­den. Die­se unter­schei­den sich zum einen in ihrer eige­nen Tem­pe­ra­tur von­ein­an­der und zum ande­ren in ihrer Anwen­dungs­dau­er sowie ihrem Ein­satz­ge­biet.

Durch den Wär­me­ent­zug im Kör­per kommt es durch die Behand­lung zu einer Abküh­lung des Gewe­bes.

Grund­sätz­lich kön­nen fol­gen­de „Käl­te­trä­ger“ zur Anwen­dung kom­men:

  • Eis-Gra­nu­lat: Die­ses hat eine Tem­pe­ra­tur von rund -0,5 bis -1,0 Grad Cel­si­us. Das Gra­nu­lat wird in einen Stoff­beu­tel gefüllt und auf die zu behan­deln­de Haut­stel­le auf­ge­legt. Die Tem­pe­ra­tur der Haut sinkt inner­halb von 15 bis 20 Minu­ten auf etwa fünf bis acht Grad Cel­si­us ab.
  • Eis­rol­ler: Die­ser kommt bei­spiels­wei­se nach einer Lymph­drai­na­ge zur Anwen­dung: Hier wird die Haut mit dem Eis­rol­ler an der ent­spre­chen­den Stel­le abge­rie­ben oder betupft.
  • Gel­pa­ckung: Hier­mit kann bereits eine Tem­pe­ra­tur von -15 bis -20 Grad Cel­si­us erzielt wer­den. Zwi­schen den Gel­pa­ckun­gen und der zu behan­deln­den Haut­stel­le soll­te ein Küchen­tuch gelegt wer­den, um Erfrie­rungs­er­schei­nun­gen zu ver­mei­den.
  • Eis­beu­tel: Sie beinhal­ten eine Eis-Was­ser-Mischung und küh­len die Tem­pe­ra­tur der Haut auf rund 10 Grad Cel­si­us her­un­ter.
  • Käl­te­kom­pres­sen: Sie sind sehr gut ver­form­bar und pas­sen sich den zu behan­deln­den Kör­per­stel­len wie bei­spiels­wei­se den Gelen­ken ide­al an.
  • Spray: Ein Käl­tespray lässt eine soge­nann­te Ver­duns­tungs­käl­te ent­ste­hen und kühlt kurz­fris­tig, jedoch sehr inten­siv. Die­ses Hilfs­mit­tel kommt vor allem zur Behand­lung aku­ter Sport­ver­let­zun­gen zum Ein­satz.
  • Käl­te-Wickel: Hier­mit wird eine Tem­pe­ra­tur von etwa 0 bis 15 Grad Cel­si­us erreicht. Käl­te­wi­ckel sind ein sehr bewähr­tes Haus­mit­tel und kön­nen auch selbst her­ge­stellt wer­den, bei­spiels­wei­se aus Hand- oder Küchen­tü­chern, die in Eis­was­ser getränkt wer­den.
  • Kryo­son­de: Hier­mit kann eine extre­me Käl­te­tem­pe­ra­tur von bis zu -195 Grad Cel­si­us erzielt wer­den. Flüs­si­ger Stick­stoff wird durch eine spe­zi­el­le Son­de gelei­tet und ver­eist somit die berühr­te Stel­le: Das Gewe­be stirbt infol­ge­des­sen ab.
  • Auch offe­ne Spray-Ver­fah­ren kön­nen zum Ein­satz kom­men: Hier­für wird flüs­si­ger Stick­stoff mit Hoch­druck auf das ent­spre­chen­de Haut­are­al gesprüht. Mit die­ser Behand­lungs­me­tho­de lässt sich das zu behan­deln­de Are­al nicht so exakt ein­gren­zen wie bei­spiels­wei­se bei der Kryo­son­de.
  • Tup­fer: Auch mit die­sen Wat­te­tup­fern lässt sich eine Tem­pe­ra­tur von bis zu -195 Grad Cel­si­us errei­chen. Sie wer­den vor der Anwen­dung in einem flüs­si­gen Stick­stoff gekühlt und anschlie­ßend auf die Stel­le gelegt, die ver­eist wer­den soll. Wat­te­tup­fer ver­blei­ben nur rund 45 Sekun­den auf der zu behan­deln­den Kör­per­stel­le.

Zusätz­lich zu die­sen loka­len Behand­lungs­me­tho­den kommt die Kryo­the­ra­pie auch noch als Ganz­kör­per-Metho­de zur Anwen­dung:

  1. Eis-Bad: Hier wird der Kör­per für meh­re­re Minu­ten kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren von rund 1 bis 12 Grad Cel­si­us aus­ge­setzt. Anschlie­ßend wird der Pati­ent in ein vor­ge­wärm­tes Bett gelegt. Das Eis-Bad wird häu­fig in Kom­bi­na­ti­on mit phy­sio­the­ra­peu­ti­schen Behand­lun­gen ange­wen­det.
  2. Käl­te­kam­mer: Bei die­ser Behand­lungs­va­ri­an­te trägt der Pati­ent Bade­klei­dung. Das Gesicht, die Ohren, die Hän­de und auch die Füße wer­den jedoch vor den Minus­gra­den geschützt. Im Rah­men die­ser Metho­de wer­den Tem­pe­ra­tu­ren von -70 bis -120 Grad Cel­si­us erreicht. In die­ser Käl­te­kam­mer ver­blei­ben Pati­en­ten maxi­mal drei Minu­ten, sie kann jedoch mehr­mals pro Tag oder Woche ange­wen­det wer­den.

Behand­lungs­be­glei­tend kann es zu Sym­pto­men wie bei­spiels­wei­se aus­ge­präg­te Käl­te­emp­fin­dun­gen, ste­chen­den oder gar bren­nen­den Schmer­zen kom­men. Ob die­se Begleit­erschei­nun­gen auf­tre­ten und wie inten­siv sie aus­ge­prägt sind, hängt zum Bei­spiel vom jewei­li­gen Käl­te­reiz ab. Die­se Sym­pto­me klin­gen jedoch nach kur­zer Zeit wie­der ab.

Welche Kosten sind mit dieser Behandlung verbunden?

Die Kryo­the­ra­pie ist eine rasch wirk­sa­me und auch ver­hält­nis­mä­ßig kos­ten­güns­ti­ge Behand­lungs­me­tho­de. Eine Ein­zel­sit­zung in der soge­nann­ten Kryo­sau­na kos­ten rund 50 Euro. Um jedoch aus­ge­zeich­ne­te Resul­ta­te zu erzie­len, sind häu­fig meh­re­re The­ra­pie­sit­zun­gen not­wen­dig. In den meis­ten Fäl­len soll­te mit 10 bis 20 Sit­zun­gen gerech­net wer­den. Eine Kryo­the­ra­pie-Sit­zung dau­ert höchs­tens drei Minu­ten.

Abhän­gig von den kör­per­li­chen Aus­gangs­vor­aus­set­zun­gen wird mit einer Behand­lungs­dau­er von rund 30 bis 60 Sekun­den begon­nen.

Die Gesamt­kos­ten für die Kryo­the­ra­pie lie­gen also zwi­schen 300 und 600 Euro.

Wie kann die Kryotherapie zur Gesundheit und Schönheit des Menschen beitragen?

Die Kryo­the­ra­pie kommt zur Behand­lung ver­schie­dens­ter Ver­let­zun­gen und Krank­hei­ten zum Ein­satz.

Zen­tra­le Behand­lungs­be­rei­che sind:

  • Kryo­the­ra­pie nach Ope­ra­tio­nen: Durch die Kryo­the­ra­pie kann das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem beein­flusst wer­den. Öde­me, also Flüs­sig­keits­ein­la­ge­run­gen kön­nen dadurch ver­min­dert wer­den. Eben­so wer­den durch die­ses Behand­lungs­ver­fah­ren post­ope­ra­ti­ve Schmer­zen gelin­dert und die Mus­kel­span­nung ver­rin­gert: Das beein­flusst im Gesam­ten das Ope­ra­ti­ons­er­geb­nis posi­tiv.
  • Kryo­the­ra­pie in der Trau­ma­to­lo­gie: Die Kryo­the­ra­pie hat eine schmerz- und ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung. Aus die­sem Grund wird sie vor allem bei Ver­let­zun­gen wie bei­spiels­wei­se Zer­run­gen oder Prel­lun­gen ange­wen­det. Sie kann jedoch auch zur Behand­lung schwe­rer mus­ku­lä­rer Ver­let­zun­gen oder bei Kno­chen­brü­chen zum Ein­satz kom­men.
  • Kryo­the­ra­pie für die Kör­per­mus­ku­la­tur: Ein kon­stant erhöh­ter Mus­kel­to­nus (Mus­kel­span­nung) ver­ur­sacht häu­fig Schmer­zen. Die­se las­sen sich durch die Kryo­the­ra­pie effi­zi­ent lin­dern. Auch Ver­kür­zun­gen der Mus­ku­la­tur kön­nen durch die­se Behand­lungs­me­tho­de posi­tiv beein­flusst wer­den.
  • Kryo­the­ra­pie bei Spas­ti­ken: Spas­ti­ken ent­ste­hen, wenn das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem Scha­den nimmt. Das kann bei­spiels­wei­se bei der Mul­ti­plen Skle­ro­se der Fall sein. Die­se Ner­ven­sys­tem­schä­di­gun­gen las­sen sich durch die Kryo­the­ra­pie sehr wirk­sam behan­deln, denn Käl­te setzt die Leit­ge­schwin­dig­keit der Ner­ven her­ab.
  • Kryo­the­ra­pie in der Der­ma­to­lo­gie: Auch hier wird Kör­per­ge­we­be nicht nur gezielt gekühlt, son­dern durch die kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren auch zer­stört. Ärz­te spre­chen hier von der soge­nann­ten Kryo­chir­ur­gie. Der Der­ma­to­lo­ge hat die Mög­lich­keit, die uner­wünsch­ten Haut­ver­än­de­run­gen mit flüs­si­gem Stick­stoff so stark abzu­küh­len, dass durch die Ver­ei­sung das Kör­per­ge­we­be voll­stän­dig abstirbt und letzt­lich ganz ver­schwin­det. Erreicht wer­den Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu -195 Grad Cel­si­us. Die­ses Ver­fah­ren hat sich beson­ders bei einem über­mä­ßi­gen Nar­ben­wachs­tum bewährt. Es kommt jedoch auch zur Behand­lung von wei­ßem Haut­krebs, Feig­war­zen und sons­ti­gen Haut­krank­hei­ten zum Ein­satz.
  • Kryo­the­ra­pie zur Behand­lung von kör­per­in­ter­nen Erkran­kun­gen: Die Käl­te­the­ra­pie kann auch bei Krebs­er­kran­kun­gen wie bei­spiels­wei­se mali­gnen Nie­ren- oder Leber­tu­mo­ren zur Anwen­dung kom­men. Durch die kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren kön­ne das Tumor­ge­we­be abge­tö­tet wer­den. Des Wei­te­ren las­sen sich auch Herz­rhyth­mus­stö­run­gen mit der Kryo­the­ra­pie behan­deln: Klei­ne Berei­che des Herz­mus­kels wer­den gezielt ver­eist, wodurch die Beschwer­den deut­lich bes­ser wer­den sol­len.
  • Kryo­the­ra­pie bei rheu­ma­ti­schen Erkran­kun­gen: Die Käl­te­kam­mer wird ins­be­son­de­re bei rheu­ma­tisch-ent­zünd­li­chen Krank­hei­ten wie zum Bei­spiel Arthro­se ange­wen­det. Auch Pati­en­ten, die unter chro­ni­schen Schmer­zen lei­den wie bei­spiels­wei­se Fibro­my­al­gie oder von Haut­krank­hei­ten wie Neu­ro­der­mi­tis und Schup­pen­flech­te betrof­fen sind, kön­nen von der Kryo­the­ra­pie pro­fi­tie­ren.
  • Kryo­the­ra­pie für eine schlan­ke Linie: Die Behand­lung in der Käl­te­kam­mer lässt Was­ser­ein­la­ge­run­gen ver­schwin­den und bes­sert somit das Erschei­nungs­bild von Cel­lu­li­te. Des Wei­te­ren, fin­det eine Straf­fung der Haut und der Abbau von Fett­zel­len statt. Die Kryo­li­po­ly­se hin­ge­gen wird nur lokal (wie z.B. am Bauch) ein­ge­setzt. Dabei wer­den Fett­zel­len ver­eist, die in den fol­gen­den Tagen vom Kör­per aus­ge­schie­den wer­den. Dadurch soll eine Gewichts- und Umfangs­re­duk­ti­on erzielt wer­den.

Kryotherapie – warum kommt sie bei Profisportlern zur Anwendung?

Bereits seit vie­len Jah­ren nut­zen Hoch­leis­tungs­sport­ler die Eis-Sau­na, um noch leis­tungs­fä­hi­ger zu wer­den. Für Sport­ler bringt die Käl­te­the­ra­pie fol­gen­de Vor­tei­le mit sich:

  1. Stei­ge­rung der kör­per­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit: Nach inten­si­ven Sport­ein­hei­ten brin­gen drei Minu­ten in der Kryo­sau­na (Käl­te­kam­mer) vie­le posi­ti­ve Effek­te mit sich: Die Mus­ku­la­tur wird mit reich­lich Sauer­stoff ange­rei­chert, wodurch Ent­zün­dungs­stof­fe rascher abtrans­por­tiert wer­den kön­nen. Wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en konn­ten auf­zei­gen, dass sowohl die aero­be als auch die anae­ro­be Leis­tungs­fä­hig­keit durch die Eis-Sau­na opti­miert wer­den konnte.Von die­ser Ganz­kör­per­be­hand­lung mit­tels Käl­te pro­fi­tie­ren ins­be­son­de­re Aus­dau­er­sport­ler.
  2. Schnel­le­re Rege­ne­ra­ti­on der Mus­ku­la­tur: Nach for­dern­den Trai­nings­ein­hei­ten kann die Kryo­the­ra­pie dazu bei­tra­gen, dass sich die bean­spruch­te Mus­ku­la­tur um 50 Pro­zent rascher rege­ne­riert als ohne Eis-Sau­na-Behand­lung. Auf die­se Wei­se kön­nen Ver­span­nun­gen oder Mus­kel­ka­ter redu­ziert wer­den.
  3. Moder­nes Bodysha­ping mit Kryo­the­ra­pie: Die­ser Aspekt ist vor allem für Kraft­sport­ler inter­es­sant sowie für alle, die ihre Sil­hou­et­te defi­nie­ren möch­ten: Die Käl­te­sau­na hilft bei der Kon­tur­dar­stel­lung des Kör­pers und stei­gert sogar den Grund­um­satz: Bis zu 700 Kalo­ri­en wer­den inner­halb von drei Minu­ten in der Eis-Sau­na ver­braucht. Die Fett­ver­bren­nung wird ange­regt, das Bin­de­ge­we­be gestrafft und der Lymph-Abfluss beschleu­nigt.
  4. Schmerz­be­hand­lung: Für Sport­ler bie­tet die Eis-Sau­na erstaun­li­che Resul­ta­te, was die Behand­lung von Prel­lun­gen, Zer­run­gen, Ver­stau­chun­gen oder Mus­kel­fa­ser­ris­sen betrifft. Die Schmer­zen wer­den deut­lich gemin­dert und der Hei­lungs­pro­zess kann beschleu­nigt wer­den. Durch die­se Behand­lungs­mög­lich­keit sind Sport­ler also schnel­ler wie­der ein­satz­fä­hig.




Kältetherapie für zu Hause

Auch in den eige­nen vier Wän­den kön­nen bestimm­te Käl­te­an­wen­dun­gen zum Ein­satz kom­men. Eis-Kom­pres­sen gehö­ren bei­spiels­wei­se auch zur Kryo­the­ra­pie und sind ein sehr bewähr­tes Haus­mit­tel. Für die Selbst­an­wen­dung ste­hen ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung:

  • Eis­wür­fel-Mas­sa­ge: Hier­bei wird ein Eis­wür­fel mit einem Wasch­lap­pen oder einem Küchen­tuch umwi­ckelt. Legen Sie den Eis­wür­fel bit­te nie­mals direkt auf die zu behan­deln­de Haut­stel­le, da ansons­ten Erfrie­run­gen mög­lich sind. Strei­chen Sie nun mit einem leich­ten Druck groß­flä­chig über die Kör­per­stel­le, die gekühlt wer­den soll. Soll­ten Sie kei­ne Eis­wür­fel parat haben, kön­nen Sie natür­lich auch eine Tüte Tief­kühl­ge­mü­se ver­wen­den.
  • Eis­bad: Hier wer­den Eis­wür­fel und reich­lich kal­tes Was­ser in ein Gefäß gege­ben. Die Eis­wür­fel sor­gen dafür, dass das Was­ser noch län­ger kühl bleibt. Die­se Behand­lungs­me­tho­de eig­net sich vor allem für Ver­let­zun­gen wie bei­spiels­wei­se Quet­schun­gen, Ver­bren­nun­gen oder auch Prel­lun­gen. Bit­te küh­len Sie nicht zu lan­ge, um Erfrie­rungs­er­schei­nun­gen zu ver­mei­den!
  • Kühl-Packs: Kühl­kom­pres­sen kön­nen Sie für eini­ge Stun­den in das Gefrier­fach legen. Auch die­se Kom­pres­sen soll­ten Sie in ein Tuch umwi­ckeln und nicht direkt auf die Kör­per­stel­le legen. Bei Beu­len und aku­ten Prel­lun­gen oder Quet­schun­gen wirkt die­se Metho­de abschwel­lend. Kühl-Packs und auch Kühl­sprays kom­men somit häu­fig in der Sport­me­di­zin zum Ein­satz.

Quellen

Kryo­the­ra­pie und Co. – schlank und gesund dank Käl­te

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