Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü

Sonnenschutz von innen: Wie Nährstoffe deine Haut im Sommer unterstützen können


Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne kräftiger scheint, rückt der Schutz der Haut stärker in den Fokus.

Neben der äußeren Anwendung von Sonnencreme und Schutzkleidung wird in der Ernährungswissenschaft und Dermatologie zunehmend diskutiert, welche Rolle bestimmte Nährstoffe für die normale Funktion der Haut spielen können.

Dieser Artikel gibt einen fundierten Überblick darüber, was aktuell über den Zusammenhang zwischen Mikronährstoffen und Hautgesundheit bekannt ist – eingeordnet nach aktuellem Forschungsstand und den Vorgaben der EU-Health-Claims-Verordnung.


2. Warum UV-Strahlung die Haut belastet


Sonnenlicht besteht aus unterschiedlichen Strahlungstypen. Für die Haut besonders relevant sind UV-A- und UV-B-Strahlung:

  • UV-A-Strahlung (320–400 nm): dringt tief in die Haut ein, kann oxidativen Stress in Zellen auslösen
  • UV-B-Strahlung (280–320 nm): verantwortlich für Sonnenbrand, regt aber auch die körpereigene Vitamin-D-Synthese an

Beide Strahlungsformen können zur Bildung freier Radikale beitragen – reaktive Sauerstoffspezies, die in übermäßiger Konzentration Zellstrukturen belasten können.

Dieser Prozess wird als oxidativer Stress bezeichnet. Der menschliche Körper verfügt über natürliche antioxidative Schutzmechanismen, zu denen bestimmte Mikronährstoffe beitragen können.

Was sind freie Radikale?

Freie Radikale sind chemisch instabile Moleküle mit einem ungepaartem Elektron. Sie entstehen u. a. durch UV-Strahlung, Umweltbelastungen und Stoffwechselprozesse. In zu großer Menge können sie oxidativen Stress verursachen. Antioxidantien aus der Nahrung können helfen, das Gleichgewicht zu unterstützen.

<

3. Antioxidantien – Unterstützung für die Haut von innen


Antioxidantien sind Verbindungen, die freie Radikale neutralisieren können. Mehrere Mikronährstoffe gelten laut EU-Health-Claims-Verordnung als antioxidativ wirksam und haben zugelassene gesundheitsbezogene Angaben.

3.1 Vitamin C

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist eines der bekanntesten wasserlöslichen Antioxidantien. Folgende Angaben sind nach der EU-Health-Claims-Verordnung zugelassen:

  • Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
  • Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Vitamin C kommt natürlicherweise in vielen Obst- und Gemüsesorten vor und kann zusätzlich über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

3.2 Vitamin E

Vitamin E bezeichnet eine group fettlöslicher Verbindungen, zu denen unter anderem Alpha-Tocopherol zählt. Die EU-Health-Claims-Verordnung lässt folgende Angabe zu:

  • Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Als fettlösliches Vitamin ist Vitamin E besonders in pflanzlichen Ölen, Nüssen und Samen enthalten und spielt eine Rolle im Zellschutz.

3.3 Beta-Carotin

Beta-Carotin ist ein Carotinoid und Provitamin A, das in zahlreichen Pflanzen vorkommt.

Im Körper kann es in Vitamin A umgewandelt werden, das wiederum zur normalen Erhaltung der Haut beiträgt (zugelassener Health Claim für Vitamin A).

Beta-Carotin selbst hat keine eigenständig zugelassenen Health Claims für Hautfunktion nach aktuellem EU-Recht.

Der wissenschaftliche Zusammenhang zwischen Beta-Carotin-reicher Ernährung und Hautgesundheit wird in der Forschung untersucht.

Beta-Carotin in der Ernährung

Beste Quellen: Karotten, Kürbis, Süßkartoffeln, Spinat, Grünkohl

Beta-Carotin ist ein Provitamin: Es wird bedarfsabhängig in Vitamin A umgewandelt

Carotinoidreiche Ernährung ist Teil einer ausgewogenen Ernährungsweise

Hochdosierte Einzelpräparate sollten nicht ohne Rücksprache eingenommen werden

4. Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick


Die folgende Tabelle fasst die relevantesten Nährstoffe, ihre Funktion und ihre natürlichen Quellen zusammen. Die mit * markierten Funktionen sind durch zugelassene EU-Health-Claims belegt.

Nährstoff-Vergleich

Vitamin C: Antioxidans, Kollagenbildung* | Beste Quellen: Paprika, Kiwi, Brokkoli, Zitrusfrüchte | Tagesdosis-Hinweis: 110 mg/Tag (DGE)

Vitamin E: Zellschutz vor oxidativem Stress* | Beste Quellen: Sonnenblumenöl, Mandeln, Haselnüsse | Tagesdosis-Hinweis: 12–15 mg/Tag (DGE)

Beta-Carotin: Vorstufe Vitamin A, Carotinoid | Beste Quellen: Karotten, Kürbis, Süßkartoffel, Spinat | Tagesdosis-Hinweis: 2–4 mg/Tag (empfohlen)

Omega-3 (EPA/DHA): Zellmembranstruktur, Entzündungsbalance | Beste Quellen: Lachs, Makrele, Algenöl, Leinöl | Tagesdosis-Hinweis: 250–500 mg EPA+DHA/Tag

Astaxanthin: Forschungsfeld Carotinoid (in Untersuchung) | Beste Quellen: Wildlachs, Garnelen, Mikroalgen | Tagesdosis-Hinweis: 4–12 mg/Tag (Studienrange)

Zink: Beiträgt zur Erhaltung normaler Haut* | Beste Quellen: Kürbiskerne, Linsen, Fleisch | Tagesdosis-Hinweis: 8–10 mg/Tag (DGE)

* Zugelassene Health Claims nach VO (EG) Nr. 1924/2006 | DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung

5. Omega-3-Fettsäuren und die Haut


Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), sind essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst in ausreichender Menge herstellen kann.

Sie sind Bestandteile von Zellmembranen und spielen eine Rolle im Fettsäurestoffwechsel. Zugelassene Health Claims betreffen u. a. die normale Herzfunktion sowie die normale Gehirnfunktion (bei ausreichender Zufuhr von DHA).

Für die Haut gibt es derzeit keine eigenständig zugelassenen Health Claims.

In der ernährungswissenschaftlichen Forschung besteht Interesse daran, wie Omega-3-Fettsäuren die Hauthomöostase beeinflussen können. Studien hierzu werden laufend durchgeführt und eingeordnet.

6. Astaxanthin – das rote Carotinoid im Fokus der Forschung


Astaxanthin ist ein natürliches Carotinoid, das u. a. in Mikroalgen (Haematococcus pluvialis), Wildlachs, Forelle und Garnelen vorkommt.

Es verleiht diesen Organismen ihre charakteristische rötlich-orange Farbe.

Astaxanthin steht derzeit im wissenschaftlichen Interesse. Studien deuten darauf hin, dass es als Antioxidans wirksam sein kann.

Für Hautgesundheitsbezogene Anwendungen gibt es derzeit keine zugelassenen Health Claims nach EU-Recht. Vorliegende Forschungsergebnisse werden von wissenschaftlichen Institutionen weiterhin bewertet.

Astaxanthin – Forschungsstand (Stand 2025)

  • Wird derzeit in klinischen Studien zu antioxidativen Eigenschaften untersucht
  • Keine eigenständig zugelassenen EU-Health-Claims für Hautfunktion
  • Natürliche Quellen: Wildlachs, Garnelen, Hummer, Mikroalgen
  • Bei Supplementierung: Rücksprache mit Fachperson empfohlen
  • Studien deuten auf potenzielle Wirkung als Antioxidans hin – weitere Forschung läuft

7. Ganzheitlicher Hautschutz im Sommer


Eine ausgewogene Ernährung kann als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Hautgesundheit betrachtet werden – nicht als Ersatz für äußere Schutzmaßnahmen.

Wichtiger Hinweis

Nahrungsergänzungsmittel und eine ausgewogene Ernährung ersetzen keinen äußeren Sonnenschutz durch Sonnencreme, Schutzkleidung oder den Aufenthalt im Schatten. Die empfohlenen UV-Schutzmaßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sollten stets eingehalten werden.

Empfohlene äußere Schutzmaßnahmen nach aktuellem Forschungsstand:

  • Sonnencreme mit geeignetem LSF, regelmäßig und ausreichend auftragen
  • Schutzkleidung und Kopfbedeckung bei starker Sonneneinstrahlung
  • Mittagssonne meiden (ca. 11–15 Uhr)
  • Aufenthalt im Schatten, besonders für Risikopersonen

Ernährung als ergänzender Baustein:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. 1,5 Liter täglich, bei Hitze mehr)
  • Obst- und gemüsereiche Ernährung mit antioxidativen Nährstoffen
  • Omega-3-reiche Lebensmittel als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung
  • Ggf. gezielte Supplementierung nach Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungsfachmann

8. Welche Lebensmittel liefern wichtige Nährstoffe für die Haut?


Vitamin-C-Quellen

  • Rote Paprika (ca. 140 mg/100 g)
  • Schwarze Johannisbeeren (ca. 180 mg/100 g)
  • Kiwi (ca. 90 mg/100 g)
  • Brokkoli (ca. 65 mg/100 g)
  • Zitrusfrüchte: Orangen, Grapefruits

Vitamin-E-Quellen

  • Sonnenblumenöl (ca. 63 mg/100 g)
  • Mandeln und Haselnüsse (ca. 26 bzw. 15 mg/100 g)
  • Weizenkeimöl (höchste natürliche Vitamin-E-Dichte)

Beta-Carotin-Quellen

  • Karotten (ca. 7 mg/100 g)
  • Süßkartoffeln (ca. 8 mg/100 g)
  • Kürbis (ca. 1,5 mg/100 g)
  • Spinat und Grünkohl (ca. 4–5 mg/100 g)

Omega-3-Quellen

  • Wildlachs, Makrele, Hering (reichste tierische Quellen für EPA/DHA)
  • Leinöl und Chiasamen (pflanzliche Alpha-Linolensäure)
  • Algenöl (vegane EPA/DHA-Quelle)
  • Walnüsse

Astaxanthin-Quellen

  • Wildlachs und Forelle
  • Garnelen und Hummer
  • Mikroalgen (Haematococcus pluvialis)

Praxis-Tipp: Sommerernährung für die Haut

  • Täglich mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse (DGE-Empfehlung)
  • Farbenreiche Lebensmittel bevorzugen – je bunter, desto mehr Carotinoide
  • Fettreichen Fisch 1–2 Mal pro Woche einplanen
  • Kaltgepresste Pflanzenöle für Vitamin E verwenden
  • Ausreichend Wasser trinken – der Haut zuliebe

9. Nutrikosmetik – Hautpflege von innen


Der Begriff Nutrikosmetik beschreibt Produkte und Konzepte, die die Schönheit von innen unterstützen sollen – durch die gezielte Zufuhr von Nährstoffen, die für die normale Funktion von Haut, Haaren und Nägeln relevant sind.

Dazu zählen u. a. Produkte mit Vitaminen (Vitamin C, E, Biotin), Mineralstoffen (Zink), Kollagenhydrolysaten sowie spezialisierten Pflanzenextrakten.

Zugelassene Health Claims bestehen z. B. für Biotin (trägt zur Erhaltung normaler Haut und Haare bei) and Zink (trägt zur Erhaltung normaler Haut bei).

Für andere Inhaltsstoffe wie Kollagenpeptide laufen weiterhin wissenschaftliche Bewertungen durch die EFSA.

Die Nachfrage nach Nutrikosmetik wächst europaweit. Dabei ist eine kritische Einordnung wichtig: Nicht jedes Produkt verfügt über wissenschaftlich belegte Wirkungen.

Zugelassene Health Claims bieten hier eine verlässliche Orientierung.

10. Fazit


Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung bildet eine wichtige Grundlage für die normale Hautfunktion.

Bestimmte Mikronährstoffe – darunter Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin und Omega-3-Fettsäuren – spielen nachweislich eine Rolle im Zellschutz und in der normalen Funktion der Haut (gemäß zugelassener EU-Health-Claims).

Neuere Forschungsfelder wie Astaxanthin werden wissenschaftlich weiterhin untersucht und bieten interessante Perspektiven für zukünftige Empfehlungen.

Wer seine Haut im Sommer ganzheitlich unterstützen möchte, findet in einer ausgewogenen Ernährung, einem verantwortungsvollen Umgang mit Sonnenlicht und passenden Produkten zur Hautpflege sinnvolle Bausteine für den Alltag.

Wichtiger Hinweis

Nahrungsergänzungsmittel und eine ausgewogene Ernährung ersetzen keinen äußeren Sonnenschutz. Nutzen Sie stets Sonnencreme, Schutzkleidung und Schatten als primäre Schutzmaßnahmen.

→ Entdecken Sie das Sortiment von health-rise.de: Naturkosmetik, Vitamine und Nutrikosmetik für eine ganzheitliche Hautpflege.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Sonnenschutz von innen bezeichnet die Idee, durch eine nährstoffreiche Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel die Haut auf zellulärer Ebene zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin, die zur normalen Funktion der Haut beitragen können. Wichtig: Diese Maßnahmen ersetzen keinen äußeren Sonnenschutz. Die BZgA empfiehlt weiterhin Sonnencreme, Schutzkleidung und das Meiden der Mittagssonne als primäre Schutzmaßnahmen.

Eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche Ernährung mit ausreichend Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren kann im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes als unterstützend betrachtet werden. Studien untersuchen, ob bestimmte Carotinoide wie Beta-Carotin und Lycopin eine Rolle spielen können. Belastbare Empfehlungen zur gezielten 'Vorbereitung' lassen sich daraus aber noch nicht ableiten. Äußerer Sonnenschutz bleibt unverzichtbar.

Nein. Beta-Carotin ist kein Ersatz für Sonnencreme. Kein Nahrungsergänzungsmittel und keine Ernährungsweise kann die Schutzwirkung einer Sonnencreme mit geeignetem LSF ersetzen. Beta-Carotin ist als Provitamin A Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und trägt über die Vitamin-A-Bildung zur normalen Erhaltung der Haut bei. Hochdosierte Beta-Carotin-Präparate sollten außerdem nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden, da sie bei bestimmten Personengruppen kontraindiziert sein können.

Vitamin C hat zwei zugelassene Health Claims mit Hautbezug: Es trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei, und es trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Kollagen ist ein wichtiges Strukturprotein der Haut. Eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung über Obst und Gemüse – z. B. rote Paprika, Kiwi, Brokkoli – ist Teil einer gesunden Ernährungsweise.

Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans mit dem zugelassenen Health Claim: Es trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Als fettlösliches Vitamin ist es besonders in zellulären Membranen aktiv. Gute Nahrungsquellen sind Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl, Mandeln und Haselnüsse. Vitamin E wirkt synergistisch mit Vitamin C, was in der Forschung gut dokumentiert ist.

Astaxanthin ist ein natürliches Carotinoid, das vor allem in Mikroalgen (Haematococcus pluvialis) vorkommt und für die rötliche Farbe von Wildlachs, Forellen und Garnelen verantwortlich ist. Es steht als Antioxidans im wissenschaftlichen Interesse – es gibt jedoch derzeit keine zugelassenen EU-Health-Claims für Hautfunktion. Studien deuten auf antioxidative Eigenschaften hin, weitere Forschung wird durchgeführt. Bei Supplementierung empfiehlt sich ärztliche Rücksprache.

Nein. Kein Nahrungsergänzungsmittel kann Sonnenbrand verhindern. Entsprechende Versprechen wären nicht nur irreführend, sondern rechtlich unzulässig (HWG, Health-Claims-Verordnung). Nahrungsergänzungsmittel können im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung zur normalen Funktion der Haut beitragen – sie ersetzen aber keinen UV-Schutz. Sonnencreme, Schutzkleidung und der Aufenthalt im Schatten sind die einzig wirksamen Schutzmaßnahmen gegen Sonnenbrand.

Antioxidantienreiche Lebensmittel sind v. a. frisches Obst und Gemüse in leuchtenden Farben: Beeren (Blaubeeren, Aronia), rote Paprika, Tomaten, Brokkoli, Spinat, Karotten, Kürbis und Zitrusfrüchte. Auch Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte liefern relevante Mengen. Die DGE empfiehlt täglich mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse (zusammen ca. 600 g), um eine gute Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Äußerer Sonnenschutz umfasst alle Maßnahmen, die UV-Strahlung direkt von der Haut fernhalten: Sonnencreme mit geeignetem LSF, Schutzkleidung, Sonnenhut und das Meiden der Mittagssonne. Innerer 'Sonnenschutz' ist ein populärer Begriff aus dem Nutrikosmetik-Bereich und beschreibt den Ansatz, die Haut durch Mikronährstoffe von innen zu unterstützen. Letzteres ist kein medizinischer Schutz und ersetzt äußere Maßnahmen nicht.

Nach der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006) gibt es u. a. folgende zugelassene Angaben mit Hautbezug: Vitamin C (Kollagenbildung, Zellschutz), Vitamin E (Zellschutz vor oxidativem Stress), Biotin (trägt zur Erhaltung normaler Haut bei), Zink (trägt zur Erhaltung normaler Haut bei), Vitamin A (trägt zur Erhaltung normaler Haut bei). Die vollständige EFSA-Liste sollte bei der Produktkommunikation stets herangezogen werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Vitamin-C-Zufuhr von 110 mg (Frauen) bis 110 mg (Männer). Diese Menge lässt sich durch eine obst- und gemüsereiche Ernährung gut erreichen – etwa durch eine Portion rote Paprika oder zwei Kiwis. Bei Bedarf kann eine Supplementierung sinnvoll sein, sollte aber im Einklang mit den offiziellen Empfehlungen erfolgen. Megadosen bringen keinen nachgewiesenen Zusatznutzen.

Nutrikosmetik umfasst ein breites Spektrum: Von Produkten mit belegten Health Claims (Biotin, Zink, Vitamin C) bis hin zu Marketing-Konzepten ohne wissenschaftliche Grundlage. Ein seriöser Anhaltspunkt ist die Liste der zugelassenen Health Claims der EFSA. Wer gezielte Produkte zur Unterstützung der Hautfunktion sucht, sollte auf diese wissenschaftlich geprüften Inhaltsstoffe achten und Produkte mit unbelegten Versprechen kritisch hinterfragen.

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das direkt aus tierischen Quellen (z. B. Leber, Milchprodukte) aufgenommen werden kann. Beta-Carotin ist ein pflanzliches Provitamin A, das der Körper bedarfsabhängig in Vitamin A umwandelt. Vitamin A hat einen zugelassenen Health Claim für die normale Erhaltung der Haut. Beta-Carotin selbst hat keinen eigenständig zugelassenen Hautbezugs-Health-Claim, liefert aber als Carotinoid Vitamin A auf pflanzlichem Weg.

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da es von Nährstoff, Ausgangssituation und individuellen Faktoren abhängt. Grundsätzlich gilt: Mikronährstoffe unterstützen die normale Funktion des Körpers – sie sind keine Schnellwirkenden Therapeutika. Eine optimale Nährstoffversorgung über die Ernährung oder gezielte Supplementierung ist ein langfristiger Ansatz. Spürbare Unterschiede bei Haut, Haaren und Nägeln zeigen sich in Studien oft erst nach mehreren Wochen bis Monaten. Eine individuelle Beratung durch Ernährungsfachleute empfiehlt sich.

Quellen


  • [1] EFSA (European Food Safety Authority): EU Register of authorised health claims. https://ec.europa.eu/food/safety/labelling_nutrition/claims/register/public/?event=search
  • [2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/
  • [3] Pullar JM, Carr AC, Vissers MCM: The Roles of Vitamin C in Skin Health. Nutrients. 2017;9(8):866. doi:10.3390/nu9080866
  • [4] Ekanayake-Mudiyanselage S, Thiele JJ: Vitamin E and the skin. J Dtsch Dermatol Ges. 2006;4(4):311-318. doi:10.1111/j.1610-0387.2006.05967.x
  • [5] Stahl W, Sies H: Beta-Carotene and other carotenoids as antioxidants. J Am Coll Nutr. 1997;16(2):109-126. doi:10.1080/07315724.1997.10718660
  • [6] Calder PC: Omega-3 fatty acids and inflammatory processes: from molecules to man. Biochem Soc Trans. 2017;45(5):1105-1115. doi:10.1042/BST20160474
  • [7] Ambati RR et al.: Astaxanthin: Sources, Extraction, Stability, Biological Activities and Its Commercial Applications—A Review. Mar Drugs. 2014;12(1):128-152. doi:10.3390/md12010128
  • [8] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Vitaminsupplemente – Risikobewertung. https://www.bfr.bund.de
  • [9] NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin C Fact Sheet for Consumers. https://ods.od.nih.gov/factsheets/VitaminC-Consumer/
  • [10] Skin Cancer Foundation: UV Radiation and Skin Damage. https://www.skincancer.org/risk-factors/uv-radiation/
Produktgalerie überspringen
%
NatuGena Vitamin C | 90 Kapseln | gepufferter hochdosierter Komplex mit OPC aus Weintrauben-Extrakt & Quercetin | vegan

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

NatuGena Vitamin C | 90 Kapseln | gepufferter hochdosierter Komplex mit OPC aus Weintrauben-Extrakt & Quercetin | vegan

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Inhalt: 70 g (388,29 €* / 1 kg)

27,18 €* 37,95 €*
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen, um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
%
Norsan Omega-3 Kapseln | 120 Kapseln | Hochdosiert und Rein für Tägliche Gesundheit | Ideal für Unterwegs

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Norsan Omega-3 Kapseln | 120 Kapseln | Hochdosiert und Rein für Tägliche Gesundheit | Ideal für Unterwegs

Derzeit nicht verfügbar

Inhalt: 164 g (140,37 €* / 1 kg)

23,02 €* 29,00 €*
%
Vegavero Beta Carotin | 180 Kapseln | mit 7 mg Beta Carotin pro Kapsel aus 140 mg Karotten-Extrakt | vegan

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Vegavero Beta Carotin | 180 Kapseln | mit 7 mg Beta Carotin pro Kapsel aus 140 mg Karotten-Extrakt | vegan

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Inhalt: 44,1 g (451,25 €* / 1 kg)

19,90 €* 20,90 €*
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen, um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Empfohlene tägliche Verzehrmengen nicht überschreiten.
Shop Assistentin KI

Sie chatten mit einem KI-Assistenten. Antworten können Fehler enthalten und sind unverbindlich.

Hallo, ich bin Ihre digitale Shop-Assistentin. Wie kann ich Ihnen helfen?