Brust abtasten zur Krebsvorsorge: So geht es!

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    Das Abtas­ten der eige­nen Brust spielt eine wich­ti­ge Rol­le bei der früh­zei­ti­gen Erken­nung von Brust­krebs, denn je eher eine Erkran­kung ent­deckt wird, des­to bes­ser ste­hen die Hei­lungs­chan­cen.

    Durch das regel­mä­ßi­ge Abtas­ten Ihrer eige­nen Brust stei­gen die Chan­cen, dass Sie
    Unre­gel­mä­ßig­kei­ten früh­zei­tig erken­nen und die­se so schnell wie mög­lich behan­delt wer­den kön­nen. Die Brust selbst rich­tig abtas­ten ist gar nicht so schwie­rig, wenn Sie struk­tu­riert vor­ge­hen. In die­sem Arti­kel wird erklärt, wie es funk­tio­niert.

    Frau tastet ihre Brust ab
    Frauen sollten regelmäßig ihre Brüste abtasten, um frühzeitig Knoten zu entdecken.
    Das Wich­tigs­te in Kür­ze:
    • Beson­ders wich­tig ist eine Regel­mä­ßig­keit — ein­mal pro Monat soll­te die Selbst­un­ter­su­chung statt­fin­den.
    • Nut­zen Sie die Fin­ger­spit­zen zum abtas­ten, um Unre­gel­mä­ßig­kei­ten zu erken­nen.
    • Ach­te Sie unter ande­rem auf fol­gen­de Merk­ma­le: Schwel­lun­gen, Ver­än­de­run­gen der Brust­grö­ße, Rötun­gen, Schmer­zen und Ver­for­mung der Brust­war­zen.

    Heil­prak­ti­ke­rin und ange­hen­de Osteo­path­in Chris­ti­na Teich­mül­ler ist zer­ti­fi­zier­te Mam­ma­Ca­re® Trai­ne­rin. In ihren Kur­sen bringt sie Frau­en (und auch Män­nern) bei, wie man sei­ne eige­ne Brust rich­tig nach Kno­ten unter­sucht. Die Eigen­un­ter­su­chung hilft, selbst kleins­te Knöt­chen zu fin­den und die­se zu bewer­ten.

    Regelmäßigkeit beim Brust abtasten ist entscheidend

    Tas­ten Sie Ihre Brust ein­mal pro Monat ab. Wäh­rend des Zyklus unter­liegt das Gewe­be der Brust
    Schwan­kun­gen in der Fes­tig­keit. Wenn Sie immer zur sel­ben Zeit wäh­rend Ihres Zyklus die Brust
    abtas­ten, bekom­men Sie ein gutes Gefühl dafür, wie sich Ihre Brust anfühlt und Sie erken­nen
    Abwei­chun­gen schnel­ler, da Sie einen ver­läss­li­chen Maß­stab haben.

    In den Wech­sel­jah­ren wird das Drü­sen­ge­we­be der Brust nach und nach durch Fett­ge­we­be ersetzt.
    Die Brust unter­liegt nicht mehr zykli­schen Ver­än­de­run­gen. Legen Sie daher in den Wech­sel­jah­ren
    einen bestimm­ten Tag im Monat fest, um Ihre Brust selbst abzu­tas­ten.

    Entwickeln Sie eine Routine beim Brust abtasten

    Ein sys­te­ma­ti­sches Vor­ge­hen beim Abtas­ten der Brust erlaubt Ihnen Ver­glei­che zu zie­hen und die
    Beschaf­fen­heit Ihrer Brust bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Außer­dem gibt Ihnen ein rou­ti­nier­tes Vor­ge­hen die Sicher­heit, dass Sie alle rele­van­ten Kri­te­ri­en unter­sucht haben. Zu Ihrer Rou­ti­ne soll­ten fol­gen­de Punk­te gehö­ren:

    • 1. Eine ruhi­ge Umge­bung schaf­fen: Sor­gen Sie dafür, dass Sie Zeit für das Abtas­ten der Brust haben und Sie unge­stört sind. Schaf­fen Sie eine Umge­bung, in der Sie sich wohl­füh­len, etwa im Bade­zim­mer oder in Ihrem Schlaf­zim­mer.
    • 2. Von der Ach­sel über die Brust zur Brust­war­ze: Beim Brust Abtas­ten fan­gen Sie am bes­ten in der Ach­sel­höh­le an und tas­ten sich wei­ter vor bis zur Brust­war­ze. Nut­zen Sie Ihre Fin­ger­spit­zen und nicht die fla­che Hand, um mög­lichst genau spü­ren zu kön­nen, wie sich das
      Brust­ge­we­be anfühlt.
    • 3. Im Spie­gel betrach­ten: Begut­ach­ten Sie Ihre Brust zunächst im Spie­gel. Neh­men Sie dabei unter­schied­li­che Posi­tio­nen ein, sodass Sie aus meh­re­ren Per­spek­ti­ven einen guten Blick auf Ihre unbe­klei­de­te Brust bekom­men. Fal­len Ihnen unge­wöhn­li­che Merk­ma­le auf? Machen Sie auch einen Bewe­gungs­test. Heben Sie bei­de Arme. Wenn sich Ihre Brüs­te unter­schied­lich bewe­gen, ist dies eine wich­ti­ge Beob­ach­tung.

    Ori­en­tie­ren Sie sich an unse­rer Info­gra­fik, die Ihnen genau zeigt, wie Sie Ihre Brust rich­tig
    abtas­ten und die als Anlei­tung zum Brust Abtas­ten dient:

    brust abtasten Anleitung

    Auffälligkeiten beim Brust abtasten: Wie fühlt sich ein Knoten an?

    Das Gewe­be der weib­li­chen Brust hat von Natur aus kei­ne homo­ge­ne Beschaf­fen­heit. Durch das
    drü­sen­rei­che Gewe­be fühlt sich die Brust beim Abtas­ten ungleich­mä­ßig und bei eini­gen Frau­en sogar kno­tig an.

    Kno­ten in der Brust füh­len sich fest und eher rund an, sind jedoch auch bei Druck auf den
    Kno­ten nicht schmerz­haft. Wenn beim Brust Abtas­ten Schmer­zen auf­tre­ten, soll­ten Sie ärzt­li­chen Rat ein­ho­len.

    Ach­ten Sie neben Kno­ten in der Brust auch auf fol­gen­de Merk­ma­le:

    • Ver­än­de­run­gen der Brust­grö­ße
    • Schwel­lun­gen im Bereich der Ach­sel
    • Schmer­zen bei Berüh­run­gen
    • Rötun­gen der Haut
    • Ver­for­mung der Brust­war­zen oder des Brust­war­zen­hofs
    • Sekretaus­tritt an den Brust­war­zen

    Tipp: Das Auf­tre­ten der ein­zel­nen Sym­pto­me bedeu­tet nicht, dass es sich um Brust­krebs han­deln muss. Suchen Sie den­noch einen Arzt auf, um eine medi­zi­ni­sche Fach­mei­nung zu erhal­ten.

    Brust abtasten während der Stillzeit: Wie fühlt sich die Brust beim Stillen an?

    Wäh­rend der Still­zeit sind ins­be­son­de­re Frau­en, die zum ers­ten Mal Mut­ter gewor­den sind, unsi­cher, wie sich die Brust anfüh­len soll­te. Die Milch­drü­sen arbei­ten auf Hoch­tou­ren und dadurch fühlt sich das Gewe­be der Brust unge­wohnt an.

    Wie gehen Sie in der Still­zeit beim Brust Abtas­ten vor?

    Den­ken Sie dar­an, die Brust vor und nach dem Stil­len abzu­tas­ten. Fühlt sich eine Auf­fäl­lig­keit nach dem Stil­len immer noch merk­wür­dig an?

    Wenn die Brust voll mit Milch ist, fühlt sie sich här­ter an als wenn nur wenig Milch nach dem Stil­len zurück­bleibt. Auf­fäl­li­ge Ver­än­de­run­gen der Brust soll­ten vor und nach dem Still­vor­gang ertas­tet wer­den. Holen Sie bei Unsi­cher­hei­ten den Rat Ihrer Heb­am­me ein.

    Brust abtasten mit Implantaten: Was verändert sich nach der Brust-OP?

    Gene­rell gel­ten die­se­le­ben Emp­feh­lun­gen zum Brust Abtas­ten nach der Brust-OP wie auch zuvor.
    Inspi­zie­ren Sie Ihre Brüs­te regel­mä­ßig und wer­den Sie nach der Brust-OP zunächst damit ver­traut, wie sich die Brust mit Implan­ta­ten anfühlt.

    Begin­nen Sie nicht zu früh nach der Ope­ra­ti­on mit dem Abtas­ten. Erst wenn die Hei­lung abge­schlos­sen ist, ist das Abtas­ten zur Krebs­vor­sor­ge rat­sam.

    Brust­im­plan­ta­te erschwe­ren das Abtas­ten, machen es aber nicht unmög­lich. Den­ken Sie bei dar­an, auch eine opti­sche Bewer­tung durch­zu­füh­ren und die Ach­seln abzu­tas­ten.

    Die­se Unter­su­chun­gen geben Ihnen wich­ti­ge Hin­wei­se zur Gesund­heit Ihrer Brust, wenn ein nor­ma­les Abtas­ten durch ein Implan­tat erschwert wird.

    Auffälligkeiten beim Brust abtasten: Frauenarzt konsultieren oder nicht?

    Sobald Sie eine Auf­fäl­lig­keit an Ihrer Brust bemer­ken, holen Sie am bes­ten fach­ärzt­li­chen Rat ein. Ihr Frau­en­arzt oder Ihre Frau­en­ärz­tin wird eben­falls Ihre Brust abtas­ten und wenn nötig auch wei­ter­füh­ren­de Unter­su­chun­gen anord­nen wie etwa eine Mam­mo­gra­fie.

    Neh­men Sie Ihre eige­nen Beob­ach­tun­gen ernst, ohne in Panik zu ver­fal­len, wenn Sie eine Ver­än­de­rung Ihrer Brust wahr­neh­men. Ihr Frau­en­arzt kann Ihnen außer­dem hilf­rei­che Tipps fürs das rich­ti­ge Abtas­ten Ihrer Brust geben.

    Quellen

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