Kamille – mögliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen

    Zuletzt aktualisiert am Montag, den

    Abonnieren


    Kamil­le – Alles, was du über ihre Wir­kung wis­sen solltest. 

    Die Ech­te Kamil­le stellt nach wie vor eine der belieb­tes­ten und wich­tigs­ten Heil­pflan­zen in Euro­pa dar. Eine hei­len­de Wir­kung soll die Pflan­ze vor allem bei Ent­zün­dun­gen von Haut und Schleim­haut, Magen-Darm-Krämp­fen oder Atem­wegs­er­kran­kun­gen aufweisen.

    Steckbrief

    Heilpflanzen-Steckbrief: Kamille

    Wis­sen­schaft­li­cher Name: Matri­ca­ria chamomilla
    Auch bekannt als: Apfel­kraut, Apfel­blüm­lein, Ganil­le, Gar­nil­le, Gra­m­il­len, Hau­gen­blu­me, Hel­mer­gen, Helm­rie­gen, Her­mel, Her­me­lin, Her­min­zel, Kamel­le, Kam­mer­blu­me, Küh­mel­le, Kum­mer­blu­me, Lau­gen­blu­me, Mäg­de­blu­me, Maria­ma­g­da­lena­kraut, Mus­kat­blu­me, Mut­ter­kraut, Remi, Romerei
    Ern­te­zeit: Mai bis Juli
    Anbau und Gewin­nung: Die Kamil­le ist in Mit­tel­eu­ro­pa hei­misch und kann regio­nal in Deutsch­land ange­baut werden.
    Beson­de­re Nähr- und Inhalts­stof­fe: Äthe­ri­sches Öl (0,3–1,5%), Cuma­ri­ne, Fla­vo­no­ide, Fla­vo­ne, Polysaccharide
    Dar­rei­chungs­form: Bade­zu­satz, Gur­gel­lö­sung, Inha­la­ti­on, Puder, Sal­ben, Tee, Trop­fen, Tink­tur, Umschläge
    Heil­kraft: anti­bak­te­ri­ell, aus­trock­nend, beru­hi­gend, blut­rei­ni­gend, ent­zün­dungs­hem­mend, harn­trei­bend, krampf­lö­send, mens­trua­ti­ons­för­dernd, schmerz­lin­dernd, schweiß­trei­bend, tonisierend
    Anwen­dung:
    Hämor­rhoi­den Ekze­me Schleim­haut­ent­zün­dun­gen Zahn­fleisch­ent­zün­dung Akne Wun­den Erkäl­tung Hals­schmer­zen Hei­ser­keit Magen-Darm-Krämp­fe Bauch­schmer­zen Gas­tri­tis Chro­nisch ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kun­gen Durch­fall Insek­ten­sti­che Kör­per­ge­ruch Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den Reiz­ma­gen Neu­ro­der­mi­tis Can­di­da-Infek­tio­nen Unru­he Schlaf­stö­run­gen Blä­hun­gen Fibro­my­al­gie Heu­schnup­fen

    Über Kamille

    Die Ursprün­ge der Ech­ten Kamil­le wer­den in Süd- und Ost­eu­ro­pa bezie­hungs­wei­se Vor­der­asi­en ver­mu­tet, inzwi­schen ist sie aber in fast allen Tei­len der Welt anzu­tref­fen. Die Pflan­ze wächst bevor­zugt auf nähr­stoff­rei­chen Äckern, Wie­sen und Brach­flä­chen. Auf­grund der ihr zuge­spro­che­nen hei­len­den Eigen­schaf­ten fin­den die Kamil­len­blü­ten vor allem als Arz­nei Verwendung.

    Die Heil­pflan­ze wird übli­cher­wei­se inner­lich in Form von Tee gegen Blä­hun­gen und Völ­le­ge­fühl ein­ge­setzt. Sie wirkt beru­hi­gend und kann einen posi­ti­ven Ein­fluss auf die Schlaf­qua­li­tät1) haben.

    Zudem unter­stützt sie als Gur­gel­lö­sung oder Inha­la­ti­on bei der Lin­de­rung von Hals­schmer­zen, Erkäl­tungs­be­schwer­den oder Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen. Aber auch äußer­lich kann sie auf ver­schie­de­ne Wei­se ange­wen­det wer­den. Denn der Kamil­le wird eine ent­zün­dungs­hem­men­de und anti­bak­te­ri­el­le2) Wir­kung zuge­spro­chen und sie soll zur Wund­hei­lung beitragen.

    Zu den äußer­li­chen Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten zäh­len bei­spiels­wei­se Kom­pres­sen aus Tee, Dampf­bä­der, Tink­tu­ren, Sal­ben oder Haut­cremes. Als Sal­be oder Creme kann die Kamil­le auch bei Haut­pro­ble­men wie Akne hel­fen. Doch bei beson­ders tro­cke­ner Haut ist Vor­sicht gebo­ten. Denn die Pflan­ze weist eben­falls eine stark aus­trock­nen­de Wir­kung auf. Außer­dem kann es bei All­er­gi­kern zu Haut­rei­zun­gen kommen.

    Der Ech­ten Kamil­le wer­den krampf­stil­len­de, ent­zün­dungs­hem­men­de, beru­hi­gen­de und schmerz­lin­dern­de Eigen­schaf­ten nach­ge­sagt. Dadurch erge­ben sich die zahl­rei­chen Anwen­dungs­ge­bie­te, die vom Mund­raum, über die Haut3) bis zur Ver­dau­ung rei­chen. Aller­dings soll­ten selbst her­ge­stell­te Zube­rei­tun­gen aus Kamil­len­blü­ten nicht am oder im Auge ange­wen­det wer­den, da sie Ver­un­rei­ni­gun­gen mit Kei­men auf­wei­sen könnten.

    Wissenswertes

    Wissenswertes
    Die Ech­te Kamil­le ist eine rela­tiv anspruchs­lo­se Pflan­ze, die auch von Hob­by­gärt­nern leicht im eige­nen Gar­ten und in Töp­fen ange­baut wer­den kann. 

    Quellen

    Nach oben