Kopfschmerz – mögliche Ursachen

Kopfschmerz – mögliche Ursachen

Manch­mal steckt hin­ter kör­per­li­chen Beschwer­den mehr als nur das Pro­blem selbst, son­dern sie sind das Sym­ptom einer Erkran­kung oder äuße­rer Ein­flüs­se. Manch­mal ist die Ursa­che schnell gefun­den und teil­wei­se eben­so schnell beho­ben. Sobald die Ursa­che klar und eine ernst­haf­te Erkran­kung aus­ge­schlos­sen ist, schei­nen auch die Beschwer­den abzu­klin­gen, oder wenigs­tens weni­ger rele­vant zu sein. Kopf­schmerz lässt sich unter ande­rem in zwei Kate­go­ri­en ein­tei­len, in den pri­mä­ren Kopf­schmerz, bei dem der Kopf­schmerz das vor­ran­gi­ge Pro­blem ist und häu­fig eine exter­ne Ursa­che hat und den sekun­dä­ren Kopf­schmerz, der meist ein Warn­si­gnal des Kör­pers und ein Hin­weis auf mög­li­che Krank­hei­ten ist.

Manchmal entsteht der Kopfschmerz als Symptom von Überlastung, Fehlbelastung oder äußere Umstände

  • Eine häu­fi­ge Ursa­che für Kopf­schmer­zen ist fal­sches Sit­zen oder Lie­gen. Fehl­hal­tung am Bild­schirm­ar­beits­platz ist eine typi­sche Ursa­che für Kopf­schmer­zen. Man hält sich nicht mehr gera­de, sackt zusam­men und ver­krampft. Die Fol­ge sind Span­nungs­kopf­schmer­zen, die nur noch mit geziel­ten Übun­gen, Mas­sa­gen oder medi­ka­men­tös gelöst wer­den kön­nen. Am bes­ten man ver­mei­det so weit wie mög­lich das Pro­blem und opti­miert sei­nen Arbeits­platz gemäß der Bild­schirm­ar­beits­platz­ver­ord­nung. Liegt die Ursa­che nicht hier, könn­te es auch an einer ungüns­ti­gen Schlaf­hal­tung oder Schlaf­man­gel lie­gen, was sich durch eine opti­mier­te Matrat­ze, durch das rich­ti­ge Kis­sen oder ein ver­bes­ser­tes Raum­kli­ma behe­ben lässt.
  • Man­che Men­schen reagie­ren auf bestimm­te Wet­ter­phä­no­me­ne oder Wet­ter­wech­sel mit Kopf­schmer­zen oder sogar Migrä­ne.
  • Emp­find­li­che Men­schen kön­nen auch auf bestimm­te Nah­rungs­mit­tel oder Zusatz­stof­fe in Lebens­mit­teln reagie­ren.
  • Bekannt ist auch die Reak­ti­on auf über­mä­ßi­gen Alko­hol-, Tabak- und Schmerz­mit­tel­kon­sum. Nicht nur des­halb soll­te man den Kon­sum in Gren­zen hal­ten.
  • Stress hat vie­le nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen und ist häu­fi­ge Ursa­che für Kopf­schmer­zen.

Kopfschmerz ist manchmal das Symptom einer Krankheit

In man­chen Fäl­len sind Kopf­schmer­zen Sym­pto­me erns­ter Erkran­kun­gen, die einer medi­zi­ni­schen Abklä­rung bedür­fen. Wer Kopf­schmer­zen in Kom­bi­na­tio­nen mit ande­ren spe­zi­fi­schen Sym­pto­men bei sich fest­stellt, soll­te nicht lan­ge zögern und zu Haus­mit­teln grei­fen, son­dern umge­hend pro­fes­sio­nel­le Hil­fe suchen.

Ursa­chen für sekun­dä­re Kopf­schmer­zen:

  • Glau­kom Anfall: plötz­li­che mas­si­ve Stei­ge­rung des Augen­drucks. Zu den Sym­pto­men gehö­ren neben star­ken Kopf­schmer­zen auch Schmer­zen im betrof­fe­nen Auge, der sogar in Brust und Arm aus­strah­len kann. Bei leich­tem Druck auf das geschlos­se­ne Lid fühlt sich das betrof­fe­ne Auge wesent­lich fes­ter als üblich an. Unbe­han­delt kann dies zur Zer­stö­rung des Seh­nervs und damit zur Erblin­dung füh­ren.
  • Gehirnhautentzündung/Meningitis: Sie kann durch Viren oder sel­te­ner durch Bak­te­ri­en ver­ur­sacht wer­den. Ers­te Sym­pto­me sind Fie­ber, Kopf­schmer­zen und Nacken­stei­fig­keit. Eine bak­te­ri­el­le Menin­gi­tis ist ein unbe­ding­ter Not­fall und muss sofort in einem Kran­ken­haus behan­delt wer­den.
  • Tri­ge­mi­nus­neur­al­gie: meist sehr kur­ze extre­me Schmer­zen der Gesichts­ner­ven. Sie kön­nen manch­mal durch Erkran­kun­gen wie Hirn­tu­mo­ren oder Mul­ti­pler Skle­ro­se aus­ge­löst wer­den.
  • Zahn­wur­zel­ent­zün­dung: Kann durch fort­ge­schrit­te­ne Kari­es oder durch Bak­te­ri­en in erwei­ter­ten Zahn­fleisch­taschen ent­ste­hen. Die Kopf­schmer­zen gehen mit einer geschwol­le­nen Wan­ge, Zahn­schmer­zen und even­tu­ell einem all­ge­mei­nen Krank­heits­ge­fühl ein­her.
  • Carotisstenose/Verengung der Hals­schlag­ader: Kommt bei jun­gen Men­schen sel­ten vor, häuft sich aller­dings bei den über 80 Jäh­ri­gen. Der Kopf­schmerz kann von Seh- und Sprach­stö­run­gen beglei­tet wer­den. Die Sym­pto­me kön­nen even­tu­ell auch nur sehr kurz auf­tre­ten. Eine Abklä­rung ist ange­ra­ten, da dies unbe­han­delt zu einem Schlag­an­fall füh­ren kann.

Es gibt noch vie­le wei­te­re Erkran­kun­gen, bei denen Kopf­schmer­zen ein Sym­ptom dar­stel­len kann. Auch hier gilt, wenn er län­ger anhält oder extrem stark ist oder mit ande­ren Sym­pto­men ein­her­geht, soll­te man das Gan­ze bes­ser ärzt­lich abklä­ren las­sen.