Hygienetipps in der Erkältungszeit

Frau wäscht sich Hände

Hygienetipps in der Erkältungszeit

Wenn im Herbst die Erkäl­tungs­zeit beginnt, lei­den vie­le Men­schen an einer Infek­ti­on der Atem­we­ge. Tro­cke­ne Hei­zungs­luft bean­sprucht das Immun­sys­tem und die Schleim­häu­te. In der kal­ten Jah­res­zeit steigt das Risi­ko für Atem­wegs­er­kran­kun­gen. Die Ver­brei­tung von Krank­heits­er­re­gern erfolgt über die Luft oder sie wer­den beim Kon­takt über Hän­de und Gegen­stän­de wei­ter­ge­ge­ben. Beim Nie­sen und Hus­ten wer­den unzäh­li­ge Krank­heits­er­re­ger frei­ge­setzt und durch die Tröpf­chen­in­fek­ti­on auf ande­re Men­schen über­tra­gen. Vie­le Men­schen ste­cken sich auf die­se Wei­se mehr­mals im Jahr mit einer Erkäl­tung an. Durch die rich­ti­ge Hygie­ne lässt sich die Anste­ckungs­ge­fahr jedoch redu­zie­ren. Schnup­fen, Hus­ten und grip­pa­le Infek­te kön­nen durch ein­fa­che Schutz­maß­nah­men ver­mie­den wer­den.

Ansteckung vermeiden durch einfache Hygieneregeln

Regeln beim Hus­ten beach­ten: Beim Hus­ten und Nie­sen soll­te immer ein Abstand von min­des­tens einem Meter zu ande­ren Per­so­nen gehal­ten wer­den. Die Hand vor den Mund hal­ten ist aller­dings nicht sinn­voll, da Krank­heits­er­re­ger auf die­se Wei­se an die Hän­de gelan­gen und beim Hän­de­schüt­teln oder über das Berüh­ren von Gegen­stän­den an ande­re wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Die bes­se­re Lösung ist, sich weg­zu­dre­hen und die Arm­beu­ge vor Nase und Mund zu hal­ten.

Hän­de­wa­schen: Vor allem in der Erkäl­tungs­zeit soll­ten die Hän­de häu­fig mit Sei­fe und war­mem Was­ser gewa­schen wer­den. Das Was­ser soll­te min­des­tens 16 Grad warm sein, um die Erkäl­tungs­vi­ren, die sich durch das Anfas­sen infi­zier­ter Gegen­stän­de auf den Hän­den befin­den, zu besei­ti­gen. Ver­gli­chen mit fes­ter Sei­fe ist Flüs­sigs­ei­fe hygie­ni­scher. Beim Hän­de­wa­schen soll­ten die Hän­de wenigs­tens 10 Sekun­den lang kräf­tig anein­an­der gerie­ben und die Fin­ger­zwi­schen­räu­me eben­so, wie der Bereich unter den Nägeln, Hand­rü­cken und Hand­ge­len­ken sorg­fäl­tig gerei­nigt wer­den.

Papier­hand­tü­cher ver­wen­den: Papier­tü­cher, die nach ein­ma­li­gem Gebrauch ent­sorgt wer­den, sind hygie­ni­scher als her­kömm­li­che Hand­tü­cher.

Kon­takt ver­mei­den: Um das Anste­ckungs­ri­si­ko zu redu­zie­ren, soll­te Abstand zu erkrank­ten Men­schen gehal­ten wer­den. Bei anste­cken­den Atem­wegs­in­fek­tio­nen ist es sinn­voll, den Kon­takt ein­zu­schrän­ken.

Geschirr nicht gemein­sam benut­zen: Glä­ser, Geschirr und Besteck dür­fen nicht gemein­sam mit erkäl­te­ten Fami­li­en­mit­glie­dern benutzt wer­den.

Kör­per­li­chen Kon­takt ver­mei­den: Auf Küs­sen und Umar­men erkäl­te­ter Men­schen soll­te ver­zich­tet wer­den, da Erkäl­tungs­vi­ren durch Kör­per­kon­tak­te über­tra­gen wer­den. Das Berüh­ren von Augen, Nase und Mund mit den Fin­gern ist eben­falls zu ver­mei­den. Viren und Bak­te­ri­en set­zen sich bevor­zugt auf den Hän­den fest.

Die Verbreitung krankmachender Keime eindämmen

Hygie­ne­ar­ti­kel nur für den Eigen­ge­brauch: Zahn­bürs­ten, Rasier­klin­gen oder Schmin­ku­ten­si­li­en wie Lip­pen­stift sind aus­schließ­lich für den Eigen­ge­brauch bestimmt und soll­ten in der Erkäl­tungs­sai­son nicht mit ande­ren Haus­halts­mit­glie­dern geteilt wer­den.

Toi­let­ten­hy­gie­ne beach­ten: Die rich­ti­ge Toi­let­ten­hy­gie­ne ist bei Erkäl­tun­gen wich­tig, um eine Anste­ckung zu ver­mei­den. Mit ein­fa­chen Maß­nah­men las­sen sich krank­ma­chen­de Kei­me auf dem WC ein­däm­men. Die Toi­let­te soll­te nach jedem Toi­let­ten­gang geputzt und die Toi­let­ten­rän­der des­in­fi­ziert wer­den. Für Bad und Toi­let­te müs­sen getrenn­te Putz­lap­pen ver­wen­det und die­se häu­fig gewech­selt und in der Wasch­ma­schi­ne bei min­des­tens 60 Grad gewa­schen wer­den.

Gründ­lich put­zen: Das Bade­zim­mer soll­te wäh­rend der Erkäl­tungs­zeit beson­ders sorg­fäl­tig geputzt wer­den. Zum Säu­bern von Wasch­be­cken, Bad und Duschen eig­nen sich gän­gi­ge Haus­halts­rei­ni­ger. Des­in­fek­ti­ons­mit­tel sind unge­eig­net, da die­se kei­nen Schmutz ent­fer­nen.

Anti­bak­te­ri­el­le Pro­duk­te ver­wen­den: Der Ein­satz von Rei­ni­gungs­pro­duk­ten mit anti­bak­te­ri­el­ler Wir­kung ist bei hohem Anste­ckungs­ri­si­ko oder wenn Fami­li­en­mit­glie­der unter Immun­schwä­che oder einer chro­ni­schen Krank­heit lei­den, sinn­voll. Wenn die Abwehr geschwächt ist, müs­sen Berei­che wie Küche und Bade­zim­mer beson­ders gründ­lich gerei­nigt wer­den, da die Anste­ckungs­ge­fahr dort beson­ders hoch ist.

Des­in­fek­ti­ons­gel ver­wen­den: Des­in­fek­ti­ons­mit­tel zum Rei­ni­gen der Hän­de sind in klei­nen Fläsch­chen erhält­lich und eig­nen sich ide­al zur Mit­nah­me an den Arbeits­platz. Mit dem Gel kön­nen die Hän­de jeder­zeit des­in­fi­ziert wer­den.

Luft­feuch­tig­keit erhö­hen: Hei­zungs­luft trock­net die Schleim­häu­te aus und begüns­tigt dadurch Erkäl­tun­gen. Regel­mä­ßi­ges Lüf­ten ist die idea­le Innen­raum­hy­gie­ne und kann Atem­wegs­er­kran­kun­gen vor­beu­gen. Durch den Luft­aus­tausch beim Stoß­lüf­ten wer­den Was­ser­dampf und Schad­stof­fe nach außen abge­lei­tet. Zur Befeuch­tung der Raum­luft kön­nen bei Bedarf Luft­be­feuch­ter ein­ge­setzt wer­den.

Sau­na­gän­ge: Regel­mä­ßig in die Sau­na gehen stärkt das Immun­sys­tem und beugt lang­fris­tig Erkäl­tun­gen vor.

Viel trin­ken: Tro­cke­ne Luft ent­zieht dem Kör­per Was­ser. Zum Aus­spü­len von Krank­heits­er­re­gern benö­tigt der Kör­per viel Flüs­sig­keit. Eine Flüs­sig­keits­zu­fuhr von min­des­tens 1,5 bis 3 Litern täg­lich hilft dabei, Erkäl­tungs­vi­ren aus dem Kör­per zu spü­len und die Schleim­häu­te zu befeuch­ten.