Divertikulitis – schmerzhafte Entzündung im Darm

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    Divertikulitis Schmerzen
    Divertikulitis – schmerzhafte Entzündung im Darm

    Was ist eine Divertikulitis?

    Über­setzt bedeu­tet Diver­ti­ku­li­tis eine Ent­zün­dung von Diver­ti­keln oder Pseu­do­di­ver­ti­keln, also Aus­sa­ckun­gen eines Hohl­or­gans. In der Regel spricht man von einer Diver­ti­ku­li­tis, wenn sich die Pseu­do­di­ver­ti­kel, die Aus­stül­pun­gen aus Schleim­haut und Bin­de­ge­we­be, im Rah­men einer Diver­ti­ku­lo­se des Darms ent­zün­den. Dies kann pas­sie­ren, wenn Stuhl­res­te in den Aus­sa­ckun­gen hän­gen blei­ben und sich infi­zie­ren.

    Entzündungen erkennen

    Vor allem bei einer bereits bekann­ten Diver­ti­ku­lo­se, aber auch ohne eine sol­che Dia­gno­se kön­nen die fol­gen­den Sym­pto­me auf eine Diver­ti­ku­li­tis hin­wei­sen:

    • Bauch­schmer­zen (oft im lin­ken Unter­bauch)
    • Fie­ber
    • Durch­fall oder Ver­stop­fun­gen
    • Übel­keit und Erbre­chen

    Bei aku­ten Ent­zün­dun­gen kann es auch zu einem Durch­bruch der Darm­wand kom­men. Dabei tritt der sich im Darm befind­li­che Stuhl in den Bauch­raum über und führt zu einer Ent­zün­dung des Bauch­fells (Peri­to­ni­tis). Eine sol­che Kom­pli­ka­ti­on führt zu star­ken Schmer­zen und einer brett­hart gespann­ten Bauch­de­cke.

    Diagnostik

    Um eine Diver­ti­ku­li­tis von ande­ren aku­ten Erkran­kun­gen des Bau­ches wie bei­spiels­wei­se einer Blind­darm­ent­zün­dung unter­schei­den zu kön­nen, müs­sen zunächst eini­ge Unter­su­chun­gen durch­ge­führt wer­den.

    Neben einer aus­führ­li­chen Ana­mne­se kann eine Blut­ent­nah­me Hin­wei­se auf ein Ent­zün­dungs­ge­sche­hen geben. Durch eine kör­per­li­che Unter­su­chung mit Abtas­ten des Bau­ches kann der Schmerz bes­ser ver­or­tet wer­den und der Arzt gege­be­nen­falls Ver­här­tun­gen oder ande­re Auf­fäl­lig­kei­ten im Bauch tas­ten. Zudem gehört immer ein Ultra­schall des Bau­ches dazu. Unter Umstän­den wer­den wei­te­re bild­ge­ben­de Ver­fah­ren wie eine Com­pu­ter­to­mo­gra­phie (CT) nötig.

    Konservative Therapie oder Operation?

    Ob eine Ope­ra­ti­on sein muss oder ob auf die­se ver­zich­tet wer­den kann, kommt dar­auf an, ob es sich um eine ein­fa­che oder kom­pli­zier­te Diver­ti­ku­li­tis han­delt, ob die Ent­zün­dung ein­mal oder wie­der­keh­rend ist und ob es zu Kom­pli­ka­tio­nen kommt.

    Prin­zi­pi­ell gilt, dass bei unkom­pli­zier­ten, nicht gehäuft auf­tre­ten­den Ent­zün­dun­gen ver­sucht wer­den soll­te, die­se ohne Ope­ra­ti­on zu behan­deln. Dabei sind das Ein­hal­ten einer spe­zi­el­len Diät, eine hohe Flüs­sig­keits­zu­fuhr und eine Anti­bio­ti­ka­the­ra­pie erfor­der­lich.

    Bei kom­pli­zier­ten Ver­läu­fen, häu­fig auf­tre­ten­den Ent­zün­dun­gen oder Kom­pli­ka­tio­nen wie einem Durch­bruch der Darm­wand, muss in der Regel ope­riert wer­den. Je nach Beschwer­de­bild kommt es zu einer geplan­ten oder not­fall­mä­ßi­gen Ope­ra­ti­on mit unter­schied­li­chem Aus­maß.

    Dr. med. Natascha Kern
    Unse­re Autorin: Dr. med. Nata­scha KernÄrz­tinArzt/Ärztin nach gel­ten­der Appro­ba­ti­ons­ord­nung

    Dr. Nata­scha Kern stu­dier­te Human­me­di­zin an der Johann Wolf­gang von Goe­the-Uni­ver­si­tät in Frank­furt am Main. Sie arbei­tet am Insti­tut für Rechts­me­di­zin in Frank­furt. Seit 2017 schreibt Sie als Gast­au­torin auch für Health Rise.

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