Impfungen – Informationen, Empfehlungen, Risiken und mehr

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18.07.2019 Lesezeit: 27 Minuten

Imp­fun­gen gehö­ren zu den grund­le­gen­den Maß­nah­men der Gesund­heits­prä­ven­ti­on, denn durch sie sol­len ver­schie­de­ne Infek­ti­ons­krank­hei­ten ver­mie­den wer­den. Eine Imp­fung bie­tet jedoch nicht nur der geimpf­ten Per­son einen wirk­sa­men Schutz, son­dern auch der All­ge­mein­heit, indem die wei­te­re Ver­brei­tung einer bestimm­ten Krank­heit ver­rin­gert oder gar voll­stän­dig gestoppt wer­den kann.

In die­sem Arti­kel infor­mie­ren wir Sie umfas­send über alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zum The­ma Imp­fen.

Das Wich­tigs­te in Kür­ze:
  • Imp­fun­gen bie­ten einen hoch­wirk­sa­men und umfang­rei­chen Schutz vor gefähr­li­chen und hoch­an­ste­cken­den Erkran­kun­gen.
  • Imp­fun­gen zie­len nicht nur auf den Eigen­schutz, son­dern die­nen auch dem Schutz der All­ge­mein­heit, indem sie Leben ret­ten und die Aus­brei­tung Krank­hei­ten ver­hin­dern.
  • Schutz­imp­fun­gen wer­den in der Regel sehr gut ver­tra­gen, Impf­zu­sät­ze wer­den als gesund­heit­lich unbe­denk­lich ein­ge­stuft und erfül­len wich­ti­ge Zwe­cke.
  • Imp­fun­gen belas­ten das mensch­li­che Immun­sys­tem nicht.
  • Kom­bi­na­ti­ons­imp­fun­gen sind kei­ne Belas­tung für das kind­li­che Immun­sys­tem.
Impfungen können vor gefährlichen Infektionskrankheiten schützen.
Impfungen – Informationen, Empfehlungen, Risiken und mehr

Inhalts­ver­zeich­nis

Die Geschichte des Impfens

In ihrem frü­hen Sta­di­um war die Schutz­imp­fung fest mit der Prä­ven­ti­on einer ganz bestimm­ten Krank­heit ver­bun­den, näm­lich der Pocken.

Im alten Chi­na wur­de um das Jahr 1000 die Beob­ach­tung gemacht, dass nach einer bereits über­stan­den Pocken-Imp­fung eine soge­nann­te Immu­ni­tät, also ein Frei­sein von die­ser Krank­heit bestand. Aus die­sem Grun­de wur­de damit begon­nen, klei­ne Kin­der künst­lich mit den Pocken zu infi­zie­ren, um sie vor einer erneu­ten Anste­ckung zu schüt­zen. Die­se Vor­ge­hens­wei­se war jedoch mit sehr gro­ßen Risi­ken und Gefah­ren ver­bun­den.

Dem eng­li­schen Land­arzt Edward Jen­ner gelang es, Ende des 18. Jahr­hun­derts eine weni­ger gefähr­li­che Metho­de des Imp­fens zu eta­blie­ren. Er bemerk­te, dass mit harm­lo­sen Kuh­po­cken infi­zier­te Land­ar­bei­ter auch von den Men­schen­po­cken, die in den meis­ten Fäl­len töd­lich ver­lie­fen, ver­schont blie­ben. Aus die­ser Erkennt­nis lei­te­te er ab, dass durch eine geziel­te Infek­ti­on mit den Kuh­po­cken den Men­schen ein wirk­sa­mer Schutz vor der Erkran­kung gebo­ten wer­den konn­te. Die­se geziel­te Infek­ti­on soll­te in Form einer Vak­zi­na­ti­on, also einer Imp­fung erfol­gen. Im Jahr 1796 führ­te Jen­ner die ers­te Pocken-Schutz­imp­fung an einem acht­jäh­ri­gen Jun­gen durch und begrün­de­te somit die akti­ve Immu­ni­sie­rung: Bei die­ser Metho­de wird der mensch­li­che Kör­per zur selbst­stän­di­gen Bil­dung von spe­zi­el­len Abwehr­stof­fen ange­regt.

Da die Schutz­wir­kung noch sehr gering und der Impf­stoff nicht stan­dar­di­siert war, blieb die Pocken­imp­fung jedoch über Jahr­zehn­te umstrit­ten. Gute Impf­re­sul­ta­te zeig­ten sich erst im 20. Jahr­hun­dert durch die Ein­füh­rung des gefrier­ge­trock­ne­ten Impf­stoffs. Die Rate der Neben­wir­kun­gen blieb aber wei­ter­hin noch sehr hoch.

Da sich die Pocken­krank­heit jedoch zuneh­mend aus­brei­te­te und zahl­rei­che Men­schen dar­an ver­star­ben, wur­de die Imp­fung auch in den west­li­chen Län­dern ein­ge­führt. Im Jahr 1807 wur­de in Hes­sen die ers­te Pocken­imp­fung durch­ge­führt. Am 8. April 1874 wur­de die Pocken­imp­fung mit Käl­ber­lym­phe durch das Reichsimpf­ge­setz von der deut­schen Regie­rung zur Pflicht­imp­fung erklärt. Gleich­zei­tig wur­de Bür­gern, die durch die Schutz­imp­fung gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gun­gen erlit­ten, eine Ent­schä­di­gung zuge­si­chert. Bei nicht weni­gen geimpf­ten Per­so­nen kam es näm­lich zu schwe­ren Neben­wir­kun­gen wie bei­spiels­wei­se der gefürch­te­ten und töd­lich ver­lau­fen­den Imp­f­en­ze­pha­li­tis oder schwe­ren kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behin­de­run­gen.

Auf Grund­la­ge der Erkennt­nis­se von Edward Jen­ner stell­te der fran­zö­si­sche Che­mi­ker Lou­is Pas­teur (1822 – 1895) sei­ne wei­te­ren For­schun­gen an und iden­ti­fi­zier­te Mikro­ben als Haupt­ur­sa­che für Krank­hei­ten. Im Jahr 1880 gelang es Pas­teur, erst­ma­lig einen Impf­stoff gegen die Cho­le­ra-Erkran­kung bei Hüh­nern her­zu­stel­len. 1884 gelang zum ers­ten Mal durch eine Imp­fung die Hei­lung eines mit Toll­wut infi­zier­ten Pati­en­ten. Pas­teur führ­te spe­zi­el­le immu­no­lo­gi­sche Model­le ein und eta­blier­te zudem die ers­ten Ver­fah­ren zur Her­stel­lung von Impf­stof­fen. Auch die Fach­be­zeich­nung für Imp­fun­gen mit toten und leben­den Erre­gern, Vak­zi­na­ti­on, geht auf ihn zurück.

Basie­rend auf den Arbei­ten von Lou­is Pas­teur wur­de die Impf­stoff­ent­wick­lung wei­ter vor­an­ge­trie­ben.

Gegen die gro­ßen Seu­chen wur­den schließ­lich wirk­sa­me Impf­stof­fe ent­wi­ckelt und ange­wen­det:

  • 1798: Pocken
  • 1884: Toll­wut
  • 1897: Pest
  • 1925: Diph­the­rie
  • 1927: Tuber­ku­lo­se
  • 1927: Wund­starr­krampf
  • 1937: Gelb­fie­ber

Im Jahr 1926 wur­den die ers­ten Impf­ver­su­che gegen Keuch­hus­ten gestar­tet. Die wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se schrit­ten immer wei­ter vor­an, sodass nach dem Zwei­ten Welt­krieg wei­te­re Impf­stof­fe gegen Virus­krank­hei­ten ent­wi­ckelt wur­den:

  • 1955: Tot­impf­stoff gegen Kin­der­läh­mung
  • 1962: Lebend­impf­stoff gegen Kin­der­läh­mung
  • 1964: Masern
  • 1967: Mumps
  • 1970: Röteln
  • 1981: Hepa­ti­tis B.

Erfolg­rei­che Schutz­imp­fun­gen gegen ande­re Erkran­kun­gen wur­den erst im spä­ten 19. und 20. Jahr­hun­dert ent­wi­ckelt. Vie­le Bemü­hun­gen sind bis zum heu­ti­gen Tage trotz inten­sivs­ter wis­sen­schaft­li­cher For­schun­gen noch nicht geglückt, so bei­spiels­wei­se eine wirk­sa­me Schutz­imp­fung gegen AIDS.

Gemäß den Anga­ben des Robert Koch-Insti­tuts sind in den ver­gan­ge­nen zehn bis zwölf Jah­ren rund 190.000 Men­schen an Infek­ti­ons­krank­hei­ten gestor­ben, gegen die es wirk­sa­me Impf­stof­fe gibt. Die Zah­len die­ser Impf­mü­dig­keit sind lei­der erschüt­ternd.

Ablauf und Funktionsweise – was passiert eigentlich bei einer Schutzimpfung?

Imp­fun­gen schüt­zen nicht nur die geimpf­te Per­son, son­dern auch die All­ge­mein­heit. Dadurch ent­steht eine soge­nann­te „Her­denim­mu­ni­tät“.

Das Immun­sys­tem des Men­schen ist eine grund­le­gend wich­ti­ge Abwehr gegen aller­lei Krank­heits­er­re­ger, Viren und Bak­te­ri­en. Eine Abwehr­stra­te­gie des Kör­pers ist die Bil­dung soge­nann­ter Anti­kör­per, nach dem Kon­takt mit krank­ma­chen­den Erre­gern. Zudem ist die Immun­ab­wehr des Men­schen in der Lage, soge­nann­te „Gedächt­nis­zel­len“ zu bil­den, die Krank­heits­er­re­ger auch noch nach vie­len Jah­ren iden­ti­fi­zie­ren und rasch bekämp­fen kön­nen.

Das Immun­sys­tem kann also ler­nen, auf bestimm­te Erre­ger mit einer geziel­ten Abwehr­re­ak­ti­on zu ant­wor­ten: Die­se Erkennt­nis ist gleich­zei­tig die Basis­idee der Imp­fung. Abge­tö­te­te oder abge­schwäch­te Erre­ger wer­den durch eine Injek­ti­on in den mensch­li­chen Orga­nis­mus ein­ge­schleust. Sie rufen kei­ne Infek­ti­ons­krank­heit her­vor, viel­mehr reagiert der Kör­per auf die­se Ein­dring­lin­ge mit der Bil­dung spe­zi­el­ler Gedächt­nis­zel­len und Anti­kör­per. Die Imp­fung ist für das Immun­sys­tem also wie ein „Trai­ning“ gegen die jewei­li­ge Erkran­kung.

Impfstoffe und ihre Unterscheidung

Für den Impf­schutz gegen diver­se Infek­ti­ons­er­kran­kun­gen ste­hen ver­schie­de­ne Impf­stoff­ar­ten zur Ver­fü­gung. Hier­bei fin­det vor allem eine Klas­si­fi­zie­rung in fol­gen­den Grup­pen statt:

  1. Tot­impf­stof­fe – inak­ti­vier­te Impf­stof­fe: Die­se Impf­stof­fe bestehen aus­schließ­lich aus abge­tö­te­ten Krank­heits­er­re­gern, die sich nicht wei­ter ver­meh­ren kön­nen. Tot­impf­stof­fe kön­nen auch nur Bestand­tei­le die­ser abge­tö­te­ten Erre­ger ent­hal­ten. Der Kör­per iden­ti­fi­ziert die­se Krank­heits­er­re­ger als „frem­den Ein­dring­lin­ge“ und regt die Immun­ab­wehr zur Bil­dung von Anti­kör­pern an, ohne dass die jewei­li­ge Krank­heit tat­säch­lich aus­bricht. Zu den inak­ti­vier­ten Impf­stof­fen gehö­ren:
  2. Diph­the­rie
  3. Hepa­ti­tis B
  4. Haemo­phi­lus influ­en­zae Typ B
  5. Kin­der­läh­mung
  6. Teta­nus
  7. Keuch­hus­ten

2.Lebend­impf­stof­fe – abge­schwäch­te Impf­stof­fe: In die­sen Impf­stof­fen sind gerin­ge Men­gen ver­meh­rungs­fä­hi­ger Erre­ger ent­hal­ten. Die­se sind jedoch so abge­schwächt, dass sie      nicht zu einem Aus­bruch der Erkran­kung füh­ren kön­nen. Nur in äußerst sel­te­nen Fäl­len kann es zu einer leich­ten „Impf­krank­heit“ kom­men wie bei­spiels­wei­se bei den soge­nann­ten  Impf­ma­sern: Das ist ein schwa­cher, masern­ähn­li­cher Haut­aus­schlag, der unge­fähr zehn Tage nach der Schutz­imp­fung auf­tre­ten kann. Er ist nicht infek­ti­ös und heilt von allei­ne wie­der ab.

Zu den abge­schwäch­ten Lebend­impf­stof­fen gehö­ren:

  1. 1.Masern
  2. Röteln
  3. Mumps
  4. Wind­po­cken

Welche Körperposition wird beim Impfen empfohlen?

  • Klei­ne Kin­der, die das 3. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben, soll­ten wäh­rend der Schutz­imp­fung am bes­ten auf den Arm oder auf den Schoß genom­men wer­den. Zur Beru­hi­gung emp­fiehlt es sich, die Klei­nen nach der Injek­ti­on zu schau­keln und zu kuscheln.
  • Kin­der ab dem 3. Lebens­jahr sowie Jugend­li­che und erwach­se­ne Per­so­nen soll­ten wäh­rend der Schutz­imp­fung im Ide­al­fall auf­recht sit­zen. Kin­der dür­fen sich noch auf den Schoß der Eltern set­zen, die sie beim Still­hal­ten der Glied­ma­ßen unter­stüt­zen kön­nen und auch sol­len.
  • Im Lie­gen kön­nen Per­so­nen geimpft wer­den, die schon ein­mal wäh­rend einer Schutz­imp­fung oder einer ande­ren medi­zi­ni­schen Maß­nah­me ohn­mäch­tig gewor­den sind.

Impfkalender – wann sind Schutzimpfungen notwendig?

Imp­fun­gen sind grund­le­gend wich­ti­ge Vor­sor­ge­maß­nah­men, um Infek­ti­ons­er­kran­kun­gen zu ver­hin­dern. Die meis­ten Schutz­imp­fun­gen erfol­gen bereits im frü­hen Kin­des­al­ter. Auch Jugend­li­che und erwach­se­ne Men­schen soll­ten die Impf­ter­mi­ne jedoch ein­hal­ten, um von einem lang­fris­ti­gen und wirk­sa­men Schutz zu pro­fi­tie­ren.

Der Impf­ka­len­der gibt einen umfas­sen­den Über­blick über die wich­ti­gen Schutz­imp­fun­gen für Babys, Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne. Die­ser Kalen­der wird von der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on (STIKO) des Robert Koch-Insti­tuts ste­tig aktua­li­siert und neu ver­öf­fent­licht.

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Schutzimpfungen für Babys – auf einen Blick

Die Impf­ri­si­ken für Babys sind äußerst gering.

Ins­be­son­de­re Säug­lin­ge brau­chen einen umfas­sen­den Schutz vor bestimm­ten Erkran­kun­gen, denn ihre Immun­ab­wehr ist noch nicht voll­stän­dig aus­ge­bil­det. Eine Schutz­imp­fung akti­viert die kör­per­ei­ge­nen Immun­ab­wehr­kräf­te, sodass sich der Orga­nis­mus der Kleins­ten vor Bedro­hun­gen schüt­zen kann. Die indi­vi­du­el­len Risi­ken sind für gesun­de Babys äußerst gering.

Im Impf­ka­len­der hat die STIKO die emp­foh­le­nen Schutz­imp­fun­gen für Säug­lin­ge über­sicht­lich zusam­men­ge­fasst. In die­sem Kalen­der fin­det sich auch der vor­ge­schla­ge­ne Zeit­raum für die Grund­im­mu­ni­sie­rung sowie für die wei­te­ren Auf­fri­schun­gen. Die­se sind gestaf­felt nach dem Lebens­al­ter des Kin­des in Mona­ten und Jah­ren.

Die 6-fach-Impfung – der Basisschutz

Beim Baby müs­sen nicht alle Schutz­imp­fun­gen ein­zeln vor­ge­nom­men wer­den. Eine ers­te Grund­im­mu­ni­sie­rung im Säug­lings­al­ter – in Form der soge­nann­ten 6-fach-Imp­fung – bie­tet den not­wen­di­gen Schutz vor gefähr­li­chen Krank­hei­ten.

Die Imp­fung immu­ni­siert gegen fol­gen­de Erkran­kun­gen:

  • Teta­nus (Wund­starr­krampf): Die Krank­heit äußert sich vor allem durch Krämp­fe der Gesichts- und Brust­mus­ku­la­tur. Die Krämp­fe kön­nen im schlimms­ten Fall zum Ersti­ckungs­tod oder zum Herz­ver­sa­gen füh­ren.
  • Kin­der­läh­mung (Polio): Die­se Krank­heit äußert sich im Anfangs­sta­di­um durch eine grip­pe­ähn­li­che Sym­pto­ma­tik. Im wei­te­ren Ver­lauf kom­men Läh­mungs­er­schei­nun­gen der Glied­ma­ßen hin­zu. Auch die Schluck-, Sprech- und Atem­mus­keln kön­nen betrof­fen sein. Die­se gefähr­li­che Krank­heit fes­sel­te in der Ver­gan­gen­heit zahl­rei­che Kin­der an den Roll­stuhl.
  • Keuch­hus­ten: Für Säug­lin­ge ist die­se Krank­heit beson­ders gefähr­lich: Bei rund einem Pro­zent aller Babys unter sechs Mona­ten kann Keuch­hus­ten zu Atem­still­stän­den und infol­ge­des­sen zum Tod füh­ren.
  • Haemo­phi­lus Influ­en­zae Typ B: Die­ser Krank­heits­er­re­ger führt zu einer Lun­gen- und Gehirn­haut­ent­zün­dung sowie zu einer Blut­ver­gif­tung. Ins­be­son­de­re im ers­ten Lebens­jahr kön­nen Säug­lin­ge lebens­ge­fähr­li­che Kom­pli­ka­tio­nen dro­hen, wenn sie an die­sem Erre­ger erkran­ken.
  • Hepa­ti­tis B: Säug­lin­ge erkran­ken in der Regel sel­te­ner an die­ser Krank­heit, wenn es jedoch ein­mal pas­siert, blei­ben lebens­lan­ge Beschwer­den zurück. Beson­ders die Leber wird im wei­te­ren Krank­heits­ver­lauf stark geschä­digt.
  • Diph­the­rie: Die­se Erkran­kung bewirkt eine deut­li­che Anschwel­lung des Hals­be­rei­ches, die so weit aus­ge­prägt sein kann, dass ein kom­plet­ter Atem­wegs­ver­schluss vor­liegt. Der Krank­heits­er­re­ger ist toxisch und fügt den inne­ren Kör­per­or­ga­nen mas­si­ven Scha­den zu: Herz­ent­zün­dun­gen und Läh­mun­gen des Ner­ven­sys­tems sind mög­li­che Fol­gen der Diph­the­rie. Die­se gefähr­li­che Krank­heit über­trägt sich leicht über die Tröpf­chen­in­fek­ti­on.

Ins­ge­samt gibt es bis zum 15. Lebens­mo­nat vier Impf-Ter­mi­ne. Zwi­schen dem neun­ten und dem sieb­zehn­ten Lebens­jahr emp­feh­len Exper­ten der STIKO eine Auf­fri­schung der Schutz­imp­fung.

Masern, Mumps und Röteln – MMR-Impfung

In der Regel äußern sich Masern durch Hus­ten­an­fäl­le, Haut­aus­schlä­ge und star­ke Fie­ber­schü­be. Mumps führt hin­ge­gen vor­ran­gig zu einer Ohr­spei­chel­drü­sen-Ent­zün­dung.

Röteln rufen fol­gen­de Sym­pto­me her­vor:

  • geschwol­le­ne Lymph­kno­ten
  • fle­cki­ger Haut­aus­schlag

Gegen die­se drei Kin­der­krank­hei­ten steht eine soge­nann­te Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung zur Ver­fü­gung, das bedeu­tet, dass eine Injek­ti­on gegen alle drei Krank­hei­ten schützt. Die ers­te Imp­fung erfolgt in der Regel zwi­schen dem 11. und dem 14. Lebens­mo­nat. Die Auf­fri­schung folgt anschlie­ßend zwi­schen dem 15. und dem 23. Lebens­mo­nat. Somit besteht eine lebens­lan­ge Immu­ni­tät gegen die­se Erkran­kun­gen.

Windpocken-Schutzimpfung

Die Vari­zel­len, auch als Wind­po­cken bekannt, sind hoch­an­ste­cken­de Erre­ger. Sie über­tra­gen sich in ers­ter Linie per Tröpf­chen­in­fek­ti­on von Mensch zu Mensch, das heißt, über das Nie­sen, Hus­ten oder Spre­chen. Cha­rak­te­ris­tisch für die­se Krank­heit sind rote, lin­sen­gro­ße Fle­cken auf der Haut.

Seit dem Jahr 2004 emp­fiehlt die STIKO daher die Wind­po­cken-Imp­fung.

Polio-Impfung

Die gefähr­li­chen Polio-Viren befal­len vor allem die graue Rücken­mark­sub­stanz, was zu lebens­lan­gen Läh­mun­gen füh­ren kann. In Deutsch­land konn­te die letz­te gro­ße Erkran­kungs­wel­le mit mehr als 9.000 regis­trier­ten Fäl­len in den Jah­ren 1960 und 1961 ver­zeich­net wer­den. Zuletzt wur­den in die Bun­des­re­pu­blik im Jahr 1992 Polio-Viren aus Indi­en und Ägyp­ten ein­ge­schleppt. In Euro­pa gilt die­se Erkran­kung jedoch wei­test­ge­hend als aus­ge­rot­tet. Damit das so bleibt, soll­ten die Schutz­imp­fun­gen wei­ter­hin ver­ant­wor­tungs­be­wusst durch­ge­führt wer­den.

Frü­her war die Polio-Imp­fung eine soge­nann­te Schluck­imp­fung. Heut­zu­ta­ge wird der Impf­stoff inji­ziert.

Babys im Alter von 6 Wochen

Mit Voll­endung der 6. Lebens­wo­che soll­te unbe­dingt eine ers­te Grund­im­mu­ni­sie­rung gegen Rota­vi­ren beim Säug­ling statt­fin­den. In einem zeit­li­chen Abstand von min­des­tens vier Wochen sind zwei bis drei wei­te­re Schluck­imp­fun­gen erfor­der­lich.

Babys im Alter von 2 Monaten

Mit Voll­endung des zwei­ten Lebens­mo­nats wer­den Säug­lin­ge gegen Keuch­hus­ten, Diph­the­rie, Teta­nus, Hepa­ti­tis B, Kin­der­läh­mung und Hib (Haemo­phi­lus influ­en­zae Typ B) geimpft. Die­ser Schutz kann durch die hoch­wirk­sa­me 6-fach-Imp­fung gewähr­leis­tet wer­den.

Im zwei­ten Lebens­mo­nat erhal­ten Babys zudem eine ers­te Schutz­imp­fung gegen Pneu­mo­kok­ken sowie die zwei­te Rota­vi­ren-Schutz­imp­fung.

Babys im Alter von 3 Monaten

Drei Mona­te alte Babys bekom­men die Auf­fri­schungs­imp­fung gegen die Krank­hei­ten Diph­the­rie, Teta­nus, Hib, Keuch­hus­ten, Hepa­ti­tis und Kin­der­läh­mung. Eben­falls erhal­ten die Klei­nen in die­ser Alters­stu­fe die drit­te Rota­vi­ren-Schutz­imp­fung, die jedoch auch noch bis zum vier­ten Lebens­mo­nat auf­ge­scho­ben wer­den kann, falls berech­tig­te Grün­de dafür­spre­chen.

Babys im Alter von 4 Monaten

Im 4. Lebens­mo­nat bekom­men Babys die drit­te Grund­im­mu­ni­sie­rung gegen Diph­the­rie, Keuch­hus­ten, Teta­nus, Hepa­ti­tis B, Hib und Kin­der­läh­mung. Zusätz­lich fin­det in die­ser Alters­stu­fe eine wei­te­re Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung statt.

Babys zwischen dem 11. und dem 14. Lebensmonat

In die­ser Lebens­pha­se erhal­ten die Kin­der ihre vier­te Grund­im­mu­ni­sie­rung gegen Diph­the­rie, Keuch­hus­ten, Teta­nus, Hepa­ti­tis B, Hib und Kin­der­läh­mung. In die­ser Alters­stu­fe wird auch der Pneu­mo­kok­ken-Schutz durch eine drit­te Schutz­imp­fung ver­voll­stän­digt.

Mit Voll­endung des 12. Lebens­mo­nats kön­nen Kin­der zudem gegen Menin­go­kok­ken geimpft wer­den. Auch die Wind­po­cken-Schutz­imp­fung sowie die MMR-Imp­fung (Masern, Mumps & Röteln) wird zwi­schen dem 11. und dem 14. Lebens­mo­nat begon­nen.

Babys zwischen dem 15. und dem 23. Lebensmonat

In die­ser Alters­pha­se kön­nen mög­li­cher­wei­se ver­säum­te Schutz­imp­fun­gen nach­ge­holt wer­den. Hier­zu gehört zum einen die 6-fach-Imp­fung aber auch die Schutz­imp­fung gegen Pneu­mo­kok­ken. Des Wei­te­ren bekom­men Kin­der ihre zwei­te Menin­go­kok­ken-Imp­fung sowie die zwei­te 3-fach-Imp­fung gegen Masern, Mumps und Röteln.

Auch eine zwei­te Wind­po­cken-Imp­fung ist in die­ser Alters­stu­fe vor­ge­se­hen.

Welchen Sinn und welche Wirkung haben Kombinationswirkstoffe?

Kom­bi­na­ti­ons­imp­fun­gen ermög­li­chen weni­ger Impf­ter­mi­ne und ver­min­dern somit die Belas­tung für den Orga­nis­mus.

Bereits seit län­ge­rer Zeit gibt es für bestimm­te Infek­ti­ons­krank­hei­ten soge­nann­te Kom­bi­na­ti­ons­imp­fun­gen. Die Impf­stof­fe die­ser Injek­tio­nen wir­ken gleich­zei­tig gegen meh­re­re Krank­heits­er­re­ger: Eine ein­zi­ge Imp­fung bie­tet also einen hoch­wirk­sa­men Schutz gegen meh­re­re Erkran­kun­gen.

Vie­le Eltern fra­gen sich, ob eine 4-fach- oder 6-fach-Imp­fung nicht zu viel für ein klei­nes Baby ist. Das Immun­sys­tem der Kleins­ten hat beson­ders in den ers­ten Lebens­mo­na­ten noch kei­ne Erfah­rung mit der wirk­sa­men Abwehr von krank­ma­chen­den Erre­gern. In die­ser Zeit pro­fi­tiert das Baby noch vom soge­nann­ten Nest­schutz. Dar­un­ter ist Fol­gen­des zu ver­ste­hen: Die Anti­kör­per, die das Immun­sys­tem der Mut­ter in ihrem bis­he­ri­gen Leben gegen ver­schie­de­ne Krank­heits­er­re­ger aus­ge­bil­det hat, gehen auf das Baby über. In der Zeit der Schwan­ger­schaft erfolgt dies über die Pla­zen­ta, in der Still­zeit bekommt das Baby die­se Anti­kör­per über die Mut­ter­milch. Für den Säug­ling wir­ken die­se müt­ter­li­chen Anti­kör­per wie ein Schutz­schild.

Vie­le Erkran­kun­gen haben jedoch einen so schwe­ren Krank­heits­ver­lauf, dass es äußerst wich­tig ist, das Baby früh­zei­tig dage­gen zu schüt­zen. Sobald Kin­der eine Kita oder den Kin­der­gar­ten besu­chen, kom­men sie in Kon­takt mit ande­ren Kin­dern und dem­zu­fol­ge auch mit ver­schie­de­nen Krank­heits­er­re­gern, die sich in Win­des­ei­le aus­brei­ten kön­nen. Daher ist es grund­le­gend wich­tig, dass nicht nur die Kin­der geimpft sind, son­dern auch ihre Eltern und Erzie­her. Für die­sen Zweck sind Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fe ide­al.

Es klingt zunächst ein­mal nach einer sehr gro­ßen Her­aus­for­de­rung für die mensch­li­che Immun­ab­wehr, gegen sechs ver­schie­de­ne Erre­ger auf ein­mal zu imp­fen. Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fe wer­den jedoch bereits seit über 50 Jah­ren ein­ge­setzt und in all der Zeit gibt es kei­ner­lei Hin­wei­se auf eine Über­las­tung des Immun­sys­tems durch die­se Schutz­imp­fun­gen.

Ganz im Gegen­teil: In den heu­te ver­füg­ba­ren Impf­stof­fen sind nur ein­zel­ne Kom­po­nen­ten der Erre­ger ent­hal­ten. Im frü­he­ren Monoimpf­stoff waren deut­lich mehr Erre­ger­be­stand­tei­le not­wen­dig, um einen hoch­wirk­sa­men Erkran­kungs­schutz sicher­stel­len zu kön­nen.

Das liegt bei­spiels­wei­se dar­an, dass die heu­ti­gen Impf­stof­fe hoch­ge­r­ei­nigt sind und die zur Anwen­dung kom­men­den Zusatz­stof­fe die Immun­sys­tem­ant­wort bes­ser unter­stüt­zen.

Die­se Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fe hal­ten die Anzahl der Imp­fun­gen gering und gewähr­leis­ten den­noch einen umfas­sen­den Schutz vor gefähr­li­chen Infek­ti­ons­krank­hei­ten. Auch die oft­mals befürch­te­ten Neben­wir­kun­gen sind bei den moder­nen Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fen nicht zu beob­ach­ten und tre­ten kei­nes­falls häu­fi­ger als bei den frü­he­ren Monoimpf­stof­fen auf. Viel­mehr ist die inji­zier­te Men­ge an Zusatz- und Begleit­stof­fen deut­lich gerin­ger, denn durch die Kom­bi­na­ti­ons­imp­fun­gen wer­den auch weni­ger Injek­tio­nen ver­ab­reicht.

Weni­ger Impf­ter­mi­ne sind gleich­zei­tig ein wich­ti­ger Schritt für einen wirk­sa­me­ren Schutz. Nicht sel­ten kommt es im stres­si­gen All­tag vor, dass Imp­fun­gen ein­fach ver­ges­sen wer­den. Je weni­ger Ter­mi­ne hier im Blick behal­ten wer­den müs­sen, des­to weni­ger kann auch ver­ges­sen wer­den.

Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche

Auch für Kin­der und Jugend­li­che gibt es sehr wich­ti­ge Schutz­imp­fun­gen, die unbe­dingt gewis­sen­haft durch­ge­führt wer­den müs­sen.

Kinder zwischen dem 2. und dem 4. Lebensjahr

In die­ser Lebens­pha­se besteht noch die Mög­lich­keit, ver­pass­te Schutz­imp­fun­gen nach­zu­ho­len. Hier­zu gehö­ren:

  • Die 6-fach-Imp­fung gegen Keuch­hus­ten, Diph­the­rie, Teta­nus, Hepa­ti­tis B, Kin­der­läh­mung und Hib (Haemo­phi­lus influ­en­zae Typ B).
  • Die MMR-3-fach-Imp­fung gegen Masern, Mumps und Röteln.
  • Wind­po­cken-Schutz­imp­fung

Kinder zwischen dem 5. und dem 6. Lebensjahr

Zwi­schen dem fünf­ten und dem sechs­ten Lebens­jahr ste­hen die Auf­fri­schungs-Imp­fun­gen für Keuch­hus­ten, Teta­nus und Diph­the­rie auf dem Impf­plan.

Auch hier ist es jedoch noch mög­lich, ver­pass­te Imp­fun­gen nach­zu­ho­len, so bei­spiels­wei­se gegen Hepa­ti­tis B, Mumps, Masern, Röteln, Wind­po­cken, Kin­der­läh­mung oder auch gegen Menin­go­kok­ken.

Heranwachsende zwischen dem 9. und dem 14. Lebensjahr

In die­ser Alters­pha­se kann die zwei­te Auf­fri­schungs­imp­fung gegen Keuch­hus­ten, Teta­nus und Diph­the­rie erfol­gen. Her­an­wach­sen­de, die noch kei­nen Impf­schutz gegen Hepa­ti­tis B oder Kin­der­läh­mung haben, kön­nen das in die­ser Alters­pha­se nach­ho­len.

Eine wei­te­re wich­ti­ge Maß­nah­me in die­ser Alters­pha­se ist die Imp­fung gegen Gebär­mut­ter­hals­krebs (HPV) für Mäd­chen und auch für Jun­gen. Erfolgt die ers­te HPV-Imp­fung in die­ser Alters­stu­fe sind zwei Injek­tio­nen in einem zeit­li­chen Abstand von min­des­tens fünf Mona­ten aus­rei­chend für einen wirk­sa­men Schutz. Spä­tes­tens bis zum 17. Lebens­jahr soll die­se Imp­fung nach­ge­holt wer­den, falls sie ver­säumt wird.

Bei Nach­hol-Imp­fun­gen gibt es fol­gen­des zu beach­ten: Erfolgt bei­spiels­wei­se die ers­te Imp­fung vor der Voll­endung des 14. Lebens­jah­res sind drei Impf­do­sen erfor­der­lich:

  • Injek­ti­on vor dem 14. Lebens­jahr
  • Injek­ti­on nach 1 Monat
  • Injek­ti­on nach wei­te­ren 6 Mona­ten

Lesen Sie hier wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über die huma­nen Papil­lom­vi­ren, HPV.

Jugendliche zwischen dem 15. und dem 17. Lebensjahr

In die­ser Alters­stu­fe erfolgt die zwei­te Auf­fri­schungs­imp­fung gegen Keuch­hus­ten, Teta­nus und Diph­the­rie, falls sie nicht bereits zwi­schen dem 9. und dem 14. Lebens­jahr durch­ge­führt wur­de. Des Wei­te­ren wer­den Jugend­li­che noch ein wei­te­res Mal gegen Kin­der­läh­mung geimpft. Auch feh­len­de Imp­fun­gen kön­nen und sol­len in die­ser Alters­stu­fe nach­ge­holt wer­den.

Schmerzreduktion und Ablenkung bei den Impfungen

  • Schon vor dem ers­ten Impf­ter­min des Kin­des soll­ten sich Eltern umfas­send über die anste­hen­den Schutz­imp­fun­gen und mög­li­cher­wei­se damit ver­bun­de­nen Schmer­zen infor­mie­ren. Sie soll­ten sich vom behan­deln­den Kin­der­arzt über ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten der Schmerz­re­duk­ti­on auf­klä­ren las­sen. Das heißt also, dass bereits bei der U3 ein geziel­tes Auf­klä­rungs­ge­spräch statt­fin­den kann.
  • Für Säug­lin­ge kann das Nuckeln am Schnul­ler bei­spiels­wei­se schmerz­re­du­zie­rend und beru­hi­gend wir­ken.
  • Kin­der, die das 2. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben und auch nicht mehr gestillt wer­den, kön­nen unmit­tel­bar vor der Imp­fung zwei Mil­li­li­ter einer 25-pro­zen­ti­gen Glu­ko­se­lö­sung zum Trin­ken bekom­men.
  • Kin­der, die noch gestillt wer­den, kön­nen wäh­rend der Imp­fung auch an die Brust gelegt wer­den. Wird das Baby jedoch gegen Rota­vi­ren geimpft, soll­te vor und auch wäh­rend der Injek­ti­on auf das Stil­len ver­zich­tet wer­den. Wird zu die­sem Zeit­punkt gestillt, kann das die Wir­kung der Rota­vi­ren-Schluck­imp­fung mög­li­cher­wei­se beein­träch­ti­gen und min­dern.
  • Sind die Kin­der zum Zeit­punkt der Imp­fung noch unter 10 Jah­ren, soll­ten die Eltern immer mit dabei sein.
  • 3-jäh­ri­ge Kin­der, Jugend­li­che sowie Erwach­se­ne soll­ten direkt vor der Imp­fung auf­ge­klärt wer­den, was im Rah­men der Injek­ti­on pas­siert. Ihnen soll­ten auch geeig­ne­te Stra­te­gi­en zur Angst- und Schmerz­be­wäl­ti­gung prä­sen­tiert wer­den: So hilft es bei­spiels­wei­se, die Hand der Mut­ter oder des Vaters zu drü­cken.
  • Kin­der im Alter von 6 Jah­ren soll­ten gezielt abge­lenkt wer­den, so bei­spiels­wei­se durch das Auf­bla­sen eines Luft­bal­lons, Sei­fen­bla­sen, Vide­os, Gesprä­che oder Spiel­zeug.
  • Bei erwach­se­nen Per­so­nen, die geimpft wer­den sol­len, hilft ein kur­zes Anhal­ten der Luft, um sich von mög­li­chen Schmer­zen abzu­len­ken.

Schutzimpfungen für erwachsene Personen

Erwach­se­ne haben bes­ten­falls bereits im Kin­des­al­ter vie­le grund­le­gend wich­ti­ge Schutz­imp­fun­gen erhal­ten. Doch nicht alle Imp­fun­gen bie­ten einen lebens­lan­gen Schutz. Aus die­sem Grund muss der Impf­schutz in regel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den auf­ge­frischt wer­den.

  • Polio-Imp­fun­gen bei Erwach­se­nen: Bei Rei­sen in Län­der mit einem hohen Infek­ti­ons­ri­si­ko rät die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on dazu, den Schutz der Polio-Imp­fung auf­zu­fri­schen. In sol­chen Fäl­len kann eine 4-fach-Imp­fung gegen Per­tus­sis, Diph­the­rie, Teta­nus und Polio in Anspruch genom­men wer­den.
  • Masern­imp­fung im Erwach­se­nen­al­ter: Erwach­se­ne Per­so­nen, die nach dem Jahr 1970 das Licht der Welt erblickt haben, wird eine Masern­imp­fung ange­ra­ten, ins­be­son­de­re auch dann, wenn der Impf­sta­tus unge­klärt ist.
  • Schutz­imp­fun­gen nach Voll­endung des 60. Lebens­jah­res: Men­schen ab dem 60. Lebens­jahr soll­ten die Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung durch­füh­ren las­sen. Des Wei­te­ren wird die­ser Alters­grup­pe ange­ra­ten, jähr­lich eine Grip­pe­schutz­imp­fung in Anspruch zu neh­men. Die­se bei­den Schutz­imp­fun­gen sind eben­falls sehr sinn­voll für Men­schen mit einer hohen gesund­heit­li­chen Gefähr­dung: Zu die­ser Grup­pe gehö­ren bei­spiels­wei­se Men­schen mit chro­ni­schen Lun­gen- oder Herz­krank­hei­ten, aber auch Dia­be­tes­pa­ti­en­ten.
  • FSME-Imp­fung und regel­mä­ßi­ge Auf­fri­schung: Hin­ter dem Kür­zel FSME steht die soge­nann­te „Früh­som­mer­me­nin­gi­tis“, die durch Zecken über­tra­gen wird. Der Virus löst hier eine Ent­zün­dung der Gehirn­haut aus. Daher ist es grund­le­gend wich­tig, früh­zei­tig für einen umfang­rei­chen Schutz zu sor­gen. Die FSME-Imp­fung ist hier der rich­ti­ge Weg. Ins­be­son­de­re Men­schen, die in Zecken-Risi­ko­ge­bie­ten woh­nen, soll­ten sich imp­fen las­sen. Eben­so soll­ten Per­so­nen geimpft sein, die beruf­lich mit FSME in Berüh­rung kom­men, so bei­spiels­wei­se Forst­ar­bei­ter in Zecken-Risi­ko­ge­bie­ten oder Land­wirt­schafts­ar­bei­ter. Die FSME-Imp­fung soll­te alle fünf Jah­re erneut auf­ge­frischt wer­den. Die Schutz­imp­fung besteht aus ins­ge­samt drei Injek­tio­nen, die sich über einen Zeit­raum von rund zehn bis fünf­zehn Mona­ten erstre­cken.

Schutzimpfungen in Sondersituationen

Die STIKO emp­fiehlt auch außer­halb des regu­lä­ren Impf­ka­len­ders gewis­se Schutz­imp­fun­gen, so bei­spiels­wei­se für bestimm­te Per­so­nen­grup­pen in bestimm­ten Lebens­si­tua­tio­nen wie Kin­der­wunsch, Schwan­ger­schaft, Still­zeit oder Senio­ren­al­ter.

So emp­fiehlt die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on bei­spiels­wei­se für Per­so­nen ab dem 60. Lebens­jahr die Anwen­dung des „Her­pes-zos­ter-sub­u­nit-Tot­impf­stoffs“ als Stan­dard-Schutz­imp­fung zur Prä­ven­ti­on des Her­pes-Zos­ter und den dar­auf resul­tie­ren­den Kom­pli­ka­tio­nen. Ins­be­son­de­re Men­schen mit einer schwa­chen Immun­ab­wehr kön­nen von die­ser Imp­fung pro­fi­tie­ren.

Rat­sam ist die Imp­fung bei­spiels­wei­se für:

  • Men­schen mit einer ange­bo­re­nen oder erwor­be­nen Immun­schwä­che
  • Men­schen mit einer rheu­ma­toi­den Arthri­tis
  • Per­so­nen mit einer chro­ni­schen Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz
  • Men­schen mit chro­nisch-ent­zünd­li­chen Darm­er­kran­kun­gen
  • Per­so­nen mit chro­ni­schen Lun­gen­er­kran­kun­gen oder Asth­ma bron­chia­le
  • Men­schen mit einer HIV-Infek­ti­on
  • Dia­be­tes­pa­ti­en­ten

Influenza – die Grippeschutzimpfung

Vor allem älte­re und chro­nisch kran­ke Per­so­nen soll­ten die Grip­pe­schutz­imp­fung in Anspruch neh­men.

Die­se Schutz­imp­fung wird für fol­gen­den Per­so­nen­grup­pen emp­foh­len:

  • Schwan­ge­re Frau­en ab dem 2. Schwan­ger­schaft­s­tri­mes­ter
  • Schwan­ge­re Frau­en mit einer Grund­er­kran­kung – ab dem 1. Schwan­ger­schaft­s­tri­mes­ter
  • Per­so­nen mit einer chro­ni­schen Erkran­kung der Atem­we­ge
  • Per­so­nen mit chro­ni­schen Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen
  • Per­so­nen mit einer Stoff­wech­sel­er­kran­kung
  • HIV-Pati­en­ten
  • Bewoh­ner in Pfle­ge- und Alten­hei­men
  • Per­so­nen, die mit Risi­ko­pa­ti­en­ten unter einem Dach leben.
  • Medi­zi­ni­sches Fach­per­so­nal
  • Ange­stell­te in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen sowie in Ein­rich­tun­gen mit viel Publi­kums­ver­kehr
  • Per­so­nen, die direkt mit Geflü­gel oder Wild­vö­gel in Berüh­rung kom­men.

Empfohlene Schutzimpfungen für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch

Alle Frau­en im gebär­fä­hi­gen Alter soll­ten ihren Impf­pass regel­mä­ßig ärzt­lich kon­trol­lie­ren las­sen. Ist es näm­lich bereits zu einer Schwan­ger­schaft gekom­men, ist es häu­fig für eini­ge Schutz­imp­fun­gen schon zu spät.

Wäh­rend der Schwan­ger­schaft dür­fen die soge­nann­ten Lebend­impf­stof­fe gar nicht ver­ab­reicht wer­den: Hier­zu gehört bei­spiels­wei­se die MMR-Imp­fung (Masern, Mumps und Röteln).

Sobald das Ver­hü­tungs­mit­tel also abge­setzt wird, soll­ten die Schutz­imp­fun­gen nach­ge­holt oder auf­ge­frischt wer­den.

Warum ist der Immunstatus schwangerer Frauen so wichtig?

Wäh­rend der 9-mona­ti­gen Schwan­ger­schaft ist die Gefahr beson­ders groß, dass krank­ma­chen­de Bak­te­ri­en und Viren über die Pla­zen­ta auf das unge­bo­re­ne Kind über­ge­hen kön­nen. Ein klas­si­sches Bei­spiel hier­für sind die Röteln: Weist die Mut­ter bei­spiels­wei­se selbst kei­ne Immu­ni­tät gegen die Erre­ger auf, so kön­nen die Viren für das unge­bo­re­ne Baby sehr gefähr­lich wer­den. Erfolgt eine Virus­in­fek­ti­on im ers­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel, so kann das schwer­wie­gen­de Fol­gen für den Embryo nach sich zie­hen wie bei­spiels­wei­se Fehl­bil­dun­gen des Gehirns oder des Her­zens. Beim The­ma Impf­schutz ist auch der Part­ner immer mit­zu­be­rück­sich­ti­gen, denn bei vie­len erwach­se­nen Män­nern bestehen teil­wei­se erheb­li­che Impflü­cken. Masern über­tra­gen sich typi­scher­wei­se von Fami­li­en­mit­glie­dern wie bei­spiels­wei­se der Mut­ter oder dem Vater.

Besitzt die Mut­ter selbst Anti­kör­per gegen die­se Krank­heit, pro­fi­tiert das Neu­ge­bo­re­ne vom soge­nann­ten „Nest­schutz“, der bis unge­fähr zum sechs­ten Lebens­mo­nat anhält. Nach die­ser Zeit hat das Kind ein gewis­ses Risi­ko an Masern zu erkran­ken. Auch bei Keuch­hus­ten kann das Umfeld zu einer gro­ßen Anste­ckungs­ge­fahr für das neu­ge­bo­re­ne Baby wer­den. Ein Drit­tel bis unge­fähr die Hälf­te aller Babys ste­cken sich bei ihren eige­nen Eltern mit die­ser Erkran­kung an. Eine Mut­ter, die selbst an Hepa­ti­tis B erkrankt ist, kann den Virus auch auf ihr Kind über­tra­gen. Die Gefahr hier­für ist beson­ders im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel bezie­hungs­wei­se bei der Geburt beson­ders hoch.

Wer­den­de Müt­ter soll­ten ste­tig ihren Impf­sta­tus che­cken auf:

  • Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung (MMR-Imp­fung)
  • Wind­po­cken-Schutz­imp­fung
  • Imp­fun­gen gegen Diph­the­rie, Keuch­hus­ten und Teta­nus: Alle zehn Jah­re muss die­se Imp­fung auf­ge­frischt wer­den.
  • Imp­fung gegen Hepa­ti­tis B: Drei Impf­do­sen sind hier not­wen­dig. Bis zum 18. Lebens­jahr wer­den die Kos­ten für die Imp­fun­gen von der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se über­nom­men. Vie­le Kas­sen erstat­ten die Leis­tung jedoch frei­wil­lig.

Schutzimpfungen in der Schwangerschaft

Schwan­ge­re Frau­en soll­ten ab dem zwei­ten Schwan­ger­schaft­s­tri­mes­ter die Grip­pe­schutz­imp­fung gegen die „ech­te Grip­pe“ (Influ­en­za) in Anspruch neh­men. Nicht ver­ab­reicht wer­den dür­fen Lebend­impf­stof­fe wie das bei­spiels­wei­se bei der Mumps-, Masern-, Röteln- oder auch Wind­po­cken-Schutz­imp­fung der Fall ist.

Schutzimpfungen für junge Mütter in der Stillzeit

In der Still­zeit kön­nen Schutz­imp­fun­gen in Anspruch genom­men wer­den. Die Impf­stof­fe sind sowohl für das Baby als auch für die Mut­ter völ­lig unbe­denk­lich. Beson­de­re Vor­sicht ist ledig­lich bei der Gelb­fie­ber-Imp­fung gebo­ten! Hat das Baby den neun­ten Lebens­mo­nat noch nicht voll­endet, soll­ten sich Müt­ter nicht gegen Gelb­fie­ber imp­fen las­sen.

Eben­so soll­ten sich stil­len­de Müt­ter nicht gegen die Pocken imp­fen las­sen.

US-Wis­sen­schaft­ler in San Die­go haben hier­zu genau geforscht.

Reiseimpfungen – die wichtigsten Schutzimpfungen auf einen Blick

Cho­le­ra, Gelb­fie­ber, Typhus und Mala­ria sind die gefähr­lichs­ten Erkran­kun­gen auf Rei­sen in frem­de Län­der.

  • Gelb­fie­ber-Imp­fung – wo und wann ist sie sinn­voll? Die­se Krank­heit wird durch Mücken über­tra­gen und ist vor allem im afri­ka­ni­schen und süd­ame­ri­ka­ni­schen Raum sehr weit ver­brei­tet. Auch in eini­gen asia­ti­schen Län­dern besteht für erwach­se­ne Per­so­nen Impf­pflicht, wenn sie nach einem Auf­ent­halt in Gelb­fie­ber­ge­bie­ten ein­rei­sen möch­ten. Zehn Tage nach der ers­ten Imp­fung beginnt der Schutz und hält für zehn Jah­re an.Gegen Gelb­fie­ber kann bereits ab dem voll­ende­ten sechs­ten Lebens­mo­nat geimpft wer­den. Emp­foh­len wird die Schutz­imp­fung jedoch erst ab dem voll­ende­ten neun­ten Lebens­mo­nat.
  • Prä­ven­ti­on gegen Mala­ria – wo ist sie sinn­voll? Auch hier ist ein wirk­sa­mer Mücken­schutz grund­le­gend wich­tig, denn die Krank­heit wird von der Stech­mü­cke „Ano­phe­les“ über­tra­gen, die vor allem in sub­tro­pi­schen und tro­pi­schen Gebie­ten vor­kommt. In afri­ka­ni­schen Län­dern süd­lich der Äqua­tor­li­nie, in Tei­len Indo­ne­si­ens, Thai­land, den Phil­ip­pi­nen sowie im nörd­li­chen Süd­ame­ri­ka ist die Mala­ria­ge­fahr beson­ders hoch. Hier ist irr­tüm­li­cher­wei­se von einer Imp­fung die Rede, denn im Grun­de geht es eher um eine Mala­ria­pro­phy­la­xe. Durch bestimm­te Medi­ka­men­te soll ver­hin­dert wer­den, dass sich die Erre­ger ver­meh­ren.
  • Typhus – Injek­ti­on oder Schluck­imp­fung: Sal­mo­nel­len lösen die Krank­heit Typhus aus. Die­se Krank­heit fin­det sich am häu­figs­ten in eini­gen Tei­len Asi­ens sowie in Nord­afri­ka, haupt­säch­lich aber in Län­dern mit schlech­ten hygie­ni­schen Bedin­gun­gen. Ein Schutz gegen Typhus lässt sich durch eine Injek­ti­on oder eine Schluck­imp­fung. Der Impf­stoff steht als Ein­mal-Injek­ti­on zur Ver­fü­gung. Der Schluck­impf­stoff muss drei Mal ein­ge­nom­men wer­den: Die Kap­seln müs­sen am ers­ten, am drit­ten sowie am fünf­ten Tag ein­ge­nom­men wer­den, um einen wirk­sa­men Schutz zu erzie­len. Die Grund­im­mu­ni­sie­rung soll­te min­des­tens zehn Tage vor dem Antritt der Rei­se abge­schlos­sen sein.Die Schluck­imp­fung bie­tet einen ein­jäh­ri­gen Schutz, die Injek­ti­on schützt hin­ge­gen für drei Jah­re.
  • Cho­le­ra-Schutz­imp­fung: Die­se Krank­heit kommt vor allem in Süd­ame­ri­ka, Süd­ost­asi­en sowie in Nord- und Zen­tral­afri­ka vor. Ver­seuch­tes Trink­was­ser und mit Bak­te­ri­en ver­un­rei­nig­te Lebens­mit­tel sor­gen für eine Über­tra­gung der Erre­ger. Cho­le­ra ist eine Durch­fall­erkran­kung. Die Anste­ckungs­ge­fahr ist hier gering und auch medi­zi­nisch ist Cho­le­ra sehr gut behan­del­bar. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on ver­pflich­tet somit nicht mehr zur Cholera-Impfung.Wer sich den­noch schüt­zen möch­te, kann ab dem zwei­ten Lebens­jahr eine Schluck­imp­fung in Anspruch neh­men. Rund sie­ben Tage nach der Grund­im­mu­ni­sie­rung beginnt die Schutz­wir­kung. Für einen umfas­sen­den Schutz ist aber den­noch auf­merk­sam auf rei­nes Trink­was­ser und höchs­te Lebens­mit­tel­hy­gie­ne zu ach­ten. Erwach­se­ne Per­so­nen sowie Kin­der ab dem sechs­ten Lebens­jahr kön­nen die Imp­fung nach zwei Jah­ren noch­mals auf­fri­schen.

 

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Impfkritik – welche Bedenken der Impfkritiker stimmen?

Die Behaup­tung, dass Imp­fun­gen Autis­mus begüns­ti­gen, wur­de bereits mit Stu­di­en wider­legt.

Die Anzahl der Schutz­imp­fun­gen nimmt zu, doch immer mehr Men­schen fra­gen sich, ob das tat­säch­lich die Gesund­heit för­dert. Kaum ein ande­res The­ma wird so kon­tro­vers dis­ku­tiert wie Imp­fun­gen. Ins­be­son­de­re nach­dem das Reichsimpf­ge­setz im Jahr 1874 die Pocken­imp­fung für Kin­der zur Pflicht­imp­fung erklär­te, über­schlug sich die­se Debat­te und Impf­geg­ner ver­such­ten, sich immer mehr Gehör zu ver­schaf­fen.

Sind Schutz­imp­fun­gen drin­gend not­wen­dig, gefähr­lich oder ein­fach nur über­flüs­sig? Wel­che Rol­le spie­len Phar­ma­kon­zer­ne, wenn es um Schutz­imp­fun­gen geht?

Wir haben hier die Beden­ken und Behaup­tun­gen der Impf­kri­ti­ker mal genau­er unter die Lupe genom­men und geschaut, was sich kon­kret hin­ter die­sen Ein­wän­den ver­birgt:

In Impfstoffen stecken gefährliche chemische Zusätze wie beispielsweise Formaldehyd, Quecksilber oder Aluminium.

Die Che­mi­ka­li­en, die in Schutz­imp­fun­gen ste­cken, ste­hen sehr häu­fig in der Kri­tik. Damit kommt die Über­le­gung auf, ob klei­ne Kin­der so etwas tat­säch­lich ver­ab­reicht bekom­men soll­ten.

Das Robert Koch-Insti­tut gibt hier als Ant­wort an, dass sich che­mi­schen Zusät­ze wie bei­spiels­wei­se Phe­nol, Form­alde­hyd, Queck­sil­ber oder Alu­mi­ni­um zwar in Injek­tio­nen befin­den, jedoch in einer so gerin­gen Kon­zen­tra­ti­on, dass sie sich kei­nes­falls gesund­heits­ge­fähr­dend aus­wir­ken kön­nen. Der Anteil liegt also deut­lich unter­halb gif­ti­ger Grenz­wer­te. Des Wei­te­ren erfül­len die­se che­mi­schen Sub­stan­zen einen wich­ti­gen Zweck: So hilft Form­alde­hyd bei­spiels­wei­se dabei, die Impf­vi­ren abzu­tö­ten und Alu­mi­ni­um­hy­dro­xid ver­stärkt die Ant­wort des Immun­sys­tems. Phe­nol macht den Impf­stoff län­ger halt­bar.

Für die emp­foh­le­nen Schutz­imp­fun­gen ste­hen heut­zu­ta­ge jedoch queck­sil­ber­freie Impf­stof­fe zur Ver­fü­gung.

Das Paul-Ehr­lich-Insti­tut hat noch deut­li­cher Stel­lung bezo­gen zur Sicher­heit von Alu­mi­ni­um in Impf­stof­fen: Die Alu­mi­ni­um­men­ge in den emp­foh­le­nen Imp­fun­gen liegt in den ers­ten zwei Lebens­jah­ren im Rah­men des­sen, was auch über die täg­li­che Nah­rung in den Kör­per auf­ge­nom­men wird.

Kli­ni­sche Stu­di­en konn­ten also kei­ner­lei alu­mi­ni­um­be­ding­te Toxi­zi­tät von Schutz­imp­fun­gen nach­wei­sen.

Schutzimpfungen verursachen Impfschäden, die jedoch vor der Öffentlichkeit verschleiert werden

Die­ser Ein­wand ist einer der belieb­tes­ten Argu­men­te von Impf­geg­nern. So wird bei­spiels­wei­se die Mei­nung ver­tre­ten, dass Imp­fun­gen zu Krank­heits­bil­dern wie bei­spiels­wei­se Autis­mus füh­ren. Unter einem Impf­scha­den ver­steht sich eine mas­si­ve gesund­heit­li­che Schä­di­gung, die über das nor­ma­le Maß einer Impf­re­ak­ti­on hin­aus­geht.

Übli­che Impf­re­ak­tio­nen sind bei­spiels­wei­se:

  • klei­ne Schwel­lun­gen
  • ein leich­tes Schwä­che­ge­fühl
  • Rötun­gen

Seit dem Jahr 2001 wer­den in Deutsch­land Impf­schä­den exakt und kon­se­quent erfasst. Soll­te also infol­ge einer Schutz­imp­fung eine unüb­li­che Reak­ti­on auf­tre­ten, so ist der imp­fen­de Arzt gesetz­lich dazu ver­pflich­tet, eine ent­spre­chen­de Mel­dung zu machen. Das Paul-Ehr­lich-Insti­tut unter­sucht dann die­se Mel­dun­gen gewis­sen­haft, um zu über­prü­fen, ob tat­säch­lich ein Impf­scha­den vor­liegt und in wel­cher Inten­si­tät.

Nicht nur der Arzt, son­dern auch betrof­fe­ne Ver­brau­cher kön­nen Impf­schä­den beim Paul-Ehr­lich-Insti­tut mel­den. Die Ergeb­nis­se hier­zu wer­den in regel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den online ver­öf­fent­licht. Aus den Resul­ta­ten und Aus­wer­tun­gen ist deut­lich ersicht­lich, dass die Anzahl der schwe­ren Impf­schä­den sehr gering ist. Die Gefah­ren, die ohne Schutz­imp­fun­gen dro­hen, sind deut­lich höher als die Impf­schä­den selbst.

Lesen sie hier mehr dazu:

Neben­wir­kungs­mel­dung durch betrof­fe­ne Per­so­nen

In einer Aus­ga­be der Ärz­te­zei­tung aus dem Jahr 2011 wur­de eine Stu­die des Robert Koch-Insti­tuts ver­öf­fent­licht, die über die Neben­wir­kungs­ra­te von Imp­fun­gen infor­miert.

Schutzimpfungen führen zu Autismus

Im Jahr 1998 ver­öf­fent­lich­te der bri­ti­sche Arzt Dr. Andrew Wake­field eine For­schungs­stu­die mit ledig­lich zwölf Kin­dern! In die­ser Stu­die ver­trat er die Annah­me, dass die MMR-Imp­fung (Masern, Mumps und Röteln) bei Kin­dern Autis­mus aus­lö­sen könn­te. Die­se Stu­die fand in den Medi­en ein sehr gro­ßes Echo und führ­te zu einem sehr star­ken Ein­fall der Impf­quo­ten in Groß­bri­tan­ni­en, aber auch in ande­ren Län­dern.

Auch heu­te noch ist die­ser Ein­wand einer der popu­lärs­ten Kri­tik­punk­te gegen Imp­fun­gen. Die Ergeb­nis­se die­ser For­schungs­stu­die von Andrew Wake­field wur­den jedoch viel­fach wider­legt, bei­spiels­wei­se durch japa­ni­sche und euro­päi­sche Wis­sen­schaft­ler. Im Nach­gang stell­te sich her­aus, dass die ursprüng­li­che Stu­die lei­der eine man­gel­haf­te Qua­li­tät auf­wies und vor allem Wake­field einen bedeu­ten­den Inter­es­sen­kon­flikt ver­schwie­gen hat­te: Eltern autis­ti­scher Kin­der, boten Wake­field Geld für die Ver­öf­fent­li­chung die­ser Stu­die, denn sie woll­ten auf die­ser Grund­la­ge die Her­stel­ler des MMR-Impf­stof­fes vor Gericht brin­gen.

Die­se unethi­schen und unmo­ra­li­schen For­schungs­me­tho­den führ­ten dazu, dass gegen Andrew Wake­field im Jahr 2010 ein Berufs­ver­bot ver­hängt wur­de.

Wis­sen­schaft­li­che For­scher haben eine groß ange­leg­te däni­sche Stu­die ver­öf­fent­licht, in der die The­se wider­legt wur­de, dass es einen Zusam­men­hang zwi­schen Autis­mus und Schutz­imp­fun­gen gibt. Der Spie­gel Online hat dazu die­sen Bei­trag ver­öf­fent­licht.

Mehrfachimpfstoffe sind eine große Belastung für die menschliche Immunabwehr

Auch die­se Behaup­tung der Impf­geg­ner ist nicht zutref­fend, denn Mehr­fachimpf­stof­fe sind defi­ni­tiv kei­ne Belas­tung für die mensch­li­che Immun­ab­wehr. Auch die Anzahl der Schutz­imp­fun­gen wirkt sich nicht belas­tend aus. In der Tat wer­den Kin­der heut­zu­ta­ge gegen mehr Erkran­kun­gen geimpft, als das frü­her der Fall war. Die moder­nen Injek­tio­nen beinhal­ten jedoch deut­lich weni­ger Erre­ger­be­stand­tei­le als frü­her.

Der alte Impf­stoff gegen Keuch­hus­ten ent­hielt bei­spiels­wei­se noch unge­fähr 3000 Anti­ge­ne. Im heu­ti­gen Keuch­hus­ten-Impf­stoff fin­den sich gemäß den Anga­ben des Robert Koch-Insti­tuts nur noch rund 150 Anti­ge­ne.

Mehr­fachimpf­stof­fe ermög­li­chen eine Reduk­ti­on der ein­zel­nen Injek­tio­nen und sind somit eher eine Ent­las­tung für den kind­li­chen Orga­nis­mus.

Eine Impfung bietet keinen langfristigen Schutz, sondern muss ständig nachgeholt werden

Es vari­iert von Impf­stoff zu Impf­stoff, ob eine Schutz­imp­fung nach­ge­holt wer­den muss oder nicht. Erhält ein Kind bei­spiels­wei­se im Rah­men der Grund­im­mu­ni­sie­rung eine zwei­ma­li­ge MMR-Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung (Masern, Mumps & Röteln), so kann mit Sicher­heit davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Immun­schutz lebens­lang anhält.

Bei Keuch­hus­ten, Diph­the­rie, Polio oder Teta­nus ist das hin­ge­gen nicht der Fall. Eine Imp­fung bie­tet einen zehn­jäh­ri­gen Schutz gegen die­se Erkran­kun­gen und muss somit nach die­ser Zeit auf­ge­frischt wer­den.

Einen deut­lich kür­ze­ren Immun­schutz bie­tet die Grip­pe­schutz­imp­fung. Influ­en­za­er­re­ger ver­än­dern sich sehr schnell und somit müs­sen gefähr­de­te Per­so­nen, die bei­spiels­wei­se eine schwa­che Immun­ab­wehr haben, den Schutz jähr­lich auf­fri­schen las­sen.

Hier ist noch ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt zu beden­ken:

Per­so­nen, die in ihrem Leben schon ein­mal eine Infek­ti­ons­er­kran­kung über­stan­den haben, sind dage­gen nicht lebens­lang immun. So kön­nen Men­schen an Keuch­hus­ten, Teta­nus oder Diph­te­rie auch mehr­fach im Leben erkran­ken.

Die meisten Erkrankungen, gegen die in Deutschland geimpft wird, treten hierzulande gar nicht mehr auf

Eini­ge Krank­hei­ten wie bei­spiels­wei­se die Kin­der­läh­mung kom­men in unse­rem Land erfreu­li­cher­wei­se nicht mehr vor. Auch Diph­the­rie ist zu einer Sel­ten­heit gewor­den. Die­se erfreu­li­che Ent­wick­lung ist jedoch ohne Fra­ge das Resul­tat von Impf­pro­gram­men. Sin­ken nun die Impf­quo­ten birgt das eine gro­ße Gefahr, denn so kön­nen die­se Krank­hei­ten erneut auf­kom­men.

Durch Schutzimpfungen bereichern sich nur die Pharmakonzerne

Alle pri­vat­wirt­schaft­li­chen Kon­zer­ne und Unter­neh­men haben ein Eigen­in­ter­es­se, mit ihre Pro­duk­ten Gewinn zu erwirt­schaf­ten. Da bil­det die Phar­ma­in­dus­trie natür­lich kei­ne Aus­nah­me. Aller­dings ist hier zu beden­ken, dass es einen gro­ßen Unter­schied zwi­schen dem Arz­nei­mit­tel­ge­schäft und dem Geschäft mit Impf­stof­fen gibt.

So haben die gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rer im Jahr 2014 knapp 194 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­ge­ben: Davon ent­fie­len rund 17 Pro­zent, das sind rund 33 Mil­li­ar­den Euro, auf Medi­ka­men­te und ledig­lich 0,65 Pro­zent, also knapp über 1 Mil­li­ar­de auf Impf­stof­fe.

Chro­nisch erkrank­te Per­so­nen müs­sen bei­spiels­wei­se Arz­nei­mit­tel ein gan­zes Leben lang ein­neh­men. Schutz­imp­fun­gen wer­den hin­ge­gen nur eini­ge Male ver­ab­reicht.

Das Geschäft mit Impf­stof­fen ist für die Phar­ma­kon­zer­ne aus finan­zi­el­lem Gesichts­punkt also kei­nes­falls attrak­tiv, denn die Her­stel­lung von hoch­wirk­sa­men Impf­stof­fen ist wesent­lich kom­ple­xer und viel teu­rer als die Her­stel­lung von Arz­nei­mit­teln.

Die Masern sollte jeder durchmachen! Das stärkt den Organismus

Das ist eine ganz fal­sche und fol­gen­rei­che Annah­me! Die Masern sind kei­nes­wegs eine harm­lo­se Krank­heit und soll­ten unbe­dingt ernst genom­men wer­den. Gemäß den Anga­ben des Robert Koch-Insti­tuts muss­ten rund die Hälf­te aller erkrank­ten Pati­en­ten sta­tio­när im Kran­ken­haus behan­delt wer­den.

Masern­vi­ren unter­drü­cken die mensch­li­chen Immun­ab­wehr­kräf­te. Auf die­se Wei­se haben die Krank­heits­er­re­ger ein leich­tes Spiel, sich im Orga­nis­mus aus­zu­brei­ten und gefähr­li­che Beglei­ter­kran­kun­gen wie zum Bei­spiel eine Lun­gen­ent­zün­dung her­vor­zu­ru­fen.

Jähr­lich wer­den in unse­rem Land gemäß der Todes­ur­sa­chen­sta­tis­tik des Bun­des im Durch­schnitt vier bis sie­ben Todes­fäl­le bekannt, die sich auf eine Infek­ti­on mit Masern zurück­füh­ren las­sen. Vor der Ein­füh­rung der Masern-Schutz­imp­fung wur­den pro Jahr unge­fähr 100 Todes­fäl­le regis­triert.

Impfungen schwächen das kindliche Immunsystem

Auch das ist ein viel­fach gehör­tes Argu­ment der Impf­geg­ner. Das „Jour­nal of the Ame­ri­can Medi­cal Asso­cia­ti­on“ brach­te jedoch im Jahr 2018 eine wis­sen­schaft­li­che Stu­die her­aus, die die­se Behaup­tung ein­deu­tig wider­le­gen konn­te. Auch das RKI weist immer wie­der dar­auf hin, dass das „Durch­le­ben einer Erkran­kung“ die Immun­ab­wehr­kräf­te auf kei­nen Fall stärkt!

FAQ – wichtige Fragen und Antworten rund um das Thema „Impfungen“

Was ist zu tun, wenn der Impf­sta­tus unklar ist oder eine Schutz­imp­fung ver­passt wur­de?

Ver­pass­te Schutz­imp­fun­gen soll­ten so schnell wie mög­lich nach­ge­holt wer­den, um wirk­sam gegen gefähr­li­che Erkran­kun­gen geschützt zu sein. Hier gilt das Mot­to: Bes­ser spät als nie. Wer sei­nen Impf­pass ver­lo­ren hat, kann sich vom Arzt einen neu­en aus­stel­len las­sen. Hier kön­nen alle Imp­fun­gen nach­ge­tra­gen wer­den, die in der Daten­bank der Arzt­pra­xis doku­men­tiert sind. Hat in der Zwi­schen­zeit ein Arzt­wech­sel statt­ge­fun­den, kön­nen Sie die ver­ab­reich­ten Imp­fun­gen bei der vor­he­ri­gen Pra­xis erfra­gen. Wenn der Impf­sta­tus völ­lig unklar ist, raten medi­zi­ni­sche Exper­ten dazu, neu zu imp­fen. Eine dop­pel­te Schutz­imp­fung bringt kaum ein zusätz­li­ches Risi­ko, kann aber im Fall des Fal­les Leben ret­ten.

Wie sicher sind eigent­lich Impf­stof­fe und wel­che Impf­re­ak­tio­nen kön­nen auf­tre­ten?

Ein umfas­sen­der Schutz besteht nur dann, wenn eine Imp­fung voll­stän­dig durch­ge­führt wur­de. Bei vie­len Schutz­imp­fun­gen bedeu­tet das, dass über einen bestimm­ten Zeit­raum hin­weg, meh­re­re Impf­do­sen not­wen­dig sind. Bei vie­len Haus- und Kin­der­ärz­ten fin­det sich ein fes­tes Impf­sche­ma. Selbst­ver­ständ­lich kann auch der Impf­ka­len­der der STIKO als Richt­li­nie ange­se­hen wer­den. Leich­te kör­per­li­che Reak­tio­nen infol­ge von Schutz­imp­fun­gen sind kein Anlass zur Besorg­nis. Die­se Reak­tio­nen machen deut­lich, dass das Immun­sys­tem auf die Imp­fung ant­wor­tet. Nor­ma­le und ganz natür­li­che Reak­tio­nen sind bei­spiels­wei­se eine leich­te Schwel­lung oder Rötung der Impf­stel­le. Abhän­gig vom Impf­stoff kann das bei rund 20 Pro­zent aller Impf­lin­ge vor­kom­men. Die­se Reak­tio­nen sind nur lokal und klin­gen nach weni­gen Tagen von allei­ne wie­der ab.

Bei rund einem Pro­zent aller geimpf­ten Per­so­nen kann es zu all­ge­mei­nen Begleit­erschei­nun­gen wie bei­spiels­wei­se leich­tem Fie­ber, Glie­der- oder Kopf­schmer­zen kom­men. Auch die­se Sym­pto­me ver­schwin­den jedoch nach kur­zer Zeit wie­der von selbst und sind völ­lig unge­fähr­lich. Nach Schutz­imp­fun­gen mit Lebend­impf­stof­fen wie bei­spiels­wei­se dem Mumps-, Röteln- oder Masern­impf­stoff, kann es zu einer leich­ten Form der Masern­er­kran­kung kom­men. Die­se ist in ihrer Aus­prä­gung jedoch kei­nes­falls mit der ech­ten Masern­krank­heit ver­gleich­bar und auch nicht infek­ti­ös. Die­ser leich­te Aus­schlag klingt nach weni­gen Tagen von allei­ne wie­der ab.

Kann es tat­säch­lich schwe­re Impf­kom­pli­ka­tio­nen geben?

Bei den heu­ti­gen moder­nen Impf­stof­fen kom­men ernst­haf­te Kom­pli­ka­tio­nen nur noch äußerst sel­ten vor. In unse­rem Land exis­tiert ein umfas­sen­des Über­wa­chungs­sys­tem, das die mög­li­chen Kom­pli­ka­tio­nen infol­ge von Imp­fun­gen regis­triert und ver­ant­wor­tungs­voll über­prüft. Unge­wöhn­li­che kör­per­li­che Reak­tio­nen infol­ge von Injek­tio­nen müs­sen gemel­det und sorg­fäl­tig ana­ly­siert wer­den.

Wie gefähr­lich sind die Zusatz­stof­fe in Imp­fun­gen tat­säch­lich?

In Schutz­imp­fun­gen steckt nicht nur der rei­ne Impf­stoff, son­dern auch bestimm­te Zusät­ze, soge­nann­te Adju­van­zi­en. Die­se wer­den benö­tigt, um die Krank­heits­er­re­ger abzu­tö­ten, so bei­spiels­wei­se Form­alde­hyd. Alu­mi­ni­um­sal­ze die­nen als Wirk­ver­stär­ker. Die­se Zusät­ze sind jedoch in einer so gerin­gen Kon­zen­tra­ti­on ent­hal­ten, dass sie nicht gesund­heits­schäd­lich wir­ken kön­nen. Bevor Impf­stof­fe zuge­las­sen wer­den, wer­den sie genau geprüft, auch hin­sicht­lich der Ver­träg­lich­keit. Immer belieb­ter wer­den zudem soge­nann­te Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fe, denn die­se wir­ken gleich­zei­tig gegen meh­re­re Erre­ger und ver­rin­gern die Anzahl der not­wen­di­gen Injek­tio­nen. Weni­ger Imp­fun­gen bedeu­ten gleich­zei­tig weni­ger Zusatz­stof­fe.

Ist sport­li­che Betä­ti­gung nach einer Schutz­imp­fung erlaubt?

Im Grun­de sind sport­li­che Akti­vi­tä­ten völ­lig unpro­ble­ma­tisch. Beson­ders inten­si­ve Belas­tun­gen sind nach Schutz­imp­fun­gen jedoch nicht wirk­lich emp­feh­lens­wert.

Was ist eine Her­denim­mu­ni­tät?

In ers­ter Linie bie­ten Imp­fun­gen den geimpf­ten Per­so­nen einen wirk­sa­men Schutz vor gefähr­li­chen und hoch­in­fek­tiö­sen Krank­hei­ten. Doch Imp­fun­gen schüt­zen auch die Umwelt und ver­hin­dern, dass sich anste­cken­de Erkran­kun­gen wei­ter ver­brei­ten kön­nen. Hier wird von der soge­nann­ten Her­denim­mu­ni­tät gespro­chen. Der eige­ne Schutz trägt also gleich­zei­tig zum Schutz der All­ge­mein­heit bei. Wenn sich vie­le Men­schen imp­fen las­sen, kön­nen damit schwer­wie­gen­de Erkran­kun­gen besei­tigt wer­den.

Wer trägt die Kos­ten für Schutz­imp­fun­gen?

Alle emp­foh­le­nen Schutz­imp­fun­gen wer­den von den Kran­ken­kas­sen über­nom­men. Han­delt es sich um Imp­fun­gen, die aus beruf­li­chen Grün­den not­wen­dig sind, zahlt das häu­fig auch der Arbeit­ge­ber. Eini­ge Imp­fun­gen wie bei­spiels­wei­se die FSME-Imp­fung wer­den nur in Zecken-Risi­ko­ge­bie­ten über­nom­men. Rei­se­imp­fun­gen müs­sen in den meis­ten Fäl­len aus der eige­nen Tasche bezahlt wer­den, wer­den jedoch drin­gend ange­ra­ten, wenn bestimm­te Aus­lands­auf­ent­hal­te anste­hen. Fra­gen Sie bei Ihrer Kran­ken­kas­se immer nach, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Kos­ten für eine Schutz­imp­fung über­nom­men wer­den. Beach­ten Sie hier auch, dass der Impf­schutz nicht immer unmit­tel­bar ein­tritt. Aus die­sem Grund ist es wich­tig, sich recht­zei­tig mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen und beim Arzt nach­zu­fra­gen.

Quellen

Imp­fun­gen – Infor­ma­tio­nen, Emp­feh­lun­gen, Risi­ken und mehr

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