Herbstanfang – So stärkt man das Immunsystem

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Das gesunde Immunsystem wehrt Bakterien, Viren und andere Keime ab. Im Herbst ist es besonders anfällig. Schuld sind die ständigen Wechsel zwischen trockener Heizungsluft in der Wohnung und nasskalten Winden im Freien, die dem Organismus ungewohnt erscheinen. Das löst Stress aus und schwächt die Immunabwehr. Durch ganz einfache Tricks lässt sie sich aber trainieren.

Immunsystem nicht erst stärken, wenn Krankheitssymptome auftreten

Viele Menschen erinnern sich erst an die Stärkung des Immunsystems, wenn sie bereits husten oder niesen. Doch dann ist der Körper bereits krank. Ihn jetzt durch Wechselduschen, Saunagänge oder Sport zu belasten, würde ihm eher schaden. Besser ist es, schon einige Wochen vor dem Herbstanfang eine starke Abwehr aufzubauen. Die nachfolgenden Schritte können dabei helfen.

Rechtzeitig an die Grippeimpfung denken

Chronisch Kranke und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich einer Grippeschutzimpfung unterziehen. Diese schützt vor einem heftigen Krankheitsverlauf, falls es doch einmal zum Infekt kommt. Welche Zielgruppen für diese Schutzmaßnahme infrage kommen, erklären der behandelnde Facharzt oder der Hausarzt. Wichtig ist, dass zwischen der Impfung und der erwarteten „Grippewelle“ einige Wochen liegen. Denn bis der Impfschutz aufgebaut ist, braucht es eine Weile.

Auf ausgewogene Ernährung achten

Wer sich ausgewogen ernährt, kann einer Infektion mit Erkältungsviren nachgewiesenermaßen vorbeugen. Insbesondere der Konsum von frischem Gemüse und Obst wirkt sich positiv auf die Abwehr aus. Vitamin-C-haltige Arten wie Äpfel, Zitrusfrüchte, Kiwis, Brokkoli und Grünkohl verhindern entzündliche Prozesse im Körper beziehungsweise lassen diese schneller abklingen. Selen und Zink tragen ebenfalls zur Stärkung der Abwehr bei. Ein ausgewogener Mix an Mineralstoffen, wie er in den meisten Obst- und Gemüsesorten zu finden ist, sorgt dafür, dass alle Stoffwechselvorgänge optimal ablaufen. Statt als kleinen Snack zur Schokolade oder zu Chips zu greifen, sollten frische Zutaten aus dem Garten oder vom Wochenmarkt genossen werden. Stammen sie aus der Region, sind sie im Allgemeinen weniger mit Schadstoffen belastet.

Raus an die frische Luft

Infekte entstehen häufig, weil es dem Organismus an Vitamin D3 fehlt. Dieses kann er nicht selbst herstellen. Eine Vorstufe von diesem wichtigen Vitamin kann er aber produzieren und später umwandeln, wenn die Haut regelmäßig dem Tageslicht ausgesetzt wird. Dazu muss die Sonne nicht einmal richtig scheinen. Etwa eine halbe Stunde sollte der Aufenthalt an der frischen Luft pro Tag mindestens dauern, damit der gewünschte Effekt erreicht wird. Alternativ kann auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden.

Sport ist kein Mord

Einen Freizeitsport zu betreiben, macht auf mehrere Weise Sinn. Er beseitigt Dysbalancen der Muskulatur, kräftigt Muskeln, Sehnen sowie Gelenke und baut Stress ab. Letzteres stärkt das Immunsystem. Welche Sportart betrieben wird, hängt von den individuellen Vorlieben sowie vom gesundheitlichen Zustand des Einzelnen ab. Anfangen kann jeder, auch im höheren Alter. Wichtig ist ein moderater Einstieg ins Training, der möglichst unter fachlicher Anleitung stattfindet. Wer sich für den Sport überhaupt nicht begeistern kann, geht zumindest forsch spazieren oder betätigt sich im Garten.

Wechselduschen und Saunagänge zum Abhärten

Beim Wechselduschen sowie beim Besuch der Sauna lernt der Organismus, auf unterschiedliche Temperaturreize schnell zu reagieren. Außerdem kurbeln beide Maßnahmen die Durchblutung an. Werden die Schleimhäute im Hals- und Rachenraum besser mit Sauerstoff versorgt, sind sie weniger anfällig.

Richtige Kleidung tragen

Zu Beginn des Herbstes ist es draußen mal warm, am nächsten Tag hingegen kühl. Wer sich vor einer Erkältung schützen möchte, wählt die jeweils passende Kleidung aus. Wenn die Füße und der Kopf auskühlen, reagiert der Körper empfindlich. Deswegen empfiehlt es sich, an nasskalten Tagen eine Mütze zu tragen oder die Kapuze überzustreifen.

Hygiene einhalten

Wer sich an die üblichen Hygienevorschriften hält, vermeidet die Übertragung ansteckender Krankheiten. Dazu zählt das Händewaschen vor und nach dem Essen sowie nach dem direkten Körperkontakt mit Fremden. Wer bereits erkrankt ist, sollte das Händeschütteln vermeiden, um nicht andere zu infizieren.

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