Generalisierte Angststörung

Frau mit Angststoerung

Generalisierte Angststörung

Wann spricht man von einer Generalisierten Angststörung?

Das Leit­sym­ptom der Gene­ra­li­sier­ten Angst­stö­rung ist eine andau­ern­de und unspe­zi­fi­sche Angst. Die­se Angst äußert sich meist in Form einer situa­ti­ons­un­ab­hän­gi­gen Anspan­nung und Furcht ohne Panik­at­ta­cken. Dabei bezie­hen die Ängs­te und Sor­gen sich häu­fig auf cha­rak­te­ris­ti­sche The­men wie das Wohl­be­fin­den gelieb­ter Men­schen, finan­zi­el­le Pro­ble­me, Zukunfts­plä­ne oder Welt­po­li­ti­sche Umstän­de. Oft ist die Angst all­ge­gen­wär­tig und nicht mir aktu­el­len Gescheh­nis­sen zu erklä­ren.

Wie entwickelt sich eine Angststörung?

Angst­stö­rung ent­ste­hen meis­tens mul­ti­fak­to­ri­ell, also durch ein Zusam­men­spiel aus meh­re­ren Fak­to­ren. Zu die­sen Fak­to­ren gehö­ren erlern­te Ver­hal­tens­wei­sen, gene­ti­sche Ein­flüs­se und psy­cho­so­zia­le Fak­to­ren wie das Erle­ben von ang­st­ein­flö­ßen­den, belas­ten­den oder trau­ma­ti­sie­ren­den Situa­tio­nen. Zudem spielt die Neu­ro­bio­lo­gie eine Rol­le bei der Ent­ste­hung von Angst­stö­run­gen. Ver­mu­tet wird eine zu hohe Akti­vi­tät des Angst­zen­trums im Gehirn, der Amyg­da­la. Auch ein Ungleich­ge­wicht im Hirn­stoff­wech­sel kann Stö­run­gen ver­ur­sa­chen.

Welche Symptome können auftreten?

Die Gene­ra­li­sier­te Angst­stö­rung zeich­net sich durch eine mal mehr und mal weni­ger aus­ge­präg­te Angst und Besorg­nis über Mona­te bis Jah­re hin­weg aus. Infol­ge­des­sen kann die Angst zu kör­per­li­chen Sym­pto­men wie Zit­tern, Herz­ra­sen, Bauch­schmer­zen und Mund­tro­cken­heit füh­ren, nimmt aller­dings nicht das Aus­maß von Panik­at­ta­cken an. Falls Panik­at­ta­cken hin­zu­kom­men, nennt sich das Krank­heits­bild Panik­stö­rung.

Durch die Anspan­nung und Angst sind die Betrof­fe­nen häu­fig schreck­haft und befürch­ten das Schlimms­te. Dies führt meist zu stark ein­schrän­ken­den Kon­zen­tra­ti­ons- und Schlaf­stö­run­gen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Wer­den Ängs­te ein­schrän­kend und neh­men einen gro­ßen Teil des Lebens ein, ist der Haus­arzt oft der ers­te Ansprech­part­ner. Durch den Aus­schluss von kör­per­li­chen Erkran­kun­gen, eine Über­wei­sung an Spe­zia­lis­ten und mit­hil­fe von genorm­ten Fra­ge­bö­gen kann so die Dia­gno­se gestellt wer­den.

Wur­de eine Gene­ra­li­sis­er­te Angst­stö­rung fest­ge­stellt, soll­te es zur Ein­lei­tung einer The­ra­pie kom­men. Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­fah­ren wie die Ver­hal­tens­the­ra­pie stel­len dabei neben einer medi­ka­men­tö­sen Behand­lung mit Anti­de­pres­si­va oder angst­lö­sen­den Medi­ka­men­te die Basis der The­ra­pie dar.

Fer­ner gibt es unter­stüt­zend die Mög­lich­kei­ten, wei­te­re Ange­bo­te wie Selbst­hil­fe­grup­pen ins Anspruch zu neh­men.