Was ist nach medizinischer Definition der Stoffwechsel und was meint der Volksmund damit?

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    HR-Sprech­stun­de Gesun­de Ernäh­rung #3

    Kurz & Knapp: Der Stoff­wech­sel ist bei jedem Men­schen indi­vi­du­ell und von den unter­schied­lichs­ten Fak­to­ren anhän­gig. Unter­schie­den wird dabei zwi­schen dem ana­bo­len und dem kata­bo­len Metabolismus.

    Was ist die medizinische Definition eines Stoffwechsels?

    Im medi­zi­ni­schen Sinn ver­steht man unter dem Begriff Stoff­wech­sel die Sum­me aller bio­lo­gi­schen Pro­zes­se. Der Meta­bo­lis­mus ist die Grund­la­ge aller lebens­wich­ti­gen Vor­gän­ge und unter­schei­det Lebe­we­sen von nicht Lebewesen.

    Es gibt zwei ver­schie­de­ne For­men, die sich sowohl medi­zi­nisch als auch bio­lo­gisch unter­schei­den. Dabei wird zwi­schen dem ana­bo­len und dem kata­bo­len Meta­bo­lis­mus dif­fe­ren­ziert. Derana­bo­le Stoff­wech­sel ist der auf­bau­en­de Stoff­wech­sel. Da geht es dar­um kör­per­ei­ge­ne Sub­stan­zen, wie zum Bei­spiel Haut, Haa­re, Nägel und die Mus­ku­la­tur auf­zu­bau­en. Der kata­bo­le Meta­bo­lis­mus ist der Abbau­en­de. Idea­ler­wei­se hal­ten sich bei­de Vor­gän­ge im Gleich­ge­wicht. Beim kata­bo­len Meta­bo­lis­mus geht es vor allem um die Ener­gie­ge­win­nung, die­se ent­steht bei­spiels­wei­se durch die Nah­rungs­auf­nah­me. Für die Ener­gie­ge­win­nung wer­den Stof­fe aus der Nah­rung ver­wer­tet und die­nen dem Auf­bau unse­rer kör­per­ei­ge­nen Substanzen.

    Die Meinung zum Stoffwechsel im Volksmund

    Im Volks­mund wird der Meta­bo­lis­mus häu­fig mit dem The­ma des Abneh­mens, aber auch des Zuneh­mens in Ver­bin­dung gebracht. Men­schen haben ent­we­der das Gefühl, die Nah­rung schnell zu ver­wer­ten oder dass die Nah­rung ver­lang­samt auf­ge­nom­men wird. Dies ist jedoch nicht so leicht nach­zu­wei­sen, da jeder Mensch einen sehr indi­vi­du­el­len Stoff­wech­sel hat. Es gibt nicht den idea­len Meta­bo­lis­mus, son­dern nur den kör­per­ei­ge­nen Stoff­wech­sel, der sich von Mensch zu Mensch unter­schei­det. Denn die­ser wird beein­flusst durch den Leber­stoff­wech­sel, die Schild­drü­sen­wer­te und wie Eiweiß oder Nah­rung im Kör­per ver­wer­tet wird. Das ist auch abhän­gig davon, wie gut in den Orga­nen und dem Darm der Zucker ver­stoff­wech­selt wird.

    Die Aus­wer­tung des Blu­tes oder auch eine geziel­te Fra­ge­stel­lung nach dem Lebens­stil kann Auf­schluss dar­über geben, wie der eige­ne Stoff­wech­sel funk­tio­niert. Dabei kommt es vor allem auf ein erhöh­tes Schmerz­emp­fin­den oder ein andau­ern­des Träg­heits­ge­fühl an. Des­halb ist der eige­ne Stoff­wech­sel schwie­rig ein­zu­schät­zen, denn es spie­len vie­le ver­schie­de­ne Fak­to­ren eine Rol­le dabei. Oft reicht des­halb nicht nur ein ein­fa­cher Blut­test aus, um mög­li­che Pro­ble­me festzustellen. 

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