Gute Vorsätze – 5 Tipps wie es klappt

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    Gute Vorsätze umsetzen
    Gute Vorsätze – 5 Tipps wie es klappt

    Verhaltensmuster durchbrechen

    Jeder von uns hat sie: Schlech­te Ange­wohn­hei­ten, die wir ger­ne los­wer­den wol­len. Es ist ganz egal, ob es die schlech­te Ernäh­rung, die Aus­re­den, die uns vom Sport fern­hal­ten oder aber das zu spä­te ins Bett gehen ist. Die­se Ange­wohn­hei­ten sind schlecht, weil sie sich nega­tiv auf unse­re Gesund­heit aus­wir­ken. Gute Vor­sät­ze sind schnell gefasst, jedoch klappt das “Los­wer­den” lei­der in den sel­tens­ten Fäl­len. War­um ist das so?

    Antrai­nier­te Gewohn­hei­ten erleich­tern uns die Ent­schei­dungs­fin­dung im All­tag. Teil­wei­se bil­den sich sol­che Ver­hal­tens­mus­ter im Lau­fe eines gan­zen Lebens, wes­halb wir unse­re “schlech­ten Ange­wohn­hei­ten” nicht so schnell able­gen kön­nen. Der Mensch ist ein Gewohn­heits­tier, der sei­nen Tages­ab­lauf mög­lichst effi­zi­ent mit Hil­fe von Rou­ti­nen meis­tert. Da hel­fen gute Vor­sät­ze nur wenig, es bedarf einer Stra­te­gie, um mit alten Gewohn­hei­ten zu bre­chen. Jeder von uns hat ein bestimm­tes Ein­kaufs­ver­hal­ten, eine bestimm­te Rou­te zur Arbeit oder ein Mor­gen­ri­tu­al, das mehr oder weni­ger unbe­wusst und auf Auto­pi­lot abläuft.

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    Des­halb sind die Ange­wohn­hei­ten, egal ob gut oder schlecht auch nur schwer zu durch­bre­chen. Sie ken­nen das bestimmt von den unzäh­li­gen, nicht umge­setz­ten Neu­jahrs­vor­sät­zen. Ver­än­de­rungs­ver­su­che kön­nen sich sogar falsch anfüh­len und ein Unwohl­sein ver­ur­sa­chen, weil wir uns damit aus unse­rer eige­nen Kom­fort­zo­ne ent­fer­nen.

    Raus aus der Komfortzone

    Wirk­lich jeder kann es schaf­fen, sich schlech­te Ange­wohn­hei­ten abzu­trai­nie­ren, damit gute Vor­sät­ze nicht das blei­ben, was sie sind, näm­lich Wunsch­den­ken. Es bedarf einer ste­ti­gen und kon­se­quen­ten Anpas­sung Ihres Ver­hal­tens sowie sehr viel Selbst­dis­zi­plin und Durch­hal­te­ver­mö­gen. Auch wenn Ihre Selbst­dis­zi­plin und Ihr Durch­hal­te­ver­mö­gen am Ende nicht mehr in mei­ner Hand liegt, so kann ich Sie mit den fol­gen­den Tipps zumin­dest in eine gute Rich­tung len­ken!

    Uner­wünsch­te Gewohn­hei­ten wer­den Sie am ein­fachs­ten los, wenn Sie die­se durch neue und hof­fent­lich bes­se­re Gewohn­hei­ten über­schrei­ben. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
    • Defi­ni­ti­on: Defi­nie­ren und benen­nen Sie die uner­wünsch­te Gewohn­heit mög­lichst prä­zi­se. Zum Bei­spiel die Chips­tü­te vor dem Fern­se­her.
    • Iden­ti­fi­ka­ti­on: Jede Gewohn­heit hat einen Aus­lö­ser. Ver­su­chen Sie, den Aus­lö­ser für die benann­te Gewohn­heit zu iden­ti­fi­zie­ren. Um bei dem Bei­spiel der Chips­tü­te zu blei­ben, stel­len Sie sich die Fra­ge, war­um sie in dem Moment nach der Chips­tü­te grei­fen? Haben Sie Hun­ger? Ist das Fern­seh­pro­gramm zu lang­wei­lig?
    • Obser­va­ti­on: Beob­ach­ten Sie sich selbst. Neh­men Sie den Aus­lö­ser in dem tat­säch­li­chen Moment wahr. Sie müs­sen für sich her­aus­fin­den, war­um Sie nach der Chips­tü­te grei­fen.
    • Refle­xi­on: Wie füh­len Sie sich beim Ver­zehr die­ser Chips­tü­te? Wel­che “Beloh­nung” erle­ben sie dabei?
    • Umset­zung: Jetzt kommt das Schwers­te an der gan­zen Geschich­te. Im bes­ten Fall wis­sen Sie, was Sie ändern möch­ten. Sie ken­nen den Aus­lö­ser, der zu der schlech­ten Ange­wohn­heit geführt hat und wel­che Beloh­nung Sie in dem Tun erfah­ren. Sie müs­sen jetzt eins und eins zusam­men­zäh­len und poten­zi­el­le Alter­na­ti­ven zu der Chips­tü­te fin­den. Wenn Sie zum Bei­spiel nur etwas zum “Knab­bern” brau­chen, ver­su­chen Sie es alter­na­tiv mal mit Gemü­se Snacks. Hier­bei ist die Vor­be­rei­tung ent­schei­dend. Wenn Sie spon­tan etwas zu knab­bern wol­len, soll­ten Sie vor­her schon ent­spre­chen­de Snacks vor­be­rei­tet haben, damit Sie nicht wie­der nach den Chips grei­fen. Kei­ne Chips im Haus zu haben, hilft hier aber auch enorm!

    Gute Vorsätze umsetzen

    Die neue Gewohn­heit kann sich nur eta­blie­ren, wenn Sie das “neue Pro­gramm” kon­ti­nu­ier­lich in ihr Unter­be­wusst­sein trai­nie­ren. Gewohn­hei­ten wer­den erlernt und erst durch häu­fi­ge Wie­der­ho­lun­gen ein­ge­prägt. Moti­vie­ren­de Bot­schaf­ten hel­fen hier nur bedingt. Sie kön­nen einen zwar für den Moment beflü­geln und inspi­rie­ren, ver­lie­ren aber auf Dau­er die Wir­kung.

    Umso wich­ti­ger ist das tat­säch­li­che trai­nie­ren der neu­en Ver­hal­tens­mus­ter, wodurch ent­spre­chen­de Neu­ro­nen­bah­nen gebil­det wer­den kön­nen und die neue Gewohn­heit dann auch auf Auto­pi­lot ablau­fen kann. Wenn Sie durch­hal­ten und sich selbst auf das neue Ver­hal­ten umpro­gram­mie­ren, rei­chen bereits simp­le Aus­lö­se­rei­ze oder auch das Ver­lan­gen nach der Beloh­nung, um das neue und bes­se­re Ver­hal­ten abzu­spie­len.

    Ein abschlie­ßen­der Tipp: Machen Sie sich das Leben nicht unnö­tig kom­pli­ziert, indem Sie alles auf ein­mal und am bes­ten noch sofort ändern möch­ten. Das ist die fal­sche Her­an­ge­hens­wei­se und sie bür­den sich zu viel auf ein­mal auf.

    Unse­re Tipps in Kür­ze:
    • Gehen Sie es lie­ber Schritt für Schritt an.
    • Neh­men Sie sich klei­ne Ände­run­gen vor.
    • Set­zen Sie sich Mei­len­stei­ne und Zwi­schen­zie­le.

    Fazit: Nur so wer­den Sie Ihren Zie­len näher kom­men und erschaf­fen sich auch auf Dau­er eine neue Rea­li­tät. Und den­ken Sie dar­an: Mit jeder Aus­re­de betrü­gen Sie sich nur selbst und ver­fal­len irgend­wann in alte Mus­ter zurück!