Brust abtasten zur Krebsvorsorge – So geht es!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19.11.2019

Das Abtas­ten der eige­nen Brust spielt eine wich­ti­ge Rol­le bei der früh­zei­ti­gen Erken­nung von Brust­krebs, denn je eher eine Erkran­kung ent­deckt wird, des­to bes­ser ste­hen die Hei­lungs­chan­cen.

Durch das regel­mä­ßi­ge Abtas­ten Ihrer eige­nen Brust stei­gen die Chan­cen, dass Sie
Unre­gel­mä­ßig­kei­ten früh­zei­tig erken­nen und die­se so schnell wie mög­lich behan­delt wer­den kön­nen. Die Brust selbst rich­tig abtas­ten ist gar nicht so schwie­rig, wenn Sie struk­tu­riert vor­ge­hen.

Das Wich­tigs­te in Kür­ze:
  • Beson­ders wich­tig ist eine Regel­mä­ßig­keit — ein­mal pro Monat soll­te die Selbst­un­ter­su­chung statt­fin­den.
  • Nut­zen Sie die Fin­ger­spit­zen zum abtas­ten, um Unre­gel­mä­ßig­kei­ten zu erken­nen.
  • Ach­te Sie unter ande­rem auf fol­gen­de Merk­ma­le: Schwel­lun­gen, Ver­än­de­run­gen der Brust­grö­ße, Rötun­gen, Schmer­zen und Ver­for­mung der Brust­war­zen.
Frau tastet ihre Brust ab
Frauen sollten regelmäßig ihre Brüste abtasten, um frühzeitig Knoten zu entdecken.

Regelmäßigkeit beim Brust abtasten ist entscheidend

Tas­ten Sie Ihre Brust ein­mal pro Monat ab. Wäh­rend des Zyklus unter­liegt das Gewe­be der Brust
Schwan­kun­gen in der Fes­tig­keit. Wenn Sie immer zur sel­ben Zeit wäh­rend Ihres Zyklus die Brust
abtas­ten, bekom­men Sie ein gutes Gefühl dafür, wie sich Ihre Brust anfühlt und Sie erken­nen
Abwei­chun­gen schnel­ler, da Sie einen ver­läss­li­chen Maß­stab haben.

In den Wech­sel­jah­ren wird das Drü­sen­ge­we­be der Brust nach und nach durch Fett­ge­we­be ersetzt.
Die Brust unter­liegt nicht mehr zykli­schen Ver­än­de­run­gen. Legen Sie daher in den Wech­sel­jah­ren
einen bestimm­ten Tag im Monat fest, um Ihre Brust selbst abzu­tas­ten.

Entwickeln Sie eine Routine beim Brust abtasten

Ein sys­te­ma­ti­sches Vor­ge­hen beim Abtas­ten der Brust erlaubt Ihnen Ver­glei­che zu zie­hen und die
Beschaf­fen­heit Ihrer Brust bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Außer­dem gibt Ihnen ein rou­ti­nier­tes Vor­ge­hen die Sicher­heit, dass Sie alle rele­van­ten Kri­te­ri­en unter­sucht haben. Zu Ihrer Rou­ti­ne soll­ten fol­gen­de Punk­te gehö­ren:

  • 1. Eine ruhi­ge Umge­bung schaf­fen: Sor­gen Sie dafür, dass Sie Zeit für das Abtas­ten der Brust haben und Sie unge­stört sind. Schaf­fen Sie eine Umge­bung, in der Sie sich wohl­füh­len, etwa im Bade­zim­mer oder in Ihrem Schlaf­zim­mer.
  • 2. Von der Ach­sel über die Brust zur Brust­war­ze: Beim Brust Abtas­ten fan­gen Sie am bes­ten in der Ach­sel­höh­le an und tas­ten sich wei­ter vor bis zur Brust­war­ze. Nut­zen Sie Ihre Fin­ger­spit­zen und nicht die fla­che Hand, um mög­lichst genau spü­ren zu kön­nen, wie sich das
    Brust­ge­we­be anfühlt.
  • 3. Im Spie­gel betrach­ten: Begut­ach­ten Sie Ihre Brust zunächst im Spie­gel. Neh­men Sie dabei unter­schied­li­che Posi­tio­nen ein, sodass Sie aus meh­re­ren Per­spek­ti­ven einen guten Blick auf Ihre unbe­klei­de­te Brust bekom­men. Fal­len Ihnen unge­wöhn­li­che Merk­ma­le auf? Machen Sie auch einen Bewe­gungs­test. Heben Sie bei­de Arme. Wenn sich Ihre Brüs­te unter­schied­lich bewe­gen, ist dies eine wich­ti­ge Beob­ach­tung.

Ori­en­tie­ren Sie sich an unse­rer Info­gra­fik, die Ihnen genau zeigt, wie Sie Ihre Brust rich­tig
abtas­ten und die als Anlei­tung zum Brust Abtas­ten dient:

brust abtasten Anleitung

Auffälligkeiten beim Brust abtasten – Wie fühlt sich ein Knoten an?

Das Gewe­be der weib­li­chen Brust hat von Natur aus kei­ne homo­ge­ne Beschaf­fen­heit. Durch das
drü­sen­rei­che Gewe­be fühlt sich die Brust beim Abtas­ten ungleich­mä­ßig und bei eini­gen Frau­en sogar kno­tig an.

Kno­ten in der Brust füh­len sich fest und eher rund an, sind jedoch auch bei Druck auf den
Kno­ten nicht schmerz­haft. Wenn beim Brust Abtas­ten Schmer­zen auf­tre­ten, soll­ten Sie ärzt­li­chen Rat ein­ho­len.

Ach­ten Sie neben Kno­ten in der Brust auch auf fol­gen­de Merk­ma­le:

  • Ver­än­de­run­gen der Brust­grö­ße
  • Schwel­lun­gen im Bereich der Ach­sel
  • Schmer­zen bei Berüh­run­gen
  • Rötun­gen der Haut
  • Ver­for­mung der Brust­war­zen oder des Brust­war­zen­hofs
  • Sekretaus­tritt an den Brust­war­zen

Tipp: Das Auf­tre­ten der ein­zel­nen Sym­pto­me bedeu­tet nicht, dass es sich um Brust­krebs han­deln muss. Suchen Sie den­noch einen Arzt auf, um eine medi­zi­ni­sche Fach­mei­nung zu erhal­ten.

Brust abtasten während der Stillzeit – wie fühlt sich die Brust beim Stillen an?

Wäh­rend der Still­zeit sind ins­be­son­de­re Frau­en, die zum ers­ten Mal Mut­ter gewor­den sind, unsi­cher, wie sich die Brust anfüh­len soll­te. Die Milch­drü­sen arbei­ten auf Hoch­tou­ren und dadurch fühlt sich das Gewe­be der Brust unge­wohnt an.

Wie gehen Sie in der Still­zeit beim Brust Abtas­ten vor?

Den­ken Sie dar­an, die Brust vor und nach dem Stil­len abzu­tas­ten. Fühlt sich eine Auf­fäl­lig­keit nach dem Stil­len immer noch merk­wür­dig an?

Wenn die Brust voll mit Milch ist, fühlt sie sich här­ter an als wenn nur wenig Milch nach dem Stil­len zurück­bleibt. Auf­fäl­li­ge Ver­än­de­run­gen der Brust soll­ten vor und nach dem Still­vor­gang ertas­tet wer­den. Holen Sie bei Unsi­cher­hei­ten den Rat Ihrer Heb­am­me ein.

Brust abtasten mit Implantaten – was verändert sich nach der Brust-OP?

Gene­rell gel­ten die­se­le­ben Emp­feh­lun­gen zum Brust Abtas­ten nach der Brust-OP wie auch zuvor.
Inspi­zie­ren Sie Ihre Brüs­te regel­mä­ßig und wer­den Sie nach der Brust-OP zunächst damit ver­traut, wie sich die Brust mit Implan­ta­ten anfühlt.

Begin­nen Sie nicht zu früh nach der Ope­ra­ti­on mit dem Abtas­ten. Erst wenn die Hei­lung abge­schlos­sen ist, ist das Abtas­ten zur Krebs­vor­sor­ge rat­sam.

Brust­im­plan­ta­te erschwe­ren das Abtas­ten, machen es aber nicht unmög­lich. Den­ken Sie bei dar­an, auch eine opti­sche Bewer­tung durch­zu­füh­ren und die Ach­seln abzu­tas­ten.

Die­se Unter­su­chun­gen geben Ihnen wich­ti­ge Hin­wei­se zur Gesund­heit Ihrer Brust, wenn ein nor­ma­les Abtas­ten durch ein Implan­tat erschwer wird.

Auffälligkeiten beim Brust abtasten – Frauenarzt konsultieren oder nicht?

Sobald Sie eine Auf­fäl­lig­keit an Ihrer Brust bemer­ken, holen Sie am bes­ten fach­ärzt­li­chen Rat ein. Ihr Frau­en­arzt oder Ihre Frau­en­ärz­tin wird eben­falls Ihre Brust abtas­ten und wenn nötig auch wei­ter­füh­ren­de Unter­su­chun­gen anord­nen wie etwa eine Mam­mo­gra­fie.

Neh­men Sie Ihre eige­nen Beob­ach­tun­gen ernst, ohne in Panik zu ver­fal­len, wenn Sie eine Ver­än­de­rung Ihrer Brust wahr­neh­men. Ihr Frau­en­arzt kann Ihnen außer­dem hilf­rei­che Tipps fürs das rich­ti­ge Abtas­ten Ihrer Brust geben.

Quellen

Brust abtas­ten zur Krebs­vor­sor­ge – So geht es!

5 (100%) 2 Stimme[n]



Dis­c­lai­mer
Nach oben