Baobab – das Superfood vom Afrikanischen Affenbrotbaum

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    Bao­bab ist bereits seit Urzei­ten wich­ti­ger Bestand­teil der afri­ka­ni­schen Volks­me­di­zin. Der afri­ka­ni­sche Bao­bab latei­nisch Adan­so­nia digi­ta­ta, auch unter dem Namen afri­ka­ni­scher Affen­brot­baum bekannt, ist der typi­sche Baum der Savan­ne Afri­kas. Genau­er gesagt, ist er in der Regi­on zwi­schen Niger im Nor­den und Sim­bab­we im Süden des Kon­ti­nents behei­ma­tet. In der Volks­me­di­zin wer­den fast alle Tei­le des Baums genutzt. Das afri­ka­ni­sche Super­food wur­de im Rah­men der Novel1) ‑Food-Ver­ord­nung 2008 von der EFSA (Euro­pean Food Safe­ty Aut­ho­ri­ty) in der Euro­päi­schen Uni­on als Nah­rungs­mit­tel zuge­las­sen. Hier­zu­lan­de wird es über­wie­gend in Pul­ver­form angeboten.


    Baobab – das Superfood vom Afrikanischen Affenbrotbaum

    Der Baobab Baum

    Der Bao­bab Baum oder Affen­brot­baum ist im tro­pi­schen Afri­ka behei­ma­tet. Das Mal­ven­ge­wächs hat noch ver­wand­te Arten auf Mada­gas­kar und in Aus­tra­li­en. Die Bäu­me kön­nen rie­si­ge Aus­ma­ße anneh­men und bis zu 2.500 Jah­re alt wer­den. Man­che Quel­len spre­chen sogar von der dop­pel­ten Lebens­dau­er, was aller­dings auf einen Irr­tum zurück­zu­füh­ren ist. Im Schnitt leben die Bäu­me über einen Zeit­raum von etwa 4 Jahr­hun­der­ten. Es gibt Bäu­me, die einen Stamm­um­fang von 25 Metern errei­chen und bis zu 20 Metern hoch wer­den kön­nen. Der Bao­bab trägt wäh­rend der Regen­zeit Blät­ter, die er danach wie­der ver­liert. Dann sieht er aus, als ste­cke er umge­kehrt in der Erde und die Wur­zeln zei­gen in den Him­mel. Die wei­ßen Blü­ten, die der Bao­bab wäh­rend der Regen­zeit ent­wi­ckelt, begin­nen sich am Nach­mit­tag zu öff­nen, damit sie von Flug­hun­den bestäubt wer­den können.

    Die Son­ne lie­ben­den Affen­brot­bäu­me sind genüg­sam und kom­men mit wenig Was­ser aus. Die­ses spei­chern sie wäh­rend der Regen­zeit in ihren dicken fase­ri­gen Stäm­men. Das kön­nen bei einem Volu­men von 2002)  m3 bis zu 140.000 Liter sein. Die bis zu 10 Zen­ti­me­ter dicke Rin­de schützt die Bäu­me vor Ver­duns­tung. Man­che Tie­re aber auch Men­schen, die in der tro­cke­nen Savan­ne leben, nut­zen den Baum als natür­li­chen Was­ser­spei­cher. So bear­bei­ten Ele­fan­ten die Rin­de mit ihren Stoß­zäh­nen auf der Suche nach Was­ser und auch die mensch­li­chen Bewoh­ner nut­zen die Affen­brot­bäu­me auf der Suche nach etwas zu trinken.

    Die Früchte des Baobab Baums

    Die Früch­te, die wie der Baum selbst hei­ßen, sind grün und eiför­mig und kön­nen eine Län­ge von bis zu 40 Zen­ti­me­tern errei­chen. Wäh­rend sie noch am Baum hän­gen, ent­zieht ihnen der Baum die gesam­te Feuch­tig­keit, um sie wie­der in den Stamm zurück­zu­füh­ren. Tro­cken wird die Scha­le braun, bevor die Früch­te selbst­stän­dig zur Erde fal­len. Sie wer­den seit lan­gem sowohl als Nah­rungs- als auch als Heil­mit­tel ver­wen­det. Die fett­rei­chen Samen, von denen bis zu 200 Stück in einer Frucht zu fin­den sind, lie­gen im wei­ßen Frucht­fleisch. Daher stammt auch der ara­bi­sche Name „Bu hibab”, was über­setzt „Frucht mit vie­len Samen” heißt.

    Der gesundheitliche Nutzen der Baobab Frucht

    Das Bao­bab Frucht­fleisch wird hier­zu­lan­de meist als Pul­ver ange­bo­ten und hat unter­schied­li­che gesund­heit­li­che Effek­te. Wer Bao­bab in sei­nen Ernäh­rungs­plan ein­baut, kann laut einer Stu­die damit den Blut­zu­cker­an­stieg nach einer Mahl­zeit redu­zie­ren. Auch kann der Kon­sum des Frucht­flei­sches unter Umstän­den der beschleu­nig­ten Zell­al­te­rung und unter­schied­li­chen Krank­hei­ten vorbeugen.

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    Baobab auf dem Speiseplan

    Die Früch­te des Affen­brot­baums ste­cken vol­ler Nähr­stof­fe und wer­den für unter­schied­li­che Zube­rei­tun­gen ver­wen­det. Bei uns ist über­wie­gend das getrock­ne­te Frucht­fleisch als Pul­ver, manch­mal die gan­zen Samen oder das Öl aus den Samen, für die Kör­per­pfle­ge erhältlich.

    Bao­bab punk­tet so wie alle Super­foods – egal ob hei­misch oder exo­tisch – mit einer hohen Nähr­stoff­dich­te. Den Pflan­zen oder Tei­len davon wer­den durch das Reich­tum an Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen oder sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen beson­de­re gesund­heits­för­dern­de Eigen­schaf­ten nachgesagt.

    Das getrock­ne­te und als Pul­ver ange­bo­te­ne Bao­bab-Frucht­fleisch weist einen hohen Gehalt an Vit­amin C, Cal­ci­um und Eisen auf. Ein hoher Bal­last­stoff­an­teil hält lan­ge satt. Anti­oxi­dan­ti­en fan­gen zudem freie Radi­ka­le, die eine beschleu­nig­te Zell­al­te­rung eben­so wie die Ent­ste­hung man­cher Krank­hei­ten begüns­ti­gen können.

    Bao­bab lässt sich viel­sei­tig ver­wen­den. Es kann pur genos­sen in Was­ser oder Milch bezie­hungs­wei­se Pflan­zen­milch gerührt und getrun­ken wer­den. Das leicht säu­er­li­che Getränk ver­stärkt das Sät­ti­gungs­ge­fühl. Es lässt sich in Joghurt,  Müs­li, Smoot­hies oder Por­ridge rüh­ren oder in Kuchen und Brot ver­ar­bei­ten. Auch zum Andi­cken bei­spiels­wei­se von Kon­fi­tü­ren eig­net sich Bao­bab Pul­ver auf­grund des hohen Pektingehalts.

    Pro­duk­te & Dienst­leis­tungen (0)

    Welche Pflanzenteile finden in Europa Verwendung?

    Baobab Öl

    Das Öl aus den gepress­ten Samen wird in Euro­pa vor allem für Kos­me­ti­ka als Feuch­tig­keits­pfle­ge genutzt. Beson­ders geeig­net ist es zur Pfle­ge von stump­fen und brü­chi­gen Haa­ren. Dafür wird das Öl in die Län­gen und Spit­zen ein­ge­ar­bei­tet. In Afri­ka wird das Bao­bab­öl als Lebens­mit­tel verwendet.

    Baobab Samen

    Die Samen des Affen­brot­baums las­sen sich nicht nur zu Öl pres­sen, son­dern eig­nen sich auch gerös­tet als Top­ping oder Knab­be­rei oder fer­men­tiert als Gewürz.

    Das Baobab Fruchtfleisch

    Das Frucht­fleisch lässt sich viel­fäl­tig ver­wen­den. Es wird zu Süßig­kei­ten ver­ar­bei­tet. Kurz in Was­ser ein­legt, kann das resul­tie­ren­de weiß gefärb­te Was­ser als Basis für Breie und Por­ridge die­nen. Es lässt sich außer­dem zu Frucht­saft ver­ar­bei­ten und eig­net sich für Saucen.

    Gesundheitliche Wirkung von Baobab

    Die afrikanische Volksmedizin

    Wer auf Cola oder Kaf­fee als Wach­ma­cher ver­zich­ten möch­te, der kann das Pul­ver in ein Glas Was­ser mit etwas fri­schem Zitro­nen­saft rüh­ren. Die­ser Wach­ma­cher und Kon­zen­tra­ti­ons­boos­ter kommt ganz ohne Kof­fe­in daher.

    Die afri­ka­ni­sche Volks­me­di­zin nutzt Bao­bab für die Behand­lung zahl­rei­cher Erkran­kun­gen. So wird es bei Fie­ber eben­so gege­ben, wie bei Zahn­schmer­zen. Auch bei Mala­ria und Pocken fin­det es Anwen­dung. Es soll stär­kend auf Herz und Leber wir­ken. Außer­dem kann es sich bei ent­zünd­li­chen Gelenk­er­kran­kun­gen wie Arthro­se und Arthri­tis bes­sern und für die Stär­kung des Immun­sys­tems geeig­net sein.

    Dank des hohen Bal­last­stoff­ge­halts soll die Pflan­ze den Abtrans­port von Cho­le­ste­rin und Gif­ten aus dem Darm beschleu­ni­gen kön­nen. Koh­len­hy­dra­te wer­den angeb­lich lang­sa­mer auf­ge­nom­men, was den Anstieg des Blut­zu­cker­spie­gels nach einer Mahl­zeit verlangsamt.

    Von die­sen Wir­kun­gen ist nicht alles wis­sen­schaft­lich belegt. Den­noch hat Bao­bab zahl­rei­che gesund­heit­li­che Vorzüge.

    Nachgewiesene gesundheitliche Vorzüge

    Bao­bab ist reich an ver­schie­de­nen Vit­ami­nen und Nähr­stof­fen wie Eisen, Kali­um und Kal­zi­um. Eisen ist wich­tig für den Stoff­wech­sel, wohin­ge­gen Kali­um und Kal­zi­um för­der­lich für die Kno­chen­ge­sund­heit, die Mus­keln, das Ner­ven­sys­tem und den Blut­druck sein kön­nen. Zusätz­lich ent­hält Bao­bab einen hohen Gehalt an Vit­amin C , der sich posi­tiv auf die Gesund­heit aus­wir­ken kann. Vit­amin C gilt als 200, das dem oxi­da­ti­ven Stress der Zel­len vor­beu­gen soll. Auch das Immun­sys­tem wird dadurch unterstützt.

    Inhalts­stof­fe im Bao­bab hem­men bestimm­te Enzy­me, die zahl­rei­che ent­zünd­li­che Krank­hei­ten im Kör­per her­vor­ru­fen kön­nen. Dazu zäh­len unter ande­rem: die rheu­ma­to­ide Arthri­tis, Athe­ro­skle­ro­se, Asthma.

    Lös­li­che Bal­last­stof­fe, die in Bao­bab reich­lich vor­han­den sind, wir­ken sich posi­tiv auf das Mikro­bi­om aus. Die Ver­dau­ung wird durch Bal­last­stof­fe geför­dert und die Nähr­stoff­auf­nah­me über den Darm unterstützt.

    Poly­phe­no­le aus Bao­bab Pul­ver beein­flus­sen den Blut­zu­cker­spie­gel wäh­rend einer koh­len­hy­dratrei­chen Mahlzeit.

    Quellen

    • bzfe
    • WWF
    • Shel­ly A. Coe et al: The poly­phe­nol-rich bao­bab fruit redu­ces starch diges­ti­on and gly­ce­mic respon­se in humans. Else­vier, Nut­ri­ti­on Rese­arch 33 (2013) 888–896
    • Ver­tua­ni et al: Anti­oxi­dant capa­ci­ty of Adan­so­nia digi­ta­ta fruit pulp and lea­ves. Acta Phy­to­the­ra­peu­ti­ca Vol. V, n. 2, 2002.
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