Rückenschmerzen

Rückenschmerzen

Fast jeder hat­te in sei­nem Leben schon ein­mal damit zu tun — Rücken­schmer­zen (Dor­sal­gie). Man unter­schei­det je nach Dau­er zwi­schen aku­ten und chro­ni­schen Rücken­schmer­zen. Auch die Inten­si­tät kann vari­ie­ren. Von einem leich­ten Zwi­cken bis hin zu star­ken Schmer­zen. Zudem gibt es viel­fäl­ti­ge Ursa­chen für einen schmer­zen­den Rücken.

Formen von Rückenschmerzen

Der Rücken­schmerz kann in unter­schied­li­chen For­men und Aus­prä­gun­gen auf­tre­ten. Im All­ge­mei­nen unter­schei­det man zwi­schen akut und chro­nisch sowie spe­zi­fisch und unspe­zi­fisch. Dabei müs­sen natür­lich immer die Stär­ke der Schmer­zen und die indi­vi­du­el­le Beein­träch­ti­gung im All­tag mit berück­sich­tigt wer­den.

Akut

Als akut wer­den sol­che Schmer­zen bezeich­net, die weni­ge Tage oder höchs­tens ein paar Wochen andau­ern und anschlie­ßend voll­kom­men wie­der ver­schwin­den. Meist tre­ten die­se plötz­lich auf.

Chronisch

Unter chro­ni­schen Rücken­schmer­zen ver­steht man Schmer­zen, die min­des­tens 183 Tage im Jahr vor­han­den sind — also mehr als die Hälf­te des Jah­res.

Spezifisch

Die spe­zi­fi­schen Rücken­schmer­zen betref­fen ganz bestimm­te Berei­che und sind genau auf die betrof­fe­nen Ner­ven zurück­zu­füh­ren. Dar­um ist es für den Arzt sehr wich­tig zu wis­sen, wo genau sich die Schmer­zen befin­den.

Unspezifisch

Die unspe­zi­fi­schen Schmer­zen las­sen sich nicht so ein­fach einem Bereich oder einer Ursa­che zuord­nen. Dort kön­nen die Schmer­zen sehr dif­fus sein und häu­fig stim­men sie nicht mit dem über­ein, was der Arzt auf den gemach­ten Bil­dern sieht (oder auch nicht sieht).

Welche Ursachen gibt es?

Häu­fig sind die Ursa­chen für Rücken­schmer­zen harm­los und der Spuk ist schnell wie­der vor­bei. Meist sind Fehl­hal­tun­gen oder fal­sche Bewe­gun­gen ver­ant­wort­lich für den Schmerz. Begüns­ti­gen­de Fak­to­ren für die Ent­ste­hung der Schmer­zen sind oft: Zu wenig Bewegung/Bürotätigkeiten, Über­ge­wicht oder eine fal­sche Belas­tung zum Bei­spiel beim Tra­gen schwe­rer Gegen­stän­de.

Im Fol­gen­den sind eini­ge Ursa­chen auf­ge­lis­tet, die zu Schmer­zen im Rücken füh­ren kön­nen:

  • Band­schei­ben­vor­fäl­le
  • Ver­let­zun­gen mit Betei­li­gung der Wir­bel­säu­le
  • Über­an­spru­chung oder Zer­rung der Mus­ku­la­tur
  • Osteo­po­ro­se
  • Rei­zung oder das Ein­klem­men von Ner­ven (zB Hexen­schuss)
  • Tumo­re oder Meta­sta­sen der Wir­bel­säu­le
  • Ver­schleiß­be­ding­te (dege­ne­ra­ti­ve) Ver­än­de­run­gen der Wir­bel­säu­le
  • Ent­zün­dun­gen im Bereich der Wir­bel­säu­le oder der Ner­ven
  • Eine Aus­stül­pung der Haupt­schlag­ader (Aor­ten­an­eu­rys­ma)
  • Erkran­kun­gen der Nie­re
  • Erkran­kun­gen der Bauch­spei­chel­drü­se
  • Gynä­ko­lo­gi­sche Erkran­kun­gen oder die Peri­ode
  • Psy­cho­so­ma­ti­sche Erkran­kun­gen

Wie können sich Rückenschmerzen äußern?

Genau­so wie es eine gan­ze Rei­he an mög­li­chen Ursa­chen gibt, so gibt es auch unter­schied­li­che Sym­pto­me, durch die sich der Rücken­schmerz äußern kann.

Einer­seits ste­hen natür­lich häu­fig die Schmer­zen selbst im Vor­der­grund. Die­se kön­nen von sehr leicht bis uner­träg­lich stark rei­chen und unter­schied­li­che Cha­rak­te­ris­ti­ka auf­wei­sen. Manch­mal kön­nen Betrof­fe­ne ganz genau sagen, an wel­cher Stel­le es schmerzt und manch­mal tut ein­fach der gesam­te Rücken weh. Die Schmer­zen kön­nen bei­spiels­wei­se als zie­hend, ste­chend, drü­ckend oder bren­nend beschrie­ben wer­den. Er kann plötz­lich auf­tre­ten oder schlei­chend. Manch­mal ist es für die Betrof­fe­nen mög­lich die Schmer­zen durch bestimm­te Bewe­gun­gen oder Maß­nah­men wie wär­men oder küh­len zu lin­dern. Alls die­se Infor­ma­tio­nen hel­fen dem Arzt dabei, die Ursa­che aus­fin­dig zu machen. Des Wei­te­ren kön­nen die Schmer­zen aus­strah­len. Dann tut nicht bloß der Rücken weh, son­dern zusätz­lich die Arme oder Bei­ne. Sogar getarnt als Brust- oder Bauch­schmer­zen kön­nen die Beschwer­den im Rücken auf­tre­ten.

Ande­rer­seits sind neben Schmer­zen je nach Ursa­che auch noch wei­te­re Sym­pto­me mög­lich. Hell­hö­rig soll­te man wer­den, sobald neu­ro­lo­gi­sche Beschwer­den wie Taub­heit, Läh­mun­gen oder Miss­emp­fin­dun­gen dazu kom­men. Zudem ist Vor­sicht gebo­ten, wenn die Rücken­schmer­zen von all­ge­mei­nen Sym­pto­men wie Unwohl­sein, Fie­ber, Schwin­del und Co. beglei­tet wer­den. In sol­chen Fäl­len soll­te umge­hend ein Arzt auf­ge­sucht wer­den.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache

Um Rücken­schmer­zen rich­tig zu behan­deln, ist es wich­tig, zuerst der Ursa­che auf den Grund zu gehen. Dabei kann der Arzt neben einem Gespräch eine Rei­he an Dia­gnos­tik durch­füh­ren — abhän­gig davon, wel­che Ursa­che ver­mu­tet wird.

Oft hilft Bewe­gung wie rücken­scho­nen­der Sport oder Phy­sio­the­ra­pie gegen Beschwer­den. Ergän­zend hel­fen meist Wär­me, Ent­span­nungs­tech­ni­ken und Maß­nah­men wie Mas­sa­ge oder Aku­punk­tur. In schwe­ren Fäl­len kom­men auch Schmerz­mit­tel sowie Sprit­zen in den Rücken zum Ein­satz.

Lie­gen bestimm­te Grund­er­kran­kun­gen vor, müs­sen die­se the­ra­piert wer­den. In man­chen Fäl­len, zum Bei­spiel bei schwe­ren Band­schei­ben­vor­fäl­len, die nicht auf kon­ser­va­ti­ve The­ra­pie anspre­chen, ist eine Ope­ra­ti­on not­wen­dig.

Reden Sie mit Ihrem Arzt, um gemein­sam die bes­te Behand­lung für Ihr Lei­den zu fin­den.