Eibisch – mögliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen

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    Eibisch – Alles, was du über sei­ne Wir­kung wis­sen solltest. 

    Eibisch wur­de frü­her als Küchen­pflan­ze ver­wen­det und ist seit der Anti­ke als Heil­kraut bekannt. Zu emp­feh­len ist er ins­be­son­de­re zur Behand­lung der Schleimhäute.

    Steckbrief

    Heilpflanzen-Steckbrief: Eibisch

    Wis­sen­schaft­li­cher Name: Althea offi­ci­na­lis
    Auch bekannt als: Ade­wur­zel, Altee, Dri­an­ten­wur­zel, Eib­sche, Fluss­kraut, Heil­wurz, Hei­misch­wur­zel, Hilfwurz, Ibsche, Samt­pap­pel, Schleim­wur­zel, Weißwurzel
    Ern­te­zeit: Sep­tem­ber bis Novem­ber (Wur­zeln)
    Anbau und Gewin­nung: Der Eibisch ist in Süd­eu­ro­pa hei­misch und kann in Deutsch­land ange­baut werden.
    Beson­de­re Nähr- und Inhalts­stof­fe: Schleim­stof­fe, äthe­ri­sches Öl, Sapo­ni­ne, Aspa­ra­gin, Ephe­drin, Gerb­stoff, Gerb­säu­re, Cuma­ri­ne, Zink
    Dar­rei­chungs­form: Bad, Gur­gel­lö­sung, Hus­ten­saft, Lutsch­ta­blet­ten, Sirup, Tablet­ten, Tee, Tink­tur, Tropfen
    Heil­kraft: beru­hi­gend, blut­stil­lend, ent­zün­dungs­hem­mend, erwei­chend, harn­trei­bend, tonisierend
    Anwen­dung:
    Erkäl­tung Bron­chi­tis Bla­sen­ent­zün­dung Blä­hun­gen Tro­cke­ne Haut Ver­stop­fung Wun­den Ekze­me Hei­ser­keit Hals­ent­zün­dun­gen Hus­ten Ver­bren­nun­gen Insek­ten­sti­che Mus­kel­ka­ter Mund­ge­ruch Magen­schleim­haut­ent­zün­dung Mund­schleim­haut­ent­zün­dung Durch­fall

    Über Eibisch

    Der Eibisch ist Teil der Fami­lie der Mal­ven­ge­wäch­se. An sei­nem wis­sen­schaft­li­chen Namen ist bereits abzu­le­sen, dass er sich beson­ders gut als Heil­pflan­ze eig­net. Denn „Althaea“ bedeu­tet so viel wie Heil­kraut. Die mehr­jäh­ri­ge Pflan­ze ist eigent­lich in Süd­eu­ro­pa hei­misch. Doch auch hier­zu­lan­de sowie in Asi­en und Ame­ri­ka ist sie anzu­tref­fen. Den wild­wach­sen­den Eibisch darf man jedoch nicht pflü­cken, da er auf­grund des sin­ken­den Bestan­des unter Natur­schutz steht.

    Die Pflan­ze blüht von Juni bis August. Zum Ver­zehr eig­nen sich die Wur­zeln, Blät­ter, Blü­ten und Stän­gel. Die schleim­hal­ti­gen Wur­zeln wer­den am bes­ten im Herbst nach der Blü­te­zeit geern­tet, da sie zu die­sem Zeit­punkt am saf­tigs­ten sind. Der Eibisch wird vor allem bei Hus­ten, Ent­zün­dun­gen im Hals- und Rachen­raum sowie bei Magen-Darm-Beschwer­den ange­wen­det. Sei­ne Heil­kraft stammt ins­be­son­de­re aus den Schleim­stof­fen, denn die­se Inhalts­stof­fe sind zu cir­ca einem Fünf­tel in der Pflan­ze vorhanden.

    Eine klas­si­sche Ein­nah­me­form vom Eibisch ist der Tee. Dazu wer­den die getrock­ne­ten Blät­ter und Wur­zeln in Was­ser gelegt, um die wert­vol­len Schleim­stof­fe her­aus­zu­lö­sen. Aller­dings soll­te der Tee dabei auf kei­nen Fall erhitzt wer­den, da ansons­ten die Heil­kraft der Wirk­stof­fe schnell ver­lo­ren geht.

    Wei­te­re belieb­te Anwen­dungs­for­men sind Trop­fen, Hus­ten­saft, Tablet­ten, Sirup, Gur­gel­lö­sun­gen, Lutsch­ta­blet­ten und Pas­til­len. Außer­dem haben sich Wickel und Bade­zu­sät­ze bei Haut­pro­ble­men wie klei­nen Brand­wun­den, Haut­ris­sen, feuch­ten Ekze­men und Furun­keln bewährt.

    Dem Eibisch wer­den schleim­haut­schüt­zen­de, ent­zün­dungs­hem­men­de1), reiz­lin­dern­de, hus­ten­lin­dern­de und anti­oxi­da­ti­ve Eigen­schaf­ten zuge­schrie­ben. Die aus der Pflan­ze gewon­ne­nen Schleim­stof­fe legen sich beru­hi­gend auf die Schleim­häu­te2). Des­halb wird bei­spiels­wei­se bei Reiz­hus­ten und ande­ren Erkran­kun­gen der Atem­we­ge3) ger­ne zu Eibisch-Prä­pa­ra­ten gegrif­fen. Auch bei gereiz­tem Darm, Magen­schleim­haut­ent­zün­dun­gen und chro­ni­scher Bron­chi­tis wird die Pflan­ze tra­di­tio­nell angewendet.

    Wissenswertes

    Wissenswertes
    Die aus den USA bekann­ten kleb­rig-süßen Mar­sh­mal­lows wur­den frü­her aus Eibisch­wur­zel­ex­trakt her­ge­stellt. Dem­entspre­chend ist das eng­li­sche Wort für Eibisch „mar­sh mal­low“. Heu­te grei­fen die Her­stel­ler aller­dings eher zu künst­li­chen Alternativen. 

    Quellen

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