Dehydration — diese Symptome machen Wassermangel gefährlich!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29.04.2019 Lesezeit: 5 Minuten
Das Wich­tigs­te in Kür­ze:
  • Dehy­dra­ti­on birgt vie­le gesund­heit­li­che Gefah­ren und soll­te drin­gend ver­mie­den wer­den.
  • Die Sym­pto­me rei­chen von Kopf­schmer­zen und Müdig­keit bis hin zu Blut­hoch­druck oder hohen Cho­le­ste­rin­wer­ten.
  • Exper­ten emp­feh­len zwei Glä­ser Was­ser direkt nach dem Auf­ste­hen.

Der mensch­li­che Kör­per besteht zu 75 Pro­zent aus Was­ser und zu 25 Pro­zent aus fes­ten Sub­stan­zen. Dass das Trin­ken eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für vie­le Funk­tio­nen des mensch­li­chen Orga­nis­mus dar­stellt, ist schon längst kein Geheim­nis mehr – den­noch ach­ten wir oft­mals nur unge­nü­gend auf eine aus­rei­chen­de Auf­recht­erhal­tung unse­res Was­ser­haus­halts. Die Fol­ge: Dehy­dra­ti­on.

In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie, was man unter Dehy­dra­ti­on ver­steht, wie wich­tig eine aus­rei­chen­de Was­ser­zu­fuhr wirk­lich ist und wel­che Tipps Ihnen garan­tiert bei der Umset­zung hel­fen.

Dehydration Symptome
Dehydration - diese Symptome machen Wassermangel gefährlich!

Definition: Was ist eigentlich die Dehydration?

Schlech­te Haut, Ver­dau­ungs­pro­ble­me, Bla­sen- und Nie­ren­schwä­che, Kopf­schmer­zen und Müdig­keit stel­len nur eine Hand­voll nega­ti­ver Fol­gen einer unzu­rei­chen­den Flüs­sig­keits­zu­fuhr dar. Die Rede ist von einer Dehy­dra­ti­on, unter der im medi­zi­ni­schen Bereich eine Abnah­me der Kör­per­flüs­sig­keit bezie­hungs­wei­se des Kör­per­was­sers eines Orga­nis­mus ver­stan­den wird. Eine mas­si­ve Dehy­dra­ti­on kann im wei­te­ren Ver­lauf zu einer Exsik­ko­se füh­ren – die Aus­trock­nung eines leben­den Orga­nis­mus, die durch eine nega­ti­ve Flüs­sig­keits­bi­lanz ent­steht.

Defi­ni­ti­on kurz und knapp: Unter Dehy­dra­ti­on ver­steht man einen Flüs­sig­keits­man­gel, des­sen Ursa­che zu wenig Flüs­sig­keits­auf­nah­me oder ein hoher Ver­lust an Flüs­sig­kei­ten dar­stellt.

Anzeichen und Symptome einer Dehydration

Die ers­ten Sym­pto­me, die sich bei einer Dehy­dra­ti­on bemerk­bar machen, sind:

Ach­tung: Soll­te durch eine man­gel­haf­te Zufuhr der Flüs­sig­keits­ge­halt im Orga­nis­mus nur noch bei 20 Pro­zent des nor­ma­len Was­ser­haus­halts lie­gen, so kann eine Dehy­dra­ti­on lebens­ge­fähr­lich wer­den. Oft­mals muss dann schnell gehan­delt wer­den, indem eine Elek­tro­lyt-Lösung intra­ve­nös (über eine Vene) und ange­rei­chert mit vie­len Mine­ral­stof­fen ver­ab­reicht wird.

Warum Wasser für uns so wichtig ist

Was­ser ist für uns Men­schen genau­so wich­tig, wie die Luft, die wir atmen. Des­halb soll­te stets auf eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr geach­tet wer­den: min­des­tens 2 Liter Was­ser pro Tag. Oft­mals wird in unse­rer moder­nen Gesell­schaft das lebens­wich­ti­ge Was­ser durch Limo­na­den, Kaf­fee oder Tee ersetzt. Zwar ent­hal­ten die­se Geträn­ke auch Was­ser, bestehen jedoch auch aus Kof­fe­in, Zucker, künst­li­chen Süß­stof­fen und che­mi­schen Zusät­zen, die eine ent­wäs­sern­de Wir­kung auf den mensch­li­chen Kör­per haben.

Eine Dehy­dra­ti­on ent­steht meist schon, bevor das all­ge­mein bekann­te Durst­ge­fühl ein­setzt. Um einem Flüs­sig­keits­man­gel ent­ge­gen­zu­wir­ken, soll­ten des­halb über den Tag ver­teilt klei­ne Schlu­cke Was­ser zu sich genom­men wer­den und stets ein Glas Was­ser in greif­ba­rer Nähe bereit­ste­hen.

Überblick: warum unser Körper Wasser benötigt:

  • Für den Trans­port: Unser Blut besteht zu einem gro­ßen Teil aus Was­ser.
  • Kühl­mit­tel: Durch Schwit­zen kühlt sich der Kör­per ab und Schweiß besteht zu einem Groß­teil aus Was­ser.
  • Ande­re Flüs­sig­kei­ten: Für ande­re Kör­per­flüs­sig­kei­ten wie Spei­chel, Trä­nen oder Magen­saft benö­ti­gen wir Was­ser.
  • Für Reak­tio­nen: Um bei­spiels­wei­se Vit­ami­ne rich­tig nut­zen zu kön­nen, benö­tigt der Kör­per Was­ser als Reak­ti­ons­part­ner.
  • Bau­ma­te­ri­al: Die Kör­per­zel­len benö­ti­gen Was­ser als Bau­ma­te­ri­al.

Besondere Ursachen der Dehydration

Jeder Mensch soll­te auf eine aus­rei­chen­de Was­ser­zu­fuhr ach­ten, um zur Gesund­erhal­tung des Orga­nis­mus bei­zu­tra­gen. Bei eini­gen Per­so­nen­grup­pen herrscht jedoch beson­de­re Gefahr zur Dehy­dra­ti­on, dazu zäh­len:

  • Pati­en­ten der soge­nann­ten Durs­terkran­kung
  • Kin­der und Säug­lin­ge
  • Schwan­ge­re
  • alte Men­schen

Behinderung der Giftausscheidung durch Wassermangel

Vie­le Pati­en­ten lei­den heut­zu­ta­ge an einer soge­nann­ten „Durs­terkran­kung“, also einem fort­schrei­ten­den Zustand der Dehy­dra­ti­on. Aus die­sem Zustand her­aus resul­tiert oft­mals eine zuneh­men­de Unfä­hig­keit des Kör­pers, Abfall- und Gift­stof­fe aus­zu­schei­den. Daher ist es essen­zi­ell neben adäqua­ter Medi­ka­men­ten­ga­be und The­ra­pie­an­wen­dung eben­falls auf eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr zu ach­ten.

Kinder und Dehydration

Ins­be­son­de­re bei Kin­dern und Säug­lin­gen besteht die Gefahr der Dehy­dra­ti­on, da sie sich nicht mit­tei­len kön­nen. Soll­ten Übel­keit mit Erbre­chen und Durch­fall auf­tre­ten, so muss beson­ders auf eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr geach­tet wer­den, da Kin­der dadurch sehr viel Flüs­sig­keit ver­lie­ren und gleich­zei­tig oft­mals die Auf­nah­me von Nah­rung und Flüs­sig­keit ver­wei­gern.

Soll­te sich der Ver­dacht einer Dehy­dra­ti­on ein­stel­len, so soll­ten regel­mä­ßig ver­schie­de­ne Geträn­ke ange­bo­ten wer­den und bei dau­er­haf­ter Ver­wei­ge­rung ein Kin­der­arzt auf­ge­sucht wer­den.

Dehydration in der Schwangerschaft

Was­ser­man­gel tritt wei­ter­hin oft in der Schwan­ger­schaft auf und kann beson­ders gefähr­lich sein, da bei einer star­ken Dehy­dra­ti­on sowohl Mut­ter als auch Kind gefähr­det sind. Beson­ders schwan­ge­re Frau­en soll­ten eine Dehy­dra­ti­on somit früh erken­nen, um schnell han­deln zu kön­nen.

Alte Menschen und Dehydration

Beson­ders in Pfle­ge-/Al­ten­hei­men ist der Flüs­sig­keits­man­gel bei älte­ren Pati­en­ten ein häu­fi­ges Pro­blem. Dabei soll­ten gera­de Senio­ren auf eine aus­rei­chen­de Was­ser­auf­nah­me ach­ten, da trotz sin­ken­dem Durst­emp­fin­den wich­ti­ge Orga­ne, wie bei­spiels­wei­se die Nie­re, stets mit Flüs­sig­keit ver­sorgt wer­den müs­sen, um ein gesun­des Funk­tio­nie­ren zu gewähr­leis­ten.

Durch Inkon­ti­nenz, Schluck­stö­run­gen oder man­gel­haf­te moto­ri­sche Fähig­kei­ten besteht die Gefahr, dass eine selbst­stän­di­ge Flüs­sig­keits­auf­nah­me beein­träch­tigt ist. Hier ist ins­be­son­de­re auf eine adäqua­te Dehy­dra­ti­ons­pro­phy­la­xe zu ach­ten, um selbst­stän­di­ges Trin­ken neu zu erler­nen. In die­sem Zusam­men­hang muss strengs­tens auf eine Doku­men­ta­ti­on zuge­führ­ter Flüs­sig­kei­ten geach­tet wer­den.



5 Gründe, warum Sie auf Ihre Wasserzufuhr achten sollten

Die Funk­tio­nen von aus­rei­chend Was­ser im Kör­per sind nahe­zu end­los. Die fol­gen­den fünf Grün­de für eine höhe­re Was­ser­zu­fuhr soll­te auch den Letz­ten dazu brin­gen, in Zukunft das ein oder ande­re Glas Was­ser mehr zu trin­ken.

Müdig­keitWas­ser gilt als wich­tigs­te Ener­gie­quel­le des Kör­pers. Eine man­gel­haf­te Flüs­sig­keits­zu­fuhr ver­lang­samt die Enzym­tä­tig­keit, was zu Müdig­keit und Träg­heit füh­ren kann. Gera­de die Men­schen, die mor­gens nur schlecht aus dem Bett kom­men, soll­ten nach dem Auf­ste­hen zwei Glä­ser Was­ser trin­ken. Dies hilft dem Blut­kreis­lauf in Schwung zu kom­men und ist zudem wesent­lich gesün­der als Kaf­fee oder Tee auf lee­ren Magen.
Asth­ma und All­er­gi­enDurch eine star­ke Dehy­dra­ti­on nimmt das vom Kör­per pro­du­zier­te Hist­amin expo­nen­ti­ell zu. Dies kann zu einer Hist­amin­in­to­le­ranz füh­ren und Asth­ma­an­fäl­le begüns­ti­gen.
Blut­hoch­druckEin man­gel­haf­ter Flüs­sig­keits­haus­halt führt zu einer Ver­di­ckung des Blu­tes und somit zu einem höhe­ren Wider­stand. Dies führt ten­den­zi­ell zu Blut­hoch­druck.
Cho­le­ste­rin­wer­teIst der Kör­per dehy­driert, pro­du­ziert er Cho­le­ste­rin, um Zel­len dar­an zu hin­dern, zuneh­mend Was­ser zu ver­lie­ren. Zu hohe Cho­le­ste­rin­wer­te begüns­ti­gen jedoch im wei­te­ren Ver­lauf die Ent­ste­hung von Arte­rio­skle­ro­se.
Gewichts­zu­nah­me ver­mei­denOhne eine adäqua­te Flüs­sig­keits­zu­fuhr fah­ren Zel­len in eine Art „Ruhe­zu­stand“ und der Stoff­wech­sel ver­lang­samt sich. Vie­le Men­schen nei­gen dann zu einer über­mä­ßi­gen Nah­rungs­auf­nah­me, obwohl sie eigent­lich durs­tig sind. Genü­gend Flüs­sig­keit hilft nach­weis­lich dabei, Gewicht zu ver­lie­ren. Was­ser beschleu­nigt näm­lich den Stoff­wech­sel & lässt das Sät­ti­gungs­ge­fühl schnel­ler ein­tre­ten. Exper­ten raten zudem, vor jeder Mahl­zeit zwei gro­ße Glä­ser Was­ser zu trin­ken, wodurch sich der Appe­tit ver­rin­gert und man auto­ma­tisch weni­ger isst.

Unser Fazit

Was­ser ist unab­ding­bar für unser Über­le­ben — eine sinn­vol­le Dehy­dra­ti­ons­pro­phy­la­xe soll­te dem­entspre­chend vor­ge­nom­men und eine ent­spre­chen­de Behand­lung beschlos­sen wer­den.

Unser Behand­lungs­tipp: Zwei Glä­ser stil­les Was­ser direkt nach dem Auf­ste­hen geben Ihnen nicht nur die nöti­ge Ener­gie für den Tag, son­dern hel­fen auch dabei, eine aus­rei­chen­de Was­ser­zu­fuhr zu gewähr­leis­ten.

Wei­ter­hin birgt die Dehy­dra­ti­on unter ande­rem die Gefahr, an Blut­hoch­druck oder hohen Cho­le­ste­rin­wer­ten zu erkran­ken oder, bis zu einem gewis­sen Maß harm­los, an Gewicht zuzu­neh­men.

Von daher ab jetzt: Lie­ber etwas öfter zum Was­ser grei­fen und die Flüs­sig­keits­spei­cher im Kör­per auf­fül­len.

Dehy­dra­ti­on — die­se Sym­pto­me machen Was­ser­man­gel gefähr­lich!

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