Heuschnupfen (Rhinitis allergica)

Heuschnupfen (Rhinitis allergica)

Ursachen und Symptome

Vie­le Men­schen sind davon betrof­fen: Der Heu­schnup­fen, auch Rhi­ni­tis all­er­gi­ca genannt, kann extrem unan­ge­nehm und stö­rend sein. Grund für den Heu­schnup­fen ist eine Über­emp­find­lich­keit gegen Baum- und Blü­ten­pol­len oder Grä­ser. Auch die All­er­gie gegen Haus­staub­mil­ben, die eben­falls Sym­pto­me eines klas­si­schen Heu­schnup­fens machen kann, fällt unter die Kate­go­rie Rhi­ni­tis all­er­gi­ca. Das Immun­sys­tem reagiert auf die eigent­lich harm­lo­sen All­er­ge­ne mit einer star­ken Abwehr­re­ak­ti­on und es kommt zu den typi­schen Sym­pto­men:

  • gerö­te­te, jucken­de, trä­nen­de Augen,
  • eine lau­fen­de Nase und behin­der­te Nasen­at­mung,
  • eine jucken­de Nase und Nies­reiz.

Die­se Sym­pto­me tre­ten oft sai­so­nal auf, je nach­dem, wor­auf eine Per­son all­er­gisch reagiert. Bei einer All­er­gie gegen Haus­staub­mil­ben kön­nen die Sym­pto­me das gan­ze Jahr über bestehen. Betrof­fe­ne reagie­ren unter­schied­lich stark und die Aus­prä­gung der Sym­pto­me kann von leicht bis schwer vari­ie­ren. Fer­ner spielt die Last der All­er­ge­ne eine Rol­le: Je mehr man dem Stoff aus­ge­setzt ist, des­to schlim­mer sind häu­fig die Beschwer­den.

Diagnostik

Dia­gnos­tisch kann man meist schon anhand der geschil­der­ten Beschwer­den eine Ver­mu­tung auf­stel­len. Um den Ver­dacht zu bestä­ti­gen, ist ein All­er­gie­test meist Mit­tel der Wahl. Die­ser soll­te jedoch erst durch­ge­führt wer­den, wenn die aku­te Reak­ti­on vor­über ist, also nicht in der All­er­gie-Sai­son.

Zur All­er­gie-Tes­tung ver­wen­det man bei Ver­dacht auf Heu­schnup­fen meist den soge­nann­ten Prick-Test. Dabei tropft man Lösun­gen mit unter­schied­li­chen All­er­ge­nen sowie eine Posi­tiv- und eine Nega­tiv­lö­sung zum Ver­gleich auf einen Unter­arm. Mit einer spit­zen Lan­zet­te wird die Haut an die­sen Stel­len ober­fläch­lich auf­ge­ritzt, damit die Test-Lösun­gen in die Haut kom­men kön­nen. Die Aus­wer­tung des Tests erfolgt in der Regel nach fünf­zehn bis drei­ßig Minu­ten. Haben sich an man­chen Stel­len rote, jucken­de Quad­deln gebil­det, so war der Test für die­ses All­er­gen posi­tiv. Da wäh­rend der Tes­tung die Gefahr einer stär­ke­ren all­er­gi­schen Reak­ti­on bis hin zum all­er­gi­schen Schock (Ana­phy­la­xie) besteht, muss man nach dem Test noch eine kur­ze Zeit in der Pra­xis unter Beob­ach­tung blei­ben.

Fer­ner kom­men oft Blut­tests zum Ein­satz, mit denen all­er­gie­ty­pi­sche Anti­kör­per nach­ge­wie­sen wer­den kön­nen.

Behandlung

Zur Behand­lung einer all­er­gi­schen Rhi­ni­tis gibt es zwei Wege, die man ein­schla­gen kann. Einer­seits spielt die medi­ka­men­tö­se The­ra­pie eine wich­ti­ge Rol­le, ande­rer­seits kön­nen Betrof­fe­ne eine spe­zi­fi­sche Immun­the­ra­pie (frü­her Hypo­sen­si­bi­li­sie­rung genannt) machen.

Medikamente

Zur medi­ka­men­tö­sen The­ra­pie gibt es eine Viel­zahl frei ver­käuf­li­cher oder ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Prä­pa­ra­te. Gän­gi­ge Medi­ka­men­te sind Anti­hist­ami­ni­ka wie das frei erhält­li­che Ceti­ri­zin, Cro­mo­ne in Form von Nasen­sprays oder Augen­trop­fen oder bei star­ken und aku­ten Reak­tio­nen cor­ti­son­hal­ti­ge Medi­ka­men­te. Jedoch soll­te man sich vor Ein­nah­me neu­er Medi­ka­men­te von sei­nem Arzt oder Apo­the­ker bera­ten las­sen.

Spezifische Immuntherapie

Eben­so wie Medi­ka­men­te wird the­ra­peu­tisch die spe­zi­fi­sche Immun­the­ra­pie ein­ge­setzt. Sie basiert auf der Gabe klei­ner Men­gen eines All­er­gens unter ärzt­li­cher Auf­sicht und über einen län­ge­ren Zeit­raum. Ziel der The­ra­pie ist eine Gewöh­nung des Kör­pers an den jewei­li­gen Stoff. Da es bei einer sol­chen The­ra­pie zu aku­ten all­er­gi­schen Reak­tio­nen bis hin zum all­er­gi­schen Schock (Ana­phy­la­xie) kom­men kann, ist es wich­tig, die Behand­lung unter fach­ärzt­li­cher Beob­ach­tung durch­füh­ren zu las­sen.