Bodyshaping – Ein neuer Trend in der Körperkultur

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 14.05.2019 Lesezeit: 3 Minuten

Bodysha­ping ist in aller Mun­de – Die Trend­sport­art zielt auf eine Kör­per­mo­del­lie­rung ab, die eine Opti­mie­rung des Kör­pers in Hin­blick auf aktu­el­le Schön­heits­idea­le meint.

Den Kör­per in die dem­entspre­chend ange­streb­te Form zu brin­gen, ist das Ziel des Bodysha­pings. Der Trend kommt wie so oft aus Ame­ri­ka. Dort haben bereits vor vie­len Jah­ren Hol­ly­wood­stars begon­nen, durch geziel­tes, indi­vi­du­el­les Fit­ness­trai­ning unter Anlei­tung von Per­so­nal­trai­nern den Kult vom Body­sty­ling zu pro­pa­gie­ren. Ins­be­son­de­re durch die inten­si­ve Nut­zung von Soci­al-Media-Kanä­len haben die Stars und Stern­chen ihre Fans immer inten­si­ver an ihren indi­vi­du­el­len Work­outs teil­ha­ben las­sen und mit Tipps zum Body­sty­ling den Trend auch nach Euro­pa hin­über­schwap­pen las­sen.

Bodysha­ping ist für Män­ner und Frau­en geeig­net und kann sich hier auf die Opti­mie­rung unter­schied­li­cher Kör­per­par­ti­en bezie­hen. Geht es bei Frau­en oft um eine Model­lie­rung der Bauch-, Po- und Ober­schen­kel­re­gi­on, kann bei Män­nern zum Bei­spiel die For­mung eines attrak­ti­ven “Six­packs” Ziel des Bodysha­pings sein. Obwohl Bodysha­ping heu­te haupt­säch­lich von Frau­en in ver­schie­de­nen Alters­grup­pen betrie­ben wird, zeigt sich auch ein Trend bei Män­nern. Män­ner legen ver­stärkt Wert auf einen attrak­ti­ven Kör­per und sind gegen­über dem The­ma Bodysha­ping zuneh­mend auf­ge­schlos­sen.

Im Gegen­satz zum Body­buil­ding geht es hier also nicht um geziel­ten Mus­kel­auf­bau, son­dern um die For­mung von Kör­per­par­ti­en.

Bodyshaping Frau
Bodyshaping – Ein neuer Trend in der Körperkultur

Wie funktioniert Bodyshaping?

Dem Trai­ning beim Bodysha­ping geht in der Regel eine Kör­per­ana­ly­se vor­aus. Hier wer­den dann Schwach­stel­len iden­ti­fi­ziert, die opti­miert wer­den sol­len. Es wird ein indi­vi­du­el­ler Trai­nings­plan erstellt, der im Sin­ne der Model­lie­rung fest­legt, wo Mus­ku­la­tur auf­ge­baut und wo ggf. Fett abge­baut wer­den soll. Der Trai­nings­plan legt dann fest, mit wel­chen Übun­gen und mit wel­cher Inten­si­tät des Trai­nings die Zie­le erreicht wer­den sol­len.

Zwar steht beim Bodysha­ping das geziel­te Trai­ning von Schwach­stel­len im Vor­der­grund, ein­ge­bun­den ist dies aber meist in ein Gesamt­kör­per­trai­ning mit indi­vi­du­el­len Schwer­punk­ten. Im Gegen­satz zum Body­buil­ding, das ja den Mus­kel­auf­bau anstrebt, steht hier eher die Straf­fung von Mus­keln im Vor­der­grund, um das gesam­te Kör­per­bild zu ver­bes­sern. Bei mus­kel­auf­bau­en­den Übun­gen wird im Bodysha­ping das Trai­ning für den spe­zi­el­len Kör­per­be­reich redu­ziert oder ein­ge­stellt, sobald sich der gewünsch­te opti­sche Effekt ein­ge­stellt hat – es geht also nicht um ein immer “mehr”, wie es das Body­buil­ding anstrebt.

Wie sieht das Training beim Bodyshaping aus?

Eine Mischung aus Kraft- und Aus­dau­er­trai­ning kenn­zeich­net das Trai­ning beim Bodysha­ping. Das mode­ra­te Kraft­trai­ning setzt dabei jedoch nur leich­te Gewich­te ein, da ja ein all­zu inten­si­ver Mus­kel­auf­bau gar nicht gewünscht ist. Oft wer­den leich­te Han­teln und Elas­tik­bän­der (z. B. Ther­a­Band) als Trai­nings­un­ter­stüt­zun­gen ein­ge­setzt. Auch kann ein Trai­ning an Maschi­nen Teil des Übungs­plans sein, um gewünsch­te Effek­te des Trai­nings zu ver­stär­ken.

Bestand­teil des Bodysha­ping-Trai­nings ist auch das Car­dio­trai­ning, mit dem die Fett­ver­bren­nung im Kör­per sti­mu­liert und somit der Kör­per­fett­an­teil gesenkt wer­den soll. Neben­ef­fekt die­ses Trai­nings ist eine Stär­kung des Herz-Kreis­lauf-Sys­tems. Zur erfolg­rei­chen Model­lie­rung des Kör­pers ist ein nied­ri­ger Kör­per­fett­an­teil not­wen­dig, da zu gro­ße Fett­an­tei­le die trai­nier­ten Kör­per­par­ti­en sonst nicht zum Vor­schein brin­gen kön­nen und der Model­lie­rungs­ef­fekt somit ver­pufft.

Wie sieht die begleitende Ernährungsumstellung aus?

Neben dem Kör­per­trai­ning baut das Bodysha­ping auch auf eine ange­pass­te Ernäh­rung bei der Kör­per­mo­del­lie­rung auf. Eine Umstel­lung der Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten kann dabei in grö­ße­rem Umfang not­wen­dig sein oder kaum ins Gewicht fal­len — je nach­dem, wie die Aus­gangs­la­ge ist.

Schlan­ke Men­schen, die mit dem Bodysha­ping begin­nen, kön­nen meist allein durch das Trai­ning gute Ergeb­nis­se erzie­len. Bei Über­ge­wicht ist jedoch eine Ernäh­rungs­um­stel­lung in Ver­bin­dung mit dem Kör­per­trai­ning meist unum­gäng­lich und erfor­dert somit grö­ße­re Dis­zi­plin.

Die opti­mier­te Ernäh­rung zielt dabei auf die Ver­sor­gung des Kör­pers mit Pro­te­inen, viel Obst und Gemü­se und nähr­stoff­rei­chen Ölen. Redu­ziert wird hin­ge­gen ins­be­son­de­re die Zufuhr von Koh­len­hy­dra­ten und Zucker.

Gene­rell steht beim Bodysha­ping eine fri­sche, vit­amin- und mine­ral­stoff­rei­che Küche auf dem Spei­se­plan, die ergänzt wird durch viel Roh­kost in Form von Müs­lis, Frucht­jo­ghurtva­ria­tio­nen und Shakes.

Kritik am Bodyshaping

Die Effek­ti­vi­tät des Bodysha­pings wird viel­fach ange­zwei­felt und beson­ders die feh­len­de Inten­si­tät des Kör­per­trai­nings bemän­gelt. Kri­ti­ker sind über­zeugt, dass nur durch eine stär­ke­re Trai­nings­be­las­tung nach­hal­tig gute Ergeb­nis­se zu erzie­len sind.

Auch wird bemän­gelt, dass beim Trai­ning zu stark ein­zel­ne Kör­per­par­ti­en im Fokus ste­hen und der gesamt­heit­li­che Trai­nin­g­an­satz, der auch zu einer ganz­heit­lich attrak­ti­ven Aus­strah­lung füh­ren soll, in den Hin­ter­grund rückt.

Abschlie­ßend ist zu sagen, dass man es mit dem Kör­per­kult nicht über­trei­ben soll­te. Unrea­lis­ti­sche Ide­al­bil­der aus Fil­men und Soci­al Media soll­ten dif­fe­ren­ziert betrach­tet wer­den, da dahin­ter oft Bild­be­ar­bei­tung oder ein trau­ri­ges Leben vol­ler Ver­zicht steckt. Sport und Ernäh­rung soll­ten nicht zur Qual wer­den, son­dern Spaß machen. Freu­de am Leben ist immer noch der bes­te Garant für ein gesun­des Leben.

Bodysha­ping – Ein neu­er Trend in der Kör­per­kul­tur

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