Clean Eating — Trend oder Lebensart

Clean Eating — Trend oder Lebensart

Heut­zu­ta­ge ach­tet die gesund­heits­be­wuss­te Gesell­schaft mehr auf ihre Ernäh­rung denn je. Vege­ta­risch, vegan oder Low-Carb sind dabei nur eini­ge weni­ge neue Strö­mun­gen im Bereich der Lebens­mit­tel­in­dus­trie. Gesund soll es nun ein­mal sein; gesund und natür­lich. Und genau die­ses Kon­zept hat sich der Trend »Clean Eating« zu Nut­ze gemacht. Doch was genau steckt dahin­ter?

Was bedeutet Clean Eating?

Clean Eating soll, wie der Name es bereits sagt, mög­lichst sau­ber bzw. rein sein. Das heißt jetzt aller­dings nicht, dass die Lebens­mit­tel vor­her beson­ders gründ­lich gewa­schen wer­den o. ä. Das Wort »Clean« bezieht sich viel­mehr auf die Natür­lich­keit des Pro­duk­tes. Man ver­sucht, so viel Fri­sches und Ein­fa­ches wie mög­lich zu essen.

Wel­che Lebens­mit­tel sind erlaubt und wel­che nicht?

Keine Fertigprodukte

Künst­li­che Zusatz­stof­fe oder bereits ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel sind tabu. Das bedeu­tet, bereits fer­tig ange­rühr­te Sup­pen, Tief­kühl­kost usw. müs­sen Sie in Zukunft von Ihrer Ein­kaufs­lis­te strei­chen. So schwer ist das aller­dings gar nicht, ver­spro­chen! Obst, Gemü­se, Fleisch und Fisch, denen nichts wei­ter zuge­setzt wur­de, ste­hen hin­ge­gen auf der Spei­se­kar­te.

Regional und Saisonal

Ja, auch das ist mit Clean Eating gemeint. Auf die­se Wei­se belas­ten Sie die Umwelt weni­ger. Kau­fen Sie direkt beim Erzeu­ger ein, erspart dies den Bau­ern unnö­ti­ge Trans­port­we­ge sowie Kos­ten für etwai­ge Lager­räu­me. So unter­stüt­zen Sie die Wirt­schaft vor Ort und gehen ganz neben­bei auch noch gegen die Aus­beu­tung der Ern­te­ar­bei­ter im Aus­land vor. Gehen Sie lie­ber in Bio-Läden ein­kau­fen, so stel­len Sie sicher, dass das Obst und Gemü­se nicht mit Pes­ti­zi­den belas­tet ist. Ach­ten Sie zudem dar­auf, dass das Essen hier aus der Regi­on kommt. All dies ent­spricht dem Kon­zept des Clean Eatings.

Ziele

Clean Eating bedeu­tet kei­nes­wegs, dass Sie auf alles ver­zich­ten müs­sen. Ihnen soll bewusst wer­den, das Essen auch anders geht. Ver­zich­ten Sie bei­spiels­wei­se auf Tüten­sup­pen und ler­nen aber dafür, wie man sol­che Sup­pen selbst anrührt; ohne irgend­wel­che Zusatz­stof­fe. Es muss nun ein­mal nicht immer alles mit extrem viel Salz, Zucker oder ande­ren Geschmacks­ver­stär­kern gewürzt wer­den. Natür­lich, am Anfang wird es für Sie noch schwer sein, aber das liegt ein­zig und allein dar­an, dass Sie es gewohnt sind, auf Fer­tig­pro­duk­te zurück­zu­grei­fen. Klar, das ist ja auch bequem und unkom­pli­ziert; wirk­lich gesund sieht jedoch anders aus. Man sagt schließ­lich nicht umsonst: »Du bist, was du isst.« Nach eini­gen Wochen wer­den Sie sich viel bes­ser füh­len. Ihr Haar wird wie­der glän­zen und Sie füh­len sich unbe­schwer­ter. Ein tol­ler Neben­ef­fekt, oder?

Wer sollte sich dem Clean Eating widmen?

Jeder, der will! Füh­len Sie sich nicht gezwun­gen dazu, Sie kön­nen es ja auch bloß für ein paar Wochen mal aus­pro­bie­ren und hin­ter­her immer noch für sich selbst ent­schei­den, ob Sie wei­ter­ma­chen wol­len oder nicht. Füh­len Sie kei­ne Ver­bes­se­rung Ihrer Lebens­wei­se oder mer­ken Sie, dass Sie das Clean Eating ein­fach nicht jeden Tag anwen­den kön­nen, dann ist das auch kein Pro­blem. Das Wich­ti­ge ist, dass Ihnen Ernäh­rung wie­der bewuss­ter wird und Sie sich dar­über Gedan­ken machen, ob es nicht viel­leicht doch ab und zu bes­ser wäre, auf Fast Food und ande­re Dosen­sup­pen zu ver­zich­ten und sich statt­des­sen etwas Fri­sches aus regio­na­len Pro­duk­ten zuzu­be­rei­ten.