Die besten Tipps gegen Rückenschmerzen

Frau mit Rückenschmerzen
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Oft kommen sie ganz plötzlich und unerwartet, manchmal sind sie jedoch auch chronisch: Rückenschmerzen sind für viele Menschen in Deutschland ein großes Problem. Machen sich im Rücken Schmerzen breit, die man sowohl im Stehen als auch im Sitzen und Liegen spürt? Hier ist es wichtig, die richtigen Tipps zu kennen, um dem Abhilfe zu schaffen. Wichtig: Wenn die Beschwerden über mehrere Tage oder gar Wochen andauern, ist der Gang zum Arzt unvermeidlich. Bei akuten Schmerzen im Rücken lässt sich aber auch mit den richtigen Tipps bereits vieles bewirken.

Akute Rückenschmerzen: Optimieren Sie Ihre Haltung!

Wenn akute Schmerzen im Rücken auftreten, wie beispielsweise in der Lendenwirbelsäule, dann ist die Stufenlagerung wichtig. Diese Haltung sorgt für eine unmittelbare Entlastung der Wirbelsäule und kann starke Schmerzen gezielt lindern. Am besten legt man sich mit dem Rücken flach auf den Boden. Jetzt legt man die Unterschenkel im 90°-Winkel zu den Oberschenkeln auf einen Stuhl. Natürlich darf der Kopf durch eine Nackenrolle oder ein Kissen gestützt werden. Diese Lagerung entspannt die Muskeln und verringert den Druck, der auf die Bandscheiben ausgeübt wird. Die Folge: Die Nerven haben die Möglichkeit, sich von der Last zu „erholen“. Diese Position kann so oft durchgeführt werden, wie es sich gut für einen selbst anfühlt – noch besser ist es jedoch, sich genauso regelmäßig zu bewegen.

Wann sollte man mit Rückenschmerzen zum Arzt?

Die meisten Menschen, die Schmerzen im Rücken haben, leiden unter akuten Schmerzen, die nach einer gewissen Zeit wieder von selbst abklingen. Allerdings wäre es fatal, die Beschwerden vollkommen zu ignorieren. Es ist wichtig, den Verlauf genau zu beobachten und – sofern sie länger anhalten – einen Arzt aufzusuchen. Er kann eine Diagnose stellen und erkennt meist schnell, was die Ursache ist. Liegen ernste Erkrankungen vor, müssen diese ebenfalls frühzeitig diagnostiziert werden.

Sind Rückenschmerzen von weiteren Symptomen, wie Schwindel, Fieber oder gar Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen begleitet, sollte man sich unverzüglich zum Hausarzt begeben.

Osteopathie und Massage: Was man selbst gegen akute Beschwerden tun kann.

Treten Schmerzen im Rücken plötzlich auf, hilft eine kalte Massage: Hierfür nimmt man einen Kühlakku oder ein Kühlpad, das man zusammenrollt. Nun massiert man mit ihm für etwa zehn Minuten die Muskulatur rund um die Wirbelsäule. Anschließend sollte man sich ausgiebig dehnen und strecken, ehe man dem Körper eine kleine Ruhepause gönnt.

Wenn sich bei einem Arztbesuch keine ernsthafte Erkrankung als Ursache zeigt, dann gibt es viele Möglichkeiten, Rückenbeschwerden entgegenzuwirken. Am wichtigsten ist regelmäßige Bewegung: Schwimmen und lange Spaziergänge sind schonend und bewegen die Wirbelgelenke auf sanfte Weise. Oft empfinden Betroffene zu Beginn erst einmal stärkere Schmerzen, wenn sie die Bewegung nicht gewohnt sind. Diese lassen allerdings mit der Zeit nach – hier sollte man sich keinesfalls zu schnell entmutigen lassen. Ein weiterer häufiger Faktor ist eine mögliche Fehlhaltung im Alltag: Gerade im Büro sitzen viele Menschen mit gekrümmtem Rücken und hochgezogenen Schultern am Bildschirm – dass dies früher oder später für Schmerzen sorgt, versteht sich fast von selbst.

Sind die Schmerzen nur schwer auszuhalten, kann man sie selbstverständlich durch die Einnahme rezeptfreier Schmerzmittel lindern. Dazu zählen unter anderem Ibuprofen, Aspirin oder auch Paracetamol. Im Vorfeld sollte jedoch immer Rücksprache mit dem Arzt oder einem Experten für Osteopathie gehalten werden, ehe man irgendwelche Medikamente einnimmt. Auch ein Osteopath kann bei einem schmerzenden Rücken Linderung bringen und Ratschläge geben, wie man diese zukünftig vermieden oder eingedämmt kann.

Wie sinnvoll ist Wärme bei Rückenschmerzen?

Mindestens genauso effektiv wie Kälte ist angenehme Wärme: Sie lockert verspannte Muskelstränge, sorgt für eine gute Durchblutung und kann langfristig Schmerzen lindern. Am besten legt man sich auf den Bauch und platziert eine Wärmflasche auf der Stelle des Rückens, die am meisten schmerzt. Alternativ dazu lässt sich auch ein Körnerkissen, das man zuvor in der Mikrowelle erwärmt hat, auflegen – oder gleich mehrere. Vorsicht: Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, ansonsten drohen Verbrennungen! Am besten ist es, sehr heiße Wärmflaschen über der Kleidung oder einem weichen Handtuch aufzulegen.

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