Datenschutz kann Leben kosten

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12.07.2019 Lesezeit: 3 Minuten
Datenschutz ist wichtig, sollte allerdings nicht unsere Gesundheit gefährden.
Datenschutz kann Leben kosten

Sicherheit mit Restrisiko

Daten­schutz ist, und da sind wir uns ver­mut­lich alle einig, wich­tig. Wir sind natür­lich ver­stört oder sogar ver­ängs­tigt, je häu­fi­ger wir von Hacker­an­grif­fen und Daten­lecks hören. Da stellt sich schnell die Fra­ge: “Sind mei­ne Daten sicher?” Eine abso­lu­te Sicher­heit gibt es nicht. Nie­mals und nir­gend­wo. Nicht im Stra­ßen­ver­kehr, nicht beim Daten­ver­kehr und auch nicht bei ärzt­li­chen Dia­gno­sen. Ein Rest­ri­si­ko gibt es immer, nur beim The­ma Daten­schutz schwingt ein wenig Hys­te­rie mit.

Daten­die­be drin­gen in unse­re Pri­vat­sphä­re ein, Opfer füh­len sich zu Recht bedroht, fast so, als wären “Lang­fin­ger” in die eige­nen vier Wän­de ein­ge­drun­gen. Wäh­rend man den Scha­den eines Woh­nungs­ein­bruchs meist schnell über­bli­cken kann, sind die Fol­gen von Hacker­an­grif­fen nur schwer zu benen­nen. Das fängt beim läs­ti­gen aber fol­gen­lo­sen Hacken des Pass­worts an, geht über den Miss­brauch des E-Mail-Kon­tos als “Spamschleu­der”, über Ver­schlüs­se­lungs­tro­ja­ner bis hin zum Iden­ti­täts­dieb­stahl.

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Die DSGVO zum Schutz der persönlichen Daten

Die 2018 in Kraft getre­te­ne ver­schärf­te Daten­schutz Grund­ver­ord­nung (DSGVO) wur­de sicher in aller­bes­ter Absicht ver­ab­schie­det. Doch führt manch­mal die teil­wei­se extre­me Inter­pre­ta­ti­on des Daten­schut­zes zu absur­den Dis­kus­sio­nen oder Vor­schlä­gen. Die Fra­ge, ob Namens­schil­der an Haus­tü­ren und Brief­käs­ten Daten­schutz kon­form sei­en oder ob sie gegen das Gesetz ver­sto­ßen, schießt sicher über das Ziel hin­aus.

Bei zwei Arten von Daten sind wir ver­mut­lich alle beson­ders sen­si­bel und das ganz zu Recht. Das sind zum einen unse­re Bezahl- bzw. Bank­da­ten und zum ande­ren unse­re Gesund­heits­da­ten. In bei­den Fäl­len ist beson­de­re Vor­sicht gebo­ten.

Vorteile im Gesundheitsbereich

Wäh­rend man bei den Bank­da­ten noch unein­ge­schränkt sagen kann, dass man beim Kauf, egal ob online oder off­line, vor­sich­tig sein muss, dass Kon­to­in­for­ma­tio­nen nicht in fal­sche Hän­de gera­ten, so muss man bei den Gesund­heits­da­ten dif­fe­ren­zie­ren. Einer­seits möch­te nie­mand, dass die eige­nen Gesund­heits­da­ten in fal­sche Hän­de fal­len, ande­rer­seits wäre es fatal, wenn wich­ti­ge oder gar lebens­ret­ten­de Daten auf­grund falsch ver­stan­de­nen Daten­schut­zes nicht zur Ver­fü­gung ste­hen.

Das Tei­len von Gesund­heits­da­ten hat sogar vie­le Vor­tei­le: Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung tun sich hier ganz neue Mög­lich­kei­ten auf. So ist es bei­spiels­wei­se durch spe­zi­el­le Apps ohne gro­ßen tech­ni­schen Auf­wand mög­lich, bei Beschwer­den den Gesund­heits­zu­stand zu über­wa­chen. Beson­ders für Pati­en­ten mit chro­ni­schen Krank­hei­ten ist das ein gro­ßer Mehr­wert. Sie kön­nen auf die­sem Weg regel­mä­ßig ihre Wer­te über­prü­fen. Mit­hil­fe von klei­nen Zusatz­ge­rä­ten kann das Smart­pho­ne bei­spiels­wei­se den Blut­druck bestim­men, ein EKG auf­zeich­nen, die Lun­gen­funk­ti­on prü­fen, Innen­ohr­auf­nah­men machen oder sogar Vor­hof­flim­mern erken­nen. Ein tech­ni­scher Quan­ten­sprung!

Aber auch sonst hat das Anle­gen und Spei­chern von Gesund­heits­da­ten vie­le Vor­tei­le. Bei­spiels­wei­se kön­nen Sie unse­ren digi­ta­len Impf­pass nut­zen, um die­sen jeder­zeit ein­fach per Smart­pho­ne abzu­ru­fen. Die läs­ti­ge Suche nach dem Impf­pass hat damit end­lich ein Ende. Wenn Sie regel­mä­ßig Medi­ka­men­te ein­neh­men müs­sen, könn­te der Medi­ka­ti­ons­plan von Health Rise eine gro­ße Hil­fe für Sie sein. Hier kön­nen Sie Ihren indi­vi­du­el­len Medi­ka­ti­ons­plan ein­ge­ben, ver­wal­ten und aktua­li­sie­ren. Ihre Daten sind dank unse­res Gesund­heits­tre­sors® hoch­si­cher ver­schlüs­selt. Zudem haben Sie die Mög­lich­keit, Ihren Medi­ka­ti­ons­plan mit Ihren Ärz­ten und Ihrem Apo­the­ker zu tei­len, sodass die­se bei Bedarf dort Ein­sicht neh­men kön­nen.

Unser Tipp: Für die größt­mög­li­che Sicher­heit soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass der Ser­ver in Deutsch­land steht, dass die Ver­schlüs­se­lung der Daten kom­plex ist und natür­lich, dass das eige­ne Pass­wort mög­lichst sicher ist. Es bie­tet sich an, dass man einen Satz wählt und aus sämt­li­chen Anfangs­buch­sta­ben inklu­si­ve der Satz­zei­chen sein Pass­wort zusam­men­setzt. So lässt sich das Pass­wort leicht mer­ken.

Das Wich­tigs­te für ein siche­res Pass­wort in Kür­ze:
  • Das Pass­wort soll­te min­des­tens 8, bes­ser 12 Stel­len haben.
  • Das Pass­wort soll­te Groß- und Klein­buch­sta­ben ent­hal­ten.
  • Das Pass­wort soll­te Zah­len und Son­der­zei­chen ent­hal­ten.



Mit­te Juli 2017 sag­te der Deutsch­land­chef des Medi­zin­tech­nik­kon­zerns Phil­ips Peter Vul­linghs in einem Gespräch mit “Der Spie­gel”, dass zu viel Daten­schutz in der Medi­zin Men­schen­le­ben kos­ten kann. Das mag sein, denn der­zeit sind alle ver­un­si­chert und bevor man Straf­zah­lun­gen ris­kiert, ist man lie­ber über­kor­rekt und inter­pre­tiert die DSGVO streng.

Die Lösung kann ein Pro­dukt sein, in dem jeder Nut­zer selbst­be­stimmt alle medi­zi­nisch rele­van­ten Daten spei­chern und jeder­zeit und von jedem Ort abru­fen kann. Wenn dann der Spei­cher­ort in Deutsch­land liegt und die Ver­schlüs­se­lung kom­plex ist, fehlt nur noch ein siche­res Pass­wort. Damit ist der Daten­schutz sicher­ge­stellt und wich­ti­ge Daten sind jeder­zeit und auch im Not­fall zu Hand.

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