Burn-out

Burn-out

Burn-out: Wenn aus Ehrgeiz Erschöpfung wird

“Burn-out” bedeu­tet über­setzt so viel wie “aus­bren­nen” und beschreibt die ent­spre­chen­de Erkran­kung damit sehr gut. Die­se ent­steht häu­fig, wenn das Ver­hält­nis von Belas­tung und Ent­span­nung nicht mehr stimmt. Die Anfor­de­run­gen im Job, in der Schu­le oder im Stu­di­um sind hoch, man kniet sich voll in die Arbeit und hat für alles ande­re kei­ne Zeit mehr. Doch nicht nur Arbeit oder Schu­le kön­nen zum Burn-out füh­ren. Bei­spiels­wei­se kann es zu einer enor­men Belas­tung wer­den, den Ansprü­chen der Gesell­schaft ent­spre­chen zu wol­len. Neben Haus­halt und Kin­dern soll­te jeder am bes­ten noch eine top Figur haben und in diver­sen Ver­ei­nen tätig sein. In einer Leis­tungs­ge­sell­schaft kann es schnell pas­sie­ren, dass man sein Gleich­ge­wicht ver­liert.

Wie äußert sich ein Burn-out?

Ein Burn-out kann sich in unter­schied­li­chen Sym­pto­men äußern. Bei eini­gen Men­schen schlägt die Erschöp­fung vor allem auf das Gemüt, ande­re ent­wi­ckeln kör­per­li­che Sym­pto­me. In jedem Fall ist es wich­tig, das Pro­blem recht­zei­tig zu erken­nen und ein­zu­grei­fen. Da die Erkran­kung sich von Mensch zu Mensch unter­schied­lich äußern kann, soll­te immer die Situa­ti­on der Betrof­fe­nen mit­ein­be­zo­gen wer­den. Unter ande­rem kön­nen fol­gen­de Beschwer­den auf­tre­ten:

Symptome bei Erwachsenen:

Symptome bei Kindern:

  • Pro­ble­me, aus dem Bett zu kom­men
  • Kör­per­li­che Sym­pto­me wie Bauch­schmer­zen
  • Schul­angst und Schu­le schwän­zen
  • Zurück­ge­zo­gen­heit
  • Aggres­si­vi­tät und Gereizt­heit
  • Antriebs­lo­sig­keit
  • Leis­tungs­ängs­te und Min­der­wer­tig­keits­ge­füh­le
  • Selbst­ver­let­zung, Such­ter­kran­kun­gen

Work-Life-Balance

Um einem Burn-out vor­zu­beu­gen, ist das Gleich­ge­wicht zwi­schen Stress und Erho­lungs­pha­sen ein wich­ti­ger Fak­tor. Was das in der Umset­zung genau bedeu­tet, kann jedoch voll­kom­men unter­schied­lich sein. Macht der Job wirk­lich Spaß, muss die­ser kei­ne Belas­tung sein. Gleich­zei­tig kön­nen auch Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten wie Ver­eins­ar­beit Stress und Leis­tungs­druck bedeu­ten und soll­ten dann even­tu­ell ein­ge­schränkt wer­den. Unter Umstän­den kann auch ein Wech­sel des Arbeits­plat­zes oder gar eine Neu­ori­en­tie­rung nötig sein, um wie­der ins Gleich­ge­wicht zu kom­men.

Neben Hob­bies, einem sozia­len Umfeld, gesun­dem Essen, aus­rei­chend Was­ser, Sport und Pau­sen im All­tag kön­nen Ent­span­nungs­tech­ni­ken hel­fen, Stress zu redu­zie­ren:

  • Atem­übun­gen
  • Acht­sam­keit
  • Mus­kel­ent­span­nung
  • Auto­ge­nes Trai­ning

Die ausgebrannte Seele heilen

Hat die Erschöp­fung bereits Besitz ergrif­fen, so soll­te schnellst­mög­lich gehan­delt wer­den. Sinn­voll ist es, zuerst den Haus­arzt auf­zu­su­chen und sich bera­ten zu las­sen. In vie­len Fäl­len hilft es bereits, sich aus dem belas­ten­den Bereich des Lebens vor­über­ge­hend her­aus­zu­zie­hen. Ist die Arbeit das Pro­blem, kann eine Krank­schrei­bung eine kur­ze Ruhe­pau­se gewäh­ren. Doch damit ist die Sache nicht gelöst. The­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung ist der Grund­pfei­ler der Behand­lung. Ob ambu­lant oder in einer Kli­nik — die The­ra­pie rich­tet sich nach der Schwe­re des Burn-outs sowie den Lebens­um­stän­den. Sind die ers­ten Schrit­te gegan­gen und die Kraft­re­ser­ven ein wenig auf­ge­tankt, soll­te an lang­fris­ti­gen Ver­än­de­run­gen gear­bei­tet wer­den, damit es nicht gleich wie­der zur völ­li­gen Erschöp­fung kommt.